DD255083A5 - Verfahren und vorrichtung zur automatischen reinigung eines sitzes eines wasserklosetts - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft die automatische Reinigung des Toilettensitzes, wobei der Sitz während des Reinigungsvorganges gedreht und mit Wasser und/oder desinfizierender Flüssigkeit gereinigt wird. Die Vorgeschlagene Lösung ist sehr zuverlässig, führt keine gefährlichen elektrischen Spannungen und enthält Sicherheitsmaßnahmen, die die eventuelle Verletzung verhindern. Sie ist für neue Konstruktionen und auch zur Adaption an schon bestehenden Wasserklosetts geeignet. Erfindungsgemäß ist an dem Toilettensitz (27) ein Gleitgehäuse (26) mit Düsen zum Aufbringen der Reinigungsflüssigkeiten angebracht, das mindestens einen Abstreifer zum Abtrocknen der Sitzoberfläche enthält. Das Gleitgehäuse (26) wird über einem Segment des Sitzes (27) aufgesetzt, welches danach unter Besprühung durch die Düsen in Umfangsrichtung durch einen Elektromotor angetrieben wird. Der gesamte Reinigungsprozess wird durch Betätigen des Hebels (2) des Spülwasserreservoirs (1) eingeleitet und anschließend von der Steuerelektronik (17) bis zur Beendigung der Reinigung gesteuert. Die Energie wird durch eine Turbine (11) gewonnen, die mit einem Niederspannungsgleichstromgenerator (13)verbunden ist und die dem das Spülwasserreservoir (1) füllenden Wasser angetrieben wird. Fig 1.{Reinigung (automatisch), Toilettensitz, Wasserklosett, Elektromotor, Steuerelektronik, Spülwasserreservoir, Turbine, Niederspannungsgleichstromgenerator}
Description
Hierzu 6 Seiten Zeichnungen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur automatischen Reinigung eines Sitzes eines Wasserklosetts twobei der Sitz des Wasserklosetts während der Reinigung in Umfangsrichtung angetrieben und mit Wasser und/oder einer desinfizierenden Flüssigkeit gereinigt wird und auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Verfahren und Vorrichtungen der obengenannten Art sind bereits bekannt; so z.B. ist in der EP—B1—0035962 ein Wasserklosett mit Spüleinrichtung und selbstreinigendem Klosettsitz beschrieben und dargestellt. Ein Segment des Sitzes ist in einem Transport- und Reinigungskörper umfaßt. In diesem Körper sind Düsen für die Wasser- und Desinfektionsreinigung vorgesehen inkl. eines Abstreifers zum Abtrocknen der Oberfläche. Der genannte Körper umfaßt den Sitz also auch in der Ruhelage. Die zur Reinigung notwendige Rotation des Sitzes wird mittels eines Wasserantriebrades erreicht, wobei zum Antrieb der Fluß des Spülwassers verwendet wird. Der Sitz wird zwischen wenigstens einer Abstützrolle und wenigstens einer unter dem Sitz angeordneten Antriebsrolle gelagert. Diese Vorichtung ist funktionsfähig, weist jedoch den Nachteil auf, daßderTransport- und Reinigungskörper auch im Ruhezustand das hintere Segment des Klosettsitzes umschließt, was hindernd für die Benützung des Wasserklosetts sein könnte.
Ziel der Erfindung ist es, die Gebrauchseigenschaften der mit automatischen Reinigungseinrichtungen ausgestatteten Wasserklosetts weiter zu erhöhen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine automatische Reinigung zu entwickeln, bei der die Oberfläche des Sitzes in der Ruhestellung frei von reinigenden und/oder antreibenden Teilen ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Gleitgehäuse mit Vorrichtungen zum Benetzen mit dem Wasser und/oder der desinfizierenden Flüssigkeit und mit einer Trocknungsvorrichtung aus der Ruhestellung außerhalb des Sitzes in einer Bahn über ein Segment des ringförmigen Sitzes aufgesetzt wird, daß danach das Wasser und/oder die desinfizierende Flüssigkeit eingeleitet und auf den Sitz aufgebracht wird, und daß dieser wenigstens um 360° gedreht wird, wobei die obere Fläche des Sitzes abgetrocknet wird.
Der Vorteil des Verfahrens ist darin zu sehen, daß in der Ruhestellung der ganze Sitz frei ist und erst nachdem das Gleitgehäuse mitdenBenetzungsvorrichtungen und mit wenigstens einem Abstreifer auf ein Segment des Sitzes aufgesetzt wird, kann dieser Sitz rotieren, wobei er gewaschen, eventuell auch desinfiziert und abgetrocknet wird. Nach Beendigung der Reinigung wird das Gleitgehäuse wieder nach hinten außerhalb der Oberfläche des Sitzes zurückgezogen.
Im einfachsten Falle wird der Sitz nur um 360° gedreht, wobei er besprüht, bzw. benetzt und gleichzeitig mit wenigstens einem Abstreifer getrocknet wird.
Es besteht auch die Möglichkeit, daß der Sitz zweimal um 360° rotiert wird, wobei bei der ersten Drehung das Besprühen oder das Benetzen mit den Flüssigkeiten und während der zweiten Umdrehung das Abtrocknen erfolgt. Dies ist insbesondere in den meisten Ländern zweckmäßig, wo der Sitz eine ovale Form aufweist. Zum Beispiel in den USA beginnt man immer mehr, kreisförmige Sitze zu verwenden. In diesem Fall muß selbstverständlich die Drehung nicht nur 360° betragen, weil die Ruhestellung beliebig sein kann. Man könnte z. B. eine Drehung um 400° vorsehen, wobei sich dann die am meisten beanspruchte Stelle der Oberfläche des Sitzes während mehreren Umdrehungen in der Umfangsrichtung des Sitzes bewegt. In diesem Fall könnte man z. B. das Besprühen und das Benetzen mit den Flüssigkeiten während der Umdrehung um 360° realisieren, wobei während der restlichen 40° nur noch das Abtrocknen in Betrieb wäre. Somit könnte man verhindern, daß die Nullstelle unter dem Gleitgehäuse nässer wird als die übrigen Teile.
Es ist im weiteren vorteilhaft, wenn während der Bewegung des Gleitgehäuses nach vorne wenigstens ein Ventil zum Versprühen des Wassers und/oder der desinfizierenden Flüssigkeit mittels wenigstens eines beweglichen Teils geöffnet und während der vorderen Arbeitslage im geöffneten Zustand gehalten wird. Diese technische Lösung hat den Vorteil, daß ein oder zwei Ventile automatisch mechanisch durch die Bewegung des Gleitgehäuses, zum Beispiel mittels paralleler Schwenkarme, die das Gleitgehäuse tragen, betätigt werden.
Nach einer Weiterbildung werden das Gleitgehäuse und der Sitz mit Elektromotoren angetrieben. Diese Lösung ist sehr wirtschaftlich, weil in diesem Fall keine komplizierten mechanischen Getriebe notwendig sind, wobei die notwendigen Elektromotoren serienweise hergestellt werden und somit auch diese Lösung wirtschaftlich machen.
Es ist zweckmäßig, wenn die elektrische Energie für den Antrieb der Elektromotoren und einer Steuerelektronik mittels einer
Turbine gewonnen wird, die mit dem in das Spülwasserreservoir fließenden Wasser nach dem Öffnen eines Ventils eines Schwimmerkörpers angetrieben wird und daß von dieser Turbine ein Stromerzeuger mechanisch angetrieben wird. Diese Weiterbildung hat mehrere Vorteile. Man braucht keine fremde Energie, z. B. aus dem Stromnetz, wobei es selbstverständlich möglich ist, insbesondere bei neuen Installationen und wenn eine Niederspannungsquelle schon aus anderen Gründen vorhanden ist, diese Quelle direkt ohne die genannte Turbine un den genannten Stromerzeuger zu verwenden; Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß die Funktion der Turbine und somit des Stromerzeugers direkt erst auf das Nachfüllen des Spülwasserreservoirs gebunden ist und daß somit die kinetische Spülenergie des Spülwassers nicht vermindert wird.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn einzelne Arbeitsstufen manuell mittels eines Hebels des Spülwasserreservoirs eingeleitet und weiter automatisch durch die Steuerelektronik gesteuert werden. Somit wird die Reinigung erst dann in Betrieb genommen, wenn man manuell den Hebel des Spülwasserreservoirs drückt, also wenn das Wasserklosett nicht mehr benutzt ist. Die Einleitung der Arbeitsstufen ist somit auch nicht von der Entlastung des Sitzes abhängig, obwohl da zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen sind.
Nach einer Variante werden auch die Ventile für die Leitung des Reinigungswassers und/oder der desinfizierenden Flüssigkeit von der Steuerelektronik gesteuert. Diese Variante kann die schon früher beschriebene Lösung ersetzen, bei der die Ventile mechanisch von wenigstens einem beweglichen Teil gesteuert werden. Es ist die Sache des Konstrukteurs, welche der beschriebenen Lösungen verwendet wird.
Es ist zudem vorteilhaft, daß die Steuerelektronik mittels einer Kontaktanordnung über die Lage des Sitzes informiert wird. Es werden zweckmäßig zwei Kontaktpaare verwendet, die die Lage des Sitzes signalisieren. Sie informieren die Elektronik, ob der Sitz belastet oder schon frei angehoben unbelastet ist. Die meisten Klosettsitze sind nicht kreisförmig, sondern wenigstens im inneren Durchmesser elliptisch ausgebildet. Bei dieser Sitzform ist es auch wichtig, ob sich der Sitz nach seiner Umfangsbewegung in der sogenannten Null-Lage, d. h. die schmalen Teile des Sitzes befinden sich vorne und hinten, befindet.
Somit wird die Sicherheit des Verfahrens erhöht und eine eventuelle Verletzung des Benutzers, insbesondere eines Kindes, verhindert.
Zum Abtrocknen des Sitzes wird der Sitz mit wenigstens einem radial sich erstreckenden Abstreifer und wenigstens einem in Umfangsrichtung des Sitzes sich erstreckenden Abstreifer während der Drehbewegung des Sitzes und der Rückwärtsbewegung des Gleitgehäuses abstreift. Es hat sich gezeigt, daß in bezug auf die Tatsache, daß zur Befeuchtung der Sitzoberfläche nur eine kleine Menge genügt und daß man als desinfizierende Flüssigkeit eine schnelltrocknende Flüssigkeit verwenden kann, ein sich radial erstreckender Abstreifer genügt, um die Oberfläche des Sitzes ausreichend zu trocknen.
Es ist zweckmäßig, wenn der in Umfangsrichtung des Sitzes sich'erstreckende Abstreifer auf einem kippbaren Hebel befestigt ist, der mit einem Solenoid in der oberen nicht aktiven Stellung gehalten wird und bei der Rückbewegung des Gleitgehäuses auf den Sitz heruntergelassen wird und diesen abgestreift. Somit erreicht man, daß der Abstreifer erst kurz vorder Rückbewegung des Gleitgehäuses heruntergelassen wird und daß er dann mit ausreichendem Druck den eventuell verbliebenen Feuchtigkeitsstreifen der Oberfläche des Sitzes gut abtrocknet.
Nach einer anderen Variante wird die Oberfläche des Sitzes mit einem Luftstrom abgetrocknet. Diese Variante ist vor allem in Verbindung mit bereits bestehenden Hygieneeinrichtungen an Toiletten günstig, die schon eine Luftstrom- bzw. eine Heissluftstromquelle aufweisen.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist zweckmäßig so ausgebildet, daß das Gleitgehäuse auf Leitschienen gleitbar aufgesetzt und mit einer Schraubenfeder nach außen gezogen ist. diese Konstruktion ermöglicht, daß die Vorrichtung auch bei elliptischen Formen des Sitzes ohne Störungen verwendet werden kann.
Zweckmäßig ist das Gleitgehäuse mit Abstützrollen versehen. Diese Abstützrollen weisen vertikale Achsen auf und stützen mit ihren Umfangsflächen das innere Profil des Sitzes. Somit verfolgt auch das Gleitgehäuse dieses Profil, wobei wie oben erwähnt das Gleitgehäuse mit der Schraubenfeder nach außen gezogen wird und somit den Kontakt der Abstützrollen mit dem Sitz
sichert. ^
Die Quelle der desinfizierenden Flüssigkeit ist als Behälter ausgebildet, in welchem die desinfizierende Flüssigkeit unter Gasdruck steht. Dabei kann man selbstverständlich eines der bekannten umweltfreundlichen Treibgase verwenden oder der Verschluß des Behälters kann als ein an sich bekanntes Pumpventil ausgebildet werden, das in an sich bekannter Weise während der Reinigung ausreichenden Luftdruck oberhalb der desinfizierenden Flüssigkeit gewährleistet. Es besteht auch die Möglichkeit, daß der Flüssigkeitsausfluß zu gegebener Zeit, durch Niveauunterschied, zufolge der Gravitationskraft die zu desinfizierenden Stellen erreicht.
Um die Drehung des Sitzes während der Reinigung zu erleichtern, ist der Sitz auf Stahlkugeln aufgesetzt, die in einem zusammendrückbaren elastischen Ring drehbar eingesetzt sind. Auf diese einfache Art kann man bei unbelastetem Zustand des Sitzes diesen mit kleiner Kraft in Umfangsrichtung drehen, wobei der Sitz im belasteten Zustand auf harte Teile anliegt, die eine eventuelle Drehung durch die Reibungskraft verhindern.
Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung ist am Gleitgehäuse ein Benetzungselement angeordnet ist, das eine Schwammeinlage enthält, die mit einer Stoffeinlage versehen ist, und zum Benetzen des Sitzes mit der desinfizierenden Flüsigkeit bestimmt ist. Diese Lösung ist insbesondere für schnell trocknende desinfizierende Flüssigkeiten geeignet, wobei die gewünschte Oberfläche des Sitzes gut mit der desinfizierenden Flüssigkeit benetzt wird.
Die elektrische Schaltung ist zweckmäßig so ausgebildet, daß der Elektromotor für den Antrieb des Gleitgehäuses über eine Vorwärtslogik, eine Rückwärtslogik und über zwei Leistungsstufen an die Energiequelle angeschlossen ist. Somit wird sowohl die Vorwärts-als auch die Rückwärtsbewegung planmäßig gesteuert.
Es ist vorteilhaft, wenn die Leistungsstufen Unterstufen für eine volle Leistung und Unterstufen für eine verminderte Leistung des Elektromotors enthalten. Somit wird der Motor mit der richtigen, also nicht zu grossen und nicht zu kleinen Energie gespeist, so daß einerseits die richtige und fehlerfreie Bewegung des Gleitgehäuses gesichert ist und andererseits die Bewegung nur mit der minimalen Kraft gesteuert ist, um keine eventuellen Verletzungen, insbesondere bei Kindern, zu verursachen. Nach einer günstigen Ausbildung ist der wenigstens eine Elektromotor für den Antrieb des Sitzes über eine Steuerlogik und eine Verstärkerstufe an die Energiequelle angeschlossen. Auch diese Maßnahme sichert nur die notwendige Energiezufuhr. Nach einer vorteilhaften Weiterbildung enthält die elektrische Schaltung zwei Speicher, die die Lage der Sicherheitsschalter und die Informationen des Zeitgliedes registrieren. Die Sicherheitsschalter signalisieren die Lage des Sitzes und verhindern eine eventuelle unkorrekte Tätigkeit der Reinigungsanordnung.
Es ist zweckmäßig, wenn eine Endstellungsüberwachungsschaltung drei Funktionseinheiten enthält, von denen die erste Einheit mit der Vorwärtslogik, dem ersten Speicher sowie mit einem Zeitglied, die zweite Einheit mit der Rückwärtslogik, und schließlich die dritte Einheit einerseits mit der Steuerlogikfür die den Sitz drehenden Elektomotoren und andererseits über ein Zeitglied und einer Verstärkerstufe mit einem Solenoid verbunden sind. Die drei Funktionseinheiten überwachen zweckmäßig die drei verschiedenen Bewegungen, d.h. die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Gleitgehäuses und die rotierende Bewegung des Sitzes.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Gleiche Funktionsteile sind in allen Zeichnungen mit denselben Bezugszeichen versehen.
Es zeigen:
Fig. 1: eine perspektivische Ansicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer teilweisen Schnittdarstellung im hinteren Bereich,
Fig.2: einen Schnitt durch den Sitz mit seiner Unterlage und seinem Antrieb, Fig. 3: eine perspektivische Ansicht auf das Gleitgehäuse mit Abstützrollen in teilweiser Schnittdarstellung, Fig.4: einen Schnitt durch das Gleitghäuse gemäß Fig.3 mit Reinigungsdüsen und weiteren zusätzlichen Teilen aus Fig. 1, Fig. 5: eine schematische übersichtliche Zeichnung, in der die einzelnen Arbeitsstufen I bis Xl des Reinigungsverfahrens dargestellt sind,
Fig. 6: eine Variante eines nach Fig. 3 weiterentwickelten Gleitgehäuses mit einem Benetzungselement zur Desinfektion, Fig.7: einen Schnitt durch das Gleitgehäuse gemäß Fig. 4, zusätzlich mit einem elektromagnetisch gesteuerten Abstreifer für die radiale Richtung,
Fig.8: einen Längsschnitt durch das Benetzungselement aus Fig.6 mit einem Schnitt des benetzten Sitzes, Fig.8a: denselben Schnitt durch das Benetzungselement, jedoch in seiner hinteren Ruhelage, die das Austrocknen verhindert, Fig. 9: Einzelheiten des elektromagnetisch gesteuerten Abstreifers für die radiale Richtung, gemäß Fig. 7, Fig. 10: das vereinfachte Schaltbild der elektrischen Steuerung der gesamten Vorrichtung und Fig. 11: ein Zeitablaufdiagramm der realisierten Vorrichtung.
In der Figur 1 ist ein Spülwasserreservoir 1 in teilweisem Schnitt dargestellt, das mit einem Hebel 2 und einem Deckel 3 versehen ist. Im Inneren des Spülwasserreservoirs 1 befindet sich ein an sich bekanntes Spülventil 4, das mit einem Hebel 5 mit dem manuell betätigbaren Hebel 2 des Spülwasserreservoirs 1 verbunden ist. Im Inneren desSpülwasserreservoirs 1 befindet sich ein Schwimmkörper 6, der mittels eines Hebels 6' mit dem Ventil 7 verbunden ist. Das Ventil 7 ist an eine Wasserspeiseleitung 8 angeschlossen, die mit einer Mutter 9 in der Wand des Spülwasserreservoirs 1 fixiert ist. Vor dem Ventil 7 des Schwimmkörpers 6 ist eine Leitung 10 des Reinigungswassers angeschlossen, so daß dieses immer unter Wasserdruck steht. Eine Wasserturbine 11 wird mit einer Speiseleitung an das Ventil 7 angeschlossen. Durch diese Speiseleitung 12 und die Wasserturbine 11 wird das Spülwasserreservoir 1 wieder nachgefüllt. Ein Stromerzeuger 13, in diesem Beispiel ein Niederspannungsgleichstromgenerator, ist mit einer Welle 14 mechanisch an die Wasserturbine 11 angeschlossen. Mit dem Spülventil 4 ist eine Spülwasserleitung 15 verbunden, die für das an sich bekannte Spülen verwendet wird. Unterhalb dem Spülwasserreservoir 1 ist eine Tragplatte 16 in horizontaler Lage angeordnet. Auf diese Tragplatte 16 ist unter anderem die Steuerelektronik 17 in einem Gehäuse befestigt. Parallele Schwenkarme 18 werden von einem Elektromotor 19 angetrieben und sincTcirehbar in einer Halterung 20 gelagert. Dieäußeren Enden der parallelen Schwenkarme 18tragen einen Rahmen 21, in dem ein Ende einer Schraubenfeder 22 befestigt ist. Auf der Tragplatte 16 ist auch ein Behälter 23 mit einer desinfizierenden Flüssigkeit befestigt. Dieser Behälter ist mit einem Verschluß 24 versehen, der eventuell auch als ein Pumpventil ausgebildet werden kann, so daß man für den Behälter 23 kein Treibgas benötigt. Mit dem Rahmen 21 ist ein Paar Leitschienen 25 massiv verbunden. Entlang dieser Leitschienen 25 ist ein Gleitgehäuse 26 geführt. Der Sitz ist mit der Bezugsziffer 27 versehen. Auf der Tragplatte 16 ist ein Schutzgehäuse 28 angeordnet, in dem sich Antriebs- und Bremselemente des Sitzes 27 befinden, die später beschrieben werden. Zwei Elektromotoren 29 sind für den Antrieb des Sitzes 27 bestimmt. Der Sitz 27 bewegt sich während der Reinigung in der Richtung R. Die Elektromotoren 29 sind mit Zahnrädern 30 versehen, die in eine Zahnbahn 31 eingreifen, die in der unteren Fläche des Sitzes 27 kreisförmig ausgebildet ist. Unterhalb des Sitzes 27 befindet sich ein an sich bekanntes Becken 32. Es ist selbstverständlich, daß die dargestellten Bestandteile wie die Steuerelektronik 16, die Schwenkarme 18, der Rahmen 21 und die Schraubenfeder 22 inkl. des Behälters 23 mit einem nicht dargestellten Gehäuse abgedeckt sind, um eventuelle Beschädigungen durch Vandalismus oder Verletzungen bei neugierigen Benutzern zu verhindern.
Der in der Figur 2 gezeigte Schnitt durch einen Teil des Sitzes 27 und des Elektromotors 29 zeigt näher den Antrieb und die Fixierung des Sitzes 27. Dieser Sitz 27 weist eine Sitzerweiterung 27' und einen ringförmigen Kontaktstreifen 27" auf. Ebenfalls ist das Schutzgehäuse 28 mit Kontaktstreifen 28' versehen, die den Kontaktstreifen 27" des Sitzes 27 entsprechen und bei einer belasteten Lage des Sitzes 27 sich gegenseitig kontaktieren und eventuelles Drehen des Sitzes*27 verhindern. Die Figur 2 zeigt den Sitz in einem unbelasteten Zustand, das bedeutet, daß sich die erwähnten Kontaktstreifen 27" und 28' nicht berühren. Der Sitz 27 wurde durch
einen elastischen Ring 34 abgehoben, der sich wieder auf einem Gummiring 35 abstützt. Um das Drehen des Sitzes zu erleichtern, sind mehrere Stahlkugeln 36 vorgesehen, die in einem Lagerring 37 gehalten werden. Der Elektromotor 29 weist eine elastische Unterlage 33 auf, die ermöglicht, bei einer Belastung des Sitzes 27 die Achse des Elektromotors 29 zu neigen. Diese Maßnahme ist notwendig, weil der Sitz 27 mit dem Zahnrad 30 des Elektromotors 29 über die Zahnbahn 31 in derunteren Fläche des Sitzes 27 angetrieben wird. Zwischen der Sitzerweiterung 27' und der Lagerung 40 im unteren Teil des Schutzgehäuses 28 sind zwei schematisch dargestellte Schalter 38,39 angeordnet, wobei z. B. im offenen Zustand der obere Schalter 38 die unbelastete Lage des Sitzes 27 und der untere Schalter 39 den nach oben geklappten Sitz 27 signalisieren.
Gemäß der Figur 3 ist die Leitung 41 der desinfizierenden Flüssigkeit mit einem Ventil 43 versehen und die Leitung 10 des Reinigungswassers mit einem Ventil 42. Die Leitschienen 25 werden in paarweise angeordneten Rollen 44 gehalten. Die Rollen 44 sind auf Wellen 45 drehbar gelagert, wobei diese Wellen in Seitenwänden des Gleitgehäuses befestigt sind. Ein Düsenkörper 46 ist zur Versprühung des Wassers und ein anderer Düsenkörper 47 zur Versprühung der desinfizierenden Flüssigkeit bestimmt. Ein Abstreifer 48 ist in einem Träger 49 gehalten, der mit dem Gleitgehäuse 26 verbunden ist. Dieser mechanische Abstreifer 48 kann auch durch einen trocknenden Luftstrom oder Heißluftstrom eretzt werden. Diese weitere Möglichkeit ist dann zweckmäßig, wenn eine Luftstrom- oder Heißluftstromquelle schon für eine andere Hygieneeinrichtung in der Toilette vorhanden ist. Ein in senkrechter Richtung zum Abstreifer 48 verlaufender Abstreifer 48' (Fig. 4) ist ebenfalls im Gleitgehäuse befestigt und dient zum Abstreifen bei der Rückwärtsbewegung des Gleitgehäuses 26 in die Ruhestellung. Im unteren Teil des Gleitgehäuses 26 sind vertikalachsige Abstützrollen 50 befestigt, die während der Drehbewegung des Sitzes 27 den inneren Rand dieses Sitze kontaktieren. Die Wellen der Abstützrollen 50 sind mit er Bezugsziffer 51 bezeichnet. Die Figur 4 zeigt einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung im Bereich der Reinigungsmittel. In einem hinteren parallelen Schwenkarm 18 ist eine Kontaktplatte 52 eingesetzt, die während der Reinigungsphase einen Steuerbolzen 53 nach unten drückt und somit das Ventil 43 der desinfizierenden Flüssigkeit öffnet. Das andere Ventil 42 für das Reinigungswasser ist in diesem Schnitt nicht sichtbar. Die parallelen Schwenkarme 18 werden mit Drehstiften 54 gelagert. Im Düsenkörper 47 zur Versprühung der Flüssigkeit sind zwei Düsen 55 angeordnet, aus denen zwei Flüssigkeitsstrahlen 56 spritzen. Anhand der Figur 5 wird jetzt ausführlich die Funktionsweise der Vorrichtung als einzelne Arbeitsstufen I bis Xl des Verfahrens beschrieben. In der Figur 5 sind die Einzelteile mit denselben Bezugsziffern versehen, die schon früher beschrieben worden sind. Zusätzlich ist nur ein Abfluß 57 aus dem Becken 32 eingezeichnet.
I.Stufe Mit dem Hebel 2 des Spülwasserreservoirs 1 wird das Spülventil 4 geöffnet und durch die Spülwasserleitung 15
* fließt das Wasser in das Becken 32 und durch den Abfluß 57 weg.
II.Stufe Das Spülwasserreservoir 1 wirdleerundderSchwimmkörperesinktnachunten.
III. Stufe Somit öffnet der Hebel 6' des Schwimmkörpers 6 das Ventil 7, und in das Spülwasserreservoir 1 beginnt das
Wasser zu fließen.
IV. Stufe Das Wasserfließt durch die Speiseleitung 12 und die Turbine 11, die über die Welle 14 den
Niederspannungsgleichstromgenerator antreibt
V.Stufe DerNiederspannungsgleichstromgeneratoriSliefertdenStromfürdieSteuerelektronikn.
VI. Stufe Die Kontaktpaare 38,39 liefern der Steuerelektronik 17 Informationen über die Lage des Sitzes.
VII. Stufe Die Steuerelektronik 17 bearbeitet die Informationen aus der Stufe Vl und schaltet die Elektromotoren 19,29 ein.
VIII. Stufe Der Elektromotor 19 bewegt das Gleitgehäuse 26 über einen Teil des Sitzes 27.
IX. Stufe Dabei werden mit dem Gleitgehäuse auch die Ventile 42,43 betätigt und das Wasser'und/oder die desinfizierende
Flüssigkeit sprühen auf die Oberfläche des Sitzes 27.
X. Stufe Die Steuerelektronik 17 schaltet den Elektromotor 29 ein, der den Sitz 27 in der Drehrichtung R (vgl. Fig. 1) antreibt.
Während der Drehbewegung des Sitzes 27 wirkt auch der Abstreifer 48 und trocknet die Oberfläche des Sitzes 27.
XI. Stufe Nachdem der Sitz 27 während der Reinigung um 360° gedreht wurde, zieht die Steuerelektronik 17 das"
Gleitgehäuse 26 weg vom Sitz 27 nach hinten, wobei der letzte Teil der Sitzoberfläche mit dem zweiten Abstreifer 48'abgetrocknet wird. Gleichzeitig werden auch beide Ventile 42,43 für Wasser und desinfizierende Flüssigkeiten geschlossen und der Reinigungs-Zyklus ist beendet.
Die Durchflußprofile und Wassermengen sind so dimensioniert, daß das Wasser durch das Ventil 7 und somit auch durch die Turbine 11 immernoch strömt, auch wenn der Reinigungs-Zyklus schon abgeschlossen ist. Dies bedeutet jedoch nicht, daß der Reinigungs-Zyklus von neuem automatisch beginnt. In der Steuerelektronik sind Verzögerungsglieder eingebaut, die dies verhindern.
Die oben erwähnten Arbeitsstufen betreffen das in den Zeichnungen dargestellte Beispiel und können im Rahmender Erfindung auch anders realisiert werden. Das Gleitgehäuse 26 kann anstelle von parallelen Schwenkarmen 18 auch in einer £ulissenleitung geführt werden. Im dargestellten Beispiel bilden die parallelen Schwenkarme 18 die Halterung 20 und der Rahmen 21 zwei Parallelogramme, so daß sich das Gleitgehäuse 26 in derselben horizontalen Lage und in einer kreisbogenförmigen Bahn bewegt. Die eventuell verwendete Kulissenleitung kann dagegen eine beliebige Bahn für die Bewegung des Gleitgehäuses 26 bestimmen. Anstelle der mechanischen Steuerung der Ventile 42,43 kann man auch die schon vorher erwähnte elektrische Steuerung verwenden. Ebenfalls ist es möglich, daß der zweite in der Umfangsrichtung des Sitzes 27 sich erstreckende Abstreifer 48' nicht mit dem Gleitgehäuse 26 verbunden wäre, sondern mit einem selbständigen kippbaren elastischen Träger. Es ist auch möglich, nur eine Düse 55 zu verwenden, die dann mit Wasser gespeist wird, das mit einem Desinfektionsmittel vermischt wird.
Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Variante einer weiterentwickelten erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben. Wiederum sind gleiche Funktionsteile mit gleichen Ziffern bezeichnet.
Gemäß Fig.6 weist das Gleitgehäuse zu demjenigen in Fig.3einige Besonderheiten auf. Dieses Gehäuse gleitet auf zwei runden Leitschienen 25', in ebensolchen Zylindern. Wiederum ist das Reinigungswasser über ein Ventil 42 an der Leitung 10 gesteuert. Die Leitung 41 der desinfizierenden Flüssigkeit ist ohne Ventil,als Überlaufleitung ausgebildet und mit dem diesmal drucklosen Behälter 23 verbunden, welcher die desinfizierende Flüssigkeit enthält. Im vorderen, dem Sitz zugewandten Teil befinden sich unter der Abdeckung des Gleitgehäuses 26 ein erster und ein zweiter Abstreifer 48,48'für die Umfangsrichtung des Sitzes. Diese sind wiederum an Trägern befestigt, wobei der zweite Träger 49' nach unten verlängert ist und zusätzlich eine Abstützrolle 50' trägt. Diese Abstützrolle 50 ist auf eine beidseitig abgestützte Welle 51' aufgesetzt, welche nach Art eines Supports an einem
Träger 51" befestigt ist. Im hinteren Teil des Gleitgehäuses 26 befindet sich ein Benetzungselement 70, welches die Sprüheinrichtung für die desinfizierende Flüssigkeit (Fig. 3, Fig.4) ersetzt. Dieses Benetzungselement wird durch den drucklosen Behälter 23 dann gespeist, wenn sich das Benetzungselement 70 auf einem tieferen Niveau als das Flüssigkeitsniveau im Behälter 23 befindet, d. h. in der Reinigungs- und Desinfektionsposition des Gleitgehäuses 26.
Die übrige mechanische Ausgestaltung des Gleitgehäuses 26 entspricht der Lösung gemäß Fig. 3. Das Rückführen des Gleitgehäuses in die Ruhelage erfolgt wiederum durch eine Schraubenfeder 22.
In der Schnittdarstellung Fig.7 sind die übrigen Details zu erkennen, beispielsweise der Düsenkörper 47 zur Versprühung des Reinigungswassers mittels zwei Düsen 55, aus denen zwei Flüssigkeitsstrahlen spritzen.
Gemäß Fig.7 und 9 befindet sich frontseitig im Gleitgehäuse 26 ein Elektromagnet 60 mit einem in diesen Figuren nicht dargestellten Solenoid (SOL), welches durch die elektronische Schaltung Fig. 10 gesteuert ist. Der Anker 61 des Elektromagneten 60 hält in der Ruheposition einen einseitig gelagerten Hebel 62, in dem er in eine Bohrung 64 seines Winkels 63 eingreift. Am Ende des Reinigungsvorgangs wird das Solenoid (SOL) kurz angesteuert, so daß sich der Anker 61 zurückzieht und der Hebel 62 aufgrund der Schwerkraft um die Drehachse 65 nach unten kippt. Am Ende des Winkels 63 ist hier ein Abstreifer 48" angeordnet, der auf dem Sitz aufliegt und bei der durch die Feder 22 erfolgenden Rückbewegung des Gleitgehäuses 26 den von den Abstreifern (für die Umfangsrichtung) verursachten Wasserstreifen abwischt.
Der Hebel 62 ist im Gleitgehäuse 26 derart angordnet, daß er in der Ruhestellung des Gehäuses 26 mechanisch in seine Ausgangsposition mit eingerastetem Anker 61 zurückgeführt wird. Diese Funktionsweise läßt sich anhand der Fig. 9 leicht erkennen, wobei mit gestrichelten Linien der Hebel 62 mit Winkel 63, seiner Bohrung 64 und dem Abstreifer 48", in ihrer nach unten gekippten Lage dargestellt sind.
Das Benetzungselement 70, Fig.6,8,8a, besteht aus einem leichten U-Profil 71 aus Blech, in welches eine Schwammeinlage 72 eingelegt ist, welche durch die Leitung 41 mit desinfizierender Flüssigkeit — bei entsprechender Lage — versorgt wird. Diese Schwammeinlage 72 befeuchtet eine Stoffauflage 73 aus rauhem synthetischem Tuch, welches den Sitz 27 weitgehend umschließt und diesen desinfiziert. Randseitig ist die Stoffauflage 73 mit zwei Spannern 74 aus einem Gummiband versehen, so daß eine formschlüssige Auflage, bei einem entsprechenden Anpressdruck um den Sitz 27 gewährleistet ist. Fig. 8a zeigt das Benetzungselement 70 in seiner hinteren Ruhelage, wo es auf eine Erhöhung 32' des Beckens 32 gepresst und somit wird das Austrocknen der Schwammeinlage wesentlich begrenzt.
Die Stoffauflage 73 läßt sich mit ihren beiden Spannern 74sehr leicht aus dem U-Profil 71 entfernen; sie ist lediglich eingepreßt, so daß im Zuge der normalen Toiletten-Reinigungsarbeiten diese auf einfachste Weise ausgewechselt werden kann.
Anhand der Fig. 10 und 11 wird die Funktionsweise einer elektrischen Schaltung zur Steuerung der beschriebenen Vorrichtung im einzelnen erläutert:
Im Blockschaltbild der elektronischen Steuerung gemäß Fig. 10 ist der Ausgang des Niederspannungsgleichstromgenerators 13 über ein Filter F an einen Auslösestromkreis INlT angeschlossen. Dessen Ausgang ist einerseits mit zwei Speichern M1, M2 und andererseits mit einem Zeitglied Ti verbunden, dessen Ausgang wiederum mit dem Speicher M2 verbunden ist. Je ein Ausgang der Speicher Mi, M2 ist auf eine Vorwärtslogik LA geführt, die den Elektromotor 19 so steuert, daß das Gleitgehäuse 26 vorwärts,
d. h. in Richtung des Sitzes 27 bewegt wird. Der Ausgang des Speichers M1 ist ferner auf eine Rückwärtslogik LR geführt, die den Elektromotor 19 in entgegengesetzter Richtung, d.h. vom Sitz 27 weg bewegt. Die Ausgänge der Vorwärts-und Rückwärtslogik LA, LR sind über ein Zeitglied T4 mit zwei Leistungsstufen TRA bzw. TRV verbunden, über die der Generator 13 zur selektiven Ansteuerung des Elektromotors 19 in der einen oder anderen Drehrichtung anschaltbar ist. Die beiden Leistungsstufen TRV und TRA enthalten je zwei Unterstufen TR1, TR2 bzw. TR3, TR4. Bei Aktivierung der Stufen TR-i und TR3 wird dem Elektromotor 19 die volle, bei Aktivierung der Stufen TR2 und TR4 hingegen eine verringerte Leistung zugeführt.
Eine Endstellungsüberwachungsschaltung enthält drei Funktionseinheiten, von denen die erste Einheit FCA mit der Vorwärtslogik LA, dem Speicher M1 sowie mit einem Zeitglied T2, die zweite Einheit FCR mit der Rückwärtslogik LR, und schließlich die dritte Einheit FCL einerseits mit der Steuerlogik LE für die den Sitz 27 drehenden Elektromotoren 29 und andererseits über ein Zeitglied T3 und eine Verstärkerstufe TR5 mit einer Normalspule (Solenoid) SOL verbunden sind.
verbunden sind. Zwischen der Steuerlogik LE und den Elektromotoren 29 ist eine weitere Verstärkerstufe TRL angeordnet. Die Steuerlogik LE ist eingangsseitig noch mit dem Zeitglied T2, den Speichern M1, M2, dem die beiden Schalter 38,39 enthaltenden Schaltkreis sowie ausgangsseitig mit der Vorwärts- und Rückwärtslogik LA, LR verbunden. Der Ausgang des Zeitgliedes T3 ist zudem mit der Rückwärtslogik LR verbunden.
Der die beiden Schalter 38,39 enthaltende Schaltkreis ist mit den beiden Speichern M11M2 sowie mit der Rückwärtslogik LR und der Steuerlogik LE verbunden.
Die Funktionsweise dieser Steuerung im Zusammenwirken mit der anhand der Fig. 1 bis 4 beschriebenen Einrichtung ist folgende:
Wiriider Hebel 2 des Spülwasserreservoirs 1 betätigt, wird das Ventil 4 geöffnet und das Wasser fließt durch die Spülwasserleitung 15 in das Becken 32. Dabei sinkt der Schwimmkörper 6 nach unten, wodurch über den Hebel 6' des Ventil 7 geöffnet wird. Dabei fließt Wasser durch die Speiseleitung 12 der Turbine 11 und treibt diese an. Infolgedessen erzeugt der Niederspannungsgleichstomgenerator 13 eine Spannung gemäß Fig. 11 ganz oben. Diese Figur zeigt weitere in diesem Zusammenhang interessierende beim normalen Ablauf auftretende Spannungsverläufe innerhalb der Anordnung, wobei die gleichen Hinweiszeichen wie in Fig. 10 verwendet worden sind.
Bei Einleitung des Steuervorganges werden die Zeitglieder T1 und T4 in Funktion gesetzt. Über die Verstärkerstufe TR1 wird der Elektromotor 19 veranlaßt, das Gleitgehäuse 26 in die Arbeitsstellung über dem Sitz 27 zu bringen. Einen Bruchteil einer Sekunde nach Beginn dieses Vorgangs setzt die Funktion FCR (Überwachung der Bewegung des Gleitgehäuses 26 in Rückwärtsrichtung) ein. Nach Ablauf des Zeitgliedes T4 liegt das Gleitgehäuse 26 unmittelbar über dem Sitz 27, worauf dem Elektromotor 19 über die Verstärkerstufe TR2 und einen Widerstand Ri eine verringerte Leistung zugeführt wird, so daß das Aufsetzen des Gleitgehäuses 26 auf den Sitz 27 und die weitere Bewegung des Gleitgehäuses 26 nach innen möglichst schonend erfolgen. Diese verringerte Leistung des Motors 19 wird auch während der Drehung des Sitzes 27 beibehalten, um den Abstreifer 48 dauernd mit einer bestimmten Kraft auf den Sitz 27 zu drücken. Sobald das Gleitgehäuse 26 seine Arbeitsstellung über dem Sitz 27 erreicht hat, wird die Funktion FCA (Überwachung der Bewegung des Gleitgehäuses 26 in Vorwärtsrichtung) inaktiviert, was das Setzen des Zeitgliedes T2 zur Folge hat, worauf die Rotation des Sitzes 27 eingeleitet wird. Dabei werden über die Steuerlogik LE und die Verstärkerstufe TRL die beiden Elektromotoren 29 veranlaßt, den Sitz 27 um 360 Grad zu drehen. Nach Abschluß der Drehung wird die zuvor angeschaltete Überwachungsfunktion FCL wieder zurückgestellt,
worauf die Motoren 29 abgeschaltet werden und das Zeitglied T3 gesetzt wird. Während dem Ablauf des Zeitgliedes T3 kann die Spannung am Generator 13 auf einen Wert steigen, der die Spule SOL veranlaßt, den Hebel 62 des Abstreifers 48" freizugeben.
Dies erfolgt am Ende des Zeitintervalls T3 durch die Verstärkerstufe TRS. Hierauf wird die Polarität der dem Motor 19 zugeführten Spannung umgekehrt und das Gleitgehäuse 26 — wie zuvor bei der Bewegung in die Arbeitsstellung beschrieben — unter entsprechender Ansteuerung der Leistungsstufe TRA durch das Zeitglied T4 wiederum mit zwei verschiedenen Geschwindigkeiten in seine Ruhelage zurückgesetzt. Nach Erreichen der Ruhelage wird die Funktion FCR zurückgesetzt und die Ansteuerung des Motors 19 unterbunden. Der beschriebene Vorgang kann erst wieder beginnen, wenn der Generator 13 nach dem Stillstand durch Betätigen des Hebels 2 erneut in Gang gesetzt wird.
Wenn im Zeitpunkt der Einleitung des Steuervorganges durch die in Fig. 10 gezeigte Schaltungsanordnung mindestens einer der beiden Schalter 38 bzw. 39 (Fig. 2) offen ist, kann der Steuervorgang nicht beginnen. Wenn die Schalter 38,39 jedoch vor Ablauf der Zeitspanne T1 schließen, läuft der Vorgang normal ab.
Falls einer der beiden Schalter 38,39 öffnet, nachdem der Steuervorgang bereits begonnen hat, sind folgende modifizierten Abläufe vorgesehen:
Öffnet einer der beiden Schalter 38,39 während das Gleitgehäuse 26 sich in Richtung des Sitzes 27 bewegt, aber bevor die Drehbewegung des Sitzes 27 eingesetzt hat, dann wird das Gleitgehäuse 26 wieder in seine Ruhestellung gebracht. Öffnet einer der beiden Schalter 38,39 vor Ablauf des Zeitgliedes T1, laufen die erwähnten Vorgänge wie beschrieben ab; öffnet einer der beiden Schalter 38,39 hingegen erst nach Ablauf des Zeitgliedes T1, dann ist der Reinigungsvorgang für diese Phase des Auffüllens des Spülwasserreservoirs 1 verhindert, da die für die Reinigung notwendige Zeit nicht mehr ausreicht.
Wird einer der beiden Schalter 38,39 während der Drehbewegung des Sitzes 27 geöffnet, wird die Drehbewegung abgebrochen und das Gleitgehäuse 26 in die Ruhestellung zurückgesetzt. Öffnet sich einer der beiden Schalter 38,39 währenddem das Gleitgehäuse 26 sich in seine Ruhestellung zurückbewegt, hat dies keinen Einfluß auf diese Rückwärtsbewegung. Tritt während des beschriebenen Ablaufs ein Spannungsabfall auf, wird dieser unterbrochen und erst nach erneutem Betätigen des Hebels 2 beendet.
Die erfindungsgemäßen Verfahren und Vorrichtungen sind sowohl für neue Installationen als auch für die Adaption an bestehende Wasserklosette geeignet. Der Turbinenantrieb des Niederspannungsgleichstromgenerators 13 ist eine zweckmäßige, vom Stromnetz unabhängige Lösung. Wie oben dargestellt, kann man beim Vorhandensein einer Niederspannungsquelle diese zum Antrieb der Steuerelektronik 17 und der Elektromotoren 19,29 verwenden und damit alle erdenklichen Sicherheitsanforderungen erfüllen.
Der Erfindungsgegenstand stellt einen wichtigen sozial-hygienischen Fortschritt dar, ohne daß daraus eine Umweltbelastung resultiert.
Claims (19)
- Patentansprüche:1. Verfahren zur automatischen Reinigung eines Sitzes eines Wasserklosetts, wobei der Sitz des Wasserklosetts während der Reinigung in Umfangsrichtung angetrieben und mit Wasser und/oder einer desinfizierenden Flüssigkeit gereinigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gleitgehäuse (26) mit Vorrichtungen (55,70) zum Benetzen mit dem Wasser und/oder der desinfizierenden Flüssigkeit und mit einer Trocknungsvorrichtung (48,48', 48") aus der Ruhestellung außerhalb des Sitzes (27) in einer Bahn über ein Segment des ringförmigen Sitzes (27) aufgesetzt wird, daß danach das Wasser und/oder die desinfizierende Flüssigkeit eingeleitet und auf den Sitz (27) aufgebracht wird, und daß dieser wenigstens um 360°gedreht wird, wobei die obere Fläche des Sitzes (27) abgetrocknet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der Bewegung des Gleitgehäuses (26) nach vorn wenigstens ein Ventil (42,43) zum Versprühen des Wassers und/oder der desinfizierenden Flüssigkeit mittels wenigstens eines beweglichen Teils (18) geöffnet und während der vorderen Arbeitslage im geöffneten Zustand gehalten wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitgehäuse (26) und der Sitz (27) mit Elektromotoren (19, 29) angetrieben werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Arbeitsstufen (I bis Xl) manuell mittels eines Hebels (2) des Spülwasserreservoirs (1) eingeleitet und weiter automatisch durch die Steuerelektronik (17) gesteuert werden.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Ventile (42,43) für die Leitung des Reinigungswassers und/oder der desinfizierenden Flüssigkeit von der Steuerelektronik (17) gesteuert werden.
- 6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerelektronik (17) mittels einer Kontaktanordnung (38,39) über die Lage des Sitzes (27) informiert wird.
- 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitz (27) mit wenigstens einem radial sich erstreckenden Abstreifer (48) und wenigstens einem in Umfangsrichtung des Sitzes (27) sich erstreckenden Abstreifer (48") während der Drehbewegung des Sitzes (27) und der Rückwärtsbewegung des Gleitgehäuses (26) abgestreift wird.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der in Umfangsrichtung des Sitzes (27) sich erstreckende Abstreifer (48") auf einem kippbaren Hebel (62) befestigt ist, der mit einem Solenoid (SOL, 60) in der oberen nicht aktiven Stellung gehalten wird und bei der Rückbewegung des Gleitgehäuses (26) auf den Sitz (27) heruntergelassen wird und diesen abstreift.
- 9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Fläche des Sitzes (27) mit einem Luftstrom abgetrocknet wird.
- 10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitgehäuse (26) auf Leitschienen (25) gleitbar aufgesetzt ist und mit einer Schraubenfeder (22) nach außen gezogen wird.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitgehäuse (26) mit Abstützrollen (50) versehen ist.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Quelle der desinfizierenden Flüssigkeit als ein Behälter (29) ausgebildet ist, in welchem die desinfizierende Flüssigkeit unter Gasdruck steht.
- 13. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitz (27) auf Stahlkugeln (36) aufgesetzt ist, die in einem zusammendrückbaren elastischen Ring (34) drehbar eingesetzt sind.
- 14. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß am Gleitgehäuse (26) ein Benetzungselement (70) angeordnet ist, das eine Schwammeinlage (72) enthält, die mit einer Stoffeinlage (73) versehen ist, und zum Benetzen des Sitzes (27) mit der desinfizierenden Flüssigkeit bestimmt ist.
- 15. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (19) für den Antrieb des Gleitgehäuses (26) über eine Vorwärtslogik (LA), eine Rückwärtslogik (LR) und über zwei Leistungsstufen (TRV, TRA) an die Energiequelle (13) angeschlossen ist.
- 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistungsstufen (TRV, TRA) Unterstufen (TR2, TR4) für eine volle Leistung und Unterstufen (TR2, TR4) für eine verminderte verminderte Leistung des Elektromotors (19) enthalten.
- 17. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Elektromotor (29) für den Antrieb des Sitzes (27) über eine Steuerlogik (LE) und eine Verstärkerstufe (TRL) an die Energiequelle (13) angeschlossen ist.
- 18. Vorrichtung nach Anspruch 15 und 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerelektronik zwei Speicher (M1, M2) enthält, die die Lage der Sicherheitsschalter (38,39) und die Informationen des Zeitgliedes (T-i) registrieren.
- 19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß eineEndstellungsüberwachungsschaltung drei Funktionseinheiten (FCA, FCR, FCL) enthält, von denen die erste Einheit (FCA) mit der Vorwärtslogik (LA), dem ersten Speicher (M1) sowie mit einem Zeitglied (T2), die zweite Einheit (FCR) mit der Rückwärtslogik (LR), und schließlich die dritte Einheit (FCL) einerseits mit der Steuerlogik (LE) für die den Sitz (27) drehenden Elektromotoren (29) und andererseits über ein Zeitglied (T3) und einer Verstärkerstufe (TRS) mit einem Solenoid (SOL, 60) verbunden sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH4427/85A CH665866A5 (fr) | 1985-10-14 | 1985-10-14 | Dispositif de nettoyage automatique d'une lunette de wc. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD255083A5 true DD255083A5 (de) | 1988-03-23 |
Family
ID=4275933
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD86294886A DD255083A5 (de) | 1985-10-14 | 1986-10-01 | Verfahren und vorrichtung zur automatischen reinigung eines sitzes eines wasserklosetts |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH665866A5 (de) |
| DD (1) | DD255083A5 (de) |
| ZA (1) | ZA867046B (de) |
-
1985
- 1985-10-14 CH CH4427/85A patent/CH665866A5/fr not_active IP Right Cessation
-
1986
- 1986-09-16 ZA ZA867046A patent/ZA867046B/xx unknown
- 1986-10-01 DD DD86294886A patent/DD255083A5/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ZA867046B (en) | 1987-05-27 |
| CH665866A5 (fr) | 1988-06-15 |
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