DD256877A1 - Einrichtung zur veraenderung der flaechenmasse - Google Patents

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Olaf Diestel
Gerd Franzke
Bertram Frenzel
Karl Marx
Hannes Schramm
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Univ Dresden Tech
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Veraenderung der Flaechenmasse textiler Faser- und Fadenstroeme. Ausgehend von der Aufgabe - Schaffung einer Einrichtung zur reproduzierbaren Vergleichmaessigung der Flaechenmasse textiler Faser- und Fadenstroeme - ist bei der gen. Einrichtung mit einer Auflage, Transporteuren und einer Verfestigungseinrichtung ein mit einem Antrieb verbundenes starres in Fuehrungen gefuehrtes Veraenderungselement oberhalb, unterhalb oder innerhalb des Faser- oder Fadenstromes auf denselben einwirkenden angeordnet.

Description

Hierzu 6 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse textiler Faser- oder Fadenströme.
-2- 267 877
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist eine Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse bekannt (DD 150229), bei der Kardenbänder oder Elementarfadenkabel mechanisch durch Führung über mehrere bogenförmige Rundstäbe ausgearbeitet bzw. aufgespreizt werden.
Nachteilig ist dabei der hohe Aufwand und die nicht reproduzierbare Ausarbeitung bzw. Aufspreizung.
Weiterhin ist eine Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse bekannt (DE 2403333), bei der die Ausgangsvorlage Vlies/Flor in mehreren Streifen getrennt und später über ein Nitschelwerk und spezielle Walzen wieder zu einer neuen Vliesbreite vereinigt werden.
Nachteilig ist auch hierbei der hohe Aufwand und die ausschließliche Verwendung dieser Einrichtung für die Herstellung von Wirrvlies.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Senkung der Kosten bei der Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse sowie die Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten.
Wesen der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Einrichtung zur reproduzierbaren Veränderung und Vergleichmäßigung der Flächenmasse für flächenförmige textile Faser- oder Fadenströme.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einer Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse textiler Faseroder Fadenströme mit einer Auflage, Transporteuren und einer Verfestigungseinrichtung, ein mit einem Antrieb verbundenes starres in Führungen geführtes Veränderungselement oberhalb, unterhalb oder innerhalb des Faser- oder Fadenstromes auf denselben einwirkend angeordnet ist. Das Veränderungselement besteht aus mehreren mit einem Spreizantrieb verbundenen Einzelelementen. Dabei ist das aus mehreren nebeneinander in Spreizstellung angeordneten über Führungstrommeln geführten endlosen Transportbändern bestehende Veränderungselement zwischen der zweigeteilten mit je einem Auflageblech versehenen Auflage angeordnet oder das aus mehreren nebeneinander angeordneten über Führungstrommeln geführten endlosen unter einem beliebigen Winkel relativ zur Verarbeitungsrichtung vor dem Veränderungselement angeordneten Transportbändern bestehende Veränderungselement ist zwischen der zweigeteilten mit je einem Auflageblech versehenen Auflage angeordnet oder das Veränderungselement besteht aus einem in der unter einem beliebigen Winkel relativ zur Verarbeitungsrichtung vor dem Veränderungselement angeordneten Führung geführten, mit dem Antrieb verbundenen, ersten quer zur Verarbeitungsrichtung angeordneten Einzelelement und einem über mit einem Schwenkantrieb versehene Parallelführungshebel mit dem ersten Einzelelement verbundenen zweiten Einzelelement. Vor dem Veränderungselement ist eine auf den Faser- oder Fadenstrom einwirkende Festhalterichtung angeordnet. An dem Veränderungselement sind Mitnehmerelemente angeordnet. Die Mitnehmerelemente sind den flächenförmigen Faser- oder Fadenstrom teilweise oder ganz durchdringende unter einem beliebigen Winkel relativ zum Veränderungselement angeordnete Elemente. Das Veränderungselement ist mit einem Hub- und Senkantrieb verbunden, unterhalb des Veränderungselementes ist ein mit einer Saugluftquelle verbundener Saugkasten angeordnet und den Mitnehmerelementen ist mindestens eine Steuereinrichtung zugeordnet.
Ausführungsbeispiel
Nachfolgend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Erfindungsgemäße Einrichtung
Ausführung Spreizantrieb (Draufsicht) Fig.2: Erfindungsgemäße Einrichtung
Ausführung Spreizantrieb (Seitenansicht) Fig. 3: Erfindungsgemäße Einrichtung
Ausführung Transportbänder in Spreizanordnung Fig.4: Erfindungsgemäße Einrichtung
Ausführung Transportband in Umlenkanordnung Fig.5: Erfindungsgemäße Einrichtung
Ausführung Veränderungselement als Umlenkeinrichtung (Draufsicht) Fig. 6: Umlenkeinrichtung erste Arbeitsstellung Fig.7: Umlenkeinrichtung zweite Arbeitsstellung
In Fig. 1 und 2 ist die erfindungsgemäße Einrichtung schematisch dargestellt.
Die Einrichtung enthält eine Auflage 1, Transporteure 2, beispielsweise Transportrollen, eine bekannte und deshalb nicht näher beschriebene Verfestigungseinrichtung 3 sowie ein starres Veränderungselement 4.
Das Veränderungselement 4 ist oberhalb eines Faden- oder Faserstromes 5 angeordnet. Unter dem Begriff Faser- oder Fadenstrom werden Faserbänder, Flore, Vliese, Elementarfadenkabel, Fadenscharen, wie Elementarfadenscharen, Folienfadenscharen sowie deren Segmente und deren Kombinationen subsumiert.
Die Anordnung des Veränderungselementes 4 ist auch unterhalb oder innerhalb des Faser-oder Fadenstromes 5 möglich, wobei bei der Anordnung des Veränderungselementes innerhalb des Faser- oder Fadenstromes derselbe aus zwei Teilfaseroder-fadenströmen besteht.
Das Veränderungselement 4 besteht aus mehreren Einzelelementen 6, diese sind vorzugsweise quer zur Verarbeitungsrichtung angeordnet. Eine Anordnung ist in einem beliebigen Winkel relativ zur Verarbeitungsrichtung bzw. Faserrichtung möglich. . Das Veränderungselement 4 ist starr ausgebildet, in Führungen 7 geführt und mit mindestens einem Antrieb 8 verbunden. Der Antrieb ist beispielsweise als Translationsantrieb, d. h. als arbeitstaktgesteuerter hydraulischer Arbeitszylinder ausgebildet. Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform sind die Einzelelemente 6 mit einem als Kniehebelgetriebe ausgebildeten Spreizantrieb 20 untereinander verbunden.
Der Spreizantrieb ist mit dem als Translationsantrieb ausgebildeten Antrieb 8 verbunden.
Als Spreizantrieb können auch zwischen den Einzelelementen angeordnete Spreizelemente, wie beispielsweise Exzenter oder Formelemente aus unterschiedlichen Materialien (Gummi) angewendet werden. In diesem Fall sind diese Spreizelemente mit ' einem Rotationsantrieb verbunden und der Translationsantrieb entfällt. Des weiteren können auch zwischen den Einzelelementen angeordnete Druck- und Zugfedern und auch Einzelantriebe in Form von Translationsantrieben verwendet werden.
Das Veränderungselement 4 bzw. dessen Einzelelemente besteht aus einem Material mit hohem Reibungskoeffizienten, beispielsweise ist es als Klebeband ausgebildet, bzw. am Veränderungselement 4 bzw. an dessen Einzelelementen sind Mitnehmerelemente 9 in Form von Nadeln, Schlaufen, Noppen, Häkchen, Borsten, Schlingen, Zähnen etc. angeordnet. In Fig.2 sind am Veränderungselement 4 angeordnete, den Faser- oder Fadenstrom durchdringende Mitnehmerelemente, beispielsweise Nadeln, dargestellt; diese sind entsprechend dem zu verarbeitenden Gut höhenvariabel, d. h., sie durchdringen den Faser- oder Fadenstrom teilweise oder ganz.
Das Veränderungselement 4 ist weiterhin mit einem Hub-und Senkantrieb 10, beispielsweise einem arbeitstaktgesteuerten Translationsantrieb, der eine Bewegung des Veränderungselementes senkrecht zur Verarbeitungsrichtung, d. h. ein Ineingriff- und Außereingriffbringen des Veränderungselementes relativ zum Faser- oder Fadenstrom ermöglicht, verbunden. Unterhalb des Veränderungselementes 4 ist ein mit einer Saugluftquelle 11 verbundener Saugkasten 12 zur Lagefixierung des Faser- oder Fadenstromes angeordnet, wobei auch andere Fixiermittel denkbar sind.
Die Mitnehmerelemente 9 sind einzeln, gruppenweise oder insgesamt mit einer Steuereinrichtung 13 verbunden. Diese Steuereinrichtung ermöglicht, daß nur einzelne bzw. Gruppen von Mitnehmerelementen in den Betriebszustand versetzt werden können.
In Fig. 3 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Die Auflage 1 besteht aus zwei Teilstücken, wobei zwischen den Teilstücken das Veränderungselement 4 und am Ende des ersten Teilstückes und am Anfang des zweiten Teilstückes je ein Auflageblech 14 angeordnet ist. Das Veränderungselement 4 besteht aus mehreren über Führungstrommeln 16 geführten endlosen Transportbändern 15, welche nebeneinander in Spreizstellung angeordnet sind. Unter dem Begriff Spreizstellung wird dabei verstanden, daß das mittlere Transportband in Verarbeitungsrichtung und die sich jeweils beidseitig anschließenden anderen Transportbänder unter einen sich jeweils von Transportband zu Transportband vergrößernden Winkel relativ zur Verarbeitungsrichtung angeordnet sind. Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig.4 dargestellt.
Auch hier besteht die Auflage 1 aus zwei Teilstücken, wobei das Veränderungselement 4 zwischen den Teilstücken angeordnet ist. Am Ende des ersten Teilstückes und am Anfang des zweiten Teilstückes ist je ein Auflageblech 14 angeordnet. Das Veränderungselement 4 ist unter einem beliebigen Winkel relativ zur Verarbeitungsrichtung vor dem Veränderungselement, d. h., in Umlenkanordnung angeordnet. Es besteht aus mehreren nebeneinander angeordneten und über Führungstrommeln 16 geführten Transportbändern 15. Dabei sind die Fördergeschwindigkeiten der Transporteure 2 und der Transportbänder 15 gleich. Bei dieser Ausführungsform, wie auch bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform, ist eine Ausstattung mit den Mitnehmerelementen 9, dem Hub-und Senkantrieb 10, dem mit der Saugluftquelle verbundenen Saugkasten 12 und der Steuereinrichtung 13 möglich.
In den Figuren 5 bis 7 ist eine andere Ausführungsform des Veränderungselementes 4 dargestellt. Das Veränderungselement 4 ist unter einem beliebigen Winkel, bezogen auf die Verarbeitungsrichtung, vor dem Veränderungselement angeordnet. Es besteht aus einer Führung 7 und einem in der Führung geführten ersten quer zur Verarbeitungsrichtung angeordneten Einzelelement 6.1. Das erste Einzelelement 6.1 ist mit einem Antrieb 8 verbunden. Über Parallelführungshebel 17 ist mit dem ersten Einzelelemente. 1 ein zweites Einzelelement 6.2 verbunden. Mindestens ein Paralleiführungshebel 17 ist mit einem Schwenkantrieb 18 verbunden. Vor dem Veränderungselement 4 ist eine auf den Faser- oder Fadenstrom 5 einwirkende Festhalteeinrichtung 19 angeordnet.
Nachfolgend wird die Wirkungsweise der Einrichtung beschrieben: Der mittels der Transporteure 2 über die Auflage geführte Faser- oder Fadenstrom 5 gelangt in den Wirkbereich des Veränderungselementes 4. Das Veränderungselement wird mittels des Hub-und Senkantnebes 10 in Arbeitsstellung gebracht, d.h. inWirkverbindung mit dem Faser-oder Fadenstrom gebracht. Die Wirkverbindung wird je nach der Ausbildung des Veränderungselementes 4 bzw. dessen Einzelelemente bzw. dessen Mitnehmerelemente durch Form-, Kraft-oder Stoffschluß hergestellt. Durch die Antriebe 8 werden die mit den Mitnehmerelementen besetzten Einzelelemente 6 in den Führungen 7 relativ zueinander und/oder relativ zum Faser- oder Fadenstrom 5 verschoben und dadurch eine Veränderung der Flächenmasse des Faser- oder Fadenstromes erreicht. Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform wird durch den Antrieb 8 über das Kniehebelgetriebe 20 eine Spreizung der Einzelelemente und damit eine Veränderung der Flächenmasse erreicht.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform wird durch die Spreizanordnung der Transportbänder 14 des Veränderungselementes 4 eine Veränderung der Flächenmasse erreicht.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform wird durch die Umlenkung des Faser-oder Fadenstromes 5 mittels der Transportbänder 15 eine Veränderung der Flächenmasse erreicht.
Bei der in den Figuren 5 bis7 gezeigten Ausführungsform wird durch den Schwenkantrieb 18 das zweite Einzelelement 6.2 an das erste Einzelelement 6.1 geklappt, und nach Klemmung des Faser- oder Fadenstromes 5 über den Antrieb 8 eine Bewegung des ersten und zweiten Einzelelementes eingeleitet. Damit wird ein feilstück des Faser-oder Fadenstromes vom übrigen Faser- oder Fadenstrom getrennt und gleichzeitig die Flächenmasse verändert.

Claims (11)

1. Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse textiler Faser- oder Fadenströme mit einer Auflage, Transporteuren und einer Verfestigungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit einem Antrieb (8) verbundenes starres in Führungen geführtes Veränderungselement (4) oberhalb, unterhalb oder innerhalb des Faser- oder Fadenstromes (5) auf denselben einwirkend angeordnet ist.
2. Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Veränderungselement (4) aus mehreren mit einem Spreizantrieb verbundenen Einzelelementen (6) besteht.
3. Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aus mehreren nebeneinander in Spreizstellung angeordneten über Führungstrommeln (16) geführten endlosen Transportbändern (15) bestehende Veränderungselement (4) zwischen der zweigeteilten mit je einem Auflageblech (14) versehenen Auflage (1) angeordnet ist.
4. Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mehreren nebeneinander angeordneten über Führungstrommeln (16) geführten endlosen unter einem beliebigen Winkel relativ zur Verarbeitungsrichtung vor dem Veränderungselement (4) angeordneten Transportbändern (15) bestehende Veränderungselement (4) zwischen der zweigeteilten mit je einem Auflageblech (14) versehenen Auflage (10) angeordnet ist.
5. Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Veränderungselement (4) aus einem in der unter einem beliebigen Winkel relativ zur Verarbeitungsrichtung vor dem Veränderungselement (4) angeordneten Führung (7) geführten, mit dem Antrieb (8) verbunden, ersten quer zur Verarbeitungsrichtung angeordneten Einzelelement (6.1) und einem über mit einem Schwenkantrieb (18) versehene Parallelführungshebel (17) mit dem ersten Einzelelement verbundenen zweiten Einzelelement (6.2) besteht.
6. Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Veränderungselement (4) eine auf den Faser- oder Fadenstrom einwirkende Festhalteeinrichtung (19) angeordnet ist.
7. Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Veränderungselement (4) Mitnehmerelemente (9) angeordnet sind.
8. Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerelemente (9) den flächenförmigen Faser- oder Fadenstrom (5) teilweise oder ganz durchdringende unter einem beliebigen Winkel relativ zum Veränderungselement angeordnete Elemente sind.
9. Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Veränderungselement (4) mit einem Hub- und Senkantrieb (10) verbunden ist.
10. Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Veränderungselementes (4) ein mit einer Saugluftquelle (11) verbundener Saugkasten (12) angeordnet ist.
11. Einrichtung zur Veränderung der Flächenmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Mitnehmerelementen (9) mindestens eine Steuereinrichtung (13) zugeordnet ist.
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