DD265766A3 - Vorrichtung zur colorierung von fadenscharen - Google Patents

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DD265766A3
DD265766A3 DD30470287A DD30470287A DD265766A3 DD 265766 A3 DD265766 A3 DD 265766A3 DD 30470287 A DD30470287 A DD 30470287A DD 30470287 A DD30470287 A DD 30470287A DD 265766 A3 DD265766 A3 DD 265766A3
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DD
German Democratic Republic
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yarn
rollers
color
yarn sheets
coloring
Prior art date
Application number
DD30470287A
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English (en)
Inventor
Rudolf Reitz
Matthias Reitz
Guenther Rodewald
Werner Gerhardt
Bernd Scheibner
Karl Schlosser
Kurt Semsch
Bernd Wagner
Reiner Kraus
Thomas Lenk
Georg Hollendunter
Guenter Jacob
Original Assignee
Zwickau Ing Hochschule
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Colorierung von Fadenscharen durch ein- oder mehrfarbiges Bedrucken zur Erzielung regel- oder unregelmaessiger Farbeffekte. Erfindungsgemaess wird dies dadurch erreicht, dass die Fadenscharen zwischen Einzugs- und Abzugszylindern durch eine Vibrationserzeugnisvorrichtung, bestehend aus zwei uebereinander und in Arbeitsrichtung versetzt angeordneten Vibrationswalzen, die mit unterschiedlicher Geschwindigkeit gegeneinander laufen, in Schwingung versetzbar sind und die Fadenscharen bei ihrer Abwaertsbewegung mit mindestens einer in der Vibrationszone angeordneten, ausschwenkbaren und mit einem Farbfilm ueberzogenen Druckwalze punktual oder strichfoermig in Beruehrung bringbar sind. Fig. 1

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Colorierung von Fadonscharen durch ein· oder mehrfarbiges Bedrucken zur Erzielung regel- oder unregelmäßiger Farbeffekte.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bekannt ist aus der DE-AS 2165630 eine Einrichtung zum kontinuierlichen Bedrucken von Garn oder Vorgarn mit als Rippen oder Stege ausgebildeten Vorsprängen em Umfang der Drucktrommeln, die Jeweils mit unterschiedlichen gegenseitigen Abstand entsprechend der Teilung eines gewünschten Bedruckungsmusters befestigt sind. FOr jede Farbe ist eine solche Trommel auf dem Laufweg des Garnes oder Vorgarnes angeordnet. Die Signalorzeugungstrommel mit lugehörigen Schaltern haben ausschließlich die Funktion der Erzeugung von Steuertignalfolgen unterschiedlicher Rapportlange. Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß mit einer Drucktrommel nur ein ganz bestimmtes Muster in einer Farbe auf den Faden gedruckt werden kann. Bei Musterwechsel muß auch die Drucktrommel gewechselt werden. Weiterhin ist aus obiger DE-AS bekannt, daß der Farbauftrag durch Andrückeinrichtungen erfolgt. Der Nachteil solcher Einrichtungen besteht darin, daß beim Bedrucken einer Fadenschar mit mehreren Farben auch entsprechend viele Drucktrommeln und Andrückeinrichtungen vorhanden sein müssen, die sich über die gesamte Breite der Fadenschar erstrecken. Da die Farbauftragung nur durch Anpressen der Faden auf die Farbtrommeln erfolgt, tritt zwangsläufig bei DauerbetiSb eine Verschmutzung der Andrückwalzen in, die bei einem gewissen Sättigungsgrad unkontrolliert zusätzlich Farbstoff abgeben.
Die in der CH-PS 549475 dargestellte Lösung „Vorrichtung zum kontinuierlichen Bedrucken von Garn, Vorgarn oder Kardenband mit unregelmäßig verteilten Tupfen* ist gekennzeichnet durch ein Mittel, das an seiner Oberfläche konstant verfügbare FarbstofflAsung aufweist (entspricht einer mit einem Farbfilm überzogenen Druckwalze), ein Mittel zur Erzeugung von Signalen gemlß einem vorbestimmten Musterungsprogramm und ein gegenüber dem an seiner Oberfläche Farbstoff lösung aufweisenden Mittel angeordnetes Mittel, das von dem erzeugten Signalen gesteuert, gegen die Farbstofflösung aufweisende Oberflache gepreßt bzw. von dieser hinwegbewegt wird.
Ein wesentlicher Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß die Andrückstangen bzw. Rollen mit vorstehenden Platten durch die Anordnung nahe und oberhalb der Druckrolle sehr schnell mit Farbstoff gesattigt werden und es zu Verschmierungen auf den zu bedruckenden Material kommen kann. Dadurch ist es nicht möglich die angestrebte Tupfung über einen längeren Zeitabschnitt aufrechtzuerhalten, ohne eine laufende Reinigung der Andrückelemente.
Weiterhin bekannt ist aus der DE-OS 2108228 ein Verfahren zum Färben von Garn oder dgl. und eine Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens. Die Aufgabe dieser Erfindung besteht darin, auf den Garnfäden cder dgl. eine exakte Farbfolgo zu erzielen, ohne daß dabei ungefärbte Bereiche entstehen.
Die Vorrichtung ge<naß DE-OS 2108 228 weist Fadenführer auf, die in einem bestimmten Winkel zur Fadenschar angeordnet sind und die Fadenschar In einem Winkel zur Druckrolle bowegen können. Durch diese Bewegung kommt es zu einem Abrcllen der einzelnen Faden auf der Druckwalze, die in unterschiedliche Farbzonen eingeteilt ist, wodurch ein Durchfärben des Fadens erreicht wird.
Der Nachteil dieser Lösung besteht darin daß durch die Anordnung von Fadenführern und Druckwalzen, sowie durch die Umschlingung der Fäden um die Druckwalze kein tupfenförmigea Muster auf dem zu bedruckenden Faden erzielt werden kann. Bei Lösung handelt es sich nicht um ein Verfahren zum Bedrucken sondern ein Verfahren zum Einfärben bzw. Färben einer Fadenschar.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung Ist es, eine Vorrichtung zum Colorieren von Fadenscharen zu schaffen, die einen Farbauftrag ohne Andrückeinrichtung ermöglicht und damit auch den Mangel unkontrollierter zusätzlicher Farbstoffabgabe an den Andrückwalzen ausschließt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, welche die Fadenschaien in eine dauern Je, steuerbare Vibration
versetzt und bei ihrer Abwärtsbewegung kurzzeitig auf mindestens eine Farbwalze aufdrückt und bei der folgenden
Abwärtsbewegung sofort wieder abhebt. Auf diese einfache Art und Weise lassen sich asymetrische, ein- oder mehrfarbige,
regel- oder unregelmäßige Farbeffekte durch Bedrucken erzeugen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Fadenscharen zwischen Einzugs- und Abzugszylindern durch eine Vibrationserzeugungsvorrichtung bestehend aus zwei Vibrationswalzen in Schwingung versetzbar sind und die Fadenscharen
bei ihrer Abwartsbewegung mit mindestens einer in der Vibrationszone angeordneten, ausschwenkbaren und mit einem
Farbfilm überzogenen Druckwalze punktual oder strichförmig in Berührung bringbar sind. Die Vibrationswalzen bestehen aus mehreren Rundstiben, deren Lange durch die Arbeitsbreite der zu bedruckenden Fadenschar
bestimmt wird und die auf zwei sich gegenüberliegenden Scheiben variabler befestigt sind. Sie sind über ilnander in
Arbeitsrichtung versetzt anguordnet und rotieren mit unterschiedlicher und veränderbarer Drehzahl gegeneinander, wobei je
eine Vibrationswalze unter bzw. über der Fadenschar montiert ist.
Durch die dem Eircugswalzpnar nBchstgetegene und unter der Fadenschar liegende Vibrationswalze erfahrt die Fadenschar eine AufvWirtsbewegung und wird damit von der Druckwalze abgehoben. Durch die andere über die Fadenschar liegende Vibrationswalze wird die Fadenschar zur Abwärtsbewegung gezwungen und
damit eine örtlich und zeitlich begrenzte Berührung mit den Druckwalzen, die nach bestimmten Programmen ein· und ausgeschwenkt werden können, herbeigeführt.
Beide Vibrationswalzen werder. mechanisch durch einen regelbaren Getriebemotor gegeneinander laufend mit
unterschiedlichen Umdrehungsgeschwindigkeiten angetrieben.
Dabei besteht die Möglichkeit, die Vibratbnserzeugungsvorrlchtung In verschiedenen Geschwindigkeitsstufen sowohl langsam
als auch schnell laufen zu lassen, je nachdem, welcher Druckeffekt erreicht werden soll.
Je langsamer die Vibrationswalzen laufen, desto geringer ist die Vibration und damit nimmt die Kontaktzeit mit der oder den Farbwalzen zu. Das Druckbild wird streifenförmig. Mit ihrer zunehmenden Geschwindigkeit verändert sich der Effekt zum Farbtupfer in Pun ttualform. Ausfuhrungsbeispiel Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
Figur 1: Anordnung der Vibratlonswalzen In der Seitenansicht Figur 2: Anordnung in der Draufsicht
Diese Vlbrationserzeugungsvorrichtung, Figur 1 und 2, besteht aus zwei Vibrationswalzen 1, deren quer zur Fadenschar 2
angeordnete Rundstäbe 3 auf zwei sich gegenüberliegenden Scheiben variabel befestigt sind. Sie hat die Aufgabe, die
Fadenschar 2 In eine ständige sich wechselnde Vibration zu versetzen. Dazu sind die Vibrationswalzen 1 unmittelbar hinter dem Qarneinzugswalzenpaar 4 auf zwei getrennten Wellen so montiert, daß
eine Vibrationswalze 1 unterhalb der Fadenschar 2 gelagert ist und damit die Fäden ständig nach oben bewegt, also von den in
Laufrichtung dahinter liegenden Druckwalzen abhebt, während die andere Vibrationswalze 1 oberhalb der Fadenschar 2
befestigt Ist und damit zwangsläufig die Fäden nach unten drückt, so daß oine zeitlich beeinflußbare Berührung mit der (den)
Druckwalze 5 erfolgt. Beide Vibrationswalzen 1 luufen gegeneinander und werden mechanisch von einem regelbaren Getriebemotor β angetrieben,
wobei die Antrieb»ahnräi1er für die Vibrationswalzen 1 eine stark voneinander abweichende Zähnezah' haben, die nicht miteinander teilbar ist.
Damit sind völlig unterschiedliche Umdrehungsgeschwindigkeiten realisierbar. Da der Getriebsmotor 6 die Einstellung mehrerer Geschwindigkeitsstu'en zuläßt, besteht die Möglichkeit, die Vibrationserzeugungsvorrichtung langsam oder schnell laufen zu lassen. Bei Langsamlauf ist die Vibration gering und die Kontaktzelt Fadenschar-Druckwalze länger. Folglich entstehen als Effekte Farbstreifen. Bei Schnellauf e- !steht eine starke Vibration mit kürzerer Kontaktzeit und tupferartigen, punktualen Effekten. Eine weitere Möglichkeit zur Beeinflussung der Musterung besteht darin, die Durchlaufgeschwindigkeit der Fäden entsprechend
den Erfordernissen zu rngeln.

Claims (1)

  1. Vorrichtung zurColorierung von Fadenscharen durch Bedrucker mit unterschiedlichen Effekten aus in sich im wesentlichen unregelmäßig ändernder Einteilung, mit einer Anzahl von in Laufrichtung hintereinander angeordneten, ein- und ausschwenkbaren Farbzuführungseinrichtungen zur Farbabgabe jeweils an einer Abgabefläche, ferner durch die dazugehörigen Steuereinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Einzugs- und Abzugszylindern eine Vibrationserzeugungsvorrichtung, bestehend aus zwei übereinander und in Arbeitsrichtung versetzt angeordneten, über bzw. unter der Fadenschar (2) liegenden Vibrationswalzen (1), angeordnet ist, wobei jede aus mehreren Rundstäben (3) besteht, welche in ihrer Länge durch die Arbeitsbreite bestimmt und auf zwei sich gegenüber liegenden Scheiben angeordnet sind.
DD30470287A 1987-07-07 1987-07-07 Vorrichtung zur colorierung von fadenscharen DD265766A3 (de)

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