DD261382A1 - Mittel zur oberflaechenbehandlung von rostfreiem stahl mit nivellierendem effekt - Google Patents

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DD261382A1
DD261382A1 DD30306687A DD30306687A DD261382A1 DD 261382 A1 DD261382 A1 DD 261382A1 DD 30306687 A DD30306687 A DD 30306687A DD 30306687 A DD30306687 A DD 30306687A DD 261382 A1 DD261382 A1 DD 261382A1
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DD
German Democratic Republic
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stainless steel
weight
mass
acid
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Application number
DD30306687A
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Inventor
Lothar Blaettermann
Dieter Rennoch
Guenther Wasow
Alfred Doner
Siegfried Nowak
Leonhard Zastrow
Original Assignee
Secura Werke Mikroelektronik
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F3/00Brightening metals by chemical means
    • C23F3/04Heavy metals
    • C23F3/06Heavy metals with acidic solutions

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Formulierung zur Abtragung von Korrosionsschichten, stoerenden Gratspitzen und Rauhigkeiten von der Oberflaeche rostfreien Stahles durch chemische Umsetzung. Erfindungsgemaess besteht das Mittel aus einem Gemisch von17 Masseanteilen Salpetersaeure 62%ig 5 Masseanteilen Flusssaeure40%ig78 Masseanteilen elektrolytfreiem Wasserund einem Inhibitor.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Formulierung zur Abtragung von Korrosionsschichten, störenden Gratspitzen und Rauhigkeiten von der Oberfläche rostfreien Stahles durch chemische Umsetzung.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei Bauteilen aus rostfreiem Stahl kommt es bei Schweiß-, Stanz- und Umformarbeiten zur Gratbildung, oberflächlicher Gefügeänderungen und Oxidbildung. Es ist bekannt, durch eine nachfolgende Ätzung mit Säuren Grat und Rauhigkeiten abzutragen und Oxidschichten abzulösen. Voraussetzung ist jedoch ein.gleichmäßiger Angriff über die Fläche und die .
Vermeidung von Lochfraß auch an solchen Stellen, die besonders nach örtlich starkunterschiedlicher Wärmebehandlung, z. B.
nach Punktschweißen, Lokalelemente ausbilden.
In der Patent- und Fachliteratur werden für das Beizen und Ätzen von rostfreiem Stahl viele Säuren und Säuregemische angegeben. Weit verbreitet ist der Einsatz einer Mischung von Salpetersäure und Flußsäure.
Nach der DE-OS 3412329 wird zu einem Gemisch von 15% Salpetersäure und 0,5...2,5% Flußsäure ein Zusatz von Harnstoff gegeben, hauptsächlich um das Austreten nitroser Gase zu minimieren. Dasselbe Prinzip wird in der US-PS 3565688 beansprucht.
Eine verbesserte Wirkung der Beizmittellösung auf Basis von Salpetersäure und Flußsäure mit Harnstoffzusatz wird nach GB-PS 2048311 durch mechanisches Brechen von Zunderschichten oder einer Vorbehandlung mit Schwefelsäure erreicht.
In der GB-PS 1472105 wird das Arbeiten in 2 Stufen mit unterschiedlichen Säuregemischen vorgeschlagen, um reine glatte Oberflächen erzielen zu können.
Nach der DE-OS 2 559289 werden zu dem Gemisch von Schwefelsäure, Salpetersäure und Flußsäure deren Alkalisalze gegeben und die Senkung der Oberflächenspannung der Beizlösung durch den Zusatz geringer Mengen perfluorierter Tenside bewirkt.
Für die Verhinderung des ungezügelten Angriffs auf das blanke Metall beim Beizen von Edelstahlteilen mit Zunderschichten werden sehr viele Verbindungen in der Literatur genannt. So werden in der DE-OS 2244975 vernetzte, stickstoffhaltige Kondensationsprodukte aus dem Umsatz von Blockpolymeren mit Verbindungen genannt, die mindestens 4 basische NH-Gruppen tragen.
Die DE-OS 2347257 beansprucht als Korrosionsinhibitor für Salzsäure als Beizmittel den Zusatz von Mischprodukten aus der Umsetzung von Butylaldehyd.rjnit Azetylen.
Für den Einsatz von Schwefelsäure wird in der DE-OS 2606788 ein Zusatz von Isothiocyansäurehydroxyalkylderivaten empfohlen.
Alle bekannten Verfahren sind entweder umständlich anwendbar und dadurch ökonomisch nicht vertretbar, oder sie verwenden Zusätze, die meistens bereits als begrenzt wirksam ausgewiesen werden und zum großen Teil kompliziert herzustellen sind.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist die Herstellung eines Mittels zur Oberflächenbearbeitung von rostfreiem Stahl, das eine große Anwendungsbreite hinsichtlich der Legierungsbestandteile aufweist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Mittel aufzuzeigen, das auch bei starken Säuren eine ausreichende Grenzflächenaktivität behält, die zur Ausbildung von gemischten Adsorptionsschichten führt, und einen nivellierenden Effekt auf den Angriff der Säure auf Flächenreale unterschiedlicher Reaktivität ausübt
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Mittel ein Gemisch ist aus
17 Masseanteilen Salpetersäure 62%ig
5 Masseanteilen Flußsäure 40%ig
78 Masseanteilen elektrolytfreiem Wasser
und 0,5-5,0 Masseanteilen Inhibitor bestehend aus
2 Masseanteil.en NatriumalkansulfonatmiteinerAlkylkettenlängevon C12...C13 5 Masseanteilen Dodecylamidomethyldimethylbenzylammoniumfluorid
10 Masseanteilen Nonylphenolpolyethylenoxid mit einem mittleren Ethoxylierungsgrad von 10 additiv 1000 Masseanteilen elektrolytfreies Wasser.
Ausführungsbeispiel
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von 2 Beispielen näher erläutert.
Beispiel 1
Becherförmige Lochblenden aus rostfreiem Stahl, an die durch Punktschweißung Halteelemente aus einem höher legiertem Edelstahl angebracht wurden, werden in eine Ätzlösung bestehend aus
1,1 I Salpetersäure 62 %ig
0,61 Flußsäure 40%ig
8,31 elektrolytfreies Wasser
und 10 ml eines Inhibitors der zuvor genannten Mischung bei 30-350C für 2 min. gebracht. Die Lochblenden waren im Bereich der Punktschweißung sichtbar verzundert. Nach der Säurebehandlung und Spülen mit deioniesiertem Wasser wurden metallisch glänzende und glatte Oberflächen an beiden Materialien erzielt.
Beispiel 2
Stanzteile der Abmessung 10mm χ 6mm χ 0,5mm aus einem magnetisierbarem rostfreiem Stahl werden für 2 min. bei 30-350C in eine Ätzlösung, bestehend aus
1,1 !Salpetersäure ' 62%ig
0,61 Flußsäure 40%ig
8,31 elektrolytfreies Wasser
und 10ml eines Inhibitors der zuvor genannten Zusammensetzung getaucht und mit deionisiertem Wasser gespült. Bei
minimalem Materialabtrag waren die Plättchen nach der Behandlung glatt, metallisch blank und gratfrei.

Claims (1)

  1. Mittel zur Oberflächenbehandlung von rostfreiem Stahl mit nivellierendem Effekt und großer Anwendungsbreite in bezug auf die Legierungsbestandteile, gekennzeichnet durch ein Gemisch aus 17 Masseanteilen Salpetersäure 62%ig
    5 Masseanteilen Fiußsäure 40%ig
    78 Masseanteilen elektrolytfreiem Wasser
    und 0,5-5,0 Masseanteilen Inhibitor^
    bestehend aus
    2 Masseanteilen Natriumalkansulfonatmiteiner Alkylkettenlängevon Ci2...Ci8 5 Masseanteilen Dodecylamidomethyldimethylbenzylammoniumfluorid 10 Masseanteilen Nonylphenolpolyethylenoxid miteinem mittleren Ethoxylierungsgrad von 10 additiv 1 000 Masseanteilen elektrolytfreiem Wasser.
DD30306687A 1987-05-25 1987-05-25 Mittel zur oberflaechenbehandlung von rostfreiem stahl mit nivellierendem effekt DD261382A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4445333A1 (de) * 1994-12-19 1996-06-20 Moeller Feinmechanik Gmbh & Co Glättverfahren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE4445333A1 (de) * 1994-12-19 1996-06-20 Moeller Feinmechanik Gmbh & Co Glättverfahren

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