DD258398A1 - Lagereinheit zwischen motor und schneckenkolben an plastiziermaschinen - Google Patents
Lagereinheit zwischen motor und schneckenkolben an plastiziermaschinen Download PDFInfo
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- B29C45/00—Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
- B29C45/17—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf Spritzgiessmaschinen, speziell auf die Lagereinheit zwischen Motor und Schneckenkolben. Die erfindungsgemaesse Loesung beinhaltet eine Lagereinheit, bei der beim Spritzen die hohe Spritzkraft unter Ausschaltung des Axiallagers direkt auf den Schneckenkolben uebertragen wird. Dazu wird der Schneckenkolben ueber eine Kupplungsbuchse mit der Lagereinheit derart verbunden, dass die Kupplungsbuchse axial verschiebbar und mittels Federelementen auf Distanz zur Lagereinheit angeordnet ist. Die Federelemente koennen die Kraefte beim Plastizieren auf das Axiallager weiterleiten, bei den hohen Spritzkraeften dagegen werden sie zusammengedrueckt und die Spritzkraft wird ueber das Lagergehaeuse direkt auf den Schneckenkolben uebertragen.
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Lagerung zwischen Motor und Schneckenkolben an Maschinen zum Plastizieren und Spritzen von plastischen Massen, insbesondere Spritzgießmaschinen.
Die meisten bekannten Spritzgießmaschinen zum Plastizieren und Verspritzen plastischer Massen arbeiten auf dem Prinzip der Schneckenkolbenplastizierung. Dabei erfolgt über die Drehbewegung des Schneckenkolbens die Plastizierung und durch Hubbewegung desselben das Einspritzen der plastischen Massen. Die Übertragung der beiden Bewegungsarten (Hub- und Drehbewegung) geschieht in der Lagereinheit, in der ein großes Drucklager in Form eines Axiallagers eingesetzt und der Schneckenkolben über eine Buchse und Verbindungselemente mit der Motorwelle verbunden ist.
Das in der Lagereinheit eingesetzte Axiallager muß einmal die beim Plastizieren aus dem Staudruck resultierende Kraft und zum anderen die volle Spritzkraft des Spritzzylinders aufnehmen. Die Spritzkraft des Spritzzylinders ist um ein Vielfaches größer als die beim Plastizieren aus dem Staudruck resultierende Staukraft.
Deshalb muß dieses Axiallager groß bemessen und so dimensioniert sein, daß es sowohl die Staukraft als auch die Spritzkraft aufnimmt.
Nachteilig sind somit der große Bauraum, der axial und radial beansprucht wird, und die auftretenden Kosten, da diese großen Lager teuerer sind.
Von Nachteil ist weiterhin die unter den Wälzkörpern des Axiallagers entstehende hohe Flächenpressung, die eine Zerstörung des Lagers beschleunigt. Die Lebensdauer eines solchen Lagers ist somit sehr gering.
Ziel der Erfindung ist es, eine Lagereinheit mit höherer Lebensdauer der Lager und mit kleineren axialen und radialen Abmessungen zu schaffen, die einen billigeren und leichteren Aufbau ermöglicht.
Aufgabe der Erfindung ist es, die in der Lagereinheit auftretenden Kräfte so zu teilen, daß nur die Staukräfte, die während des Piastiziervorgangs auftreten, von einem kleineren Axiallager übernommen werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß beim Spritzen die hohe Spritzkraft unter Ausschaltung des Axiallagers direkt auf den Schneckenkolben übertragen wird. Dazu wird der Schneckenkolben über eine Kupplungsbuchse mit der Lagereinheit derart verbunden, daß die Kupplungsbuchse axial verschiebbar und mittels Federelementen auf Distanz zur Lagereinheit angeordnet ist.
Die Kupplungsbuchse selbst bzw. ein daran angeordneter Flansch muß größer sein als der Innendurchmesser der Nabe des Spritzgehäuses in der die Lagereinheit angeordnet ist, so daß die Kupplungsbuchse bzw. deren Flansch beim Zusammenschieben der Federelemente an der Nabe des Lagergehäuses anliegt.
Die Federelemente sind so dimensioniert, daß sie die Kraft, die der Staudruck erzeugt, auf das Axiallager übertragen.
Bei der Einleitung der wesentlich höheren Spritzkraft werden die Federelemente zusammengedrückt und die Spritzkraft wird über das Lagergehäuse direkt auf den Schneckenkolben übertragen.
In den Zeichnungen ist die erfinderische Lösung dargestellt. Darin zeigen:
Fig. 1: Schnitt der Lagereinheit beim Piastiziervorgang Fig. 2: Schnitt der Lagereinheit beim Einspritzvorgang
Die Lagereinheit hat die Aufgabe, das Drehmoment vom Motor 2 auf den Schneckenkolben 3 weiterzugeben. Dabei wirkt die Staukraft Fstau. Außerdem hat die Lagereinheit die Spritzkraft F$ vom Spritzgehäuse 1 über das Axiallager 4, die Kupplung 5 und die Kupplungsbuchse 6 auf den Schneckenkolben 3 zu übertragen. Die Lagereinheit zwischen Motor 2 und Schneckenkolben 3 befindet sich in der Nabe 11 des Spritzgehäuses 1. Der Schneckenkolben 3 ist fest in einer Kupplungsbuchse 6 angeordnet. Die Welle des Motors 2 ist fest in der Kupplung 5 gelagert, die sich in der Nabe 11 des Spritzgehäuses 1 befindet und die in einem Axialkugellager 4 und einem Radialkugellager 7 gelagert ist.
Die Kupplungsbuchse 6 sitzt stirnseitig an der Kupplung 5 und ist über Bolzen 8 mit dieser verbunden. Auf den Bolzen 8 sind Federn 9 so angeordnet, daß zwischen Kupplungsbuchse 6 und Spritzgehäuse 1 ein Spalt a besteht.
Die Kupplungsbuchse 6 selbst bzw. ein daran angeordneter Flansch 10 sind so dimensioniert, daß sie größer sind als der Innendurchmesser der Nabe 11 des Spritzgehäuses 1, damit beim Zusammendrücken der Federn 9 die Kupplungsbuchse 6 bzw, deren Flansch 10 an der Nabe 11 des Spritzgehäuses 1 anliegen.
Während des Piastiziervorganges wird das Antriebsdrehmoment von dem Motor 2 über die Kupplung 5, die Bolzen 8 und die Kupplungsbuchse 6 auf den Schneckenkolben 3 übertragen. Die dabei wirkende Staukraft Fstau ist kleiner als die von den Federn 9 aufgebrachte Federkraft FF. Damit wird während der Drehbewegung der Abstand a zwischen Kupplungsbuchse 6 und Spritzgehäuse 1 konstant gehalten und die Staukraft Fstau über das Axiallager 4 übertragen. Nach Beendigung des Piastiziervorganges (Drehbewegung) erfolgt der Einspritzvorgang. Die dabei wirkende Spritzkraft F3 drückt die Federn 9 soweit zusammen, daß die Kupplungsbuchse 6 am Einspritzgehäuse 1 anliegt. Damit wird maximal die Federkraft FF über das Axiallager 4 übertragen. Der weitaus größere Anteil der Spritzkraft F3 wird vom Spritzgehäuse 1, unter Umgehung der Lagereinheit, direkt auf die Kupplungsbuchse 6 und Schneckenkolben 3 übertragen.
Die Erfindung ermöglicht z. B. den Einsatz eines Axialkugellagers an Stelle eines teueren und größeren Axial-Pendelrollenlagers.
Das Radialkugellager 7 dient zur radialen Abstützung der Kupplung 5.
Claims (2)
1. Lagereinheit zwischen Motor und Schneckenkolben an Piastiziermaschinen, bestehend aus je einem in einem Spritzgehäuse angeordneten Axial-und Radiallager sowie einer auf die Motorwelle aufgeflanschten Kupplung und einer an dieser über Verbindungselemente, z. B. Bolzen, angeordnete Kupplungsbuchse, die fest mit dem Schneckenkolben verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Abstand a zum Gehäuse (1) die Kupplungsbuchse (6) axial beweglich auf den Bolzen (8) sitzt und zwischen Kupplungsbuchse (6) und Spritzgehäuse (1) eine oder mehrere Federn (9) angeordnet sind und daß die Kupplungsbuchse (6) oder ein daran befindlicher Flansch (10) größer ist als der Innendurchmesser einer Nabe (11) des Spritzgehäuses (1).
2. Lagereinheit nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß sich die Federn (9) auf den Bolzen (8) zwischen Kupplungsbuchse (6) und Spritzgehäuse (1) befinden.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| DD258398A1 true DD258398A1 (de) | 1988-07-20 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT515479A1 (de) * | 2014-02-28 | 2015-09-15 | Engel Austria Gmbh | Einspritzaggregat für eine Formgebungsmaschine |
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1987
- 1987-03-16 DD DD30081487A patent/DD258398A1/de not_active IP Right Cessation
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| CN104985779A (zh) * | 2014-02-28 | 2015-10-21 | 恩格尔奥地利有限公司 | 用于成型机的喷射机组 |
| AT515479B1 (de) * | 2014-02-28 | 2015-12-15 | Engel Austria Gmbh | Einspritzaggregat für eine Formgebungsmaschine |
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