DD256171A1 - Drehschiebervakuumpumpe - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Drehschiebervakuumpumpe zur Erzeugung von Fein- und Hochvakuum wie sie bevorzugt in der Industrie und im Labor eingesetzt wird. Das an seinen Stirnseiten mit Lagerdeckeln verschlossene Pumpengehaeuse ist von einer Blende in zwei Gehaeuseabschnitte geteilt. Der mit zwei Schlitzen zur Aufnahme von Schiebern versehene Rotor erstreckt sich durch eine aussermittige Oeffnung der Blende in beide Gehaeuseabschnitte. Beide Gehaeuseabschnitte sind miteinander verbunden und zwar so, dass von der Druckseite des Gehaeuseabschnitts der Eingangsstufe zur Saugseite des Gehaeuseabschnitts der Ausgangsstufe ein Durchgang besteht. Beide den Rotor und die Schieber aufnehmenden Gehaeuseabschnitte weisen innen einen ovalen Querschnitt auf. Gelagert ist der Rotor mit seiner freien Stirnseite an einer vom Lagerdeckel gestuetzten Kugel. Die im Rotor fuer die Aufnahme der Schieber vorgesehenen Schlitze stehen versetzt zueinander. Fig. 1
Description
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Drehschiebervakuumpumpe zur Erzeugung von Fein- und Hochvakuum, wie sie bevorzugt in der Industrie und im Labor eingesetzt wird. Hier dient sie zur Vorkuumerzeugung für Öl- und Quecksilber-Diffusionspumpen, dem Entgasen unter Vakuum, Glühen und Sintern von Metallen unter Vakuum, der Vakuumtrocknung, Vakuumimprägnierung, dem Vakuumverformen plastischer Werkstoffe und ähnlichen Aufgaben.
Aus der DE-PS 1302133 ist ein zweistufiges Vakuumpumpenaggregat bekannt, bei dem zwei Pumpenstufen über eine Verbindungsleitung gekoppelt sind. In jeder Pumpenstufe befindet sich ein Rotor, in dessen durchgängigen Schlitz jeweils zwei gleitfähige Schieber eingesetzt sind. Der Antrieb dieses Aggregates kann entweder durch einen separaten Motor für jede Pumpenstufe oder über ein Getriebe durch einen gemeinsamen Motor erfolgen. Nachteilig an dieser Lösung ist der hohe materielle Aufwand, bedingt durch zwei Rotore, zwei Gehäuse und das dazugehörige'Antriebssystem. Die Vielzahl der
Lagerstellen und der Verbindungsstellen des Strömungssystems bringen beachtliche Reibungs- bzw. Strömungsverluste mit sich, deren Überwindung wiederum einen höheren Energieaufwand erfordert. Auch ist das Masse/Leistungsverhältnis äußerst ungünstig.
In der DD-PS 223773 ist eine Drehschiebervakuumpumpe beschrieben, deren Pumpengehäuse in einem Schöpf raum und einem Kompressionsraum aufgeteilt ist. Die Trennung beider Räume voneinander erfolgt durch den aus zwei aneinander gleitenden Teilen bestehenden, im Schlitz des Rotors geführten Schiebers. Die Teile oder Hälften des Schiebers gleiten in ihrer gesamten Länge durch den Schlitz. Am Gehäuse sind sowohl der Saugstutzen als auch der Druckstutzen angebracht. Kompressionsraum und Schöpfraum werden in jeder Stellung des Rotors voneinander getrennt.
Nicht zufriedenstellend an dieser Pumpe ist lediglich das Verhältnis der Baugröße und des Material- und Arbeitsaufwandes zum Saugvermögen.
Mit der Erfindung soll das Verhältnis Aufwand zu Leistung wesentlich verbessert werden, d. h. die Masse und die Bauteile der Pumpe sind bei gleichzeitiger Erhöhung des Saugvermögens zu reduzieren.
Der Erfindung hat die Aufgabe zugrunde gelegen, eine Drehschiebervakuumpumpe zu entwickeln, bei der das Volumen des Pumpengehäuses optimal genutzt und eine Senkung des Reibungs- und Strömungswiderstandes erzielt wird. Erfindungsgemäß ist die Aufgabe gelöst worden, indem das an seinen Stirnseiten mit Lagerdeckeln verschlossene Gehäuse der Drehschiebervakuumpumpe von einer Blende in zwei Gehäuseabschnitte geteilt ist, der Rotor mit zwei Schlitzen zur Aufnahme von zwei Schiebern versehen und in eine in der Blende außermittig angeordneten Öffnung sich in beide Gehäuseabschnitte erstreckend angeordnet ist und indem die Druckseite des einen Gehäuseabschnitts mit der Saugseite des anderen Gehäuseabschnitts verbunden sind, wobei die Verbindung über eine Verbindungsleitung, eine Durchgangsöffnung und eine
Aussparung erfolgt, die Gehäuseabschnitte innen einen ovalen Querschnitt aufweisen, der Rotor mit seinerfreien Stirnseite an einer von einem Lagerdeckel gestützten Kugel gelagert ist und die Schlitze für die Schieber zueinander versetzt im Rotor angeordnet sind.
Mit einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung erläutert
Die dazugehörige Zeichnung zeigt in
Figur 1: einen Längsschnitt der Drehschiebervakuumpumpe Figur 2: einen Schnitt A-A durch den ersten Gehäuseabschnitt Figur 3: zeigt einen Schnitt B-B durch den ersten Gehäuseabschnitt Figur 4: einen Schnitt C-C durch das Gehäuse in der Ebene der Blende Figur 5: einen Schnitt D-D durch den zweiten Gehäuseabschnitt.
Dargestellt sind nur die für das Verständnis der Erfindung wichtigen Teile.
In Figur 1 ist das Gehäuse 1 mit den Lagerdeckeln 2 und 3 abgebildet, wobei das Gehäuse 1 durch die Blende 4 in einen ersten Gehäuseabschnit 5 und einen zweiten Gehäuseabschnitt 6 geteilt ist. Die Blende 4 ist mit einer außermittig angeordneten Öffnung 7 versehen, durch die sich der einerseits mit seiner Antriebswelle 8 im Lagerdeckel 2 und andererseits mit seiner Stirnseite 9 an einer vom Lagerdeckel 3 gestützten Kugel 10 gelagerte Rotor 11 in beide Gehäuseabschnitte 5,6 erstreckt.
Der Rotor 11 ist mit zwei um 90° zueinander versetzten Schlitzen 12 und 13 versehen, von denen sich der Schlitz 12 im Bereich des Gehäuseabschnitts 5 und der Schlitz 13 im Bereich des Gehäuseabschnitts 6 befindet. In den Schlitzen 12,13 sind die in ihrer Längsachse beweglichen Schieber 14,15 angeordnet, die jeweils aus den aufeinander gleitenden Schieberhälften 14a, 14b und 15a, 15b bestehen.
Beide Gehäuseabschnitte 5,6 (Figuren 2,3 und 5) weisen einen ovalen Querschnitt in der Form auf, daß der Querschnitt in seiner Horizontalen 16 eine geringere Abmessung hat als in seiner Vertikalen 17.
Die beiden Gehäuseteile 5, 6 sind von der Druckseite 18 des Gehäuseabschnitts 5 (Figur 3) über die Verbindungsleitung 19, die Durchgangsöffnung 20 (Figur 4) und die Aussparung 21 zur Saugseite 22 (Figur 5) des Gehäuseabschnitts 6 miteinander durchgängig verbunden. Die Durchgangsöffnung 20 befindet sich in der Blende 4 (Figur 4).
Am Gehäuseabschnitt 5 befindet sich der Saugstutzen 23 (Figur 1,2), der in die Saugseite 24 des ersten Gehäuseabschnitts 5 mündet. Aus der Druckseite 25 des zweiten Gehäuseabschnitts 6 führt das Arbeitsventil 26 ins Freie.
Die Funktionsweise der Pumpe baut auf das bekannte Wirkprinzip der Drehschiebervakuumpumpen auf.
Ein nicht dargestellter Elektromotor treibt über die Antriebswelle 8 den Rotor 11 an. Dabei gleiten die in den Schlitzen 12,13 des Rotors 11 befindlichen Schieber 14,15 mit ihren Schieberhälften 14a, 14b und 15a, 15b an den Innenwanduhgen der beiden Gehäuseabschnitte 5,6 die die Schöpferräume 27,28 umfassen, entlang. Bei der Drehung des Rotors 11 ändern sich die Schöpfräume im Gehäuse, d.h., zu den Saugseiten 22,24 vergrößern sie sich, zu den Druckseiten 18,25 verkleinern sie sich. Im Maximum wird der Schöpf raum von der jeweils folgenden Schieberhälfte 14a oder 14b bzw. 15a oder 15b zum Saugstutzen 23 bzw. zur Assparung 21 abgeschlossen. Beim Weiterdrehen wird das Gas verdichtet, bis das Arbeitsventil 26 öffnet und das Gas ausgestoßen wird.
Während des Betriebes des Pumpe legt das angesaugte Gas folgenden Weg innerhalb der Pumpe zurück; Saugstutzen 23, Saugseite 24, Schöpfraum 27 des Gehäuseabschnitts 5, Druckseite 18, Verbindungsleitung 19, Durchgangsöffnung 20, Aussparung 21, Saugseite 22, Schöpfraum 28 des Gehäuseabschnitts 6, Druckseite 25, Arbeitsventil 26.
Mit der beschriebenen Drehschiebervakuumpumpe ist es möglich, ein tieferes Vakuum als mit den bisher bekannten vergleichbaren einstufigen Pumpen zu erreichen, wobei der Material- und Energieaufwand bei der erfindungsgemäßen Pumpe gegenüber dem Stand der Technik geringer geworden und der Wirkungsgrad nicht unerheblich verbessert worden ist.
Claims (5)
- - τ - «ο ι / ι Patentansprüche:1. Drehschiebervakuumpumpe zur Erzeugung von Fein- und Hochvakuum, deren Rotor zur Aufnahme aufeinandergleitender Schieberteile geschlitzt ist, gekennzeichnet dadurch, daß das an seinen Stirnseiten mit Lagerdeckeln (2, 3) verschlossene Pumpengehäuse (1) von einer Blende (4) in einen ersten und einen zweiten Gehäuseabschnitt (5,6) geteilt ist, der Rotor (11) mit zwei Schlitzen (12,13) zur Aufnahme von zwei Schiebern (14,15) versehen und in eine der Blende (4) außermittig angeordneten Öffnung (7) sich in beide Gehäuseabschnitte (5, 6) erstreckend angeordnet ist und daß die Druckseite (18) des ersten Gehäuseabschnitts (5) und die Saugseite (22) des zweiten Gehäuseabschnitts (6) miteinander verbunden sind.
- 2. Drehschiebervakuumpumpe nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die beiden Gehäuseabschnitte (5,6) über eine Verbindungsleitung (19), eine Durchgangsöffnung (20) und eine Aussparung (21) miteinander verbunden sind. %
- 3. Drehschiebervakuumpumpe nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Gehäuseabschnitte (5,6) innen einen ovalen Querschnitt aufweisen.
- 4. Drehschiebervakuumpumpe nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Rotor (11) mit seiner freien Stirnseite (9) an einer vom Lagerdeckel (3) gestützten Kugel (10) gelagert ist.
- 5. Drehschiebervakuumpumpe nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schlitze (12,13) zueinander versetzt im Rotor (11) angeordnet sind.
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