DD258150A3 - Brennhilfsmittel zum brennen grobkeramischer erzeugnisse - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Brennhilfsmittel zum Brennen grobkeramischer Erzeugnisse in einem Ringofen, der durch zwei Tueren an jeder Stirnseite zwei parallele Brennkanaele aufweist. Mit ihm soll es in staerkerem Masse ermoeglicht werden, die Vorteile der Ringofenfeuerung mit einem rationellen, abdichtenden Transportsystem zu vereinen. Dazu sind entlang der Seitenwaende 8 jedes Brennkanals 2 Seitenbanketts 1 und zwischen ihnen ein Mittelbankett 10 angeordnet. Die horizontalen Oberflaechen der Banketts 1; 10 liegen in gleicher Hoehe. Auf der Ringofensohle 9, jeweils zwischen den Banketts 1; 10 sind Schienen verlegt, die dem Abrollen von Rollbahnen 7 mit anheb- und senkbaren Stuetzelementen dienen. Diese Rollbahnen 7 tragen in angehobenem Zustand der Stuetzelemente Stapelunterlagen 5 mit dem Brenngut 4, wobei die Stapelunterlagen 5 jeweils den Zwischenraum zwischen zwei Banketts 1;10 ueberspannen und bei abgesenkten Stuetzelementen der Rollbahn 7 mit den Aussenenden ihrer Unterkanten 12 auf den Oberflaechen der Banketts 1; 10 buendig aufliegen. Bei abgesenkten Stuetzelementen der Rollbahn 7 ist die Rollbahn 7 unterhalb der Stapelunterlagen 5 frei- und ausfahrbar. Fig. 1 der Zeichnung verdeutlicht die Erfindung am besten. Fig. 1
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft ein Brennhilfsmittel zum Brennen grobkeramischer Erzeugnisse in einem Ringofen.
Es ist bekannt (Brunklaus, H., Industrieofenbau, 3. Auflage, S. 530-531, Essen 1969) einen Ringofeadergestalt umzubauen, daß durch Anordnung von zwei Türen an jeder Stirnseite zwei befahrbare, parallele Brennkanäle entstehen. Der so entstandene Ofen wird analog dem Ringofen mit stationärem Brenngut und umlaufender Feuerzone betrieben, wobei die vier Türen dem Ein-und Ausfahren jeweils eines Viertels des Brenngutes dienen.
Es ist weiterhin vorgeschlagen worden (DD-PS 158052), solche Ringöfen mechanisch entweder durch gleisgebundene Tunnelöfen bzw. Herdöfenwagen oder gleislose Plateaus mit Hubwagentransportiereinrichtungen zu beschicken und zu entleeren.
Entsprechende Tunnelofenwagen (Krause, E.; Plaul,Th.;-Zöllner, R.; Technologie der Grobkeramik, Bd. 4,2. Aufl., S. 170, Bild 56, Berlin 1969) sind relativ teuer, sie bauen sehr hoch, dadurch ist es erforderlich, die Feuerfüchse zum Abzug der Rauchgase höher zu setzen, wodurch das nutzbare Ofenvolumen zurückgeht. Außerdem ist der Verschleiß der bewegten Teile, die während des Brennprozesses im Ofen verbleiben, hoch und zur Wartung dieser Teile sind hochwertige Schmiermittel erforderlich.
Trotzdem dieTunnelofenwagen seitlich zur Abdichtung gegen den Unterofen ein Labyrinth und eine in einer Sandrinne laufende oder sitzende Schürze aufweisen, gelingt eine befriedigende Abdichtung nicht; im Unterofen setzt sich Flugasche ab und der Ofen zieht Falschluft. Hinzu kommt ein nicht unbeträchtlicher Verchleiß der Schürze.
Es ist auch möglich, die vorerwähnten Ringöfen mit zwei parallelen, befahrbaren Brennkanälen, mittels Hubstaplern zu beschicken, mit denen außerhalb des Ofens gesetzte, blattförmige Pakete von Rohlingen eingebracht werden (Bekker, P., Ofentypen und Mechanisierung des Ofenbetriebes in Holland, Die Ziegelindustrie [1962], H 9/10, S. 324-328).
Diese Betriebsweise weist folgende Nachteile auf:
Die Ofensohle wird durch den Hubstapler stark beansprucht und muß häufig instandgesetzt werden; die Rohlingsprodukte müssen, um die notwendige Stabilität zu erreichen, dicht gesetzt werden, was einen schlechten Brand nicht ausschließt oder die Brennzeit muß verlängert werden.
Erwähnt werden muß auch der relativ hohe Treibstoffbedarf beim Betrieb der Hubstapler.
Zudem sind die vorbeschriebenen Brennhilfsmittel so gestaltet, daß eine Automatisierung oder Teilautomatisierung nur schwer möglich oder ausgeschlossen ist.
Ziel der Erfindung ist es, die Wirtschaftlichkeit vorhandener Ringöfen hinsichtlich ihrer Leistung und der Qualität der Erzeugnisse zu erhöhen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Brennhilfsmittel zum Brennen grobkeramischer Erzeugnisse in einem Ringofen, der zwei Türen an jeder Stirnseite und damit zwei befahrbare parallele Brennkanäle aufweist, zu schaffen, das mit geringem Aufwand und Verschleiß, guter Anpassungsmöglichkeit an jedem Ofenquerschnitt eine zuverlässige Unterofenabdichtung sichert und eine automatische oder teilautomatische Beschickung und Entleerung des Ofens ermöglicht.
Erfindungsgemäß wurde diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die zwei Türen an jeder Stirnseite des Ringofens zum Beschicken und Ausfahren jeweils eines Viertels des Ofeninhaltes dienen und in herkömmlicher Weise mit feststehendem Brenngut und umlaufender Feuerzone gearbeitet wird.
Eine Teilung jeder der beiden Brennkanäle erfolgt durch eine Halbierung jedes Brennkanals mit einer senkrecht zu den Seitenwänden bis in Höhe des Plateaus der Stapelunterlagen hochgezogenen Trennwand.
Die Brennkanäle des Ringofens werden entlang ihrer Seitenwände mit Seitenbanketten ausgerüstet, die über die Ringofensohle hinausragen. Zwischen und parallel zu ihnen kann ein Mittelbankett angeordnet sein. Alle Banketten weisen horizontale Oberflächen auf, die in gleicher Höhe liegen. Auf der Ringofensohle sind jeweils zwischen den Banketten Schienen angebracht, die also parallel zu den Banketten liegen. Auf diesen Schienen rollen Rollbahnen ab, welche mit anheb- und absenkbaren
Stützelementen versehen sind. Die Stützelemente tragen in angehobenem Zustand Stapelunterlagen mit dem Brenngut, wobei die Stapelunterlagen jeweils den Zwischenraum zwischen zwei Banketts überspannen.
Bei abgesenkten Stützelementen der Rollbahn liegen die Außenenden der seitlichen Unterkanten der Stapelunterlagen bündig auf den Oberflächen der Banketten auf. Seiten- und Stirnflächen der Stapelunterlagen stoßen dabei aneinander und bilden an diesen Labyrinthe, bevorzugt mit linearen gebrochenen Flächen,
Die Rollbahnen weisen bei abgesenkten Stützelementen eine solche Höhe auf, daß sie frei unter den Stapelunterlagen ein- und ausfahrbar sind.
Setzen der Rohlinge außerhalb des Ringofens;
das Setzschema kann variabler gestaltet werden;
die feuerfesten Stapelunterlagen sind relativ unaufwendig und billig, sie lassen sich leicht an jeden Ofenquerschnitt anpassen, besitzen im Gegensatz zum Tunnelofenwagen flache Aufbauten, damit ist eine bessere Nutzung des Ofenvolumens möglich und es entfällt auch die hohe Speicherwärme;
eine Labyrinthdichtung an den Wänden der Brennkanäle entfällt;
im Ofenraum befinden sich keine bewegten Teile; ,
es erfolgt eine befriedigende Abdichtung zum Unterofen, ein Falschluftzug infolge Flugascheablagerungen ist ausgeschlossen; der Verschleiß ist gering und eine Überbeanspruchung der Ofensohle findet nicht statt; das Brennhilfsmittel gestattet eine automatische Beschickung und Entleerung des Ringofens; das Masse-Leistungsverhältnis zwischen der Masse des Brenngutes und der Masse des Transportmittels ist gegenüber dem traditionellen Tunnelofenwagen günstig.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1: einen Querschnitt durch einen Brennkanal mit ausgefahrener Rollbahn Fig. 2: einen Längsschnitt A-A gemäß Fig. 1 mit mehreren abgesenkten Stapelunterlagen und einer auf der Rollbahn
befindlichen Fig.3: eine Schnittdarstellung des Labyrinthes zwischen aneinanderliegenden Seiten- oder Stirnflächen von Stapelunterlagen.
Ein herkömmlicher Ringofen 11 wurde an jeder seiner Stirnseiten mit zwei Türen versehen. Dadurch entstanden zwei befahrbare, parallele Brennkanäle 2. Jeder der Brennkanäle 2 wurde durch eien Trennwand halbiert, die im rechten Winkel zu den
Seitenwänden 8 liegen. . .
Die Trennwände weisen eine Höhe auf, die dem Plateau der Stapelunterlagen 5 entspricht.
Der so entstandene Ofen wird analog dem ursprünglichen Ringofen 11 mit stationärem Brenngut 4 und umlaufender Feuerzone betrieben. Dabei dienen die vier Türen dem Ein-und Ausfahren jeweils eines Viertels des Brenngutes 4.
In jedem Brennkanal 2 sind entlag der Seitenwände 8 Seitenbanketten 1 angebracht und zwischen ihnen ein Mittelbankett 10. Die Banketten 1; 10 ragen über die Ringofensohle 9 hinaus. Ihre horizontalen Oberflächen liegen in gleicher Höhe, wobei die Längskanten durch Winkelstahleinlagen verstärkt sind.
Zwischen den Banketten 1; 10 sind parallel zu ihnen liegende Schienen 3 verlegt. Auf den Schienen 3 rollen Rollbahnen 7 ab, die mit anheb- und absenkbaren Stützelementen ausgerüstet sind. Die Stützelemente tragen in angehobenem Zustand jeweils eine Stapelunterlage 5 mit dem Brenngut 4, wobei die Stapelunterlagen 5 jeweils den Zwischenraum zwischen zwei Banketten 1; 10 überspannen. Jede Stapelunterlage 5 besteht aus einem Grundrahmen 13, hier einem Profilstahlrahmen und einer Auflage aus feuerfestem Material 14, die aus Feuerbeton gegossen ist. In abgesenktem Zustand der Stützelemente liegen die Außenenden der Unterkanten 12 der Stapelunterlagen 5 bündig auf den Oberflächen der Banketten 1; 10.
In diesem Zustand sind die Rollbahnen 7 unter den Stapelunterlagen 5 frei ein- und ausfahrbar. Die einzelnen Stapelunterlagen 5 liegen mit ihren Seite- bzw. Stirnflächen aneinanderstoßend auf den Banketten 1; 10 und bilden an diesen Flächen Labyrinthe mit linearen, gebrochenen Flächen.
Das Besetzen und Entladen der Stapelunterlagen 5 erfolgt also außerhalb des Ringofens 11.
Der Verschluß der Türen wird durch gleisgebundene Verschlußwagen vorgenommen.
Claims (2)
1. Brennhilfsmittel zum Brennen grobkeramischer Erzeugnisse in einem Ringtunnelofen, der durch zwei Türen an jeder Stirnseite zwei befahrbare parallele BTennkanäle aufweist, mit Schienen an der Sohle jedes Brennkanals, dadurch gekennzeichnet, daß mittels aufheb- und absenkbarer Rollbahnen (7) Stapelunterlagen (5) auf an den Seiten und der Mitte des Brennkanals (2) angeordneten Banketten (1; 10) angeordnet sind, wobei die Stapelunterlagen (5) auf den Oberflächen der Banketten (1; 10) bündig aufliegen und mit ihren Seiten- bzw. Stirnflächen aneinanderlagernd, an diesen Flächen Labyrinthe (6) bilden.
2. Brennhilfsmittel nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollbahnen (7) in abgesenktem Zustand unter den Stapelunterlagen (5) auf Schienen (3) freibeweglich sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD28738086A DD258150A3 (de) | 1986-02-27 | 1986-02-27 | Brennhilfsmittel zum brennen grobkeramischer erzeugnisse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD28738086A DD258150A3 (de) | 1986-02-27 | 1986-02-27 | Brennhilfsmittel zum brennen grobkeramischer erzeugnisse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD258150A3 true DD258150A3 (de) | 1988-07-13 |
Family
ID=5576788
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD28738086A DD258150A3 (de) | 1986-02-27 | 1986-02-27 | Brennhilfsmittel zum brennen grobkeramischer erzeugnisse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD258150A3 (de) |
-
1986
- 1986-02-27 DD DD28738086A patent/DD258150A3/de not_active IP Right Cessation
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