DD265280A3 - Vorrichtung zur nichtinvasiven entleerung der kieferhoehle - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine einfache und zuverlaessige Vorrichtung zum nichtinvasiven Entleeren der menschlichen Kieferhoehle von pathologischen Sekreten. Ihre konstruktive Gestaltung soll den Einsatz auch ausserhalb des ambulanten medizinischen Bereichs gestatten. Erfindungsgemaess wird dies dadurch erreicht, dass eine den Nasenbereich druckabdichtende Vorrichtung mit einer den Nasenausatmungswiderstand regulierenden Einrichtung versehen ist. Das Anwendungsgebiet ist die Hals-Nasen-Ohren-Therapie.
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entleeren der menschlichen Kieferhöhle von pathologischen Sekreten und findet in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde Anwendung.
Bisher ist bekannt, daß die pathologischen Sekrete durch Spülung aus der menschlichen Kieferhöhle entfernt werden. Dabei kommt das Zweiwegverfahren zum Einsatz, welches zusätzlich zur natürlichen Öffnung (Ostium) zwischen Nasenhöhle und Kieferhöhle eine zweite, künstliche Öffnunp erfordert. Diese kann nur durch einen ambulanten Eingriff geschaffen werden.
So ist durch Becker, Neumann, Pfalz in Hals-Nasen-Ohren-He'.^unde, Georg Thieme Verlag Stuttgait und New York, 1983 das Prinzip der scharfen Kieferhöhlenspülung beschrieben worden.
Diese erfolgt nach lokaler Anästhesie des unteren Nasengangs durch Einsetzen eines nadeiförmigen Trokars an der lateralen Nasenwand unter dem Ansatz der unteren Muschel. Nach Durchstoßen der Nasenwand wird über die Kanüle das Sekret abgesaugt und gegebenenfalls mit Medikamenten gespült.
Der Nachteil dieser Methode besteht darin, daß sie mit Schmerzen beim Patienten verbunden ist
Das Ziel der Erfindung ist eine einfache und zuverlässige Vorrichtung zum schmerzfreien Entleeren der menschlichen Kieferhöhle von pathologischen Sekreten, deren konstruktive Gestaltung den hygienischen Bedingungen eines Einsatzes auch außerhalb des ambulanten Bereiches der medizinischen Einrichtungen entspricht.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung einer Vorrichtung zum Entleeron der menschlichen Kieferhöhle von pathologischen Sekret-jn ohne einen operativen Eingriff.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß eine den Nasenbereich druckabüchtende Vorrichtung mit einer den Nasenausatmungswiderstand regulierenden Einrichtung versehen ist. η der druckabdichtenden Vorrichtung ist unterhalb des Nasenbereiches ein geeigneter auswechselbarer Behälter zum hygienischen Auffangen der pathologischen Flüssigkeiten befestigt.
Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung soll durch folgende Teilschritte beschrieben werden: Nachdem die Vorrichtung angelegt wurde, wird der Kopf des Patienten in eine solche Lage gebracht, daß die natürliche öffnung der Kieferhöhle (das Ostium) den tiefsten Punkt in dieser bildet. Dies ist zwingend erforderlich, da das Ostium der Kieferhöhle bei aufrechter Körperhaltung nicht am tiefsten Punkt der Höhle, sondern im obersten Teil der medialen Kieferhöhlenwand lokalisiert - ist. Durch die gnänderte Kopfhaltung wird erroicht, daß die pathologischen Sekrete über das Ostium fließen können. Das Herausdrücken der pathologischen Flüssigkeit aus der Kieferhöhle wird erreicht, wenn durch den Patienten selbst zuerst im Nasenraum vor dem Ostium ein Überdruck, bezogen auf den Druck in der Kieferhöhle, erzeugt wird. Zu diesem Zweck wird die Ausatmung kurzzeitig durch Druckabdichtung des Nasenraumes von der Umgebung, bei gleich* titigem Pressen durch den Patienten, verhindert oder durch ein Aucatmungsventil in der Vorrichtung der Ausatmungswid' rstand so erhöht, daß die Ausatmung nui mit Überdruck erfolgen kann. Dieser Überdruck bewirkt, daß eine gewisse Menge Luft durch das Ostium der Kieferhöhle in diese eindringt. Die pathologischen Sekrete über und im Ostium der Kieferhöhle können diesen Prozeß nicht verhindern.
Nach Beendigung der Überdruckphase und Einstellung des Normaldruckes weist der Innenraum der Kieferhöhle einen Überdruck gegenüber dem Nasenraum auf. Dieser Überdruck bewirkt, daß ein Teil der pathologischen Sekrete aus der Kieferhöhle herausgepreßt wird. Die Höhe des Überdruckes entscheidet über die Menge der herausgedrückten Sekrete. Dieser Prozeß kann unterstützt werden, indem der Raum vor dem Ostium der Kieferhöhle in den Unterdruckbereich gebracht wird. Diese Druckminderung erfolgt durch ein Einatmungsventil, das den Einatmungswidersland erhöht. Der Wechsel von Überdruck und Unterdruck wird mit der normalen Atmungsfrequenz so oft wiederholt, bis das Ostium der Kieferhöhle frei liegt.
Nachstehend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigt die Zeichnung in
Fig. 1: die erfindungsgemäße Vorrichtung inform einer Gesichtshalbmaske Fig.2: die Seitenansicht der Gesichtshalbmaske.
Gemäß Fig. 1 besteht die erfindungsgemäße Vorrichtung zum nichtinvasiven Entleeren der Kieferhöhle aus der elastischen Halbmaske mit dem Gummikörper 1 und der Sichtscheibe 2. Seitlich am Gummikörper 1 befinden sich die in ihrer Länge verstellbaren Halterungsriemen 3 und der Maskenstutzen 4.
Im unteren Bereich der Sichtscheibe 2 ist die Bohrung δ angeordnet, deren Rand mit der ringförmigen Dichtung 6 umschlossen
Auf dem Maskenstutzen 4 ist der Schlauch 7 geschoben, der die Maske mit dem Ausatmungsventil 6 und der Überdruckkontrolleinrichtung 9 verbindet
Vor dem Anlegen der Halbmaske an das Gesicht des Patienten ist gemäß Fig. 2 das Sekretauffangglas 10 von innen nach außen durch die Bohrung 5 in die Sichtscheibe 2 eingeführt, bis die konische Erweitet ung des Sekretauffangglas 10 von der Dichtung β umschlossen ist.
Ist die Maske über den Nasenbereich des Patienten angelegt, werden die Halterungsriemen 3 am Grundkörper 1 dem
Kopf umfang des Patienten so angepaßt, daß die Maske den Nasenraum bis zum erforderlichen Überdruck abdichtet.
Anschließend wird das Sskretauffangglas 10 unter Beobachtung durch die Sichtscheibe 2 in die Position geschoben, dio die ungehinderte Ausatmung boi gleichzeitigem Auffangen Jos aus der Nase austretenden pathologischen Sekret erlaubt. Der Patient atmet durch den Mund ein und drückt die eingeutmete Luft nach dem Schließen des Mundes über din Nase durch das Ausatmungsventil 8. Der erzeugte Überdruck wird durch das Ausatmungsv^ntil 8 eingestellt und mit der Überdruckmeßvorrichtung 9 überprüft. Dio Einstellung erfolgt entsprechend der Konstitution des Patienten. Nach diesen . oereitungen neigt der Patient den Kopf so weit nach vorn, bis das Ostium der Kieferhöhe bezogen auf die Kieferhöhle den tiefsten Punkt einnimmt. Dann beginnt er mit der Atmungsfreouenz über den Mund einzuatmon und durch die Maske auszuatmen. Diesen Vorgang wiederholt er so oft, bis keinb Sekrete mehr aus der Nase auftreten.
Nach der Behandlung wird das Sekretauffanrjglas 10 herausgezogen und der Schlauch 7 vom Maskenstutzon 4 abgezogen, so daß eine unkomplizierte Säuberung der Mar/ke möglich ist.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur nichtinvasiven Entleerung der Kieferhöhle von pathologischen Sekreten, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Nasenbereich druckabdichtende Vorrichtung mit einer den Nasenausatmungswiderstand regelnden Einrichtung versehen ist.
2. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nasenausatmung regelnde Einrichtung ein einstellbares Ventil ist.
3. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich ein die Naseneinatmung regulierendes Ventil vorhanden ist.
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| DD28799886A DD265280A3 (de) | 1986-03-18 | 1986-03-18 | Vorrichtung zur nichtinvasiven entleerung der kieferhoehle |
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1986
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