DD266169A1 - Verfahren und anordnung zur ermittlung der durchlaessigkeit bindiger massen - Google Patents

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DD266169A1
DD266169A1 DD30720487A DD30720487A DD266169A1 DD 266169 A1 DD266169 A1 DD 266169A1 DD 30720487 A DD30720487 A DD 30720487A DD 30720487 A DD30720487 A DD 30720487A DD 266169 A1 DD266169 A1 DD 266169A1
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DD30720487A
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Inventor
Guenther Schmidt
Bernhard Zinke
Joerg Schneider
Joerg Roesler
Kai Nube
Original Assignee
Orgreb Inst Kraftwerke
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Abstract

Verfahren zur Ermittlung der Durchlaessigkeit bindiger Massen, z. B. Flugaschen, bei dem ein aus der abgebundenen Masse bestehender, mindestens zwei planparallele Seiten aufweisender Probekoerper auf der einen Seite dem Druck eines Mediums ausgesetzt und eine waehrend einer bestimmten Zeit den Probekoerper durchdringende Menge des Pruefmediums festgestellt wird. Um die Bestimmung bei unbekannten Druckverhaeltnissen und Temperatureinfluessen vornehmen zu koennen, wird unter Verwendung des Prinzips der Vergleichsmessung zusammen mit dem Probekoerper (A) ein zeiter Probekoerper (B) gleicher Abmessungen und mit bekannter Durchlaessigkeit unter gleichen Bedingungen dem Druck unterworfen und aus dem Verhaeltnis der hindurchgetretenen Volumen des Pruefmediums (15) oder aus den ermittelten Durchdringzeiten die Duchlaessigkeit des ersten Probekoerpers (A) bestimmt. Zwei Anordnungen zur Realisierung dieses Verfahrens sind beschrieben. Fig. 1

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eino Anordnung zur Ermittlung der Durchlässigkeit bindigor Mascon, Insbesondere Braunkohlenfilteraschen, nach dem Erreichen des abgebundenen Zustandes.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Zur Bestimmung der Flüssigkeitsdurchlässigkeit fester Stoffe, insbesondere Beton, ist es bekannt, Prüfapparate zu verwenden, in denen ein Probekörper, der mit Ausnahme einer Ein- und Austrittsöffnung nach außen allseitig dicht abgeschlossen ist, im
Innern eines mit Druckwatsser beschickten Gefäßes vor einer öffnung abdichtend angeordnet ist und die Menge dos austretenden Wassers festgestellt wird (DE-PS 838513, DO 53416).
Das Betreiben dieser Einrichtungen erfordert dio Einhaltung bestimmter Drücke und Temperaturen, dio moist nur in Labors mit Hilfe erweiterter Meßtechnik gewährleistet werden kenn (vgl. z. B. DD 480080, TQL 11462, Bl. 11).
Es Ist weiterhin eine Vorrichtung für Prüflabors bekannt, mit der eine Möglichkeit zur Erhöhung dor Durchflußkräfte in dem Probekörper erreicht werden soll, indem die den Probekörper aufnehmende Spannvorrichtung an eine getriebene Wolle angelenkt ist (DD 243990).
Bei diesem Laborgerät werden die normalerweise durch die Porigkeit des Materials gegebonen Diffusionskräfte aufgehoben, so daß die Bestimmung der realon Durchlässigkeit Ment ohne weiteres möglich ist.
ZIoI der Erfindung
Ziel der Erfindung Ist die sofortige und einfache Bestimmung der Durchlässigkeit bindiger Massen, Insbesondere Braunkohlenfilteraschen, unter Baustellonbedlngungeri mit gorlngom Aufwand.
Darlegung des Wesen» der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zur Erfüllung dor Zielstellung ein Vorfahren anzugobon, mit dom boi unbokannton Druckvorhältnissen und Tamporaturolnf lüsson — also z, B, direkt auf der Baustelle — auf dor Basis oincr Vorgloichsmessung die Durchlässigkeit blndigor Masson mit Hilfe eines druckboaufschlagten Prüfmediums unmittelbar bestimmt wordon kann.
Es soll fornor oino Anordnung zur Realisierung dlosor Mothode geschaffen wordon.
Erfindungsgemäß wird zusammon mit einem Probokörpor, der aus dor abgebundenen Masse bostoht, ein zweiter Probokörpor gleicher Abmessungen und mit bokanntor Durchlässigkeit untor gleichen Bedingungen dom Druck dos Prüfmediums unterworfen.
Aus dem Verhältnis dor hlndurchgotretenen Volumen dos Prüfmediums oder der ermittelten Durchdringungszeit wird dann die Durchlässigkeit dos orsten Probel.örpers unabhängig von Druck- und Temperaturänderungon bostimmt, dio währond dor Mossung auftreten.
Zur Realisierung ist ein Gefäßsystem mit zwo! gloichon Kammern zur formschlüssigon Aufnahme von in ihren Abmossungen genormten Probekörporn vorgesehen. Dio dicht verschließbaren Kammorn bositzon an ihren Oberseiten elnon gemeinsamen Anschluß für ein untor Druck stehendes, das Prüfmodlum lieferndes Fluidsystem. An den Untorsoiten der Kammern sind Mittol zur Erfassung des hindurchgetrotenon Fluidvolumons oder mit einer Zeitmeßeinrichtung gekoppelto Fouchtofühler angobracht.
Günstig Ist, wonn dafür durchsichtige Meßgefäße dienen.
Boi oiner anderen Anordnung zur Realisierung, die obonfalls zwei gleiche Kammern zur formschlüssigon Aufnahme genormter Probokörpor besitzt, ist an den Oberseiten der Kammorn jeweils ein Behälter zur Aufnahme eines fluiden Prüfmediurru angeordnet, während sich an den UnU tieiton der Kammern Ausflußöffnungen und/oder mit einer Zeitmoßoinrichtung gekoppelte Feuchtefühler befinden.
Diese beiden Behälter haben einen gemeinsamen Anschluß für ein unter Druck stehendes Fluidsystem, das über ein Trennmittel,
z. B. Kolben oder Trennscheibe, seinerseits auf das Prüfmeo'ium wirkt.
Die Behälter zur Aufnahme des Prüfmediums sind als durchsichtige Meßgefäße gestaltet.
Günstig ist, wenn die Anordnung, z, B. mittels einer Schnellkupplung, mit einem Anschluß eines normalen Stadtwassernotzes verbindbar ist.
Die Anordnungen sind so gestaltet, daß laminare Strömungsvorhältnlsse vorliegen. Damit ist es möglich, durch dio Vergleichsmessung die Durchlässigkeit ohne weitere Meßmittel zur Kontrollo des Druckes und der Temperatureinflüsse mit hinreichender Genauigkeit zu bestimmen.
AusfOhrungtbolsplel
Die nähere Erläuterung erfolgt anhand der Zeichnung.
Es zeigen Fig. 1 und Fig. 2 jeweils Prinzipskizzen dor In den Ansprüchen genannten alterna:iven Anordnungen zur Realisierung des Verfahrens.
Es Ist jeweils eine Anordnung mit zwei gleichen Kammern K vorgesehen, die zur Aufnahme der Probekörper A; B dionon.
Randabdichtungen 1, Filter 13 bzw. Strahlverteller 12 sorgen für ein leichtes Einbringen und Entnehmen der Probokörper A; B sowie lanimare Strömungsverhältnisso. D!o Kammern K sind, vorzugsweise durch Stroben 9, starr miteinander vorbunden und bilden ein komplettes Gerät.
Gemäß Fig. 1 sind die Kammern K über Durchbrüche 2 in den Deckeln 3 mittels oiner gemeinsamen Anschlußleitung 4 an eine Druckwasserquelle anschließbar. Hierfür ist die Anschlußleitung 4 mit einem Kupplungselement 5, z. B. einer Schnellkupplung, ausgestattet. Die Böden 6 der Kammern K weisen ebenfalls Durchbrüohe 7 auf, die gemäß Fig. 1 in Meßgefäße 8 münden.
Durch Vergleich der während einer bestimmten Zeit durch die Probokörper A; B in die Meßgefäße 8 gelangten Wassermenge (Skala 14 Ist unmittelbar die Durchlässigkeit dcis einen Probekörpers A bestimmbar, wenn die des zweiten B bekannt ist. Druck und Temperatur sowie Änderungen dieser Größen brauchen weder bekannt sein noch besonders berücksichtigt zu werden.
Gemäß Flg. 2 sind die Meßgefäße 8 oberhalb der Kammern K angebracht und durch Flansche 10 und Schnollvorschlüsse 11 mit diesen verbunden. In don Moßgefäßen 8, die mit Skalen 14 versehen sind, befindet sich das Prüfmedium 16, das durch einen Kolben 16 von einem fluiden Druckmittel getrennt ist, das über einen Kolben 16 von einem fluidon Druckmittel getronnt ist, das über das Kupplungselement 5 und die Anschlußloitung 4 in den oberen Teil der Meßgefäße 8 gelangt.
Die Durchlässigkeit dos unbekannten Probekörpers A ergibt sich aus dom Verhältnis der sich währond einer Zoitoinhoit einstellenden Pegel des Prüfmediums in den beiden Meßgefäßen 8.
Das Prüfmedium kann hinsichtlich Farbe und Viskosität behandelt sein und anstelle des Kolbens 16 sind auch andere Trennmittel, z. B. Trennscheibe oder bosondoro Trennflüssigkeit, einsotzbar.

Claims (5)

1. Verfahren zur Ermittlung der Durchlässigkeit bindiger Massen, z. B. Flugaschen, bei dem ein aus der abgebundenen Masse bestehender, mindestens zwei planparallele Seiton aufweisender Probekörptn auf der einen Seite dem Druck eines Mediums ausgesetzt und eine während einer bestimmten Zeit den Probekörper durchdringende Menge des Prüfmediums festgestellt wird, unter Verwendung des Prinzips der Vergleichsmossung, gekennzeichnet dadurch, daß zusammen mit dem Probekörper (A) ein zweiter Probekörper (B) gleicher Abmessungen und mit bekannter Durchlässigkeit unter gleichen Bedingungen dem Druck unterworfen und aus dem Verhältnis der hindurchgetretenen Volumen des Prilfmediums (15) oder aus den ermittelten Durchdringzeiten die Durchlässigkeit des ersten Probokörpers (A) unabhängig von Druck- und/oder Temperaturänderungen bestimmt wird, die während der Messung auftreten.
2. Anordnung zur Ermittlung der Durchlässigkeit bindiger Massen, z. B. Flugasche, unter Baustellenbedingungen und Verwendung dos Prinzips der Vergleichsmessung, gekennzeichnet dadurch, daß ein Gefäßsystem mit zwei gleichen Kammern (K) zur formschlüssigen Aufnahme von in ihren Abmessungen genormten Probekörpern (A; B) vorgesehen ist, wobei die Kammern (K) an ihren Oberseiten einen gemeinsamen Anschluß (4; 5) für ein unter Druck stehendos Fluidsystem besitzen, während an ihren Unterseiten Mittel zur Erfassung des als Prüfmedium (15) dienenden hindurchgetretenen Fluidvolumens oder mit einer Zeitmeßeinrichtung gekoppelte Feuchtefühler angebracht sind.
3. Anordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß als Mittel zur Erfassung des hindurchgetretenen Prüfmediums (15) ein durchsichtiges Meßgefäß (8) vorgesehen ist.
4. Anordnung zur Ermittlung der Durchlässigkeit bindiger Massen, z. B. Flugasche, unter Baustellenbedingungen und Verwendung des Prinzips der Vergleichsmessung, gekennzeichnet dadurch, daß ein Gefäßsystem mit zwei gleichen Kammern (K) zur formschlüssigen Aufnahme von in ihren Abmessungen genormten Probekörpern (A; B) vorgesehen ist, wobei an den Unterseiten der Kammern (K) Ausflußöffnungen (7) und/oder mit einer Zeitmeßeinrichtung gekoppelte Feuchtefühler angebracht sind, während an den Oberseiten der Kammern (K) je ein Behälter (8) zur Aufnahme eines fluidon Prüfmediums (15) angeordnet ist und die Behälter (8) einen gemeinsamen Anschluß (4; 5) für ein unter Druck stehendes Fluidsystem besitzen, das über ein Trennmittel, z. B. Kolben (16) oder Trennscheibe, auf das Prüfmedium (15) wirkt.
5. Anordnung nach Anspruch 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Behälter (8) ?ur Aufnahme des r.-üunediums (15), dar Trennmittel und des fluiden Druckmittels durchsichtig und mit(einer Skala (14) versehen sind.
DD30720487A 1987-09-24 1987-09-24 Verfahren und anordnung zur ermittlung der durchlaessigkeit bindiger massen DD266169A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19720655A1 (de) * 1997-05-16 1998-11-19 Franke Ralf Peter Dr Med Dr In Verfahren und Vorrichtung zum Messen des Zeitverhaltens der Permeabilität von Stoffen oder Geweben, künstlicher oder natürlicher Herkunft, gegenüber Flüssigkeiten und/oder fließfähiger Stoffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19720655A1 (de) * 1997-05-16 1998-11-19 Franke Ralf Peter Dr Med Dr In Verfahren und Vorrichtung zum Messen des Zeitverhaltens der Permeabilität von Stoffen oder Geweben, künstlicher oder natürlicher Herkunft, gegenüber Flüssigkeiten und/oder fließfähiger Stoffe

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