DD259833A1 - Foerdergurt mit gesteigerter resistenz gegen iterative aufschlagbeanspruchungen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen fuer iterative Aufschlagbeanspruchungen geeigneten Foerdergurt mit gesteigerter Druckfestigkeit und erhoehtem Verschleisswiderstand, bei dem die zur Zeit ueblichen Schutzeinlagen zwischen Tragseite und Zugtraeger und/oder Laufseite und Zugtraeger durch den Einsatz von exakt entsprechend den berechneten bzw. zu erwartenden Zug- und Aufschlagbeanspruchungen dimensionierten Verstaerkungseinlagen eliminiert werden. Erfindungsgemaess wird diese Aufgabe geloest, indem Verstaerkungseinlagen mit einem horizontal/vertikalen Festigkeitsverhaeltnis 0,4aF0,8und gleichzeitigem horizontal/vertikalen Verhaeltnis der elastischen Dehnung keel1,0je Verstaerkungseinlage zum Einsatz gelangen. Die Erfindung gestattet eine effektivere Herstellung der Foerdergurte und fuehrt auf Grund des technisch guenstigeren Gurtaufbaus zu einer Erhoehung des Gebrauchswertes der danach hergestellten Foerdergurte fuer hoehere Aufschlagbeanspruchungen.
Description
je Verstärkungseinlage, durch die Wahl des Werkstoffes und die Machart des textlien Flächengebildes realisiert, zum Einsatz gelangen.
2. Fördergurt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erreichung der erhöhten Druckfestigkeit und des gesteigerten Verschleißwiderstandes die Dicke dertragseitigen Deckplatte
erhöht wird.
Die Erfindung betrifft einen für iterative Aufschlagbeanspruchungen geeigneten Fördergurt aus Gummi oder gummiähnlichen Werkstoffen mit einem ein- oder mehrlagigen Zugträger und diesen umgebenden Deckplatten. Diese Fördergurte finden vorwiegend als Aufgabe-, Zwischen- und Beschleunigungsbänder auf Förderanlagen und Großfördergeräten in den verschiedensten Industriezweigen wie dem Kohle- und Erzbergbau sowie der Hütten- und Bauindustrie Anwendung.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen - .
Fördergurte müssen, insbesonderewenn sie zum Transport von schwerem, grobstückigen und scharfkantigen Fördergut wie Abraum, Steine, Erze u.a. dienen, gegen vorrangig im Aufgabebereich partiell wirkende iterative Aufschlagbeanspruchungen hinreichend resistent sein.
Voraussetzung dafür ist u.a. die Existenz eines elastischen Systems, welches den Schädigungsprözeß als Folge iterativer Aufschlagbeanspruchungen durch Verformbarkeit dezimiert.
Es ist bekannt aus der Praxis, zwischen Laufseite und Zugträger und/oder Tragseite und Zugträger eine oder mehrere Schutzeinlagen mit erhöhter Festigkeit in horizontaler Richtung anzuordnen, um den kostenintensiven Zugträger vor Beschädigungen infolge partiell wirkender iterativer Aufschlagbeanspruchungen zu schützen.
Es ist weiterhin bekannt, zwischen Tragseite bzw. Trag- und Laufseite und dem Zugträger zwei Lagen sich kreuzender Cordfäden anzuordnen, um damit den Fördergut vor Beschädigungen zu schützen bzw. gegen partiell wirkende iterative Aufschlagbeanspruchungen resistenter zu gestalten.
Ferner ist bekannt, zwischen Tragseite und Zugträger eine oder mehrere Lagen aus Querdrähten, -fäden, -seilen, -streifen, -drahtlitzen oder-cordfäden, eventuell auch unt&r Verwendung einer Zwischenpolsterschicht aus Gummi, anzuordnen. Diese sollen einen besseren Zusammenhalt gewährleisten und den Zugträger vor Beschädigungen schützen.
Mit den bisher bekannten.technischen Lösungen läßt sich jedoch auf Grund der ständig wachsenden Beanspruchungsbedingungen bei Hochleistungsförderanlagen und -geräten der modernen Bandfördertechnik keine hinreichende Resistenz gegen iterative partiell wirkende Aufschlagbeanspruchungen erzielen.
Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile und Mängel bekannter technischer Lösungen durch Veränderung der technischphysikalischen Eigenschaften des Zugträgers und damit der Steigerung der Widerstandsfähigkeit gegen iterative partiell wirkende Aufschlagbeanspruchungen zu eliminieren.
Gleichzeitig soll durch den Wegfall der zusätzlichen Schutzeinlagen eine Senkung des Herstellungsaufwandes bei gleichzeitiger Erhöhung des Gebrauchswertes erreicht werden.
Beobachtungen an iterativ aufschlagbeanspruchten Fördergurten mit zwischen Laufseite und Zugträger und/oder Tragseite und Zugträger angeordneten Schutzeinlagen verweisen auf mangelnde Resistenz gegenüber diesen Beanspruchungen. Auffällig sind die vorwiegend kurzen Längsrisse in den Deckplatten und/oder den Zugträgern, die u.a. auf bezüglich partiell wirkender iterativer Aufschlagbeanspruchungen ungünstig abgestimmte Festigkeiten und Dehnungen des Zugträgers sowie die mangelnde Resistenz und Wirksamkeit der Schutzeinlagen zurückzuführen sind.
Weiterhin wurden bei diesem Gurtaufbau mit zusätzlich angeordneten Schutzeinlagen in den Deckplatten bei hohen dynamischen Beanspruchungen oft Gurtschäden wie zum Beispiel Lösungserscheinungen festgestellt. Dieser Sachverhalt ist dadurch erklärt, daß sich die oberen, tragseitig angeordneten Schutzeinlagen im Stauchungsbereich befinden, d. h.
hauptsächlich bei Stoßeinwirkungen druckbeansprucht werden, während die laufseitig angeordneten Schutzeinlagen im
wesentlichen auf Zug beansprucht werden. ·
Auswahlkriterium ist in Abhängigkeit vom Verwendungszweck des Fördergurtes anhand der zu übertragenden Gurtzugkräfte die Festigkeit in Gurtlängsrichtung. Für den Schädigungsprozeß des Zugträgers als Folge partiell wirkender iterativer Aufschlagbeanspruchungen ist jedoch nicht nur die Festigkeit, sondern insbesondere das korrelative Festigkeits-Dehnungs-Verhalten in Gurtlängs- und -querrichtung relevant.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel durch Entwicklung beanspruchungsgerechter Gurtkonstruktionen zu eliminieren.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst und damit ein gegen partiell wirkende iterative Aufschlagbeanspruchungen resistenter Fördergurt erhalten, indem Verstärkungseinlagen mit einem horizontal/vertikalen Festigkeitsverhältnis
0,4 < aF < 0,8
und gleichzeitigem horizontal/vertikalen Verhältnis der elastischen Dehnung kEei s 1,0 ' .
je Verstärkungseinlage, durch die Wahl des Werkstoffes und Machart des textlien Flächengebildes realisiert, als ein- und mehrlagiger Zugträger zum Einsatz gelangen.
Durch die angegebenen Verstärkungseinlagen mit den dp- und keei-Verhältnis wird ein günstiges korrelatives Festigkeits-Dehnungs-Verhältnis erreicht und damit die Resistenz des Fördergurtes gegen partiell wirkende iterative Aufschlagbeanspruchungen bei gleichzeitigem Wegfall der zusätzlichen Schutzeinlagen gesteigert.
Um die Druckfestigkeit und den Verschleißwiderstand des Fördergurtes zu steigern, wird zweckmäßigerweise die Dicke der tragseitigen Deckplatte erhöht.
Die Erfindung soll an nachstehendem Ausführungsbeispiel erläutert werden.
Erfindungsgemäßer Gurtaufbau für aufschlaggefährdete Fördergurte mit textlien Verstärkungseinlagen:
— Deckplatten entsprechend Beanspruchungsbedingungen und der vorgegebenen Nutzungsdauer, wobei auf Grund des Wegfalls der Schutzeinlagen tragseitig die Deckplattendicke zur Steigerung des Verschleißvolumens um einen entsprechenden Betrag erhöht werden kann;
— Anzahl und vertikale Festigkeit der Einlagentypen entsprechend den berechneten Gurtzugkräften sowie eine horizontale Festigkeit der Einlagentypen entsprechend den zu erwartenden Aufschlagbeanspruchungen.
Gegenüberstellung eines bekannten Gurtaufbaus zum erfindungsgemäßen Gurtaufbau:
— Ausführungsbeispiel eines bekannten Gurtaufbaus nach TGL 8444/01 P 2000/4-2,10:3mm,d.h.: Deckplattendicke-T/agseite: 10mm
Deckplattendicke-Laufseite: 3 mm 4Einlagen P 400/100 1 Schutzeinlage, tragseitig 1 Schutzeinlage, laufseitig Gesamt-Schußfestigkeit: 700 N/mm Gurtbreite
— Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gurtaufbaus P2000/4,12:3mm,d.h.: Deckplattendicke-Tragseite: 12 mm
Deckplattendicke-Läufseite: 3 mm 4Einlagen P 400/200 ohne Schutzeinlagen Gesamt-Schußfestigkeit: 800 N/mm Gurtbreite
Die Anwendung der exakt entsprechend den Einsatzbedingungen in vertikaler und horizontaler Richtung dimensionierten erfindungsgemäßen Verstärkungseinlagen in Verbindung mit dem homogenen und kompakten Aufbau des Zugträgers führt zu einer entscheidenden Erhöhung des Gebrauchswertes der erfindungsgemäß hergestellten Fördergurte mit textlien Verstärkungseinlagen für erhöhte Aufschlagbeanspruchungen und zu einer wesentlichen Erhöhung tier Effektivität des Herstellungsverfahrens bedingt durch den Wegfall der Schutzeinlagen.
Claims (1)
1. Fördergurt mit gesteigerter Resistenz gegen iterative Aufschlagbeanspruchungen mit einem ein- oder mehrlagigen Zugträger und diesen umgebenden Deckplatten, dadurch gekennzeichnet, daß Verstärkungseinlagen mit einem horizontal/vertikalen Festigungsverhältnis
0,4 < aF < 0,8 · ·
und einem gleichzeitigen horizontal/vertikalen Verhältnis der elastischen Dehnung kE6i>1,0
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD29538686A DD259833A1 (de) | 1986-10-20 | 1986-10-20 | Foerdergurt mit gesteigerter resistenz gegen iterative aufschlagbeanspruchungen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD259833A1 true DD259833A1 (de) | 1988-09-07 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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| DD (1) | DD259833A1 (de) |
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1986
- 1986-10-20 DD DD29538686A patent/DD259833A1/de not_active IP Right Cessation
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