DD258032A1 - Verfahren und vorrichtung zur erzeugung eines gleichmaessigen faserbandes - Google Patents
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Abstract
In der Spinnereivorbereitung ist es erforderlich, aus in Ballen gepressten Rohmaterial durch Oeffnen, Kardieren und Strecken ein gleichmaessiges Faserband herzustellen. Ziel der Erfindung ist es, die Qualitaet des Faserbandes und damit die des Garnes zu verbessern. Die Aufgabe wird dadurch geloest, dass hinter der Karde und den Strecken und mittels geeigneter Geber die aeussere Gleichmaessigkeit gemessen wird, die Messwerte in einem Prozessrechner mit Sollwerten verglichen und Stellgroessen abgeleitet werden, und damit die Bearbeitungsintensitaet in der Putzerei und/oder der Kardierie unabhaengig vom Faserflockendurchsatz veraendert wird.
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung findet in Spinnereien in den Bereichen der Spinnereivorbereitung Anwendung.
In der Spinnereivorbereitung ist es erforderlich, aus in Ballen gepreßtem Rohmaterial durch Öffnen, Kardieren und Strecken ein gleichmäßiges Faserband herzustellen. Es sind mehrere Verfahren und Vorrichtungen bekannt, die darauf hinwirken, eine konstante Querschnittsmasse des Faserbandes und eine äußere Gleichmäßigkeit zu erreichen. Bekanntermaßen wird auf die Stoffdichte, die Füllstandshöhe oder die Fasermasse im Füllschacht Einfluß genommen, um eine konstante Fasermenge pro Zeiteinheit an die Karden abzugeben. Dementsprechend wird als Stellgröße die Drehzahl der Arbeitswalzen, d.h. der Einzugswalzen, Offnerwalzen und Abgabewalzen, in den Füllschächten verwendet, wobei alle Arbeitswalzen einen gemeinsamen Antrieb bzw. eine feste Zuordnung zueinander haben. In DE-AS 2658044 wird ein Verfahren beschrieben, tendenziell auf die Reglung Einfluß zu nehmen und durch Zusammenführen von Meßwerten, die am Füllschacht bzw. am Kardenausgang gewonnen werden, eine Stellgröße zu gewinnen, die auf die Einzugswalze als Stellglied wirkt. Auf diese Weise soll eine kontinuierliche Zuführung einer konstanten Faserflockenmenge zur Karde erreicht werden. Bei dieser, wie auch bei ähnlichen Lösungen wird lediglich eine Reglung innerhalb einer Maschine realisiert. Im Ergebnis wird ein Faserband hergestellt, dessen Querschnittsmasse nach der Karde annähernd konstant ist. Auf den Grad der Auflösung der Faserflocken kann in den bekannten Maschinen und Verfahren nicht gezielt Einfluß genommen werden. Die ungenügende Auflösung der Faserflocken führt trotz abgegebener, konstanter Faserflockenmenge von den Abgabewalzen zur Karde dazu, daß sich im Kardenflor noch schlecht aufgelöste Faserbündelchen bzw. Fasern in großer Wirrlage befinden. Dadurch entstehen im folgenden Verzugsfehler und letzlich Qualitätsmängel im Garn.
Zur Messung der inneren Gleichmäßigkeit, die ein Maß für die Vollständigkeit der Auflösugn von Faserbündelchen und die Gleichmäßigkeit der Verteilung gestreckter und parallel angeordneter Fasern im Faserquerschnitt ist, sind ebenfalls eine Reihe von Verfahren bekannt.
Neben der Messung der Dicke (CH-PS 610017) bzw. Dichte (DE-PS 2912558) des auf dem Tambour liegenden Faserbelages gibt es die Möglichkeit der Messung des Orientierungsgrades der Fasern im Kardenflor mittels Laser oder optischer Bildprozesse (Textiltechnik 32/1982/8, S. 505ff. und 35/1985/1. S. 18ff.).
Diese genannten Verfahren sind jedoch sehr aufwendig und vorerst nur für Labormessung geeignet, da nur Kardenflorabschnitte sehr kleiner Fläche erfaßt werden.
Ziel der Erfindung ist es, die Qualität des Faserbandes und damit die des Garnes zu verbessern, und dabei vor allem den Variationskoeffizienten der Garnreißkraft, Imperfections im Garn und die Fadenbruchhäufigkeit beim Spinnen zu senken.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verbesserung der inneren Gleichmäßigkeit des Faserbandes bei gleichzeitiger Verminderung der Faserschädigung zu entwickeln. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die äußere Gleichmäßigkeit des Karden bandes und die der Bänder jeder Streckpassage in der jeweiligen Auslaufzone in bekannter Weise gemessen wird, dann aber die Meßwerte einem Rechner zugeleitet und mit Sollwerten verglichen werden und aufgrund der ermittelten Abweichungen eine Veränderung der Bearbeitungsintensität in der Putzerei und/oder Karderie vorgenommen wird. Die Veränderung der Bearbeitungsintensität erfolgt durch das automatische Zu- und Abschalten einzelner Öffner über die Zentralsteuerung und Wegeventile in der Faserflockenrohrieitung während des Prozesses und/oder das Verändern der Drehzahl der Öffnerorgane, z. B. Öffnerwalzen, Vollstiftwalzen oder Lattentuch, in den Öffnern in der Putzerei bzw. in den Öffnereinheiten in den Füllschächten oder Eingangszonen der Karden unabhängig von der Drehzahlreglung der Zulieferwalzen, und/oder das Verändern der Größe des Stoffeingriffs in den Öffnern durch Verstellen geometrischer Abmessungen. «
Es wurde gefunden, daß sich der Grad der Auflösung des Fasermaterials als Ergebnis der Bearbeitungsintensität in den Öffnereinheiten besonders deutlich nach der Kardierung und dem Strecken zeigt. Die innere Gleichmäßigkeit, d.h. die gleichmäßige Verteilung gestreckter und parallel angeordneter Fasern im Faserflor, die sich nach der Kardierung ergibt, ist unmittelbar davon abhängig, wie gut das Fasermaterial in den Öffnereinheiten aufgelöst wurde. Eine gute innere Gleichmäßigkeit führt zu guter äußerer Gleichmäßigkeit nach der Verzugsanwendung. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, durch Messung der äußeren Gleichmäßigkeit mit bekannten, einfachen und billigen Meßeinrichtungen oder durch Auswertung bereits vorliegender Meßergebnisse die Bearbeitungsintensität in der Putzerei und/oder Karderie so zu regeln, daß sie nur so groß ist, daß einerseits eine vollständige Auflösung von Faserbündelchen erreicht wird, andererseits aber unnötige Faserschädigungen vermieden werden. Die zur Durchführung des Verfahrens erforderliche, erfindungsgemäße Vorrichtung ist eine Öffnereinheit, die sich von den bekannten Öffnereinheiten dadurch unterscheidet, daß dem Öffnerorgan, z. B. einer Öffnerwalze oder Schlagtrommel ein separater, regelbarer, antriebs- und steu.erungsmäßig von den Zuführ- und Abgabewalzen getrennter Antrieb zugeordnet ist, der über einen Verstärker mit einem Prozeßrechner in Verbindung steht. Durch den separaten, regelbaren Antrieb ergibt sich mit einem Prozeßrechner in Verbindung steht. Durch den separaten, regelbaren Antrieb ergibt sich mit einfachen Mitteln der Vorteil, daß unabhängig von der Abgabe einer konstanten oder ebenfalls geregelten Faserflockenmenge in bekannter Weise an die Karde, die Bearbeitungsintensität durch die frei regelbare Drehzahl der Öffnerwalze so geführt werden kann, daß Flocken ausreichend geöffnet, Faserbündelchen sicher aufgelöst und unnötige Materialschädigungen vermieden werden.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1: das Blockschaltbild eines Spinnereivorbereitungsabschnittes
Gemäß Fig. 1 werden an der Deckelkarde 6 und den beiden Walzenstrecken 8 und 9 die äußeren Gleichmäßigkeiten am Auslauf ermittelt. Dabei finden zum Teil Meßwertaufnehmer 10 aus bereits vorhandenen Regeleinrichtungen Verwendung. An der Deckelkarde werden die Meßwerte z. B. von einer Karden-Langzeitregulierung, an der Walzenstrecke 8 von einer vorhandenen Reguliereinrichtung und an der Walzenstrecke 9 von einem zusätzlich eingebauten, z. B. aktiv-pneumatischen Meßwertaufnehmer abgenommen. Die Meßwerte werden dem Rechner 11 zugeleitet und durch einen Ist-Sollwert-Vergleich der drei Meßwerte wird eine Stellgröße gewonnen. Diese verändert kontinuierlich die Drehzahl der separat angetriebenen, als Öffnerorgan dienenden Öffnerwalzen in dem Öffner 1 und/oder 2 inder Putzerei und/oder in der Öffnereinheit des Füllschachtes 7 der Deckelkarde 6 in der Karderie. Das erfolgt in der Weise, daß entsprechend den bekannten Übertragungsfunktionen zur Änderung der Bearbeitungsintensität die Drehzahländerung der Öffnerorgane in Abhängigkeit von den Meßwerten der äußeren Gleichmäßigkeit eingeleitet wird. Bei großen Abweichungen von den Sollwerten, bei denen die Drehzahlreglung der Öffnerorgane nicht mehr ausreichend ist, wird durch den Rechner 11 eine weitere Stellgröße ermittelt, durch die der Öffner 2 in der Putzerei durch Wegeventile 3 in der Faserflockenleitung entweder zugeschaltet oder durch Umgehung durch eine Bypaßleitung 4 aus dem Prozeß ausgeschaltet wird. Werden definierte Grenzwerte der äußeren Gleichmäßigkeit eingehalten, bleiben die Drehzahlen der Öffnerorgane konstant. Das beschriebene Verfahren, ausführbar mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung eines separat angetriebenen Öffnerorgans, bewirkt eine deutliche Verbesserung der inneren Gleichmäßigkeit, bei vergleichbar geringem Mehraufwand. Das zweite Ausführungsbeispiel zeigt eine Möglichkeit, mit vorhandenen Ausrüstungen einer Spinnereivorbereitung zur Verbesserung der inneren Gleichmäßigkeit zu kommen. Dabei werden die im ersten Ausführungsbeispiel bereits beschriebenen Meßwertaufnehmer in gleicherweise eingesetzt, die Meßwerte dem Rechner zum Ist-Sollwert-Vergleich zugeleitet, dann aber nur eine Stellgröße zum Öffnen oder Schließen der Wegeventile 3 in der Faserflockenleitung abgeleitet. Damit ist eine grobe, aber ebenfalls deutliche Verbesserung der inneren Gleichmäßigkeit bei geringerer Faserschädigung in vorhandenen Anlagen möglich.
Claims (5)
- Patentansprüche:1. Verfahren zur Erzeugung eines gleichmäßigen Faserbandes in einer Anlage bestehend aus Putzerei, . Karderie und Streckerei, bei der je nach Rohfaserqualität entweder alle Einzelmaschinen im Putzereizug benutzt oder einzelne durch Bypaßleitungen umgangen werden und die Faserflockenmengen automatisch geregelt werden, gekennzeichnet dadurch, daß hinter der Karde (6) und den Strecken (8) und (9) mittels geeigneter Geber (10) die äußere Gleichmäßigkeit gemessen wird, die Meßwerte in einem Prozeßrechner (11) mit Sollwerten verglichen und Stellgrößen abgeleitet werden, und damit die Bearbeitungsintensität in der Putzerei und/oder der Kardierie unabhängig vom Faserflockendurchsatz verändert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch !,gekennzeichnetdadurch,daß die Bearbeitungsintensität in der Putzerei verändert wird, indem einzelne Öffner (2) während des Prozesses zu- oder abgeschaltet werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Bearbeitungsintensität in der Putzerei verändert wird, indem die Drehzahlen der Öffnerorgane der Öffner (1) und/oder (2) während des Prozesses kontinuierlich verändert werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Bearbeitungsintensität in der Kardierie verändert wird, indem die Drehzahl der Öffnerorgane im Füllschacht (7) der Karde (6) unabhängig von dem durch eine bekannte Reglung konstantgehaltenen Faserflockendurchsatz verändert wird.
- 5. Vorrichtung zur Erzeugung eines gleichmäßigen Faserbandes als Öffnereinheit in Öffnern oder Füllschächten, in Zonen zwischen einzeln oder paarweise angeordneten Eingangs- oder Einzugswalzen und Abgabewalzen oder pneumatischen Abführungen, gekennzeichnet dadurch, daß dem die Faserflocken auflösenden Öffnerorgan, beispielsweise Öffnerwalze oder Schlagtrommel, ein separater, regelbarer, antriebs- und steuerungsseitig nicht mit dem Einzugsoder Abgabewalzenpaar in Verbindung stehender Antrieb zugeordnet ist, der aber über einen Verstärker mit einem Prozeßrechner verbunden ist.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3924779A1 (de) * | 1989-07-26 | 1991-01-31 | Rieter Ag Maschf | Verfahren und vorrichtung zum betrieb einer spinnereilinie |
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1987
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| US5161111A (en) * | 1989-07-26 | 1992-11-03 | Maschinenfabrik Rieter Ag | Method and apparatus for regulating quality parameters in a yarn production line |
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