DD264700A1 - Verfahren zur herstellung eines flockungsmittels vom typ polyacrylamid in fester form - Google Patents

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Kurt Bernhardt
Silvia Franz
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Sdag Wismut
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  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)

Abstract

Das Verfahren zur Herstellung eines Flockungsmittels vom Polyacrylamid-Typ gehoert in das Gebiet der Synthese von hochmolekularen organischen wasserloeslichen Verbindungen. Ziel der Erfindung ist die Herstellung eines festen, leicht loeslichen, transportfaehigen Zwischenproduktes, welches am Ort der Anwendung in einfacher Weise in ein Flockungsmittel umgewandelt werden kann. Flockungsmittel werden auf dem Gebiet der Mineralaufbereitung angewandt.

Description

Cn»/, ikteristik der bekannten technischen Lösungen
Hochrr .!ekulare organische wasserlösliche Verbindungen werden allgemein in hochspezialisierten Chemiebetrieben durch Polymerisation aus reinen Monomeren hergestellt und in den Handel gebracht. Handelsform ist das hochmolekulare Trockenprodukt, dac vom Anwender zu einer stark verdünnten Lösung aufgelöst werden muß.
Hochmolekulare wasserlösliche Produkte lösen sich aber schwer auf. Das anfangs entstehende wasserhaltige Gel läßt sich mit Rührern zerteilen. Bis zum Vorliegen einer klumpenfreien Lösung benötigt man lange Rührzeiten. Die Staubentwicklung führt zur Verschmutzung der Laufstege dor Löseanlage, die bei Anwesenheit von Wasser mit eine: schmierigen Schicht überzogen werden und eine erhebliche .Unfallquelle darstellen. Um solche Löstinosstationen einzusparen, werden neuerdings flüssige Produkte, gelöst oder suspendiert, in den Handel gebracht.
Nachteils der Lieferung von Flüssigprodukton sind die höheren Transportumfänge und die Notwendigkeit von Lagerbehältern.
Ziel der Eirfindung
Das Ziel der Erfindung richtet sich auf die Senkung der Transportkosten, auf die weitere Nutzung bereits vorhandener Produktionsanlagen sowie eine Erhöhung des Produktionsausstoßes. Das erfindungsgemäß hergestellte Produkt staubt nicht, wie die gegenwartig im Einsatz befindlichen Produkte, es ist deshalb umweltfreundlicher und verbessert die Arbeits- und Lebensbodingungen am Arbeitsplatz.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schwierigkeiten bei der Auflösung der hochpolymeren Pulver zu umgehen und dafür ein leicht lösliches Produkt zu liefern, wobei die Lieferung einer Vorstufe des Flockungsmittels, das sich der Anwender je nach seinem Anwenck'ngszweck selbst polymerisieren kann, ohne dazu spezielle Fachkenntnisse oder Spezialapparaturen besitzen zu müssen, erfoigt. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß als erstes die an sich bekannte chemische Umwandlung einer polymerisationsfähigen Verbindung in das geeignete Derivat durch starke Säuren durchgeführt wird. Der zweite Verfahrensschritt besteht in der Neutralisation des erhaltenen Hydrolyseproduktes. Durch diese Reaktion, die in Formelschreibweise so dargestellt werden kann:
ICH2=CH-CONH3I HSO4 + Na2CO3 -> CH2=CH-CONH2 + Na2SO4 + CO2 + H2O
erhält man ein leicht lösliches, gut transportfähiges und trockenes Zwischenprodukt.
Der dritte Verfahrensweg ist dann die Polymerisation des in beliebiger Konzentration in Wasser gelösten Trockenproduktes in einem beliebigen Behälter durch Zugabe des mitgelieferten oder anderweitig beigestellten Katalysators.
Ausführungsbeispiel
Zu 7Ol Wasser läßt man in einem kühlbaren Rührwerksbohälter 2101 konz. Schwefelsäure zulaufen und stellt durch Kühlen die Temperatur auf 9O0C ein. Zu dieser Mischung läßt man portionsweise 2551 Acrylnitril zulaufen und sorgt dafür, daß die Temperatur 9O0C nicht übersteigt. Es vollzieht sich dio Hydrolyse des Nitrils zum Amid:
CH2=CH-CN + H2O-^CH2=CH-CONH2
Nach Beendigung der Reaktion liegt eine Lösung des Acrylamidsulfats vor.
Boim zweiten Verfahrensschritt wird die Lösung des Acrylamidsulfats in einer geeipneten Vorrichtung, t. B. in einem Mischer, mit 420kg festem wasserfreiom Natriumkarbonat vermischt, wobei unter Erwärmung ein leicht lösliches Kristallpulver einer Mischung von Natriumsulfat und Acrylamid entsteht. Dieses versandfähige Produkt kann in bekannter Weise an einem beliebigen Ort in Wasser aufgelöst und nach den Anforderungen des Anwenders durch Zusatz von Polymerisationskatalysatoren und Reglern zu einem hochmolekularen Produkt polymerisiert v/erden. Dem Anwender ist durch freie Wahl der Art und der Menge des Katalysators nine für ihn geeignete Beeinflussung dor Produkteigonschaften möglich.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Flockungsmittels vom Typ Polyacrylamid in fester Form durch Umsetzung von Acrylnitril in Acrylamidsulfat mittels Schwefelsäure, dadurch gekennzeichnet, daß das Acrylamidsulfat mit fester Soda neutralisiert, in dieser Form zum Anwender transportiert und dort polymerisiert wird.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Das Voi fahren gehört in das Gebiet der Synthese von hochmolekularen organischen wasserlöslichen Verbindungen. Die hochmolekularen organischen wassarlöslichen Verbindungen werden in Erzaufbereitungsfabriken und anderen Feststofftrüben verarbeitenden Betrieben eingesetzt. Das Verfahren gestattet eine gesteuerte Synthese hochmolekularer Verbindungen durch den Anwender.
DD30814787A 1987-10-22 1987-10-22 Verfahren zur herstellung eines flockungsmittels vom typ polyacrylamid in fester form DD264700A1 (de)

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