DD262019A1 - Verfahren und mittel zur konservierung von beton - Google Patents

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DD262019A1
DD262019A1 DD30465287A DD30465287A DD262019A1 DD 262019 A1 DD262019 A1 DD 262019A1 DD 30465287 A DD30465287 A DD 30465287A DD 30465287 A DD30465287 A DD 30465287A DD 262019 A1 DD262019 A1 DD 262019A1
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DD30465287A
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Christoph Grieger
Reinhard Glatte
Walter Knaute
Josef Kargel
Reiner Otto
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Verkehrswesen Hochschule
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Abstract

Mit der erfindungsgemaessen Loesung koennen insbesondere Betone, die durch Alkali-Kieselsaeure-Reaktionen oder Hitze-Frost-Taumittel-Beanspruchung geschaedigt sind, konserviert werden. Die geschaedigten Betone werden vor dem Zutritt von Feuchtigkeit einschliesslich darin geloester Schadstoffe durch ein stufenweises Konservierungsverfahren mit einem aus organischem Loesungsmittel und Silikonharz bzw. Silan bestehenden Konservierungsmittel geschuetzt und dabei teilweise auch verfestigt. Dadurch werden die betonschaedigenden Reaktionen und Vorgaenge unterbunden. Als Vorbehandlung werden die geschaedigten Betone auf eine bestimmte Restfeuchtigkeit vorgetrocknet. Danach erfolgt eine Vorkonservierung, der sich ein oder mehrere Hauptkonservierungen anschliessen.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Mittel zur Konservierung von Betonen, die insbesondere durch Alkali-Kieselsäure-Reaktion oder Hitze-Frost-Taumittel-Beanspruchung Schädigungen aufweisen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es sind eine Reihe von Verfahren bekannt, um Betone, Putze oder andere Baustoffe schon bei der Herstellung (DD-WP 130135, DD-WP 228241, DD-WP 104283) oder auch nachträglich (DD-WP 118854, DD-WP 95342, DE-OS 2733686, DE-OS 1 671164, DE-OS 2505286) mitbestimmten Mitteln zu behandeln, zu imprägnieren oder zu beschichten. Der Wirkeffekt soll bei der Imprägnierung auf einer sehr tiefen Eindringung in den stark porösen Baustoff bzw. bei Versiegelungen oder oder Beschichtungen auf einer festhaftenden Umhüllung mit einer gewissen Rißüberbrückung beruhen.
Betone mit Schäden durch Alkali-Kieselsäure-Reaktion oder Hitze-Frost-Taumittel-Beanspruchung sind hochwertige Betone, die durch stoffliche Fehler oder ungeeignete Nutzungsbeanspruchung zunehmende Strukturrisse, vorrangig von der Oberfläche her beginnend, zeigen, die in der weiteren Beanspruchung insbesondere durch Frost eine progressive Schadensbildung erfahren.
In die sehr dichte Struktur hochwertigen Betonsdringen bisherige Imprägnierstoffe in der Regel weniger als 1 bis 1,5 mm ein (s.
Glatte/Ihle, Die Straße, Berlin 31 [1981] 7). Um die Eindringtiefe zu erhöhen, wurde mitunter empfohlen, das Imprägniermittel stark verdünnt unter hohem Druck mittels Airlessgeräten aufzusprühen. Dieses Verfahren erwies sich gleichfalls als nachteilig, weil das Lösungsmittel im Sprühkegel verdunstet und somit das dickflüssigere Imprägniermittel nicht tief genug eindringen
Das von Küchler (Die Straße, Berlin 34 [1984] 1) empfohlene Imprägniermittel unter Verwendung einer 5%igen Silikonharzlösung „Contraquin" erwies sich bei einer komplexen Prüfung als völlig unzureichend bezür 'ich der Frostbeanspruchung.
Bei Beschichtungen entstehen große Schwierigkeiten dadurch, daß Ausgangsbaustoff und Beschichtungsstoff stark voneinander abweichende Eigenschaften (Wärmedehnung, Ε-Modul, Wärmeleitung) besitzen, was bei Temperatur- und Feuchtebeanspruchung zur Ablösung führt. Des weiteren wird dabei zumeist die Wasserdampfdiffussion verhindert. Die dabei entstehenden Drücke führen ebenfalls zur Ablösung der Beschichtung. Außerdem wird bei sehr dichten Betonen eine unzureichende Haftung zwischen Ausgangsbaustoff und Beschichtungsstoff erzielt (Schönburg, Beschichtungslehre, VEB Verlag für Bauwesen Berlin, 1982).
Damit müssen die in den Patenten und anderen Quellen angegebenen Verfahren für den speziellen Zweck als nicht ausreichend wirksam beurteilt werden.
Für die Hitze-Frost-Taumittel-Beanspruchung ist die thermische Beständigkeit der Imprägnier-bzw. Beschichtungsstoffe für eine dauerhafte Schutzwirkung ungenügend.
Weitere Mängel bisheriger Stoffe sind im unzureichenden Ausfüllen bzw. Verkleben von Rissen zu sehen sowie darin, daß stets nur ein mehr oder weniger trockener, nicht aber durchfeuchteter Beton behandelt werden kann.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren und ein Mittel zur Konservierung von Beton vorzuschlagen, wodurch es möglich ist, die Nutzungsdauer von durch Alkali-Kieselsäure-Reaktion oder Hitze-Frost-Taumittel-Beanspruchu.ng geschädigte Betone zu verlängern und diese Betone verwendungsfähig zu erhalten bzw. ausgesonderte Betonteile wieder einer Nutzung zuzuführen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und ein Mittel zur Konservierung von Betonen zu entwickeln, welche die technischen Eigenschaften des Ausgangsmaterials trotz Schädigung durch Alkali-Kieselsäure-Reaktion, Hitze-Frost-Taumittel-Beanspruchung oder ähnliche Schädigungen erhalten bzw; wiederherstellen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die geschädigten Betone wirkungsvoll und langandauernd vor dem Zutritt von Feuchtigkeit einschließlich darin gelöster Schadstoffe durch ein Verfahren der stufenweisen Konservierung mit einem Mittel geschützt und dabei teilweise auch verfestigt werden. Dadurch werden die betonschädigenden Reaktionen und Vorgänge unterbunden
Das Konservierungsmittel besteht erfindungsgemäß aus folgenden Stoffen:
Variante a)
10...50% Methylpdlysiloxanharz
90...50%organisches Lösungsmittel, vorzugsweise Benzin (Testbenzin)
Variante b)
10...20% Alkylalkoxisilan
90...80% Alkohol
Variante c)
10...50% Gemisch aus Methylpolysiloxanharzund Alkylalkoxisilan . .
90...50%organisches Lösungsmittel, vorzugsweise Benzin (Testbenzin)
Als Vorbehandlung müssen durch Alkali-Kieselsäure-Reaktion geschädigte Betone im Randzonenbereich bis auf eine Restfeuchtigkeit < 2% vorgetrocknet werden. Bei anderen Schädigungen und Lösungsmittel Benzin im Konservierungsmittel erfolgt eine Vortrocknung auf < 3% Restfeuchtigkeit, beim Lösungsmittel Alkohol kann die Vortrocknung entfallen.
Anschließend wird die Vorkonservierung mit dem erfindungsgemäß zusammengesetzten Konservierungsmittel Variante a, b oder c bei einem Lösungsmittelanteil von 80... 90% als Tauchen oder Überschichten des Betons für mindestens 20 Sekunden bei einer Umgebungstemperatur zwischen 5 und 60°Cso durchgeführt, daß dadurch auf dere Betonoberfläche noch keine Filmbildung durch das Konservierungsmittel einsetzt.
Nach einer technologischen Pause von mindestens 10 Minuten, jedoch höchstens 24 Stunden wird dieser Vorgang als Hauptkonservierung mehrfach wiederholt, wobei das Konservierungsmittel nach Variante a oder c einen Lösungsmittelanteil zwischen 50 und 80Ma.-% aufweist.
Bei flächigen Bauteilen, die voll der Witterung ausgesetzt sind, kann der Konservierungsprozeß in größeren Zeitabständen (1-5 Jahre) wiederholt werden.
Mit dieser erfindungsgemäßen Lösung wird die Materialökonomie verbessert und Instandhaltungsmaßnahmen können besser geplant werden.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll nachstehend an zwei Ausführungsbeispielen erläutert werden.
Beispiel 1
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden durch Alkali-Kieselsäure-Reaktion geschädigte Betonschwellen nach einer Vortrocknung auf < 2Ma.-% Restfeuchtigkeit durch stufenweises Tauchen in ein anfangs 15%iges, danach 30%iges und abschließend 40%iges Methylpolysiloxanharz-Benzin-Gemisch bei einer Tauchdauer von jeweils 40 Sekunden und einem Zeitabstand zwischen den Tauchvorgängen von 20 Minuten bei einer Temperatur von > 150C konserviert. Die weitere betonschädigende Reaktion wird dadurch unterbunden. Bei geringem Schadensmaß ist u. U. eine Weiternutzung der Schwellen im Gleis möglich. Bei einem stärkeren Schadensmaß, z.B. mit Rißbildungen > 0,2mm wird eine anderweitige Nutzung der Betonschwellen ermöglicht, beispielsweise für eine Befestigung von Lockergesteinsböschungen.
Beispiel 2
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden durch Hitze-Frost-Taumittel-Beanspruchung geschädigte Betone auf Flugbetriebsflächen mit einem 15%igen Alkylalkoxisilan-Alkohol-Gemisch durch Überfluten vorkonserviert und danach mit einem 20%igem und abschließend 40%igem Methylpolysiloxanharz-Benzin-Gemisch für jeweils 5 Minuten bei einem zeitlichen Abstand von ca. 60 Minuten zwischen den einzelnen Überschichtungsvorgängen bei einer Temperatur von ca. 18°C wirkungsvoll konserviert. Durch die Anwendung von erfindungsgemäßen Mittel und Verfahren werden Risse und Poren in der Oberflächenzone sowie tieferführende Risse mit dem Konservierungsmittel ausgefüllt, so daß eine weitere zerstörende Wirkung einer Hitze-Frost-Taumittel-Beanspruchung unterbunden wird.

Claims (7)

1. Verfahren zur Konservierung von Beton, gekennzeichnet dadurch, daß durch Alkali-Kieselsäure-Reaktion geschädigte Betone zunächst auf eine Restfeuchte im Randzonenbereich < 2%, bei anderen Schädigungen und Lösungsmittel Benzin im Konservierungsmittel auf < 3% Restfeuchtigkeit vorgetrocknet werden und danach mit einem Konservierungsmittel ein stufenweises, zeitlich begrenztes Tauchen oder Überschichten des geschädigten Betons durchgeführt wird.
2. Verfahren zur Konservierung von Betonen nach Anspruch 1., gekennzeichnet dadurch, daß in der ersten Stufe eine Vorkonservierung mit einem Konservierungsmittel, das einen Lösungsmittelanteil von 80-90% aufweist und in den weiteren Stufen der Hauptkonservierung mit einem Lösungsmittelanteil von 50-80% durchgeführt wird, wobei die Zeitdauer der einzelnen Stufen des Tauchens oder Überschichtens mindestens 20 Sekunden beträgt und die dazwischen liegenden technologischen Pausen mindestens 10 Minuten, jedoch höchstens 24 Stunden betragen und die Umgebungstemperaturen zwischen 5 und 6O0C liegen.
3. Mittel zur Durchführung des Verfahrens zur Konservierung von Beton, gekennzeichnet dadurch, daß das Mittel aus
10...50% Methylpolysiloxanharz
90...50% organisches Lösungsmittel, vorzugsweise Benzin (Testbenzin) oder 10...20%Alkylalkoxisilan
90...80% Alkohol oder
10...50% Gemisch aus Methylpolysiloxanharz und Alkylalkoxisilan 90...50% organisches Lösungsmittel, vorzugsweise Benzin (Testbenzin) zusammengesetzt ist.
DD30465287A 1987-07-06 1987-07-06 Verfahren und mittel zur konservierung von beton DD262019A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US8721783B2 (en) 2000-06-06 2014-05-13 Dow Corning Corporation Compositions for treating materials and methods of treating same
US8940366B2 (en) 2007-05-09 2015-01-27 Petra International Holdings, Llc Apparatus and method for treating materials with compositions

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