DD265887A1 - Faellungsmittel zum abtrennen von in oberflaechenwaessern geloesten eisensalzen - Google Patents

Faellungsmittel zum abtrennen von in oberflaechenwaessern geloesten eisensalzen Download PDF

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DD265887A1
DD265887A1 DD30890287A DD30890287A DD265887A1 DD 265887 A1 DD265887 A1 DD 265887A1 DD 30890287 A DD30890287 A DD 30890287A DD 30890287 A DD30890287 A DD 30890287A DD 265887 A1 DD265887 A1 DD 265887A1
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DD
German Democratic Republic
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copolymer
acryloguanamine
water
precipitant
surface water
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DD30890287A
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Inventor
Ulrich Gohlke
Klaus Dietrich
Monika Jobmann
Helmut Ziehe
Original Assignee
Akad Wissenschaften Ddr
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Faellungsmittel zum Abtrennen von in Oberflaechenwaessern geloesten Eisensalzen. Aufgabe ist es, mit Hilfe eines geeigneten Faellungsmittels und bei geringen Einsatzmengen Rohrverengungen und Verschluesse von Kuehlsystemen, z. B. in Kraftwerken, die sich durch Eisenablagerungen bilden koennen, sicher zu verhindern. Dazu eignet sich erfindungsgemaess eine salzsaure Loesung der Kombination des an sich bekannten Acryloguanamin-Copolymeren nach DD-PS 211 795 mit Erdalkaliionen in der Konzentration von 10 1 bis 510 3 Mol Erdalkaliionen pro Gramm Acryloguanamin-Copolymer, wobei schon geringe Einsatzmengen der Flockungsmittelkombination von 0,5 bis 10 mg/l Oberflaechenwasser ausreichend sind.

Description

Titel der Erfindung
Fällungsmittel zum Abtrennen von in Oberflächenwässern gelösten Eisensalzen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung dient dazu, Eisensaisspuren aus Cberflächenwässem su entfernen, um Rohrverengungen und Verschlüsse von Kühlsystemen, wie sie z.B. beim Kühlkreislauf in Kraftwerken auftreten können, zu vermeiden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
In Kraftwerken wird der überwiegende 2eil des Brauchwassers zurr. Kühlen verwendet. Bei der Kreislaufiührung des wassers in Kühltürmen erfolg": eine Oxidation der ./asserinhaltsstoffe, die bei Verwendung eisenhaltigen Brauchwassers zur Ausfällung von wasserunlöslichem Lisen-III-hydroxid führt. Das im. ",/asser suspendierte Hydroxid führt durch Ablagerung zu Rohrverengungen und Verschlüssen von Kühlsystemen und bewirkt damit Ausfälle von Aggregaten. Die Enteisenung durch Belüftung und damit Oxidation der 2-wertigen Eisensalze sowie Ausfällung als Hydroxid erfordert gesonderte umfangreiche Belüftungsanlagen und ist bei hohen Brauchwassermengen unökonomisch, da man mit !.!engen von 1 -1,5 nP zur Oxidation von 1 g Eisen-III-salz zu rechnen hat. Zur Enteisenung sind weiter Ionenaustauscher bekannt, die jedoch bei den hohen Brauchwassermengen in Kraftwerken ebenfalls ökonomisch nur sehr aufwendig su realisieren sind. ,Weiterhin ist bekannt, eisenhaltiges ./asser durch ein Bett mit modifizierter Aktivkohle zu filtrieren, wobei ebenfalls keine selektive Bindung der Eisenionen erfolgt,
) I
I 1 ι "7 / *—Γ «*Λ О О ч1*1
1!.;;/- Ч 1 О U і' w
Als Llodifikatoren für die Aktivkohle werden Thiole und vorzugsweise Alkyl-Alkenyl und Arylmercaptane eingesetzt. 2s ist weiterhin bekannt, Schwermetaliionen durch Komplexbildung aus wässrigen Lösungen zu entfernen. Als Komplexbildner v/erden z.B. liercaptide oder Hydroxy-Ethercarbonsäuren eingesetzt.
Die genannten Verfahren besitzen vor allem ökonomische Kach-'teile, die sich in der technischen Realisierung oder der Regenerierung (Oxidation, Aktivkohlebett, Ionenaustauscher) oder im Preis der verwendeten Chemikalien (Komplexbindung) nachteilig auswirken. Darüberhinaus besteht besonders bei der Komplexbindung die Gefahr der Einbringung toxischer Substanzen in das wasser.
Aus DD-PS 21" 196 ist weiter die Verwendung eines Acrylguanamincopolymeren als flockungsmittel zur Entfernung von Uitrat und/oder Schv/ermetallionen aus ..'asser bekannt. Dabei erfolgt die Sliminierung der im basischen Bereich als Hydroxide vorliegenden Schwermetalle durch Plockung und Koagulation der Kydroxidkolloide. Dazu sind, wie bei Prinärilockungsmit^eln üblich, Einsatzmengen von 50-100 mg/i notwendig.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Eisensalζspuren aus Oberflächenwässern abzutrennen, um deren schädliche Wirkung in Brauchwässern für Kraftwerke auszuschalten.
Darlegung des ./esens der Erfindung;
Die Aufgabe besteht darin, ein«?ällungsmitt;el einzusetzen, mit dem es gelingt, die gelösten Eisensalze im sauren Lied ium mit geringen Einsatzmengen an Fällungsmittel abzutrennen.
Srfindungsgemäß wurde die Aufgabe gelöst, in^dem als Jällungsmittel das an sich bekannte Acryloguanamin-Copolymere (AC) der Tormel I
GH0 - GH
ά ι
CQJiH,
GH2 - CH COOH
GH2 - CH
IT
- CH
Ii t L Il
7 \
С = 1Ш
ITE ^
С = ITH
CH
CH9 -QE- CR0 - CH-
C. \ С. ι
0 r_ r, s, "t, η, π: £ 1000 IZex^enbcusteinen in ?оІупіеmolekül und einer 1.ло1лаэзе > 2000 DaIton in Kombination mit v/asserlösuchen
— 1 —3
^rdallcalisalzen in der Konzentration von 1 · 1C ...öl bis 5*10 J LIoI 3rdalkaliionen pro g Acryioguanamin-Copolynier nach Porniel I eingesetzt v/ird.
Dabei oev/irken bereits gerinne Llengen der PälinittellcomDination von 0,5 bis 10 mg/1 eine ökonomisch günstige Abtrennung der im sauren Oberflächenwasser vorliegenden gelösten Sisensalze.
Die 2nteisemmg erfolgt durch Ausfällung der gelösten Zisensalze nach Zudosierung der Polymerlösung praktisch zeitgleich mit einer intensiven Vermischung der Lösung mit dem .i'asser, vrobei der Zinsatz schon bei geringen Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes möglich ist. ліз wasserlösliche Srdalkalisalze eignen sich z.3. Calziumchlorid, Llcgnesium-und/oder Bariumchlorid oder Magnesiumsulfat.
Durch den riinsatz der erfindungsgeniäßen Päilungsmittelkombination wird in ökonomischer ,ieise der Anteil an Eisenionen und gleichseitig die Einsatzmengen an Pällungsmittel stark verringert.
Ausführung beispiele
Зеізріеі 1 ("/ergleichsbeispiel)
In einem simulierten Ooerfldchenv/asser mit Karbonathärte von 16 ° dll wurden 17,3 dg/1 Pe(ITH,) 2(30.) ~ aufgelöst. Die konzentration an Eisen-Il-Ionen betrug damit 2 mg/1.
Su 100 ml der klaren Lösung (pH = 6,5) vrarden 10 /ul (entspricht 0,1 mg, 1 ppm) einer 1-;jigen salzsauren Lösung des Acryloguanamin-Copolymeren (hergestellt nach Dj-PS 211 755) zudosiert. Hacn anschließender filtration betrug der polarographisch bestimmte Eisengehalt im Jiltrat 1,8 mg ie · 1~
Зеізоіеі 2
in 100 ml der entsprechend Beispiel 1 bereiteten Disen-^i- >-mmoniumsuifatlösung mit einem Eisengehalt von 2 ppm -,/urde eine llischung von 0,25 ml einer 0,01 molaren Lösung von CaCl ·6 HpO (entsprechend 1 ppm Ca ' im Pällmedium) mit steigenden Lengen zugesetzt und nach Piltration der Resteisengehait bestimmt. Die Ergebnisse enthält üabelle 1.
2abelle 1: ^usgangskonzentration an Pe = 2 mg/1 Oberflächen-' vasser
2+ 2+
Sinsatsmengen (mg/1^ LIoI Ca pro Sndkonzentration Pe
^.cryloguanamin- Ca g Acryloguanamin-
Copolymer Copolymer (mg/1 )
_ _ 5 . 10-^ 0,30
1,0 1,0 2,5 * 10~2 0,20
10,0 1,0 2,5 * 10"3 0,20
Beispiel 3
Kaeh. der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise wurde eine Sisen-III-Chloridlösung mit einen Ausgangs-pH-.'/ert von 4,0 mit einem Gemisch des Acryloguanamin-Copolymeren und Ik[gSO. in verschiedenen Verhältnissen behandelt. Die Ausgangskonzentration an Je-* betrug 2 mg/1. Die Ergebnisse enthält Tabelle 2.
'jaoeile 2: Ausgangskonzentration an j' flächenwasser
= 2 ir.g/1 Ober
(mg/1) fug ^o 1 LIg " pro g Acryloguanamin- Copolymer Endkonzentration Pe ( mg/1 )
E in sat znengen Acryloguanamin- Copolymer 1 S · 10~2 0,20
0,5 1 A · 10~2 0,15
1 - - 1,75
1 3 2,5 · IC"4" 0,10
5 1 10 4 * 1С"3 3 · 10~2 С, 10 0,10
10 А Г
Die verbleibenden Restkonzentrationen an Sisensaizen im wasser lassen einen üroblemlosen 3xnsatz in Kraftv/erlcen zu.
Beispiel 4
3+
Zur Enteisenung von Rohv/asser mit einem Gehalt an Pe -Salzen von 2,98 mg/1 und Fe -Salzen von 1,73 mg/1 sowie einer Klenge abfiltrierbarer Trübstoffe von 20,4 mg/1 für die Xöhl.vasserbereitstellung eines Kraftwerkes wurde in einem mehrstündigen Versuch eine Rohv/assermenge von 2100 rar/Ъ. mit einer LIi se hung von 1 ppm Acryloguanamin-Copolymer und 1 ppm LIg + (aus LigClp * б HpO) behandelt und wie üblich über kiesfilter filtriert. Die Ergebnisse
ind in Tabelle 3 zusammengestellt..
Tabelle 3:
Zeitlicher Ablauf Pe^T Pe2+ abfiltrier-
(mg/1) (mg/1) bare Trübung
(mg/1)
Vor Versuchsbeginn 2,78 1,70 14,2
1 ppm Acryloguanamin- 1,82 1,07 9,3 Copolymer ohne Zusatz
Pällungsmittelgemisch C,96 0,19 6,0
s. Beispiel 0,51 0,03
с; о
ITach "/erSuchsabschluß 2,97 2,02 16,0 wieder eingestellt
Das Beispiel zeigt nocii einmal deutlich die Verringerung des x-jixeils von Pe^ - und Pe -Ionen und damit verbunden eine verringerte Trübung des Oberiiächenwcssers durch den Linsairs der

Claims (3)

  1. Patentansprüche
    1. Fällungsmittel sum Abtrennen von in Ooerflächenv/ässern ge-
    -Ic st en Bisensalzen, gekennzeichnet dadurch., daß das Fällungs-Kiittel aus einer salzsauren Kombination des an sich bekannten Acryloguanamin-Copolymeren nach Formel I
    COITH,
    COOH
    H2 - CH
    GH„ - CH
    ITH
    С =
    ffii с =
    IiH
    __ n'j _ fT_r
    сн2 -
    О = r, s, t, T1 = 1 000 Ivettenbausteinen im Polymermolekül mit einer Llolmasse • 2 000 und v/asserlöslichen Erdaikalisalzen in
    -1 -3
    einer Konzentration von 1*10 bis 5*10 L.ol lürdalkaliionen
    pro Gramm Acryloguananiin-Copolymer besteht.
  2. 2. Pällungsniittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, da5
    die wasserlöslichen Drdalkalisalze CaIzium-, ügnesiun-
    und/oder Hariumchioride sind.
  3. 3. ?äliungsmittel nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, da3 als Zrdalkalisalz LIae;nesiumsulfat eingesetzt ;vird.
DD30890287A 1987-11-11 1987-11-11 Faellungsmittel zum abtrennen von in oberflaechenwaessern geloesten eisensalzen DD265887A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0607760A3 (de) * 1993-01-19 1995-01-25 Marcello Iacomelli Verfahren und Anlage zur Behandlung von Wasser, das in Waschfiltern und dergleichen verwendet wird.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0607760A3 (de) * 1993-01-19 1995-01-25 Marcello Iacomelli Verfahren und Anlage zur Behandlung von Wasser, das in Waschfiltern und dergleichen verwendet wird.

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