DD256622A3 - Homogenes hilfsmittelgemisch zur herstellung staubfreier schnellaufloesbarer farbstoffpraeparate - Google Patents

Homogenes hilfsmittelgemisch zur herstellung staubfreier schnellaufloesbarer farbstoffpraeparate Download PDF

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DD256622A3
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DD24053582A
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Wulfdieter Hepp
Gerhard Maennicke
Juergen Schmidt
Ulrich Benndorf
Helmut Obraniak
Wolfgang Beuershausen
Helmut Stegmann
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Bitterfeld Chemie
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Abstract

Es wird ein homogenes Hilfsmittelgemisch zur Darstellung staubfreier schnellaufloesbarer Farbstoffpraeparate beschrieben. Das Hilfsmittel setzt sich ausa) einer aliphatischen Kohlenwasserstoff-Fraktion mit einem Siedebereich von 225-300C undb)Sulfonamiden aus obiger Kohlenwasserstoff-Fraktion undc)Bisoxaethylcarbonsaeureamiden aus der gleichen obigen Kohlenwasserstoff-Fraktion undd)1,3 Buthylenglykol zusammen,wobei der Anteil der Komponenten im Hilfsmittel 50-85 Gew.-% (a) und 50-15 Gew.-% (bcd) betraegt und der Anteil der Komponente (b) mindestens bei 7,5 Gew.-%, der Anteil der Komponente (c) mindestens bei 5 Gew.-% und der Anteil der Komponente (d) mindestens bei 2,5 Gew.-% liegt.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein homogenes Hilfsmittelgemisch zur Darstellung staubfreier schnellauflösender Farbstoffpräparate.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Um das Problem der Staubfreiheit in Verbindung mit einer verbesserten Auflösegeschwindigkeit von pulverförmigen Farbstoffen zu lösen, sind verschiedene Produkte bzw. Rezepturen vorgeschlagen worden. So ist in den Patentschriften DE-PS 565855, 834257, DE-AS 1117582, 2523096, GB-PS 695372,713541, US-PS 2604469 und 3560134 die Verwendung verschiedener Entstäubungsmittelzusätze wie Mono- bzw. Polyalkohole, Ester mit mehr als 6C-Atomen, höher siedende Äther, Äthylenoxidaddukte, Silikonöle, Alkylbenzole mit 10-^20 C-Atomen, Dodecylbenzol, Kohlenwasserstoffe, Emulgatoren und Mineralöl vorgeschlagen worden. All diese Produkte besitzen entweder eine ungenügende entstäubende Wirkung (Äthylenoxidaddukte) oder setzen auf Grund ihrer schlechten Wasserlösiichkeit die Benetzbarkeit der so behandelten Farbstoffpulver dermaßen herab, daß die Auflösegeschwindigkeit stark verschlechtert wird. Das hat zur Folge, daß der Löseprozeß oder das Einstreuen des Farbstoffs in Druckpasten erheblich erschwert wird und nur mit hohen Aufwand realisiert werden kann.
Andere Produkte, vor allem Polyäthylenoxidaddukte, bewirken zwar eine Verbesserung der Auflösegeschwindigkeit bei ungenügenden Entstäubungseffekt, führen aber zu starkem Schäumen der Färbeflotten oder Druckpasten. In der DE-OS 2410687 wird der Zusatz von Ölen und Glyzerin beschrieben und der Nachteil der schlechten Benetzbarkeit herausgestellt. Die vorgeschlagenen Aminimide besitzen in geringen Konzentrationen einen unzureichenden Staubfreieffekt. In der DE-OS 2931771 wird eine Mischung aus Mineralöl mit nichtionogenen Äthylenoxidaddukten beschrieben. Diese Mischungen besitzen die gleichen Nachteile (Schaumbildung) wie die für die DE-OS 2734991 festgestellten, in der Mischung von Äthylenoxidaddukten mit Benzolsulfonamiden vorgeschlagen wurden, und führen oft zu nachteiligen Veränderungen des färberischen Verhaltens der Farbstoffe.
Das in der DE-OS 2931711 vorgeschlagenen Hilfsmittelgemisch macht ein Erwärmen auf ca. 800C von ihren Einsatz erforderlich, da nur so eine Homogenisierung erreicht werden kann. Diese Verfahrensweise bedingt eine zusätzliche Belastung in den farbstoffverarbeitenden Betrieben, da hierzu eine gesonderte Apparatur mit indirekter Beheizung erforderlich ist. Außerdem wird durch das Einarbeiten der wäßrigen Emulgatoren oder (und) Netzmittel in die Farbstoffpulver der Staubfreieffekt hinsichtlich seiner Lagerbeständigkeit stark negativ beeinflußt, da die wäßrige Phase im Laufe der Lagerung verdunstet, wodurch die ehemals erreichten Staubfreiwerte verschlechtert werden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein Hilfsmittelgemisch zur Darstellung staubfreier schnellauflösender Farbstoffpräparate, welches die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist. ·
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es wurde gefunden, daß ein homogenes Hilfsmittelgemisch aus " a) einer aliphatischen Kohlenwasserstoff-Fraktion mit einem Siedebereich von 225-3000C
b) Sulfonamiden aus obiger Kohlenwasserstoff-Fraktion und
c) Bisoxäthylcarbonsäureamiden aus der gleichen obigen Kohlenwasserstoff-Fraktion und
d) 1,3Buthylenglykol,
wobei der Anteil der Komponenten im Hilfsmittel 50-85Gew.-% (a)und 50-15Gew.-%(b + c + d) beträgt und der Anteil der Komponente (b) mindestens bei 7,5Gew.-%, der Anteil der Komponente (c) miridestenstiei 5Gew.-% und der Anteil der Komponente (d) mindestens bei 2,5Gew.-% liegt, der Zielstellung in hervorragender Weise gerecht wird. Die mit dem erfindungsgemäßen Hilfsmittel formulierten Farbstoffpräparate sind dauerhaft staubfrei und besitzen eine erhöhte Auflösegeschwindigkeit in wäßrigen Farbflotten und Druckpasten.
Durch die Einsteilung mit dem erfindungsgemäßen Hilfsmittel werden die färberischen Eigenschaften der Farbstoffe nicht negativ beeinflußt und es kommt zu keiner Schaumbildung in den Färbeflotten und Druckpasten.
Das erfindungsgemäße Hilfsmittel wird hergestellt, indem man 50-85Gew.-% einer aliphatischen Kohlenwasserstoff-Fraktion mit einem Siedebereich von 225-3000C (Komponente a) mit 50-15Gew.-% eines Gemisches aus Sulfonamiden und Bisoxäthylcarbonsäureamiden aus obiger Kohlenwasserstoff-Fraktion und 1,3 Buthylenglykol, wobei der Anteil der Komponente
(b) mindestens bei 7,5Gew.-%, der Anteil der Komponente (c) mindestens bei 5 Gew.-% und der Anteil der Komponente (d) mindestens bei 2,5 Gew.-% liegt, in einer offenen Rührwerksapparatur vermischt, wobei schon bei Raumtemperatur eine Homogenisierung erreicht wird.
Eine vorteilhafte Anwendung des erfindungsgemäßen Hilfsmittel erfolgt dadurch, daß man das Hilfsmittel einer flüssigen Zubereitung des Farbstoffs oder eines Farbstoffpräparates zusetzt und anschließend trocknet und, falls erforderlich, mahlt. Das Trocknen der flüssigen Zubereitung kann durch Sprühtrocknung erfolgen oder durch Trocknen in einem Walzen- oder Schaufeltrockner. Es ist jedoch auch möglich das erfindungsgemäße Hilfsmittel dem feuchten Farbstoffpreßkuchen oder Knetgut zuzugeben und homogen unterzumischen, worauf das Gut getrocknet und gemahlen wird.
Eine weitere vorteilhafte Anwendung des erfindungsgemäßen Hilfsmittels kann durch Aufdüsen des Hilfsmittels auf den pulverförmigen Farbstoff oder auf das Farbstoffpräparat erfolgen. Mit dem erfindungsgemäßen Hilfsmittel werden vorzugsweise kationische wasserlösliche Farbstoffe formuliert.
Das erfindungsgemäße Hilfsmittelgemisch wird durch folgende Anwendungsbeispiele weiter erläutert. Die im folgenden genannten Teile oder Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht.
Die Staubwerte werden mit dem Staubmeßgerät Cassella (Vergleiche: Textilveredlung 9 [1974 Nr.3] S. 97-106) ermittelt. Die Staubwerte wurden an Farbstoffpräparaten gemessen, die vorher 3 Tage bei 60°C gelagert wurden.
Mit dieser Verfahrensweise können Lagerzeiten von etwa einem Jahr bei Raumtemperatur gut simuliert werden. Dauerhaft staubfreie oder staubarme Pulver sind solche, deren Staubwert nach mindestens 12monatiger Lagerung nach der Herstellung nicht größer als 15 ist. Ein Maß für die Auflösegeschwindigkeit von Farbstoffpräparaten ist die Bestimmung der Benetzbarkeit, die durch eine relativ einfache Methode bestimmt werden kann.
Methode zur Bestimmung der Benetzbarkeit von Farbstoffen:
In einem mit 200 ml dest. Wasser von 25°C gefülltes 300 ml Becherglas (Innendurchmesser 5 cm) wird mittels eines Siebes 1 g Farbstoff innerhalb 5sec feinverteilt auf die Wasseroberfläche aufgebracht, dabei ist eine Bewegung des Wasserspiegels zu vermeiden. Nach diesen 5see wird die Zeit gemessen, die der Farbstoff zur völligen Benetzung benötigt. Die gemessene Zeit ist ein Maß für die Auflösegeschwindigkeit von Farbstoffen.
Nach folgender Tabelle kann eine Klassifizierung der Benetzbarkeit von Farbstoffpräparaten vorgenommen werden.
Tabelle:
Eintauchzeit in see Urteil
0-30 sehr gut benetzbar
30-60 gut benetzbar
6CM 20 mäßig benetzbar
über 120 schlecht benetzbar
Beispiele: Beispiel 1:
Auf den feingemahlenen Farbstoff Basic red 18 werden 1 bzw. 2% eines Hilfsmittels der Zusammensetzung 1 (a = 70 Teile, b= 15Teile,c= 10Teileundd = 5Teile)aufgedüstund homogen vermischt. Von dem so erhaltenen Farbstoffpräparat wurden im Vergleich zum unbehandelten Farbstoff die Staubwerte und die Benetzbarkeit nach oben genannten Methoden ermittelt:
Staubwert Benetzbark, in see
Farbstoff unbehandelt 50 140
Farbstoff+1 % Hilfsmittel 1 15 ' 40
Farbstoff+ 2% Hilfsmittel 1 10 25
Beispiel 2:
Auf den feingemahlenen Farbstoff Basic organe 30 werden 1 bzw. 2% eines Hilfsmittels der Zusammensetzung 2 (a = 85 Teile, b = 7,5 Teile, c = 5 Teile und d = 2?5 Teile aufgedüst und homogen vermischt und die Staubwerte bzw. Benetzbarkeit im Vergleich zum unbehandelten Farbstoff gemessen:
Staubwert Benetzbark, in see
Farbstoff unbehandelt 100 90
Farbstoff+1 % Hilfsmittel 2 20 35
Farbstoff+2% Hilfsmittel 2 10 - 18
Beispiel 3:
Die gleiche Methodik auf den Farbstoff Basic yellow 62 angewandt ergibt folgendes Resultat:
Staub wert Benetzbark, in see
Farbstoff unbehandelt 100 100
Farbstoff + 1 % Hilfsmittel 1 20 30
Farbstoff + 2 % Hilfsmittel 1 10 25
Farbstoff + 1 % Hilfsmittel 2 15 45
Farbstoff + 2 % Hilfsmittel 2 8 30

Claims (2)

1. Homogenes Hilfsmittelgemisch zur Darstellung staubfreier schnellauflösbarer Farbstoffpräparate, gekennzeichnet dadurch, daß es aus
a) aliphatischen Kohlenwasserstoffen des Siedebereiches 225-3000C,
b) Sulfohamiden aus obigen Kohlenwasserstoffen,
c) Bisoxäthylcarbonsäureamiden aus obigen Kohlenwasserstoffen und
d) 1,3-Butylenglykol
besteht.
2. Homogenes Hilfsmittelgemisch nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Anteil der Komponenten im Hilfsmittel 50-85 Gew.-%(a) und 50-15 Gew.-%(b + c + d) beträgt und der Anteil der Komponente (b) mindestens bei 7,5Gew.-%, der Anteil der Komponente (c) mindestens bei 5Gew.-% und der Anteil der Komponente (d) mindestens bei 2,5Gew.-% liegt.
DD24053582A 1982-06-08 1982-06-08 Homogenes hilfsmittelgemisch zur herstellung staubfreier schnellaufloesbarer farbstoffpraeparate DD256622A3 (de)

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