DD254917A1 - Fahrbarer werkzeugtraeger fuer pressen mit einer integrierten hubeinrichtung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen fahrbaren Werkzeugtraeger fuer Pressen mit einer integrierten Hubeinrichtung fuer die Druckbolzen, bei dem die in Bohrungen der Werkzeugspannplatte gelagerten austauschbaren Druckbolzen auf Druckbolzenplatten abgestuetzt sind, die zum Auswechseln der Druckbolzen beim Werkzeugwechsel mittels druckmittelbeaufschlagbarer Kolben-Zylinder-Einheiten anhebbar sind. Erfindungsgemaess sind die Kolben-Zylinder-Einheiten im Rahmen des Werkzeugtraegers angeordnet und im oberen Teil des Rahmens sind mindestens zwei durchgehende Wellen schwenkbar gelagert, welche ueber Hebelarme mit den Kolben-Zylinder-Einheiten sowie ueber weitere Hebelarme und Fuehrungsstangen mit den Druckbolzenplatten in Wirkverbindung stehen. Fig. 2
Description
Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß die steuerbaren Kolben-Zylinder-Einheiten außerhalb des Bereiches der Bohrungen für die Druckbolzen im Rahmen des Werkzeugträgers angeordnet und im oberen Teil des Rahmens mindestens zwei durchgehende Wellen um einen bestimmten Winkel schwenkbar gelagert sind, die mit nach außen gerichteten Hebelarmen versehen sind, deren Enden mit den Kolben-Zylinder-Einheiten verbunden sind, und die über weitere Hebelarme, deren Enden in den Bereich der Druckbolzen ragen, sowie über Führungsstangen, die ihrerseits in Bohrungen oder Schlitzen der Hebelarme abgestützt sind, mit den Druckbolzenplatten in Wirkverbindung stehen.
Bei einer zweckmäßigen Ausführung sind die in den Bereich der Druckbolzen ragenden Hebelarme drehfest mit den Wellen verbunden. Bei einer weiteren Variante sind die Hebelarme schwenkbar im Rahmen des Werkzeugträgers gelagert und die Wellen mit Nocken oder Exzentern versehen, die ihrerseits mit den Hebelarmen in Wirkverbindung stehen. Die Führungsstangen sind an ihren oberen Enden in Bohrungen der Werkzeugspannplatte in vertikaler Richtung verschiebbar gelagert. Beim Werkzeugwechsel werden zunächst in bekannter Weise die Ziehkissen in ihre untere Endlage gebracht und anschließend der Werkzeugträger um einen bestimmten Betrag angehoben und aus dem Werkzeugraum der Presse herausgefahren. Dabei stützen sich die Druckbolzen auf den Druckbolzenplatten ab. Nach dem Abnehmen des Werkzeuges werden durch Betätigung der Kolben-Zylinder-Einheiten die durchgehenden Wellen sowie die mit diesen in Wirkverbindung stehenden Hebelarme um einen bestimmten Winkel geschwenkt und über die Führungsstangen die Druckbolzenplatten mit den Druckbolzen um einen bestimmten Betrag angehoben, so daß die Druckbolzen problemlos ohne Hilfsmittel gefaßt und gewechselt werden können. Vor dem Aufsetzen des neuen Werkzeuges werden die Druckbolzenplatten mit den Druckbolzen wieder abgesenkt.
Eine zweckmäßige Variante der Realisierung der Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: eine schematische Darstellung des Werkzeugträgers im Werkzeugraum einer Presse mit zwei Ziehkissen in der Draufsicht,
Fig. 2: den Werkzeugträger nach Fig. 1 in der Seitenansicht in unterer Arbeitslage der Ziehkissen, teilweise im Schnitt,
Fig. 3: den Werkzeugträger nach Fig. 2 in oberer Arbeitslage der Ziehkissen,
Fig.4: einen zum Werkzeugwechsel ausgefahrenen Werkzeugträger,
Fig. 5: den Werkzeugträger nach Fig.4 mit angehobenen Druckbolzenplatten,
Fig. 6: eine weitere Ausführungsvariante der Hubeinrichtung.
Der fahrbare Werkzeugträger 1 besteht aus einen mit der Werkzeugspann platte 2 verbundenen Rahmen 3, auf dessen Unterseite durch einen hier nicht dargestellten, separaten Antrieb betätigbare Laufräder 4 angeordnet sind. Die Werkzeugspannplatte 2 ist mit Bohrungen zur Aufnahme der zur Übertragung der Ziehkissenkraft auf die Auswerferbolzen der unteren Werkzeughälfte dienenden Druckbolzen 5 versehen (Fig. 2). Zur Abstützung der Druckbolzen 5 sind im unteren Teil des Werkzeugträgers 1 mehrere vertikal bewegbare Druckbolzenplatten 6 angeordnet, die zum Umstecken der Druckbolzen 5 beim Werkzeugwechsel angehoben werden können. Die Zahl der Druckbolzenplatten 6 entspricht der Zahl der Ziehkissen im Pressentisch und ist bei den einzelnen Pressentypen unterschiedlich. Im Rahmen 3 des Werkzeugträgers 1 sind zwei durchgehende Wellen 7 um einen bestimmten Winkel schwenkbar gelagert (Fig. 1). Jede Welle 7 ist mit einem nach außen gerichteten Hebelarm 8 versehen, dessen Ende mit einer durch ein Druckmittel betätigbaren Kolben-Zylinder-Einheit 9 verbunden ist. Anstelle einer separaten Kolben-Zylinder-Einheit 9 für jede Welle 7 könnte die zweite Welle 7 auch mechanisch durch eine Zugstange oder dgl. mit der ersten verbunden sein, wodurch zwangsläufig der Gleichlauf der beiden Wellen 7 gewährleistet und damit ein ungleichmäßiges Anheben der Druckbolzenplatten 6 sowie ein Verklemmen der Druckbolzen 5 in den Führungen ausgeschlossen wird. Für jede Druckbolzenplatte 6 sind vier weitere Hebelarme 10 vorgesehen, die drehfest mit den Wellen 7 verbunden sind. Bei einer anderen Variante (Fig. 6) sind die Hebelarme 10 schwenkbar im Rahmen 3 des Werkzeugträgers 1 gelagert und die durchgehenden Wellen 7 mit Nocken 11 oder Exzentern versehen, aufweichen sich die Hebelarme 10 abstützen. Die Enden der Hebelarme 10 sind mit Bohrungen oder Schlitzen zur Aufnahme der Führungsstangen 12 versehen und ragen in den Bereich der Druckbolzen 5 hinein (Fig.2). Die Führungsstangen 12 sind an ihrem oberen, im Durchmesser größeren Ende in Bohrungen der Werkzeugspannplatte 2 geführt und stützen sich auf den Hebelarmen 10 ab. An den unteren Enden der Führungsstangen 12 sind Auflagescheiben 13 zur Auflage der Druckbolzenplatten 6 im angehobenen Zustand des Werkzeugträgers 1 befestigt. Die Ziehkissenplatten 14 sind mit Bohrungen 15 versehen, in die die Führungsstangen 12 bei jedem Kissenhub mit ihren unteren Enden eintauchen (Fig.3).
Die Fig. 1 bis 3 zeigen den Werkzeugträger 1 im eingefahrenen Zustand in der Presse. Die Laufräder 4 befinden sich in absenkbaren Vertiefungen des Pressentisches, der Rahmen 3 des Werkzeugträgers 1 liegt auf dem Pressentisch und die beiden Druckbolzenplatten 6 liegen auf den Ziehkissenplatten 14 auf.
In Fig.2 befinden sich die hier nur angedeuteten Ziehkissen in ihrertiefsten Stellung und die Druckbolzen 5 schließen mit der Oberkante der Werkzeugspannplatte 2 des Werkzeugträgers 1 ab.
In Fig. 3 sind die Ziehkissen in der oberen Arbeitsstellung dargestellt. Die Druckbolzen 5 ragen aus der Werkzeugspannplatte 2 heraus und bewirken über die in der unteren Werkzeughälfte angeordneten, hier nicht dargestellten Auswerferbolzen das Auswerfen der Blechteile nach der Bearbeitung. Die unteren Enden der Führungsstangen 12 befinden sich in Bohrungen 15 der Ziehkissenplatten 14.
Die Fig. 4 und 5 zeigen den Werkzeugträger 1 im ausgefahrenen Zustand. Die Druckbolzenplatten 6 liegen auf den Auflagescheiben 13 der Führungsstangen 12 auf, die ihrerseits auf den in den Bereich der Druckbolzen 5 ragenden Enden der Hebelarme 10 hängen. In Fig.4 sind die Hebelarme 10 in ihrer unteren Endlage und die Druckbolzenplatten 6 schließen mit der Unterkante des Rahmens 3 bündig ab. Fig. 5 zeigt die Hebelarme 10 in ihrer oberen Endlage. Die Druckbolzenplatten 6 sind angehoben und die Druckbolzen 5 ragen aus der Werkzeugspannplatte 2 heraus, so daß sie von Hand gezogen und entsprechend den jeweiligen Erfordernissen neu gesteckt werden können.
Claims (4)
1. Fahrbarer Werkzeugträger für Pressen mit einer integrierten Hubeinrichtung für die Druckbolzen, bei dem die in Bohrungen der Werkzeugspannplatte gelagerten, austauschbaren Druckbolzen durch eine oder mehrere Druckbolzenplatten abgestützt sind, die zum Auswechseln der Druckbolzen beim Werkzeugwechsel mit Hilfe von mit einem Druckmedium beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Einheiten anhebbar sind, gekennzeichnet dadurch, daß die steuerbaren Kolben-Zylinder-Einheiten (9) außerhalb des Bereiches der Bohrungen für die Druckbolzen (5) im Rahmen (3) des Werkzeugträgers (1) angeordnet und im oberen Teil des Rahmens (3) mindestens zwei durchgehende Wellen (7) um einen bestimmten Winkel schwenkbar gelagert sind, die mit nach außen gerichteten Hebelarmen (8) versehen sind, deren Enden mit den Kolben-Zylinder-Einheiten (9) verbunden sind, und die über weitere Hebelarme (10), deren Enden in den Bereich der Druckbolzen (5) ragen, sowie über Führungsstangen (12), die ihrerseits in Bohrungen oder Schlitzen der Hebelarme (10) abgestützt sind, mit den Druckbolzenplatten (6) in Wirkverbindung stehen.
2. Fahrbarer Werkzeugträger für Pressen nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die in den Bereich der Druckbolzen (5) ragenden Hebelarme (10) drehfest mit den Wellen (7) verbunden sind.
3. Fahrbarer Werkzeugträger für Pressen nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die in den Bereich der Druckbolzen (5) ragenden Hebelarme (10) schwenkbar im Rahmen (3) des Werkzeugträgers (1) gelagert sind und die Wellen (7) mit Nocken (11) oder Exzentern versehen sind, die ihrerseits mit den Hebelarmen (10) in Wirkverbindung stehen.
4. Fahrbarer Werkzeugträger für Pressen nach den Punkten 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Führungsstangen (12) an ihren oberen Enden in Bohrungen der Werkzeugspannplatte (2) in vertikaler Richtung verschiebbar gelagert sind.
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf einen fahrbaren Werkzeugträger für Pressen, insbesondere für mechanische Pressen zur Blechumformung, mit integrierter Hubeinrichtung für die Druckbolzen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Mechanische Pressen zur Blechumformung sind im allgemeinen mit Ziehkissen im Tisch ausgerüstet. Diese Ziehkissen dienen zum Gegenhalten und zum Anheben der fertig umgeformten Teile und wirken über die Druckbolzen, die auf einer oder mehreren im fahrbaren Werkzeugträger montierten Druckbolzenplatten aufsitzen. Die Anordnung der Druckbolzen in dafür vorgesehenen Bohrungen der Werkzeugspannplatte des fahrbaren Werkzeugträgers erfolgt in Abhängigkeit von der zu fertigenden Teileform und wird bei jedem Werkzeugwechsel verändert. Dazu werden die Druckbolzenplatten sowie die daraufliegenden Druckbolzen mittels einer Hubeinrichtung angehoben, die Druckbolzen aus den Bohrungen der Werkzeugspannplatte gezogen und entsprechend den Erfordernissen neu gesteckt.
Bei einer bekannten Lösung zum Anheben der Druckbolzen mittels einer im fahrbaren Werkzeugträger montierten Hubeinrichtung (DD-WP 205384) ist eine entsprechende Anzahl von steuerbaren Kolben-Zylinder-Einheiten im fahrbaren Werkzeugträger in bzw. an der Unterseite der Werkzeugspannplatte zwischen den Bohrungen für die Druckbolzen angeordnet. Ein Mangel dieser Lösung besteht in der Anordnung der Kolben-Zylinder-Einheiten in bzw. an der Unterseite der Werkzeugspannplatte, wodurch die Zugängigkeit zu den Kolben-Zylinder-Einheiten zu Reparaturzwecken nicht bzw. erst nach aufwändigen Demontagearbeiten möglich ist. Ein weiterer Mangel dieser Lösung ist bei Pressen mit mehreren Ziehkissen zu sehen, weil jede Druckbolzenplatte mit mindestens vier Kolben-Zylinder-Einheiten angehoben wird. Dafür ist ein erheblicher Materialeinsatz an den Kolben-Zylinder-Einheiten erforderlich und führt durch die vielen Maschinenelemente gleichzeitig zu einer Erhöhung der Störanfälligkeit.
Ziel der Erfindung
Durch die Anwendung der Erfindung soll eine Einsparung von Material sowie eine Erhöhung der Funktionssicherheit ermöglicht und gleichzeitig die Zugänglichkeit zu den Kolben-Zylinder-Einheiten bei Wartungs- und Reparaturarbeiten verbessert werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den fahrbaren Werkzeugträger so zu gestalten, daß bei Pressen mit mehreren Ziehkissen die Anzahl der erforderlichen Kolben-Zylinder-Einheiten zum Anheben der Druckbolzenplatten auf ein Minimum reduzuiert wird und evtl. erforderliche Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Kolben-Zylinder-Einheiten von außen ohne aufwendige Demontage durchführbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD29630386A DD254917A1 (de) | 1986-11-17 | 1986-11-17 | Fahrbarer werkzeugtraeger fuer pressen mit einer integrierten hubeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD29630386A DD254917A1 (de) | 1986-11-17 | 1986-11-17 | Fahrbarer werkzeugtraeger fuer pressen mit einer integrierten hubeinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD254917A1 true DD254917A1 (de) | 1988-03-16 |
Family
ID=5583890
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD29630386A DD254917A1 (de) | 1986-11-17 | 1986-11-17 | Fahrbarer werkzeugtraeger fuer pressen mit einer integrierten hubeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD254917A1 (de) |
-
1986
- 1986-11-17 DD DD29630386A patent/DD254917A1/de not_active IP Right Cessation
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