DD254514A1 - Vorrichtung zum nadelschutz und zerteilen des gutstromes bei ballenpresse - Google Patents

Vorrichtung zum nadelschutz und zerteilen des gutstromes bei ballenpresse Download PDF

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DD254514A1 DD86297553A DD29755386A DD254514A1 DD 254514 A1 DD254514 A1 DD 254514A1 DD 86297553 A DD86297553 A DD 86297553A DD 29755386 A DD29755386 A DD 29755386A DD 254514 A1 DD254514 A1 DD 254514A1
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Karl-Heinz Kretschmer
Juergen Roellich
Bodo Kritzner
Gerhard Schindler
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Guenter John
Christian Steglich
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Fortschritt Veb K
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F15/00Baling presses for straw, hay or the like
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Nadelschutz und Zerteilen des Gutstromes bei landwirtschaftlichen Ballenpressen, insbesondere Grossballenpressen mit Erntegutzufuehrung von unten und zinkenfoermigen, schwenkbaren Verdichtungsorganen. Um die Betriebssicherheit zu erhoehen und den Energiebedarf der Presse positiv zu beeinflussen, soll fuer den Durchgang der Bindenadeln im Pressraum ein erntegutfreier Raum geschaffen werden sowie die Drehmomentenspitzen fuer die Gutstromtrennung abgebaut werden. Hierzu sind schraeg von unten hinter einer Einfuelloeffnung (5) Zinken (10) durch die untere Laengswand (4) in den Pressraum (3) gefuehrt. In einer ersten Stellung stehen die Zinken (10) mit ihren Spitzen in der Begrenzung der Einfuelloeffnung (5) oberhalb der Laengswand (4). In einer zweiten Stellung stehen die Zinken (10) etwa mittig ueber der Einfuelloeffnung (5). Durch die Zinken (10) schwenken die Bindenadeln (24). Fig. 1

Description

Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Nadelschutz und Zerteilen des Gutstromes bei landwirtschaftlichen Ballenpressen, insbesondere Großballenpressen mit einem Preßraum, zinkenförmigen Verdichtungsorganen und einer Einfüllöffnung für das Erntegut in einer der Längswände des Preßraumes, insbesondere im Boden, bei denen die Bindenadeln zwischen den Verdichtungsorganen und der Einfüllöffnung durch den Preßraum bewegt werden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik '
Von den in der Praxis eingesetzten Geradschubkolbenpressen her ist bekannt, wie zum Beispiel in der DD-PS 112066 dargestellt ist, daß der das Erntegut verdichtende Preßkolben eine durch Nadelschlitze unterteilte Preßfläche besitzt. In diesen Nadelschlitzen laufen die Bindenadeln vor dem Erntegut geschützt beim Bindevorgang durch den Preßraum. Das durch eine Längswand des Preßraumes zugeführte Erntegut wird bei diesem Pressentyp mittels spezieller Messer, die am Preßkolben und an der Einfüllöffnung angebracht sind, abgeschnitten und während des Bindevorganges ist die Einfüllöffnung durch den Preßkolben verschlossen. Nachteilig an diesen Lösungen ist, daß durch das Schneiden des Erntegutes das Drehmoment des Antriebes sehr große Schwankungen aufweist. Weiterhin ist es sehr aufwendig, über den Betrieb immer den erforderlichen Schneidspalt einzuhalten, wodurch die Schnittkräfte weiter erhöht werden.
Bei Großballenpressen ist es überdies üblich, das Erntegut von unten in den Preßraum einzuführen. Bei dieser Anordnung ergeben sich gemäß den oben genannten Lösungen weitere Probleme, da für den Bindenadeldurchgang die Messer unterbrochen sein müßten.
Ferner sind zum Beispiel nach der DE-OS 3241490 Großballenpressen bekannt, die das Erntegut mittels zweier zinkenförmiger Verdichtungsorgane verdichten, die beim Rückhub aus dem Preßraum gefahren werden. In der DE-OS 3241490 ist dargestellt, daß beim Bindevorgang die Verdichtungsorgane am gepreßten Erntegut anliegen und die Bindenadeln hinter den Verdichtungsorganen in einem Einfüllbereich des Preßraumes durch das hier nur gering verdichtete Erntegut bewegt werden. Diese Lösung führt jedoch zu ernsthaften Betriebsstörungen, da das ineinander verfilzte Erntegut sich um die Bindenadeln legt und zu Verstopfungen führt. Dadurch können letztlich Bindenadelbrüche und Fehlbindungen eintreten.
Im DE-GM 7521769 ist eine Großballenpresse beschrieben,,bei der die Bindenadeln durch den Einfüllschacht des Erntegutes schwingen. Zum Schutz der Bindenadeln sind hier beiderseitig der Bindenadeln schwenkbare Segmente angeordnet, die von der Nadelschwinge gesteuert den Einfüllschacht beim Bindenadeldurchgang verschließen. Hiermit wird zwar die Verstopfungsgefahr verringert, aber durch den Verschluß des Einfüllschachtes über eine relativ lange Zeitspanne kommt es zur Überfüllung des relativ kurzen vorgelagerten Einfüllschachtstückes. Als Folge treten Probleme bei der sauberen Aufnahme des Erntegutes vom Feld auf, was zu Erntegutverlusten führt. Außerdem ist dieses System nur bei Großballenpressen anwendbar, die ohne zusätzliche Verdichtungsorgane im Preßraum arbeiten und die Bindenadeln nur durch den relativ engen Einfüllschacht bewegt werden.
Des weiteren ist in der DE-OS 2647472 eine Großballenpresse beschrieben, die ähnlich der Lösung nach den DE-GM 7521769 aufgebaut ist und die Bindenadeln ebenfalls durch den inneren Bereich des Einfüllschachtes schwenken. Hierbei sind für die Bindenadeln Schutzschienen vorgesehen, die quer durch den Einfüllschacht verlaufen. In einer anderen Ausführung dieser Lösung wird der Bindenadeldurchgangsbereich durch vor- und nachgeordnete, in den Einfüllschacht schwenkbare Zinkenkämme erreicht. Auch hier wird der Gutstrom von der Aufnahmevorrichtung in den Preßraum vollständig blockiert. Es treten somit die gleichen Nachteile wie beim DE-GM 7521769 auf.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, eine Vorrichtung zum Nadelschutz und Zerteilen des Gutstromes bei Ballenpressen zu schaffen, die bei einer Großballenpresse mit zinkenförmigen Verdichtungsorganen die Betriebssicherheit erhöht, ökonomisch herstellbar ist und dabei den Energiebedarf der Ballenpresse positiv beeinflußt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Nadelschutz und Zerteilen des Gutstromes bei Ballenpressen, insbesondere Großballenpressen, mit zinkenförmigen, schwenkbaren Verdichtungsorganen, bei denen die Bindenadel η vor den am verdichteten Erntegut anliegenden Verdichtungsorganen in einem Einfüllbereich durch den Preßraum bewegt werden und das Erntegut durch eine Einfüllöffnung in einer Längswand des Preßraumes, insbesondere im Boden, in.den Preßraum gelangt, zu schaffen, bei der ein funktionssicherer Durchgang der Bindenadeln durch den Preßraum in einer erntegutfreien Zone gewährleistet wird, ohne daß dabei der Erntegutaufnahmeprozeß negativ beeinflußt wird und die Antriebsdrehmomente der Ballenpresse relativ gleichmäßig verlaufen.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß im Anschluß an die Einfüllöffnung auf der Seite des verdichteten Erntegutes etwa über deren Breite verteilt schräg durch die Längswand des Preßraumes spitz auslaufende Zinken längsverschiebbar geführt sind. Außerdem des Preßraumes sind die der Einfüllöffnung abgewandten Enden der Zinken an einem Querträger befestigt und in den einzelnen Zinken sind hinter ihren Spitzen Nadeldurchgangsschlitze angeordnet. Am Querträger ist weiter ein Schaltgestänge angelenkt, so daß in einer ersten Stellung die Zinken mit ihren Spitzen in der Begrenzung der Einfüllöffnung oberhalb der Längswand und unterhalb des nächstgelegenen Teiles der Verdichtungsorgane angeordnet sind. In einer zweiten Stellung sind die Zinken mit ihren Spitzen bis etwa über die Mitte der Einfüllöffnung angeordnet.
Eine Aufnahme- und Fördervorrichtung fördert das Erntegut stetig durch die Einfüllöffnung in den Preßraum, wo es durch die Verdichtungsorgane nach hinten geschoben und dabei verdichtet wird. Beim Rückhub schwenken die Verdichtungsorgane aus dem Preßraum heraus. Bei diesem Arbeitsablauf befinden sich die Zinken der erfindungsgemäßen Vorrichtung in der ersten Stellung. Das Erntegut wird beim Verdichtungshub über die Spitzen der Zinken gezogen und fasert dabei auseinander. Es erfolgt kein Trennschnitt. Hierzu ist die Einhaltung eines Spaltes zwischen den Spitzen der Zinken und dem untersten Teil der Verdichtungsorgane nötig, da so die Kräfte zum Zerteilen des Gutstromes relativ gering bleiben.
Um das so verdichtete Erntegut zu einem Ballen zu binden, müssen die Bindenadeln mit der Bindeschnur durch den Preßraum geschwankt werden. Die Verdichtungsorgane liegen in dieser Zeitspanne am verdichteten Erntegut an. Um ein Verstopfen der Ein- bzw. Austauchöffnungen der Bindenadeln im Preßraum zu verhindern, werden mindestens während des letzten Verdichtungshubes über das Schaltgestänge die Zinken in die zweite Stellung gebracht, wodurch die Einfüllöffnung teilweise verschlossen wird. Dadurch wird der Gutstrom soweit zurückgehalten, daß für die Bindenadeln ein erntegutfreier Raum entsteht. Der Gutstrom wird aber nur insofern zurückgehalten, daß es zu keinen Stau in der Aufnahme und Fördervorrichtung kommt. Im vorderen, offenen Bereich der Einfüllöffnung kann auch in der zweiten Stellung der Zinken das Erntegut weiter in den Preßraum gelangen. Der so erzeugte Freiraum im Preßraum wird nur so lange aufrecht erhalten, bis die Bindenadeln den Preßraum durchquert haben bzw. bis die Bindenadelspitze nicht mehr vom nachströmenden Erntegut erreicht werden kann. Ist dies der Fall, so werden die Zinken über das Schaltgestänge in ihre erste Stellung zurückgebracht.
Zur Realisierung der Stellungen der Zinken ist es erfindungsgemäß zweckmäßig, wenn an den Verdichtungsorganen ein Anschlag derart angebracht ist, daß zwei am Preßraum gelagerte Hebel io seiner Bewegungsbahn liegen, wobei diese zwei Hebel in Bewegungsrichtung der Verdichtungsorgane mit Abstand hintereinander angeordnet sind. Der erste, vordere Hebel ist unterhalb seines Drehgelenkes mit dem zweiten, hinteren Hebel oberhalb dessen Drehgelenkes durch eine Koppel gelenkig verbunden. Am ersten, vorderen Hebel ist weiter eine Schaltstange unterhalb seines Drehgelenkes angelenkt, die andererseits am Querträger der Zinken gelenkig befestigt ist.
Nach der Erfindung ist es auch möglich, daß das Schaltgestänge mit der Steuerung der Bindenadeln verbunden ist. So kann beispielsweise das Schaltgestänge mit der Nadelschwinge gekoppelt sein.
Letztlich ist es erfindungsgemäß zweckmäßig, wenn der Querträger über Schwingen am Preßraum befestigt ist. Durch die erfindungsgemäße Lösung wird ein funktionssicherer Bindevorgang gewährleistet, indem der Preßraum im Moment des Eintauchens der Bindenadeln an diesen Stellen frei von Erntegut ist. Damit sind Verstopfungsschäden ausgeschlossen. Gleichzeitig wird vorteilhafterweise der Gutstrom in den Preßraum aber nicht vollständig unterbunden, so daß es zu keinen Überfüllungserscheinungen im Einfüllschacht kommt. Damit wird auch während des Bindevorganges eine saubere Aufnahme des Erntegutes vom Feld erzielt. Des weiteren werden durch die Erfindung die Drehmomentenspitzen im Antrieb der Ballenpresse abgebaut, da ein kraftschonendes Auseinanderziehen des Gutstromes zwischen den Verdichtungsorganen und den Zinken erfolgt. Letztlich wird durch den einfachen Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Herstellungsaufwand niedrig gehalten.
Ausführungsbeispiel
Nachstehend soil die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigt:
Fig. 1: eine teilweise Seitenansicht einer Großballenpresse,
Fig. 2: eine vereinfachte Draufsicht auf den Bereich der Einfüllöffnung,
Fig. 3: eine schematische Seitenansicht bei Beginn des Bindevorganges,
Fig. 4: eine schematische Seitenansicht im Moment, wo die Bindenadeln in den Preßraum eintauchen,
Fig. 5: eine schematische Seitenansicht im Moment, wo die Bindenadeln den Preßraum durchquert haben,
Fig. 6: eine teilweise Seitenansicht einer Großballenpresse mit einer zweiten Ausführung der Steuerung der Vorrichtung.
Nach Fig. 1 und Fig. 6 ist an einer Ballenpresse 1 auf einem Fahrwerk 2 ein Preßraum 3 montiert, der aus lattenförmigen Längswänden 4,4' besteht und in der untersten Längswand 4 eine Einfüllöffnung 5 besitzt. Die Einfüllöffnung 5 befindet sich dabei am vorderen Ende des Preßraumes 3 und erstreckt sich über dessen gesamte Breite. Im Preßraum 3 sind zwei zinkenförmige, schwenkbare Verdichtungsorgane 6 angeordnet, deren Arme 7 von außen durch die Spalten zwischen den Latten 8 der seitlichen Längswände 4' beim Verdichtungshub in den Preßraum 3 greifen. Beim Rückhub sind die Arme 7 nach außen geschwenkt. Da die seitlichen Längswände 4' unten mit einer Latte 8 beginnen, befinden sich die untersten Arme 7 der Verdichtungsorgane 6 in einem gewissen Abstand über der unteren Längswand 4. An die Einfüllöffnung 5 schließt sich nach unten ein Einfüilschacht9an, an dessen unteren Ende ein nicht dargestellter Aufnehmer sitzt und in den bekannte Fördervorrichtungen eingreifen.
Im Anschluß an die Einfüllöffnung 5 nach hinten sind schräg durch die untere Längswand 4 spitz auslaufende Zinken 10 längsverschiebbar geführt. Die Zinken 10, die etwa gleichmäßig über die Breite des Preßraumes 3 verteilt sind, sind an ihrem hinteren Ende außerhalb des Preßraumes 3 an einem Querträger 11 angeschweißt. Die Zinken 10 bestehen dabei jeweils aus zwei Blechen, so daß dazwischen ein Nadeldurchgangsschlitz 12 gebildet wird. Beidseitig am Querträger 11 sind Schwingen 13 angelenkt, die am Preßraum 3 gelagert sind. An mindestens einer Anlenkung der Schwingen 13 am Querträger 11 greift gleichzeitig ein Schaltgestänge an
Das Schaltgestänge besteht bei der Ausführung nach Fig. 1 aus einem Anschlag 14 am untersten Arm 7 der Verdichtungsorgane
6, zwei ah der unteren Längswand 4 schwenkbar gelagerten Hebel 15,16, wobei der erste, vordere Hebel 15 als Kniehebel ausgebildet ist und unterhalb seines Drehgelenkes 17 über eine Koppel 18 mit dem zweiten, hinteren Hebel 16 oberhalb dessen Drehgelenkes 19 verbunden ist. Am ersten, vorderen Hebel 15 ist weiterhin unterhalb seines Drehgelenkes 17 und unterhalb des Anschlußpunktes der Koppel 18 eine Schaltstange 20 angelenkt, die anderenendes am Querträger 11 gelenkig befestigt ist. Die Hebel 15,16 sind dabei so lang, daß ihr oberes Ende in der Bewegungsbahn des Anschlages 14 liegt. Durch die wechselseitige Kopplung der Hebel 14,15 werden die Zinken 10 in den Preßraum 3 bzw. in entgegengesetzter Richtung bewegt. Wie in Fig. 1 und Fig. 6 dargestellt ist, ist ferner an den seitlichen Längswänden 4' eine U-förmige Nadelschwinge 21 schwenkbar befestigt, die über eine Kurbelstange 22 von einer nicht näher dargestellten Bindeeinrichtung 23 angetrieben wird. Durch "die Schwenkbewegung der Nadelschwinge 21 werden die an ihr befestigten Bindenadeln 24 von unten durch die Nadeldurchgangsschlitze 12 in den Zinken 10 und durch den Preßraum 3 bis in die über dem Preßraum 3 angeordnete Bindeeinrichtung 23 bewegt. *
In den Fig. 3, 4 und 5 sind schematisch die Zuordnung der Bewegungsabläufe von den Verdichtungsorganen 6 bzw. deren Arme
7, den Zinken 10 und der Bindenadeln 24 in Verbindung mit dem im Preßraum 3 befindlichen Erntegutes 25, 26 dargestellt.
In Fig. 3 ist die Ruhestellung der Bindenadeln 24 unter den Preßraum 3 gezeigt. Die Arme 7 befinden sich vor der Einfüllöffnung 5 und des Erntegutes 25 wird frei von den Preßraum 3 gefördert. Die Zinken 10 liegen hierbei mit ihren Spitzen in Höhe der Hinterkante der Einfüllöffnung 5. Die Arme 7 verschieben im weiteren Ablauf das Erntegut 25 nach hinten und verdichten es dabei. Setzt nun der Bindevorgang ein, das heißt die Bindenadeln 24 werden nach oben bewegt, erfolgt gleichzeitig durch die sich nach hinten bewegenden Arme 7 eine Umsteuerung der Zinkenstellung über den Anschlag 14 und den ersten, vorderen Hebel 15. Die zweite Zinkensteilung ist in Fig. 4 dargestellt. Die Zinken 10 sind über die Einfüllöffnung 5 nach vorn geschoben, die Bindenadeln 24 schwenken durch die Nadeldurchgangsschlitze 12 nach oben. Die Arme 7 sind bereits über den Nadelbereich hinaus nach hinten verschoben und liegen am verdichteten Erntegut 26 an. Das durch die Einfüllöffnung 5 zugeführte Erntegut, 25 wird im Schwenkbereich der Bindenadeln 24 kurzzeitig zurückgehalten bzw. das Erntegut 25 kann nur im vorderen Einfüllbereich in den Preßraum 3 gelangen, so daß für die Bindenadeln 24 ein erntegutfreier Raum entsteht. Nach Fig. 5 haben die Arme 7 der Verdichtungsorgane 6 ihre Endlage erreicht und über den zweiten, hinteren Hebel 16 sind die Zinken 10 in ihre erste Stellung zurückgebracht worden. Das Erntegut 25 kann ungehindert in den Preßraum 3 gefördert werden. Eine Verstopfungsgefahr besteht zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, da die Spitzen der Bindenadeln 24 nicht mehr vom-Erntegut 25 erreicht werden.
Nach Fig. 6 ist eine zweite Möglichkeit der Steuerung der Zinken 10 dargestellt. Hierzu ist an der Nadelschwinge 21 eine Koppel 27 angelenkt, die andererseits mit dem Querträger 11 gelenkig verbunden ist. Bei dieser Ausführung wird somit die Stellung der Zinken in direkter Abhängigkeit vom Bewegungsablauf der Bindenadeln 24 gesteuert. Es erfolgt also das teilweise Verschließen der Einfüllöffnung 5 nur dann, wenn ein Bindevorgang eingeleitet wird.

Claims (4)

1. Vorrichtung zum Nadelschutz und Zerteilen des Gutstromes bei Ballenpressen-, insbesondere Großballenpressen, mit zinkenförmigen, schwenkbaren Verdichtungsorganen, bei denen die Bindenadein vor den am verdichteten Erntegut anliegenden Verdichtungsorganen in einem Ernteguteinfüllbereich durch den Preßraum bewegt werden und das Erntegut durch eine Einfüllöffnung in einer Längswand des Preßraumes, insbesondere im Boden, in den Preßraum gelangt, dadurch gekennzeichnet, daß im Anschluß an die Einfüllöffnung (5) etwa über deren Breite verteilt schräg durch die Längswand (4) des Preßraumes (3) spitz auslaufende Zinken (10) längsverschiebbar geführt sind, die außerhalb des Preßraumes (3) an ihren der Einfüllöffnung (5) abgewandten Enden an einem Querträger (11) befestigt sind, in den einzelnen Zinken (10) Nadeldurchgangsschlitze (12) angeordnet sind und am Querträger (11) ein Schaltgestänge (15 bis 20) angelenkt ist, wobei in einer ersten Stellung die Zinken (10) mit ihren Spitzen in der Begrenzung der Einfüllöffnung (5) oberhalb der Längswand (4) und unterhalb des nächstgelegenen Teiles der Verdichtungsorgane (6) und in einerzweiten Stellung die Zinken (10) mit ihren Spitzen bis etwa über die Mitteder Einfüllöffnung (5) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Verdichtungsorganen (6,7) ein Anschlag (14) derart angebracht ist, daß zwei am Preßraum (3) gelagerte Hebel (15,16) in seiner Bewegungsbahn liegen, wobei der erste, vordere Hebel (15) unterhalb seines Drehgelenkes (17) und der zweite, hintere Hebel (16) oberhalb seines Drehgelenkes (19) durch eine Koppel (18) gelenkig miteinander verbunden sind, und am ersten, vorderen Hebel (15) unterhalb seines Drehgelenkes (17) eine Schaltstange (20) angelenkt ist, welche andererseits am Querträger (11) gelenkig befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltgestänge (27) mit der Steuerung der Bindenadeln (24) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querträger (11) über Schwingen (13) am Preßraum (3) befestigt ist.
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