DD259952A3 - Walzenstirnfraeser mit auswechselbarem stirnschneidplattentraeger - Google Patents
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Abstract
Anwendungsgebiet der Erfindung sind mit Wendeschneidplatten bestueckte Walzenstirnfraeser, deren Stirnschneidplatten auf einem loesbar mit dem Grundkoerper verbundenen, mit Zentrier- und Mitnahmeflaechen versehenen scheibenfoermigen Stirnschneidplattentraeger angeordnet sind. Ziel der Erfindung ist es, einen Walzenstirnfraeser mit auswechselbarem, scheibenfoermigem Stirnschneidplattentraeger zu entwickeln, der bei grosser Fertigungsgenauigkeit kostenguenstig herstellbar ist. Aufgabe der Erfindung ist es, die Mittel zur Kraftuebertragung und Zentrierung des scheibenfoermigen Stirnschneidplattentraegers am Grundkoerper des Walzenstirnfraesers bei einer hohen Genauigkeit zu vereinfachen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemaess dadurch geloest, dass jede bis zur Stirnseite (3) des Grundkoerpers (1) durchgehende Auflageflaeche (7) fuer die in jeder zweiten Schneidenreihe (8) auf eine Stirnschneidplatte (5 a) folgende Schneidplatte (2 a) Anlageflaeche fuer eine hinter jeder zweiten Stirnschneidplatte (5 a) angeordnete Mitnehmernase (6) des scheibenfoermigen Stirnschneidplattentraegers (4) ist. Fig. 1
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung sind mit Wendeschneidplatten bestückte Walzstirnfräser, deren Stirnschneiden auf einem lösbar mit dem Grundkörper verbundenen, mit einem Zentrierzapfen und Mitnahmeflächen versehenen scheibenförmigen Stirnschneidenträger angeordnet sind.
Die Stirnschneiden eines Walzenstirnfräsers werden besonders beim Fräsen von Nuten und abgesetzten Flächen sehr stark beansprucht. Diese hohen Beanspruchungen werden zum Teil dadurch gemindert, daß an jeder Schneidenreihe eine Stirnschneidenschneidplatte angeordnet wird und dadurch jede Stirnschneide nur mit dem halben Vorschub/Zahn belastet wird.
Bei den heute üblichen hohen Zerspanungsleistungen sind Schneidenbrüche und damit verbundene Beschädigungen des Grundkörpers jedoch nicht auszuschließen.
Reparaturen des teueren Grundkörpers sind in den meisten Fällen nur mit einem hohen Kostenaufwand, vielfach jedoch gar nicht möglich.
In der DE-PS 3211136 ist deshalb vorgeschlagen worden, die Stirnschneidplatten jeweils auf einem quaderförmigen Schneidplattenträger anzuordnen und diese in entsprechende stirnseitige Ausnehmungen des Werkzeuggrundkörpers einzusetzen. Das erfordet einen hohen Herstellungsaufwand, so daß die Werkzeugkosten sehr hoch sind. Außerdem kann bei dieser Konstruktion nicht in jeder Schneidenreihe eine Stirnschneidplatte angeordnet werden, so daß bei Havarien trotzdem Beschädigungen des Grundkörpers möglich sind. Aus dem DE-Gebrauchsmuster 8426008 ist ein Baukastenwerkzeug bekannt, das auch einen Walzenstirnfräser mit auswechselbarem scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger beinhaltet. Der scheibenförmige Stirnschneidplattenträger ist mit einem Zapfen mit Polygonprofil zur Zentrierung und Kraftübertragung versehen. Im Grundkörper des Walzenstirnfräsers ist eine entsprechende Ausnehmung vorgesehen. Der scheibenförmige Stirnschneidplattenträger ist am Grundkörper mittels einer Doppelgewindeschraube befestigt. Bei diesem Walzenstirnfräser werden Beschädigungen des Grundkörpers bei Stirnschneidenbruch zwar vermieden, der Herstellungsaufwand ist jedoch sehr groß. Besonders die Herstellung der Ausnehmung mit Polygonprofil im Grundkörper ist sehr aufwendig und erfordert zudem noch eine große Genauigkeit. Damit sind die Werkzeugkosten sehr hoch.
Ziel der Erfindung ist es, einen Walzenstirnfräser mit auswechselbarem scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger zu entwickeln, der bei großer Fertigungsgenauigkeit mit geringem Aufwand und kostengünstig herstellbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Walzenstirnfräser mit auswechselbarem scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger zu entwickeln, bei dem am scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger eine der Anzahl der Schneidenreihen entsprechende Anzahl Stirnschneidplatten angeordnet und die Mittel zum Zentrieren und zur Kraftübertragung bei einer hohen Genauigkeit vereinfacht sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jede bis zur Stirnseite des Grundkörpers durchgehende Anlagefläche für eine in jeder zweiten Schneidenreihe auf eine Stirnschneidplatte folgende Schneidplatte Anlagefläche für eine hinter jeder zweiten Stirnschneidplatte angeordnete Mitnehmernase des scheibenförmigen Stimschneidplattenträgers ist. Bei Walzenstirnfräsern mit vier Schneidenreihen und demzufolge zwei Mitnehmernasen am scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger ist der Grundkörper mit einem Zentrierzapfen und der scheibenförmige Stirnschneidplattenträger mit einer entsprechenden Zentrierbohrung versehen.
Bei Walzenstirnfräsern mit sechs und mehr Schneidenreihen sind die radialen Anlageflächen für die in jeder zweiten Schneidenreihe auf eine Stirnschneidplatte folgende Schneidplatte Zentrierflächen für den scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger, dessen Mitnehmernasen mit entsprechenden radialen Zentrierflächen versehen sind. Dadurch ist kein Zentrierzapfen erforderlich.
Der scheibenförmige Stirnschneidplattenträger ist mit dem Grundkörper durch eine Doppelgewindeschraube verbunden. Wird bei einer Havarie der scheibenförmige Stirnschneidplattenträger beschädigt, kann er durch Lösen der Doppelgewindeschraube vom Grundkörper abgenommen und ein neuer Stirnschneidplattenträger angebracht werden. Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Walzenstirnfräsers mit auswechselbarem scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger besteht darin, daß gegenüber den bekannten Werkzeugen dieser Art der Herstellungsaufwand in bezug auf die Zentrier-und Mitnehmerelemente geringer ist. Ein Vorteil ist auch darin zu sehen, daß scheibenförmige Stirnschneidplattenträger mit Schneidplatten zum Fasenfräsen angebracht werden können. Dadurch kann gleichzeitig mit dem Fräsen der Umfangsflachen eines Werkstückes eine Kante angefast werden, ·.
Nachstehend wird die Erfindung an Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: die Seitenansicht des Schneidenteiles eines erfindungsgemäßen Walzenstirnfräsers mit auswechselbarem
scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger, Fig. 2: die Seitenansicht des Schneidenteiles eines Walzenstirnfräsers mit auswechselbarem scheibenförmigen
Stirnschneidplattenträger im Schnitt A-A gemäß Fig. 1, Fig.3: die Seitenansicht des Schneidenteiles eines erfindungsgemäßen Walzenstirnfräsers mit auswechselbarem scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger zum Fasenfräsen.
Am Grundkörper 1 sind in vier Schneidenreihen 8,9 die Schneidplatten 2 so befestigt, daß sich die Schneidkanten teilweise überdecken. An der Stirnseite 3 des Grundkörpers 1 ist der scheibenförmige Stirnschneidplattenträger 4 befestigt. Am scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger 4 ist in jeder Schneidenreihe 8,9 eine Stirnschneidplatte 5 angeordnet, wobei jede zweite Stirnschneidplatte 5a eine verlängerte Hauptschneide hat. Hinter diesen Stirnschneidplatten 5 a ist jeweils eine Mitnehmernase 6 am scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger 4 angeordnet. Die Auflagefläche 7 für die auf eine Stirnschneidplatte 5a folgende Schneidplatte 2 a jeder zweiten Schneidenreihe 8 ist bis zur Stirnseite 3 des Grundkörpers 1 durchgefräst und dient als Anlagefläche für die einen gleichen axialen Winkel aufweisende Anlagefläche 10 der Mitnehmernase 6 des scheibenförmigen Stimschneidplattenträgers 4.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist bei einem Werkzeug mit vier Schneidenreihen 8,9 der Grundkörper 1 mit einem Zentrierzapfen 11 und der scheibenförmige Stirnschneidplattenträger 4 mit einer Zentrierbohrung 12 versehen. Der scheibenförmige Stirnschneidplattenträger 4 ist am Grundkörper 1 mittels einer Doppelgewindeschraube 13 befestigt.
Bei Werkzeugen mit sechs und mehr Schneiden reihen 8,9 entfallen der Zentrierzapfen 11 und die Zentrierbohrung 12. Bei diesen Werkzeugen erfolgt die Zentrierung des scheibenförmigen Stimschneidplattenträgers 4 auf dem Grundkörper 1 durch die bis zur Stirnseite 3 des Grundkörpers 1 reichenden radialen Anlageflächen 14 für die auf eine Stirnschneidplatte 5a folgende Schneidplatte 2 a jeder zweiten Schneidenreihe 8 und die mit einem entsprechenden radialen Neigungswinkel angeordneten radialen Zentrierflächen 15 der Mitnehmernasen 6 des scheibenförmigen Stimschneidplattenträgers 4. In Fig.3 sind die Stirnschneidplatten 16 so am scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger 4 angeordnet, daß ihre Hauptschneiden im Winkel α zur Werkzeugdrehachse angeordnet sind und dadurch gleichzeitig mit der Bearbeitung einer Seitenfläche des Werkstückes eine Fase angefräst werden kann.
Claims (3)
1. Walzenstirnfräser mit auswechselbarem scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger, wobei der mit Zentrier- und Mitnehmerflächen versehene scheibenförmige Stirnschneidplattenträger mittels einer Doppelgewindeschraube an der Stirnseite des Grundkörpers befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß jede bis zur Stirnseite (3) des Grundkörpers (1) reichende Auflagefläche (7) für eine in jeder zweiten Schneidenreihe (8) auf eine Stirnschneidplatte (5a) folgende Schneidplatte (2a) Anlageflächefüreine hinterjederzweiten Stirnschneidplatte (5a) angeordnete Mitnehmernase (6) des scheibenförmigen Stirnschneidplattenträgers (4) ist.
2. Walzenstirnfräser nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Werkzeugen mit vier Schneidenreihen (8,9) der Grundkörper (1) mit einem Zentrierzapfen (11) und der scheibenförmige Stirnschneidplattenträger (4) mit einer Zentrierbohrung (12) versehen ist.
3. Walzenstirnfräser nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Werkzeugen mit sechs und mehr Schneidenreihen (8,9) die bis zur Stirnseite (3) des Grundkörpers (1) reichenden radialen Anlageflächen (14) für die in jeder zweiten Schneidenreihe (8) auf eine Stirnschneidplatte (5a) folgende Schneidplatte (2a) Zentrierflächen für den scheibenförmigen Stirnschneidplattenträger (4) sind, wobei dessen Mitnehmernasen (6) mit entsprechend geneigten radialen Zentrierflächen (15) versehen sind.
Priority Applications (4)
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Also Published As
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| CS327687A1 (en) | 1989-07-12 |
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