DD264408A1 - Anordnung zum selbsttaetigen kippen eines schwenkbar aufgehangenen grossbehaelters - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine konstruktive Loesung zum Kippen von an Hebezeugen aufgehangenen Grossbehaeltern zur Entleerung. Ziel ist die Abloesung manueller Taetigkeit sowie die Reduzierung des erforderlichen Ausruestungs- und Bedienaufwandes. Es liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ver- und Entriegelung zum Kippen zu entwickeln, die durch elementare Bewegungen des Hebezeugs betaetigt werden kann. Zur Loesung wird eine Anordnung vorgeschlagen, bei der ein zum Kipplager senkrecht bewegliches Joch ueber ein bewegungsgeschaltetes laengenveraenderliches Kopplungsglied mit einem Riegel verbunden ist, der mit einem Anschlag am Behaelter gegen dessen vorhandenes Kippmoment wirkt. Als Kopplungsglied wird ein an sich bekannter Drehrasthuelsenmechanismus verwendet, der durch Anheben und Absenken des Jochs mittels Hebezeug abwechselnd auf Ver- und Entriegelung geschaltet wird. Die Anordnung ist ueberall dort einsetzbar, wo ein Kippen von mit Hebezeugen bewegten Grossbehaeltern erforderlich ist. Die Anordnung ist in Figur 1 dargestellt. Fig. 1
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft elno konstruktive Lösung für das Kippen von Großbehältern durch Betätigung des Hebezeuges zum Zwecke der Entleerung.
Bevorzugtes Anwendungsgebiet sind muldenartige Sammelbehalter für Materialabfälle.
Darlegung des bekannten Standes der Technik
Zum Kippen von schwenkbar aufgehangenen Großbehältern sind manuell bestätigbare Einrichtungen, die gegebenenfalls über Getriebe wirken, bekannt. Die Betätigung dieser Einrichtungen stellt mitunter eine erhebliche physische Anstrengung dar und kann In Abhängigkeit vom jeweiligen technologischen Prozeß mit Gefahren verbunden sein.
Zum Kippen dienende am Behälter befindliche angetriebene Einrichtungen benötigen elno Energiezufuhr über das Hobezeug oder über ein stationäres Versorgungssystem. Bei nicht ständiger Verbindung zwischen Behälter und Hebezeug sowie bei größerem Transportweg des Behälters bei Versorgung aus stationären Systemen ist ein fortlaufendes An- und Abkoppeln der Energiezufuhr erforderlich. Es Ist weiterhin bekannt, zum Kippen von Großbehältern ein zweites Hebezeug oder ein mit Hilfshubwerk ausgerüstetes Hebezeug einzusetzen.
Mit der DE-OS 3428089 wird ein kippbarer Transportbehälter vorgeschlagen, der mittels nur einos Kranhubwerkes Im Zusammenwirken mit der Standfläche ohne manuelles Zutun gekippt, entleert und wieder aufgerichtet werden kann. Dazu sind die Arme eines den Behälter übergreifenden unten offenen U-förmlgen Jochs an ihren dem Behälter zuweisenden Seiton mit je zwei Zapfen versehen. Für die oberen Zapfen ist am Behälter je eine ausklinkbare Aufnahme und für die unteren je drei verschiedene, miteinander verbundene Aufnahmen, die einen geschlossenen Kurvenzug darstellen, vorgesehen. Durch die Aufeinanderfolge von verschiedenen Kranbewegungen werden die oberen Zapfen In die oder aus der oberen Aufnahme gebracht, wobei die unteren Zapfen verschiedene Eingriffsstellungen einnehmen, in deren Folge ein Kippen, Wenden und Wiederaufrichten des Behälters erfolgt. Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß für einen Arbeltszyklus sechs Vertikalbewegungen, die zum Teil von dosierten Horizontalbewegungen überlagert sein müssen, erforderlich sind. Die Ursache für diesen Nachteil besteht darin, daß das Joch zum Ent- und Verriegeln durch Aus- und Einrasten der oberen Zapfen eine geometrisch komplizierte Bewegung ausführen muß.
Ziel der Erfindung ist die Ablösung manueller Tätigkeit beim Kippen von Großbehältern mittels Hebezeug sowie die Reduzierung des erforderlichen Ausrüstungs- und Bedisnaufwandes.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ver- und Entriegelung für den Behälter gegenüber der In der Senkrechten verbleibenden Aufhängung zu entwickeln, die durch eine alementare Bewegung des zum Transport eingesetzten Hebezeuges geschaltet wird.
Erfindungsgemäß wird dig Aufgabe dadurch gelöst, daß der Behälter mit einer horizontal außerhalb der Kippachse befindlichen Schwerpunktslage in der Kippachse von zwei Lagerhebeln getragen wird, zu denen die Arme eines übergreifenden nach unten offenen U-förmigen Jochs in im wesentlichen senkrechter Richtung beweglich angeordnet sind und ein an |edom Lagerhebel angelenkter mit einem Anschlag am Behälter zusammenwirkender Riegel über ein bewegungsschaltbares längenveränderliches Kopplungsglied gelenkig mit dem jeweiligen Jocharm verbunden ist.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung Ist die Beweglichkeit der Jochnrme gegenüber den Lagerhebeln durch mindestens je
·- · zwei parallel zueinander angeordnete Koppelschwingen realisiert. DIo Erfindung Ist weiterhin vorteilhaft ausgestaltet, Indem als
p. -j , bewegungsschaltbares längenveränderliches Kopplungsglied ein Dnhrasthülsenmechanlsmus verwendet wird.
Die vorteilhafte Wirkung dererfindungsgemäßen Anordnung besteht darin, daß die schwerkraftbedlngto Absenkbewegung der Jochar ne gegenüber den Legerheboln bei Nachlassen des Hebezeuges Im bewegungsschaltbaren Kopplungsglied jeweils eine andere Ausgangsstellung für das nachfolgende Anheben schaltot. Dabei wird In der folgenden Langstellung das Kopplungsglied um die freie Hublänge zwischen Jocherm und Ligerhebel auseinandergezogen, so daß der Riegel nicht ausgelenkt wird und der Behälter nicht kippen kann.
Bei der Kurzstellung, deren Ausgangsstellung curch Ablassen des Joe is aus der Langstellung geschaltet wird, läßt sich das Kopplungsglied beim Anheben nur um einen waitaus geringeren Betri g als bei Langeteilung auseinanderziehen, so daß bei freier Hublänge zwischen Jocharm und Lagerhebel der Riegel ausgelenkt und dem vorhandenen Kippmoment der Widerstand entzogen wird. Die Realisierung der Führung von Jocharmen und Lagerhebeln zueinander durch Koppelschwingen Ist konstruktiv weniger aufwendig als eine Gleitführung und ermöglicht zugleich die Synchronisierung der Schaltvorgänge auf beiden Seiten durch eine In der Kippachse angeordnete drehsteife Verbindung zwischen zwei Koppelschwingen. Die Verwendung eines Drehrasthülsenmechanlsmus als längenveränderliches Kopplungsglied garantiert aufgrund der konstruktiven Einfachelt eine hohe Funktionssicherheit und geringen Verschleiß. Mittels der erfindungsgemäßen Anordnung können die zu Umschlagarbeiten mit kippbaren Großbehältern erforderlichen Schalthandlungen allein durch vertikale Bewegung der Trageinrichtung des Hebezeuges ohne manuelles Zutun oder Einsatz anderweitiger energiebetriebener Hilfseinrichtungen ausgelöst werden.
beschrieben.
mittels der Koppelschwingen 4 und 5 an dem Lagerhebel 3 angelenkt sind. Der Anlenkpunkt für die untoro Koppelschwinge 6, diemit der auf der anderen Seite liegenden durch eine nlchtdargestellte Starrachse verbunden ist, liegt zugleich in der Kippachse 6des Behälters 1, dessen Schwerpunkt sich links von der Kippachse, etwa im Bereich zwischen den Jocharmen befindet.
drehbar befestigt. Die Verbindung zwischen Riegel 7 und dem Jocharm 2 stellt der gelenkig angeordnete
dem Im Außenteil 12 geführten Innenteil 15, da3 mit dem in die Aussparung hineinragenden Schältbolzen 17 versehen und umdie Längsachse drehbar mit dem unteren Lagerauge 16 verbunden ist (Figur 2).
die Kurzstellung 19, die weitere Ruhestellung 20 und die Langstellung 21 auf, die der Schaltbolzen 17 Infolge wechselndsenkrechter Jochbewegung unter Drehung des Innenteils 15 einnimmt.
sich der Bolzen 17 zunächst relativ zur Schaltkurve senkrecht nach unten und gleitet dann auf der Schrägen unter Drehung des
der Kippachse 6 gelegenen Auflagekontur gekippt und dabei entleert werden. Durch Absenken des Jochs gelangt der Behälterwieder in Normalstellung, wobei sich der Anschlag 11 an das Joch 2 anlegt und der Riegel 7 am Anschlag 8 einrastet. Beiweiterem Absenken des Jochs gelangt der Schaltbolzen 17 relativ zur Schaltkurve zunächst senkrecht nach oben und dannentlang der Schräge In die Ruhestellung 20. Aus dieser Stellung heraus wird bei erneutem Anheben des Jochs der Schaltbolzen17 in die Langstellung 21 bewegt, die erreicht ist, wenn der Anschalg 10 am Lagerhebel 3 anliegt. Der Behälter kann nun weiter -angehoben und transportiert werden, ohne daß der Riegel 7 ausgelenkt wird. Bei erneutem Absetzen des Behälters und
vor. Der Transport erfolgt in Langstellung 21. Vor dem Entleeren Ist ein Absetzen am Entleerungsort auf der Waggonwand odereiner eigens dafür geschaffenen Einrichtung erforderlich, wobei die Ruhestellung 18 erzielt wird. Bei erneutem Anheben wird der
ein Rückkippen durch Absenken, wobei die Ruhestellung 20 wieder erreicht wird.
• ,' oder anderen Gründen nicht möglich, so erfolgt am Entleerungsort das Zurückkippen durch Absenken. Da das Absenken nach
dem Rücktransport in Normalstellung beim nächsten Anheben ein Kippen am Stellplatzzur Folge hätto, Ist entweder unmittelbar
, nach dem Absetzen oder unmittelbar vor dem erneuten Transport zum Entleeren das Joch zum Umschalten von der
' Ruhestellung 18 auf die Ruhestellung 20 anzuheben und wieder abzusenken.
Claims (3)
1. Anordnung zum selbsttätigen Kippen eines schwenkbar aufgehangenen Großbehälters mit übergreifendem U-förmigen Joch und horizontal von der Kippachse abweichender Schwerpunktslage, dadurch gekennzeichnet, daß die Jocharme (2) In im wesentlichen senkrechter Richtung beweglich zu den den Behälter (Din seiner Kippachse (6) aufnehmenden Lagerhebeln (3) angeordnet und an diesen angelenkte, mit Anschlägen (8) am Behälter zusammenwirkende Riegel (7) über je ein bewegungsschaltbares längenveränderliches Kopplungsglied (9) mit den Jocharmen (2) gelenkig verbunden sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beweglichkeit der Jocharme (2) gegenüber den Lagerhebeln (3) durch mindestens je zwei zueinander parallel angeordnete Koppelschwingen (4; 5) realisiert ist.
3. Anordni g nach -ai pruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als bewegungsgeschaltetes längenveränderliches Kopplungsglied (9) ein Drehrastmechanismus verwendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD30698687A DD264408A1 (de) | 1987-09-16 | 1987-09-16 | Anordnung zum selbsttaetigen kippen eines schwenkbar aufgehangenen grossbehaelters |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD30698687A DD264408A1 (de) | 1987-09-16 | 1987-09-16 | Anordnung zum selbsttaetigen kippen eines schwenkbar aufgehangenen grossbehaelters |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD264408A1 true DD264408A1 (de) | 1989-02-01 |
Family
ID=5592306
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD30698687A DD264408A1 (de) | 1987-09-16 | 1987-09-16 | Anordnung zum selbsttaetigen kippen eines schwenkbar aufgehangenen grossbehaelters |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD264408A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19832866C2 (de) * | 1997-07-29 | 2002-03-28 | Johann Eisl | Materialkübel mit Kippautomatik |
-
1987
- 1987-09-16 DD DD30698687A patent/DD264408A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19832866C2 (de) * | 1997-07-29 | 2002-03-28 | Johann Eisl | Materialkübel mit Kippautomatik |
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