DD257363A3 - Gewebebildungsvorrichtung einer wellenfachwebmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Gewebebildungsvorrichtung einer Wellenfachwebmaschine mit einer rotierenden Webwalze, mit einer Fachbildevorrichtung mit Teilschaeften zur wellenfoermigen Fachbildung der Kettfaeden, mit einem Fuehrungsriet zur Fuehrung der Kettfaeden und der Schussfadentraeger. Dem Ziel, die Herstellung eines dichten, streifenfreien Gewebes unter Beibehaltung der hohen Zuverlaessigkeit und der geringen Kettfadenbruchzahlen, dient die Aufgabe, den Fadenraum fuer die Kettfaeden bei dem Fachvertritt unter Beibehaltung des Breithalteeffektes der Webwalze zu vergroessern. Erfindungsgemaess befinden sich zwischen je zwei benachbarten Zahngruppen einer ersten Schneckenganggruppe jeweils zwei Kettfadenpaare, wobei die benachbarten Zahngruppen einer folgenden und durch jedes zweite Platinensegment gebildeten zweiten Schneckenganggruppe entgegen der Rotationsrichtung der Webwalze zu den vorlaufenden Zahngruppen versetzt sind und sie jeweils zwischen die zwei Kettfadenpaare eingreifen die sich zwischen den benachbarten, vorlaufenden Zahngruppen befinden. Fig. 2
Description
Die Erfindung betrifft die Gewebebildungsvorrichtung einer Wellenfachwebmaschine mit einer rotierenden Webwalze, die aus einer Vielzahl aneinander gereihter Platinen besteht, wobei jede Platine eine Zahngruppe besitzt, und jeder Zahn dieser Zahngruppe einen schraubenförmig verlaufenden Schneckengang einer Schneckenganggruppe auf der Webwalze bildet, mit einer Fachbildevorrichtung mit Teilschäften zur wellenförmigen Fachbildung der Kettfaden, wobei der Fachvertritt zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schußfadenträgern erfolgt und mit einem Führungsriet zur Führung der Kettfaden und der Schußfadenträger.
Aus der DD-PS 154450 ist eine Gewebebildungsvorrichtung einer Wellenfachwebmaschine mit einer rotierenden Webwalze bekannt, die aus einer Vielzahl schraubenförmig angeordneter ringförmiger Platinen besteht, wobei auf jeder Platine mehrere Zähne derart gruppiert sind, daß in Drehrichtung der Webwalze gesehen, einem Antriebszahn, ein Räumzahn und ein Anschlagzahn folgen, deren Höhe entgegen der Drehrichtung allmählich ansteigt.
Den in Drehrichtung hinter dem Anschlagzahn angeordneten Zahn hat man so niedrig ausgebildet, daß er nur noch zur formschlüssigen Führung der Schußfadenträger dient.
Die Anschlagzähne schieben mit ihrem hinteren Ende den Schußfaden endgültig an die Gewebeanschlagkarite. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sich das neue Webfach so weit geöffnet, daß es seinen maximalen Öffnungswinkel fast erreicht hat.
Da hinter dem Anschlagzahn nicht unmittelbar ein weiterer Anschlagzahn folgt, sondern nur der niedrige Führungszahn, können sich die Kettfaden ungehindert vorbeibewegen. Sollten im vorhergehenden Bereich, in dem sich während der Fachöffnung noch Zähne zwischen den Kettfaden befinden, Dickstellen an den Kettfaden das Öffnen des Webfaches verhindern, ist dann, wenn der letzte Anschlagzahn die Gewebeanschlagkante erreicht hat, noch so viel Zeit, daß sich die Kettfäden voneinander lösen können.
Obwohl mit dieser Maßnahme Fachverklammerungen und in deren Folge auftretende Kettfadenbrüche, Maschinenstillstände und Gewebefehler, weitestgehendst gesenkt werden konnten, führte die fehlende Führung der Kettfäden im Bereich des niedrigen Führungszahnes zu einem unrichtigen Einlesen der Kettfäden und zu Streifigkeit im Gewebe. Auch mit der Lösung gemäß der DD-PS 156329 hat man versucht, Kettfadenverklammerungen und deren Folgen beim Fach vertritt durch eine bestimmte Zahnanordnung und -ausbildung an der Platine weitestgehend unwirksam zu machen, indem der zweite Zahn so weit vom ersten versetzt wurde, daß er die Kettfaden des Unterfaches des sich neu öffnenden Webfaches erst erreicht, nachdem der Fachvertritt des jeweiligen Teilschaftpaares abgeschlossen ist. Als zusätzlichen Nachteil muß man hierbei jedoch einen geringeren Breithalteeffekt im Gewebeanschlagbereich in Folge des größeren Zahnabstandes einer Platine in Kauf nehmen.
Die Erfindung bezweckt die Herstellung eines dichten, streifenfreien Gewebes unter Beibehaltung der hohen Zuverlässigkeit und der geringen Kettfadenbruchzahlen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Fadenraum für die Kettfäden bei dem Fachvertritt unter Beibehaltung des Breithalteeffektes der Webwalze zu vergrößern.
Erfindungsgemäß befinden sich zwischen je zwei benachbarten Zahngruppen einer ersten Schneckenganggruppe jeweils zwei Kettfadenpaare, wobei die benachbarten Zahngruppen einer folgenden und durch jedes zweite Platinensegment
gebildeten zweiten Schneckenganggruppe entgegen der Rotationsrichtung der Webwalze zu den vorlaufenden Zahngruppen versetzt sind und sie jeweils zwischen die zwei Kettfadenpaare eingreifen, die sich zwischen den benachbarten vorlaufenden Zahngruppen befinden.
Ausführungsbeispiel
An Hand eines Ausführungsbeispieles soll die Erfindung näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: eine Gewebebildungsvorrichtung im Schnitt,
Fig. 2: eine Draufsicht auf den schematisch dargestellten Teil der Gewebebildungsvorrichtung.
Die Gewebebildungsvorrichtung der Wellenfachwebmaschine besteht aus der Webwalze 1, der Fachbildungsvorrichtung 2, dem Führungsriet 3, dem Führungskamm 3' für die Führung der Schußfadenträger 4 im Webfach 5 sowie für die Kettfaden 6; 7 und aus der Gewebeanschlagleiste 8. Die Webwalze 1 besteht aus der Antriebswelle 9, auf der sich eine Vielzahl aneinandergereihter Buchsen 10 befinden, die über die Paßfeder 11' mit der Antriebswelle 9 drehverbunden sind. In die Oberfläche jeder Buchse 10 sind in gleichen Abständen Ringnuten 11 eingearbeitet, in die die Platinensegmente 12; 13 eingesetzt sind. Jedes Platinensegment 12; 13 besitzt einen Antriebszahn 14; 14a, einen Anschlagzahn 15; 15a, einen Räumzahn 16; 16a sowie einen weiteren Anschlagzahn 17; 17a. Die Zahngruppe 18 der in jede zweite Nut eingesetzten Platinensegmente 13 ist gegenüber der Zahngruppe 19 der benachbarten Platinensegmente 12 um 180° auf der Webwalze 1 versetzt. Zur Befestigung der Platinensegmente 12 ist in jeder Buchse 10 eine Spiralnut 20 und zur Befestigung der Platinensegmente 13 eine Spiralnut 21 eingearbeitet, wobei sich jede Spiralnut 20 bzw. 21 fortlaufend über die gesamte Webwalze 1 erstreckt.
Zur Arretierung auf der Webwalze 1 besitzt jedes Platinensegment 12 einen Vorsprung 22, mit dem es eine Anlagefläche der Spiralnut 20 untergreift, während es andererseits durch eine spiralförmig gebogene Klemmleiste 23 auf der Webwalze 1 befestigt ist. Ebenso werden die Platinensegmente 13 durch ihren Vorsprung 24 in der Spiralnut 21 und durch die spiralförmige Klemmleiste 25 auf der Webwalze 1 befestigt.
Jeder Zahn der Zahngruppe 19 des in die erste Ringnut 11 eingesetzten Platinensegmentes 12 beginnt einen Schneckengang auf der Webwalze 1, die sich in Verbindung mit den Zähnen der weiteren Platinensegmente 12 fortlaufend unter Bildung einer ersten Schneckenganggruppe 26 auf der Webwalze 1 erstrecken.
Jeder Zahn der Zahngruppe 18 des in jede zweite Ringnut 11 eingesetzten Platinensegments 13 beginnt einen Schneckengang auf der Webwalze 1, die sich in Verbindung mit den Zähnen der anderen Platinensegmente 13 fortlaufend unter Bildung einer um 180° versetzten zweiten Schneckenganggruppe 27 auf der Webwalze 1 erstrecken. In jeder spiralförmig verlaufenden Nut 28 bzw. 29, die vor den Antriebszähnen 14 der Schneckenganggruppe 27 bzw. vor den Antriebszähnen 14a der Schneckenganggruppe 26 gebildet ist, werden die durch den Führungskamm 3' und das Führungsriet 3 geführten Schußfadenträger 4 auf der Webwalze 1 in den Webfächern 5 transportiert. Die Fachbildung erfolgt in bekannter Weise durch nicht dargestellte Teilschäfte der Fachbildevorrichtung 2, deren- Litzen die Kettfaden in das Ober- oder Unterfach bringen, um das Webfach 5 zu bilden. Der Fachvertritt erfolgt unmittelbar beim Durchgang des Endes des Schußfadenträgers 4, dessen Spitze sich stets im Bereich des größten Fachöffnungswinkels befindet. Während durch die Führungsplatinen 30 die Führung der Schußfadenträger 4 erfolgt, haben die Trennplatinen 31, die sich zwischen je zwei Führungsplatinen 30 befinden und zu diesen in Kettrichtung versetzt sind, die Aufgabe, einander benachbarte Kettfadenpaare 32; 33, die aus den Kettfäden 34 bis 37 bestehen, getrennt zu führen.
Zwischen je zwei benachbarten Zahngruppen 19; 19' der ersten Schneckenganggruppe 26 befinden sich die zwei Kettfadenpaare
Der durch die Antriebszähne 14 der Zahngruppen 19 bewegte Schußfadenträger 4 legt seinen Schußfaden 38 zwischen die sich bei der Fachbildung in das Ober- bzw. Unterfach bewegten Kettfaden 34 bis 37 der Kettfadenpaare 32; 33. Da der Fachvertritt unmittelbar beim Durchgang des Endes des Schußfadenträgers 4 erfolgt, haben die Kettfaden 34 bis 37 auf Grund des Abstandes der benachbarten Zahngruppen 19; 19' bei der Fachöffnung ausreichend Platz, um sich aneinander vorbeibewegen .cönnen.
Der Anschlag des Schußfadens 38 erfolgt durch die den Antriebszähnen 14folgenden Anschlagzähne 15; 17 der Za, ruppen 19; 19'in ihrer jeweiligen Rotationsebene.
Der durch die Antriebszähne 14a der Zahngruppen 18 bewegte Schußfadenträger 4 legt seinen Schußfaden 39, der durch die den Antriebszähnen 14a folgenden Anschlagzähne 15a; 17a in ihren Rotationsebenen angeschlagen wird.
Da die Schneckenganggruppe 27 durch jedes zweite Platinensegment 13 gebildet wird, tauchen deren Zahngruppen 18 jeweils zwischen die zwei Kettfadenpaare 32; 33 ein, die sich zwischen den benachbarten vorlaufenden Zahngruppen 19; 19' befinden.
Die den Antriebszähnen 14a folgenden Anschlagzähne 15a; 17a vollenden dann den Schußfadenanschlag in ihrer Rotationsebene. Da bei dieser Ausbildung der Webwalze 1 die Zahnfolge, bestehend aus Antriebszahn 14 bzw. 14a, Anschlagzahn 15 bzw. 15a, Räumzahn 16 bzw. 16a und Anschlagzahn 17 bzw. 17 a bei jedem Platinensegment 12; 13 beibehalten werden kann, ist der Breithalteeffekt der Webwalze 1 an der Gewebeanschlagkante voll gewährleistet.
Claims (2)
- Gewebebildungsvorrichtung einer Wellenfachwebmaschine mit einer rotierenden Webwalze, die aus einer Vielzahl aneinander gereihter Platinen besteht, wobei jede Platine eine Zahngruppe besitzt, und jeder Zahn dieser Zahngruppe einen schraubenförmig verlaufenden Schneckengang einer Schneckenganggruppe auf der Webwalze bildet, mit einer Fachbildevorrichtung mit Teilschäften zur wellenförmigen Fachbildung der Kettfäden, wobei der Fachvertritt zwischen zwei aufeinander folgenden Schußfadenträgern erfolgt, und mit einem Führungsriet zur Führung der Kettfaden und der Schußfadenträger, gekennzeichnet dadurch, daß sich zwischen je zwei benachbarten Zahngruppen (19; 19') einer ersten Schneckenganggruppe (26) jeweils zwei Kettfadenpaare (32; 33) befinden, wobei die benachbarten Zahngruppen (18,18') einer folgenden und durch jedes zweite Platinensegment 13 gebildeten zweiten Schneckenganggruppe (27) entgegen der Rotationsrichtung der Webwalze (1) zu den vorlaufenden Zahngruppen (19; 19') versetzt sind und jeweils zwischen die zwei Kettfadenpaare (32; 33) eingreifen, die sich zwischen den benachbarten vorlaufenden Zahngruppen (19; 19') befinden.Hierzu
- 2 Seiten Zeichnungen
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