DD260024A1 - Vorrichtung zur gegenhalterung bei einer spannvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung beinhaltet eine Vorrichtung zur Gegenhalterung bei einer Spannvorrichtung und betrifft das Gebiet der Spannwerkzeuge. Die wesentlichen Merkmale der erfinderischen Loesung bestehen darin, dass an einem Grundkoerper zwei Seitenplatten befestigt sind, zwischen denen sich eine beliebige Anzahl prismatisch geformter, symmetrischer Spannschieber befinden, die schwimmend auf Querschiebern und Seitenteilen, die wie die Spannschieber geneigte ebene Gleitflaechen besitzen, angeordnet und die Seitenteile federnd ausgefuehrt sind. Der Hub wird durch die mit einem Absatz versehenen Spannschieber nach oben durch an den Seitenplatten angebrachte Schultern und nach unten durch die bis in die Endlage ausgewichenen Querschieber begrenzt. Die Gleitflaechen der Spann- oder Querschieber und die der Seitenteile koennen zum Ausgleich von Parallelitaetsabweichungen kurvenfoermig ausgebildet sein. Fig. 1
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft das Gebiet der Spannwerkzeüge. Sie ist einsetzbar als Baueinheit von Spannvorrichtungen insbesondere für Bohr-, Fräs-und Schleifarbeiten an Werkstücken.
Aus der DE-OS B23Q3/O8-2142255 ist eine Halte- oder Meßvorrichtung bekannt, bei der eine Druckmittelfüllung Stößel in Bohrungen bewegt. Hierbei wird das hydraulische Prinzip der verbundenen Röhren angewendet. Dabei müssen die Stößel gegen die Bohrungen gut dichten, was eine aufwendige Bearbeitung erfordert, die entsprechend teuer ist. Ebenso ist eine aufwendige Reparatur bei Verschleiß notwendig.
Aus der DD-WP B25B 11/00-203854 ist eine pneumatische Spannvorrichtung bekannt, bei der die Werkstücke durch eine Gummimembran auf eine Unterlage gedrückt werden, die über den Werkstücken liegt, indem zwischen Membran und Unterlage ein Unterdruck erzeugt wird. Nachteilig ist die Herstellung je einer gesonderten Gummimembran für jedes Einzelteil bzw. für die unterschiedlichen Arbeitsgänge. Außerdem ist die Anpreßkraft von der Größe der Teile abhängig.
Aus der DE-OS B23Q3/02-2658490 ist eine Spannvorrichtung zum gleichzeitigen Spannen einer Mehrzahl von gleichartigen Werkstücken bekannt. Hierbei werden Zwischenbacken angewendet, die in Richtung der Reihung beweglich sind. Die Einleitung der Spannkraft erfolgt ebenfalls in dieser Richtung. In Richtung der Reihung ist aber keine genaue Lagebestimmung möglich. Die Vorrichtung ist deshalb nur geeignet für die Bearbeitung von Stirnflächen oder für Teile mit sehr geringen Toleranzen. Weitere Spannvorrichtungen, die den Stand der Technik kennzeichnen, arbeiten mit Tastelementen, die die Kontur der zu spannenden Teile in einer oder zwei Ebenen abtasten, danach werden die Tastelemente gegeneinander arretiert und als Block gegen die zu spannenden Teile gepreßt.
In der DE-OS B25B 11/00-3011267 ist eine solche Spannvorrichtung beschrieben, bei der die Kontur in einer Ebene durch federnde Lamellen abgetastet wird. Das Arretieren der Lamellen erfolgt mittels seitlich angeordneter Keile durch Reibung. Gleichzeitig erfolgt über diese Keile die Übertragung der Anpreßkraft für das Lamellenpaket. Diese Vorrichtung ist arbeitsaufwendig und kompliziert in der Herstellung. Eine Ausbaufähigkeit durch zusätzliche Spannelemente ist eingeschränkt.
In der DE-OS B23Q 3/00-2642963 ist eine Einspannvorrichtung beschrieben, die die Möglichkeit bietet, eine Kontur in zwei Ebenen abzutasten. Das Abtasten erfolgt über federnde Bolzen, die sich in den Bohrungen einer geschlossenen Kammer axial bewegen können. Die Bolzen besitzen an ihrem, in die Kammer tauchenden, Ende Rillen. In der Kammer befindet sich ein Medium, welches gehärtete Kugeln enthält. Durch in die Kammer eintauchende Verdrängerkörper oder durch mit einem Verdrängermedium beaufschlagte Membranen, wird das Medium in der Kammer so zusammengepreßt, daß die Tastbolzen festgehalten werden. Die Vorrichtung ist auf ein im voraus zu bestimmendes Spannmedium festgelegt. Sie bedingt ebenfalls einen hohen Arbeitsaufwand bei der Herstellung.
Ziel der Erfindung ist es, eine auswechselbare Baueinheit für Spannvorrichtungen zu schaffen, die mit mehreren Spannstellen ausgerüstet, geringe Maßabweichungen der Werkstücke beim Spannvorgang ausgleicht und eine möglichst große Flächenberührung ermöglicht.
Die Erfindung löst die Aufgabe, die volle Spannkraft der Spannvorrichtung auf die zu haltenden Werkstücke zu übertragen. Gleichzeitig werden geringe Toleranzen und Parallelitätsabweichungen der zu spannenden Werkstücke ausgeglichen. Somit können Werkstücke mit hoher Genauigkeit bearbeitet werden.
Erfindungsgemäß besteht die Vorrichtung zur Gegenhalterung für eine Spannvorrichtung aus einem Grundkörper, an dem zwei Seitenplatten befestigt sind. Zwischen ihrem oberen Teil über dem Grundkörper sind, eine der jeweiligen Spannaufgabe
entsprechende, beliebige Anzahl von prismatisch geformten Bauteilen, bestehend aus mit einem Absatz versehenen Spannschiebern, Querschiebern sowie einem federnden und einem feststehenden Seitenteil angeordnet. Diese Bauteile weisen gradförmige Gleitflächen auf. Der Maximalhub der Spannschieber wird durch Schultern an den Seitenplatten sowie durch den Grundkörper begrenzt. Zum Ausgleich größerer Parallelitätsabweichungen bei zu spannenden Werkstücken können die Gleitflächen der Spannschieber oder Querschieber kurvenförmig ausgebildet sein. Die Wirkungsweise der Vorrichtung zur Gegenhaltung ist folgende:
Die Vorrichtung wird als Baueinheit mit Hilfe von Führungselementen an den Schmalseiten seines Gehäuses beweglich befestigt. Die Spannschieber stehen dabei entsprechenden festen Spannbacken oder Spannleisten gegenüber. Die Spannkraft wird von den festen Spannbacken durch entsprechende Spannmittel (Spannspirale, Gewindebolzen, pneumatischer Spanner) eingeleitet und drückt dabei die Vorrichtung zur Gegenhalterung gegen die zu spannenden Werkstücke, die zwischen der Gegenhalterung und den festen Spannbacken gelagert werden.
Beim Spannen gleicht die Vorrichtung zur Gegenhalterung geringe Toleranzen der Werkstücke aus, indem der erste am Werkstück anliegende Spannschieber bei weiterer Zustellbewegung die an ihm anliegenden Querschieber zur Seite drückt, wodurch die benachbarten Spannschieber an die entsprechenden Teile angelegt werden. Das pflanzt sich fort bis alle Spannschieber, eine definierte Endlage erreicht haben und keine Bewegung mehr möglich ist, wobei in diesem Moment die volle Spannkraft zur Wirkung kommt. Sind Spannschieber unbelastet, so werden diese so weit herausgedrückt, bis der Absatz des Spannschiebers an den Schultern der Seitenplatten anliegt und so eine definierte Endlage herstellt. Somit ist es möglich, Werkstücke auch mit einzelnen Spannschiebern zu spannen.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung zeigt Fig. 1 die Vorrichtung zur Gegenhalterung in Funktion, Fig. 2 den Schnitt A-A.
Die Vorrichtung zur Gegenhalterung besteht aus den Spannschiebern 1, den Querschiebern 2, einem federnden Seitenteil 3 und einem festen Seitenteil 4. Diese prismatisch geformten Bauteile sind in einem Gehäuse untergebracht, das aus dem Grundkörper 5 und den Seitenplatten 6; 7 besteht.
Die Spannschieber 1 und die Querschieber 2 sind axialsymmetrische Teile, die zur Gleitebene des Grundkörpers 5 geneigte geradlinige Gleitflächen 8 besitzen. Es wurde ein Neigungswinkel von 45° gewählt, wobei sich an Spann- und Querschieber 1; 2 ein Spitzenwinkel von 90° ergibt.
Der Spannschieber 1 ist an der Spannseite mit einem Absatz 10 versehen. Dadurch ergeben sich Anschlagflächen, die im Zusammenwirken mit den an den Seitenplatten 6; 7 angebrachten Schultern 9 eine Begrenzung des maximalen Hubes der Spannschieber 1 bewirken.
Die Seitenteile 3; 4 ergeben die für die äußeren Spannschieber 1 nötigen Gleitflächen 8, sie stellen einseitige Querschieber 2 dar.
Das Seitenteil 3 ist gegen den Grundkörper 5 seitlich abgefedert und bringt damit die Spannschieber 1 immer in die vordere Endstellung.
Da der maximale Hub der Spannschieber 1 nur Teiltoleranzen bzw. geringe Parallelitätsabweichungen des Werkstückes 11 ausgleichen kann, müssen für Spannaufgaben insbesondere bei unregelmäßig geformten Werkstücken Distanzstücke 12 verwendet werden.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Gegenhalterung bei einer Spannvorrichtung, gekennzeichnet durch einen Grundkörper (5) an dem zwei Seitenplatten (6; 7) befestigt sind, zwischen denen sich eine beliebige Anzahl prismatisch geformter, symmetrischer Spannschieber (1) befinden, die schwimmend auf Querschiebern (2) und Seitenteilen (3; 4), die wie die Spannschieber (1) geneigte ebene Gleitflächen (8) besitzen, angeordnet und die Seitenteile (3; 4) federnd ausgeführt sind, wobei der Hub, der mit einem Absatz (10) versehenen Spannschieber (1) nach oben durch an den Seitenplatten (6; 7) angebrachte Schultern (9) und nach unten durch die bis in die Endlage ausgewichenen Querschieber (2) begrenzt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Gleitflächen (8) der Spannschieber (1) oder Querschieber (2) und die Seitenteile (3; 4) kurvenförmig ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD30203287A DD260024A1 (de) | 1987-04-22 | 1987-04-22 | Vorrichtung zur gegenhalterung bei einer spannvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD30203287A DD260024A1 (de) | 1987-04-22 | 1987-04-22 | Vorrichtung zur gegenhalterung bei einer spannvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD260024A1 true DD260024A1 (de) | 1988-09-14 |
Family
ID=5588433
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD30203287A DD260024A1 (de) | 1987-04-22 | 1987-04-22 | Vorrichtung zur gegenhalterung bei einer spannvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD260024A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0499386A3 (en) * | 1991-02-11 | 1992-11-25 | Dek Printing Machines Limited | Workpiece support and clamping means |
| DE10155188A1 (de) * | 2001-11-12 | 2003-05-22 | Erwin Quarder Werkzeugbau Gmbh | Einspannvorrichtung für Werkstücke oder Werkzeuge |
-
1987
- 1987-04-22 DD DD30203287A patent/DD260024A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0499386A3 (en) * | 1991-02-11 | 1992-11-25 | Dek Printing Machines Limited | Workpiece support and clamping means |
| DE10155188A1 (de) * | 2001-11-12 | 2003-05-22 | Erwin Quarder Werkzeugbau Gmbh | Einspannvorrichtung für Werkstücke oder Werkzeuge |
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