DD259592A1 - Kantelsaege - Google Patents

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DD259592A1
DD259592A1 DD30173187A DD30173187A DD259592A1 DD 259592 A1 DD259592 A1 DD 259592A1 DD 30173187 A DD30173187 A DD 30173187A DD 30173187 A DD30173187 A DD 30173187A DD 259592 A1 DD259592 A1 DD 259592A1
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DD
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DD30173187A
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Inventor
Christoph Stockburger
Michael Hunger
Thomas Meyer
Matthias Boensch
Jens Meichsner
Original Assignee
Schoenheide Buersten Veb
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Abstract

Die Kantelsaege eignet sich zum Gewinn von relativ kurzen Teilen rechteckigen Querschnitts wie Kanteln oder Leisten aus vermessenen Schwarten- oder unbesaeumten Schnittholzabschnitten. Die Kantelsaege arbeitet mit Saegesystemen, welche aus rechnergesteuert ueber Mehrstellungszylinder verstellbaren Anschlaglineal, rechnergesteuert ueber Mehrstellungszylinder verstellbarer Ritzsaege und 90 zur Ritzsaege gedreht angeordneter, feststehender Abtrennsaege bestehen. Die Holzabschnitte werden auf 45 geneigten Spanntischen, die auf einer ovalen Bahn gefuehrt sind, mittels Federspannung gehalten und mit einer Transportkette durch Saegesysteme bewegt, wobei bei jedem Passieren eines Saegesystems eine Kantel entsteht. Fig. 1

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung eignet sich zum Gewinnen von vorzugsweise kurzen Holzteilen rechteckigen Querschnitts wie Kantein, Leisten, Kanthölzern u. dgl. aus Schwarten- oder unbesäumten Schnittholzabschnitten.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die bei der Schnittholzproduktion anfallenden Schwarten werden z.Z. nur bedingt durch aufwendige, individuelle Handarbeit auf Tischkreissägemaschinen zur Kantelproduktion genutzt. Der gleiche Aufwand ist notwendig, wenn aus unbesäumtem Schnittholz noch Kantein erzeugt werden sollen.
Das herkömmliche manuelle Verfahren zur Kantelgewinnung aus unbesäumtem Schnittholz oder Schwarten besteht nach erfolgtem Kurzschneiden zu Abschnitten und anschließendem Erzeugen einer Bezugsfläche auf einer Seite aus 2 folgenden Arbeitsgängen:
a) Längsschnitt mittels Tischkreissägemaschinen zur Erzeugung schnittholzähnlicher Teile (Ausriegeln), Kantelhöhe wird damit festgelegt.
b) Trennen der schnittholzähnlichen Teile mit Hilfe von Tischkreissägen oder Mehrblattkreissägemaschinen um 90° zu a) gedreht, Kantelbreite wird erzeugt.
All diese Arbeitsgänge erfordern einen sehr hohen manuellen Arbeits-und Sortieraufwand. Mit Hilfe dieser Technik ist es nicht möglich, auf Grund fester Maschineneinstellung Kantein unterschiedlicher Höhe und Breite aus einem Schwarten- oder unbesäumten Schnittholzabschnitt, in Folge Abschnitt genannt, zu gewinnen.
Das bedeutet aber eine schlechte Holzausnutzung. Die Herstellung von unterschiedlichen Kantelquerschnitten aus einem Abschnitt bedingt ein ständiges manuelles Verstellen des Anschlages der Tischkreissäge bei a, um Kantelhöhe zu verändern und ein ständiges Ändern des Anschlages der Mehrblattkreissägen bei b, um Kantelbreite zu variieren. Dieses ist jedoch äußerst unproduktiv und wird von der Praxis nicht angewendet. Sollen nicht nur Kantein eines Querschnittes hergestellt werden, d. h. aus dicken Abschnitten sollen auch größtmögliche Kantein gewonnen werden, ist eine aufwendige, subjektive Vorsortierung der Abschnittein verschiedene Größenbereiche notwendig. Die Abschnitte eines Bereiches werden dann auf o.g. Technik (a u. b) aufgearbeitet. Bei all diesen Varianten werden die Abschnitte mehrmals mit Hand transportiert und zwischengelagert. Ein sofortiges produktives Aufarbeiten eines Abschnittes ist nicht möglich. Durch die manuelle Arbeit an Kreissägemaschinen besteht hohe Unfallgefahr.
Andere technische Lösungen, wie das Zuschneiden von Schnittholz auf rechnergestützten Kreissägemaschien (DD-PS-228489, DD-PS-228490) oder das Herstellen von Kanthölzern aus Rundholz durch Kombination von Längssäge mit verstellbaren Doppelbesäumsägen auf hin-und hergehenden Vorschubspannwagen (US-PS-3771397) können auf die Kantelgewinnung aus Schwarten nicht angewendet werden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Anlage zu schaffen, die in der Lage ist, aus Schwarten- oder unbesäumten Schnittholzabschnitten unterschiedliche Kantein automatisch zu gewinnen. Die Abschnittesollen auf der Anlage vollständig automatisch aufgearbeitet werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, mit einer Anlage Kantein unterschiedlichen Querschnitts aus vermessenen Schwarten- oder Schnittholzabschnitten, die an einer Seite eine Bezugskante besitzen, automatisch zu gewinnen. . ^ Erfindungsgemäß erfolgt die Aufarbeitung der vermessenen Abschnitte in Sägesystemen, welche aus rechnergesteuertem verstellbaren Anschlag, rechnergesteuerter verstellbarer Ritzsäge und feststehender Abtrennsäge bestehen. Erfindungsgemäß erfolgt der Transport der Abschnitte durch die Sägesysteme auf einer ovalen Führungsbahn mit mehreren Spanntischen. Die Abschnitte sind auf den Spanntischen geneigt angeordnet, um durch Schwerkraft an das vorher über Rechner verstellte Anschiagiineal eines Sägesystems zu rutschen. Mit der Stellung des Anschlages ist die Kantelbreite festgelegt. Die Abschnitte werden durch eine rechnergesteuert verstellbare Ritzsäge, deren Achse senkrecht zur Spanntischebene angeordnet ist, eingeritzt. Mit dieser Einstellung ist die Kantelhöhe festgelegt. Eine um 90° zur Ritzsäge gedreht angeordnete Abschnittsäge trennt die eingeritzte Kantel vom Abschnitt ab.
Erfindungsgemäß übernimmt beim Ritzschnitt ein durch Anschlaglineal und Ritzsäge bewegter Schiebetisch die Auflage der Abschnitte. Bei jedem Durchlaufen eines Sägesystems entsteht eine Kantel. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis der Abschnitt vollständig aufgearbeitet ist. Die Spanntische passieren die Sägesysteme nacheinander, wobei der Mindestabstand zwischen den einzelnen Tischen besteht, welcher zum automatischen Verstellen von Anschlaglinea! und Ritzsäge über Rechner benötigt wird.
Die abgeworfenen Kantein können über eine nachfolgende Sortiereinrichtung von Holzresten getrennt und sortengerecht gebunkert werden. Der Spaltkeil der Ritzsäge wirkt beim Abtrennschnitt wie ein Auflagetisch und verhindert ein Hochreißen der Abschnitte.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll nachstehend anhand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Dabei zeigt:
Fig. 1: Prinzipdarstellung der Kantelsäge . ·
Fig. 2: Seitenansicht zu Fig. 1 (um 45° gedreht dargestellt)
In Figur 1 ist ein vermessener Schwarten- oder unbesäumter Schnittholzabschnitt 1, infolge Abschnitt 1 genannt, welcher auf einer Seite eine Bezugsfläche 2 besitzt, auf einem Spanntisch 3 dargestellt. Die Auflagefläche 4 des Spanntisches 3 ist um 45° geneigt angeordnet und mit einem einstellbaren Anschlag 5 ausgerüstet. Der Abschnitt 1 wird mittels unabhängiger Kantelspannung 6 und Abschnittspannung 7 auf dem Spanntisch 3 gehalten. Spezielle Führungselemente 8,9 fixieren den Spanntsich 3 auf einer ovalen Führungsbahn 10. Mit einer Transportkette 11 wird der Spanntisch 3 bewegt. Auf einem Gestell 12 befinden sich Kurvenbleche 13, die beim Passieren des Spanntisches 3, die Kantelspannung 6 und Abschnittspannung 7 öffnen. Infolge der 45° geneigten Auflagefläche 4 des Spanntisches 3 rutscht der Abschnitt 1 an ein rechnergesteuert über Mehrstellungsyzlinder 14 verstellbares Anschlaglineal 15. Nachdem sich die Spannungen 6 und 7 wieder geschlossen haben, wird der Abschnitt 1 an eine rechnergesteuert über Mehrstellungszylinder 14 verstellbare Ritzsäge 16 vorbeigeführt. Mit der um 45° geneigt angeordneten Ritzsäge 16 wird ein Einritzen der Abschnitte 1, parallel zur Auflagefläche 4 der Spanntische 3, im Abstand der rechnerermittelten Kantelhöhe, durchgeführt. Ein in zwei Richtungen (Anschiagiineal 15, Ritzsäge 16) beweglicher Schiebetisch*17 wirkt beim Einritzen wie eine zusätzliche Auflage und erleichtert gleichzeitig die Abdichtung der Späneabsaugung. Durch Passieren einer nach dem Unterschnittprinzip arbeitender feststehender Abtrennsäge 18 entsteht eine Kantel 19, deren Breite durch das rechnergesteuert verstellbare Anschlaglineal 15 festgestellt wurde. Der in Fig. 2 dargestellte Spaltkeil 20 der Ritzsäge 16 wirkt bei der Abtrennsäge 18 wie ein Niederhalterund verhindert ein Herausreißen der Abschnitte 1 aus den Spannungen 6 und 7. Der Flugkreis der Ritzsäge 16 muß die verlängerte Schnittlinie der Abtrennsäge 18treffen, deshalb sind Nachstellmöglichkeiten 21 und 22 erforderlich. Nach dem Abtrennen der Kantel 19 vom Abschnitt 1 wird die Kantelspannung 6 über die Kurvenbleche 13 geöffnet und das gesägte Kantel 19 abgeworfen. Kurz danach öffnet die Abschnittspannung 7, der Abschnitt 1 rutscht infolge Schwerkraft gegen das rechnergesteuert über Mehrstellungszylinder 14 verstellte Anschlaglineal 15 eines weiteren Sägesystems. Dieser Vorgang wiederholt sich bis zum vollständigen Aufarbeiten des Abschnittes 1.

Claims (4)

1. Kantelsäge zur Verarbeitung vermessener und auf einer Längsseite angeschnittener Schwartenoder unbesäumter Schnittholzabschnitte, gekennzeichnet dadurch, daß die Abschnitte (1) auf geneigten umlaufenden Spanntischen (3) durch Sägesysteme transportiert werden, welche aus rechnergesteuert verstellbarem Anschlaglineal (15), rechnergesteuert verstellbarer Ritzsäge (16) und einer um 90pzur Ritzsäge (16) gedreht angeordneter, stationären Abtrennsäge (18) bestehen.
2. Kantelsäge nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Kantelbreite durch Positionieren des Abschnittes (1) mittels Schwerkraft gegen ein rechnergesteuert verstellbares Anschlaglineal (15) und die Kantelhöhe durch Verstellen einer rechnergesteuerten Ritzsäge (16) realisiert werden.
3. Kantelsäge nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß ein durch Anschlaglineal (15) und Ritzsäge (16) positionierter Schiebetisch (17) die Funktion des Auflagetisches der Abschnitte (1) beim Ritzschnitt übernimmt.
4. Kantelsäge nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Spaltkeil (20) der Ritzsäge (16) die Funktion des Auflagetisches der Abschnitte (1) beim Abtrennschnitt übernimmt.
DD30173187A 1987-04-13 1987-04-13 Kantelsaege DD259592A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT400826B (de) * 1994-07-14 1996-03-25 Schelling & Co Verfahren zum einstellen eines vorritzers gegenüber einem trennsägeblatt und vorrichtung zur durchführung des verfahrens

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT400826B (de) * 1994-07-14 1996-03-25 Schelling & Co Verfahren zum einstellen eines vorritzers gegenüber einem trennsägeblatt und vorrichtung zur durchführung des verfahrens
DE19520108B4 (de) * 1994-07-14 2007-02-08 Schelling Anlagenbau Gmbh Unterflurkreissägemaschine mit Vorritzer

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