DD266254A1 - Vorrichtung zur kombination von pflug, saatbettbereitungsgeraet und aussaatvorrichtung - Google Patents
Vorrichtung zur kombination von pflug, saatbettbereitungsgeraet und aussaatvorrichtung Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kombination von Pflug, Saatbettbereitungsgeraet und Aussaatvorrichtung, die sowohl die Saatbettbereitung, als auch die Aussaat auf bindigen Boeden in Arbeitsgang mit dem Pfluegen bei vertretbaren maschinenbautechnischen Aufwand und guenstiger Energieausnutzung in hoher Arbeitsqualitaet ermoeglicht. Erfindungsgemaess wird das dadurch erreicht, dass zwischen Traktor und Pflug ein mittels Schnellkupplungsvorrichtung montierbarer, selbstaendiger Zwischenrahmen angeordnet wird, an dem sich furchenseitig das Saatbettbereitungsgeraet befindet. Landseitig ist der zentrale Vorratsbehaelter fuer Saatgut auf dem Zwischenrahmen masseausgleichend befestigt. Fuer den Transport wird das Saatbettbereitungsgeraet hochgeschwenkt und selbstaendig arretiert.
Description
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Anordnung von Pflug, Saatbuttbereitungsgerät und Aussaatvorrichtung, die sowohl die Saatbettbercitung, als auch die Aussaat auf bindigen Böden In einem A> beitsgang mit dem Pflügen ermöglicht.
Kombinationen aus Pflug und Saatbettbereitungsgerät sind im allgemeinen so aufgebaut, daß das Saatbettbereitungsgerät mit Hilfe von Auslegern oder Ketten hinter bzw. neben dem Pflug angehängt wird. Infolge der großen Baulänge von Kombinationen aus Pflug mit angehängtem Saatbettbereitungsgerät wird der Wenderadius recht groß, was zu breiteren Vcrgewenden führt. Dadurch, daß das Saatbettbereitungsgerät weit hinter dom Traktor angeordnet ist, wird die Kontrolle durch den Mechanisator erschwert. Die Lage des Schwerpunktes der Kombination weit hinter dem Traktor erfordert meist zusätzliche Abstüi/elomonte Die Manövrierfähigkeit wird eingeschränkt. Hangneigungen quer zur Fahrtrichtung bewirken ein Abdriften des Saatbettbereitungsgerätes.
Der Einsatz zapfwollengetriebener Saatbetthereitungsworkzouge in derartigen Kombinationen ist durch den hohen maschinenbautechnischen Aufwand nicht möglich. Probleme ergeben sich auch bei der Kombination mit der Aussaat. Zur Sicherung einer qualitätsgerechten Aussaat sind Automatisierungseinrichtungen für den exakten Drillreihenanschluß erforderlich, was ein Konstanthalten der Arbeitsbreite dos Pfluges voraussetzt. Pflüge mit einstellbarer Arbeitsbreite sind aufwendige und teure Konstruktionen, so daß sie keine wesentliche praktische Bedeutung erlangt haben. Darüber hinaus wurde eine Regelung der verstollbaren Pflüge mit Hilfe moderner Elektronik auf die Einhaltung oinor vorgewählten Arbeitsbroito bisher nicht realisiert.
Zur Einschränkung der Nachteile, die bei angehängten Saatbeltbereitungsgeräten auftreten, sind aus DE-OS 3125379 und 2932824 mit dem Pflug kombinierbare Saatbettbereitungsgeräte bekannt, die mit Hilfe von am Pflugrahmen anflanschbaron Auslegern parallel zum Pflug zumindest teilweise auf dem vorher bereits gepflügten Bodenstreifen geführt werden. Zwar werden durch derartige Lösungen der Wenderadius verringert, die Kontrollmöglichkeiten verbessert und die Abstützung des Pfluges teilweise durch die Saatbettbereitungswerkzeuge übernommen, aber der Einsatz lapfwellengetriobenor Saatbettbereitungswerkzeuge ist auch bei diesen Lösungen erschwert, Beim Einsatz umfangreicherer Werkzeugkombinatinnon bzw. getriebener Saatbettbereitungswerkzeuge trit· eine Überlastung des Pflugrahmens ein, so daß spezielle Pflugkonstruktionen erforderlich werden. Hinzu kommt, daß sich durch das seitlich angebrachte Saatbettbereitungsgerät die Lage der resultierenden Zugkraft der Kombination in Richtung des gepflügten Bodens verschiebt. Das dadurch anstehende Moment muß von den Anlagen dor Pflugkörper abgestützt werden. Diese Reibungsverluste führen zur Erhöhung der Zugkiaft. Bei heterogenen Bodenbedingungen wird außerdem durch die hohen Anlagenkräfte die Arbeitsbreite des Pfluges unstabil. Die Anordnung zapfwellengetriebener Werkzeuge an jedem Pflugkörper DE 2137457 bedingt aufwandige maschinenbautechnische Lösungen für die Übertragung der Drehonergie. Die Steinsicherung ist für solche Geräte bisher ungelöst.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine Kombination zapfwellengetriebener SaatbeUboreitungswerkzeuge mit dem Pflug so zu ermöglichen, daß die verfügbare Antriebsenergie mit günstigem Wirkungsgrad eingesetzt, die Kräfte an den Anlagen der Pflugkörper und damit die erforderliche Zugkraft der Kombination verringert wird. Darüber hinaus besteht die Zielstellung,
wirksamere Werkzeuge zur Saatbettbereitung bei insgesamt kürzerer Baulänge der Kombination einzusetzen, und damit bessere Voraussetzungen für die Einbeziehung der Aussaat oder auch der Düngung bzw. der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln in diese Kombination zu schaffen. Pflug und Saatbettbereitungsgerät müssen gemeinsam transportierbar sein. Die Umrüstung von Arbeite- und Transportstellung in Einmannbedienung bei Gewährleistung einer hohen Verkehrssicherheit ermöglicht werden.
Darlegung de· Wesens der Erfindung
Aufgabe dar Erfindung ist, eine Kombination von Pflügen mit zapfwellengetriebenen Saatbettbereitungswerkzeugen und Aussaatvorrichtung zu schaffen. Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß zwischen Traktor und Pflug ein mittels Schnellkupplungseinrichtung montierbarer, selbständiger Zwischenrahmen angeordnet wird, an dem sich furchonseitig das Saatbettboreiuingsgerät befindet, Landseitig ist der zentrale Vorratsbehälter für Saatgut auf dem Zwischenrahmen masseausglefch>?nd befestigt. Füi den Transport wird das Saatbettbereitungsgerät hochgeschwenkt und selbständig arretiert. Durch diese Konstruktion Ist eine Drehmomentübertragung von der Zapfwelle des Traktors zu den Saatbettboreitungewerkzeugen auf kürzestem Wege möglich. Eine Überlastung des Pflugrahmens wird vermieden. Für die Kombination mit dem Pflug sind besonders solche zapfwellengetrlebnnen Werkzeuge vorteilhaft, bei denen die horizontale Komponente des durch das eingeleitete Drehmoment erzeugten resultierenden Bodenwiderstandes als Schubkraft wirkt. Diese resultierende Schubkraft wirkt mit ihrem Hebelarm entlastend auf die Anlagen des Pfluges. Aufgrund der dadurch bedingten Verringerung der Reibungsverluste und durch die wirkungsgradgünstigere Drehmomentnutzung kann die Arbeitsbreite der Kombination aus Pflug und Saatbettborehungsgerät bei gleicher Traktorleistung vergrößert werden, wodurch die Flächenleistung gesteigert wird. Der Vorteil einer Verringerung der Anlagenkräfte wird besonders deutlich bei Pflügen, die zum Beseitigen von Krumenbasisverdichtungen eingesetzt werden. Aufgrund Ihres hohen Zugkraftbedarfs haben sie eine relativ geringe Arbeitsbreite, wodurch hohe Anlagenkräfte auftreten.
Da die Anordnung des Saatbettbereltungsgorätes unmittelbar hinter dem Traktor erfolgt, wird der Schwerpunkt der Kombination zum Drelpunktanbaunystem hin verschoben und wirkt achslasterhöhend. Somit wird eine höher j Zugkraftübertragung ermöglicht. Das Wenden auf dem Vorgewende, das Herstellen von Antrieben und Schlußfurchon sowie der Transport der Kombination kann in einfacher Welse mit hochgeklapptem Saatbettbereitungsgerät realisiert werden. Die Erfindung ermöglicht eine günstige Aggregierung von Traktor und Gerät mit maschinenbautechnischen, energetischen und technologischen Vorteilen, die bisher nur in kompakten Selbstfahreinrichtungen realisiert werden konnten. Aufwendige kinematische Lösungen bzw. Automatisierungseinrichtungen für die exakte Zuordnung von Pflug, Saatbettbereitungsgerät und Aussaateinrichtung sind nicht erforderlich.
Ein separater Einsatz des Pfluges zur Herbstfurche ist jederzeit möglich.
Als vorteilhaft erweist sich erflndungegdmäß din Trennung von Saatgutvorratsbehälter und Aussaatvorrichtung. Das Saatgut wird pneumatisch unterstützt zur Aus3?atvorricr tung transportiert, die eine pneumatische Aussaat realisiert bzw. bei mechanischer Aussaat einen kleinen geschlossenen Vorratsbehälter als Puffer besitzt. Dadurch wird erreicht, daß die Masse der Aussaatvorrichtung am Saatbettbereltungsgerät relativ gering bleibt. Die geschlossene Ausführung der Aussaatvorrichtung ermöglicht oin Hochklappen des Saatbettbereitungsgerätes samt Aussaatvorrichtung. Die zentrale Anordnung des Saatvorratsbehälters erlaubt dit Anwendung einer Beschickungstechnologie mit wiederverwendbaren Sacksilos, ähnlich wie beim Flugzeugeinsatz.
Durch eine erfindungsgemäßa Kombination von Pflug und Saatbettbereitungsgerät ergeben sich auch günstigere Möglichkeiten für ein gleichzeitiges Ausbringen von Agrochemikalien.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei bedeuten:
Fig. 1: schematische Draufsicht ouf die erfindungsgemäß ausgebildete Kombination von Aufsattelbeetpflug und Saatbettbereitungsgerät mit zapfwellengetriebenen Werkzeugen
Fig. 2: schematische Draufsicht auf die Kombinatior von Aufsattelbeetpflug, Scatbettbereitungsgerät und Aussaatvorrichtung Fig. 3: traktorseitlge Ansicht des Aufsattelbeetpfluges mit Saatbettbereitungsgerät in Transportstellung Fig. 4: Saatbettbereitungsgerät in Arbeitsstellung mit Belastungseinrichtung (ohne Anbaurahmen dargestellt)
Zwischen Aufsattelbeetpflug 13 und Dreipunktanbau 16 des Traktors wird ein zweiteiliger Zwischenrahmnn, bestehend aus Anbaurahmen 1 und Gelenkrahmen 2 so angeordnet, daß der Abstand zwischen Traktor und Pflug nicht vergrößert wird. Anbau· und Gelankrahman 1,2 sind durch zwei übereinander angeordnete Gelenke 3 miteinander verbunden. Der Gelcnkrahmen 2 ist mit über die Gelenke 11 mitdem Pflug 13 verbunden. Am Gelenkrohmen 2istfurchenseitig der Ausleger 14 vertikal schwenkbar angeordnet, an dem der Werkzeugrahmen β mitteis Doppelgelerik 34 angebracht ist (Anpassung am Bodenreliuf). Der Ausleger 14 ist über ein Schwenklager 38 mit dem Gelenkrahmen 2 verbunden. Der Werkzeugrahmen β trägt Packer 7 und Krümler 8 sowie einen höhenverstellbaren Bügel 12 mit leichten Zusatzwerkzeugen. Das Ausheben und Hochschwenken des Werkzeugrahmens erfolgt mittels Arbeitszylinder 37, Hebol 10 mit einseitiger Lagerung 33 und Zugstange 9. Dur Arbeitszylinder 37 bewirkt beidseitig, so daß dieser in Verbindung mit Hebel 10, Zugstrebe 9, Druckflüssigkeitsspeichor 28, Manometer 29 ur.j Absperrventil 30 auch zur Belastung der Saatbettbereitungswerkzouge eingesetzt werden kann. Die Aushub- und Belastungseinrichtung ist über Rohrleitungen 32 und Schlauchkupplungen 31 mit der Hydraulikanlage des Traktors verbunden. Für den Transport wird der Werkzeugrahmen 6 hochgeschwenkt und durch eine mechanische Sicherung 35 arretiort. Die Führung der Zapfwelle 15 erfolgt durch den nach un»en geöffneten Anbaurahmen 1 bis zwischen die Vertikalgelenke 3. Mineis Kettengetriebe 4 oder Keilriemenvariotor 17 erfolgt die Drehmomentübertragung zum Winkelgetriebe 5. Von dort überträgt eine Gelenkwelle) 20 das Drehmoment auf das Kettengetriebe 18,19 der Werkzeuge 7,8.
Bei Antrieben und Schlußfurchen kann mit hochgeschwenktem Saatbettbereitungsgerät gearbeitet werden. Für die Saatbettbereitung von Restbeeten und Schlußstrelfen an Vorgewenden kann das Saatbettbereitungsgerät auch mit ausgehobenem Pflug eingesetzt werden. Am Gelenkrahmen 2 bzw. Pflug 13 Ist massenausgleichend der Saatgut- und/oder Vorratsbehälter für Dünge- und Pflanzenschutzmittel 27 angebracht. Der Drillanbaurahmen ?1 wird gelenkig am Werkzeugrahmen β montiert und dient der Aufnahme der Saatgutausläufe 22 und Drillschare 23 bzw. Düsen für die Applikation der Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Über die Saatgutzuleitungen 25 erfolgt der Saatgutiransport pneumatisch unterstützt zui Drillvorrichtung 26, die eine pneumatische oder mechanische Auesaat ermöglicht. Zum Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln und Flüssigdünger wird der Antrieb der Förderpumpe über die Antriebswelle 36 und das Kettengetriebe 24 realisiert.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Kombination von Pflug, Saatbettbereitungsgerät und Aussaatvorrichtung über einen schwenkbaren Ausleger (14), dadurch (lekennzelchnet, daß zwischen Traktor und Pflug (13) ein zweiteiliger Zwischenrahmen, bestehend aus Anbaurahmen (1) und Gelenkrahmen (2) angeordnet ist, an dem seitlich über Schwenklager (38) der Ausleger (14) befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugrahmen (6) einschließlich der Werkzeuge (7,8) mittels Ausleger (14) über eine Zugstange (9) und einen Hebel (10) mit einseitiger Lagerung (33) am Gelenkrahmen (2) durch einen beidseitig wirkenden Arbeitszylinder (37) bewegt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anbaurahmen (1) nach unten offen gestaltet ist und die Verbindung zum Gelenkrahmen (2) mittels zweier vertikal übereinander angeordneter Gelenke (3), zwischen denen ein Drehzahlvariator bzw. Getriebe gelagert ist, erfolgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Winkelgetriebe (5) starr am Ausleger (14) in der Drehachse des Schwenklogers (3H) angebracht ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Saatgut- bzw. Vorratsbehälter (27) auf dem Gelenkrahmen (2) angeordnet ist und getrenr.t davon am Werkzeugrahmen (6) über einen Drillanbaurahmen (21) die vollgekapselte Drillvorrichtung (26) angebracht ist.
Priority Applications (1)
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| DD30938587A DD266254A1 (de) | 1987-11-25 | 1987-11-25 | Vorrichtung zur kombination von pflug, saatbettbereitungsgeraet und aussaatvorrichtung |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102017114883B4 (de) | 2017-07-04 | 2021-08-12 | Mathias Maier | Pflug mit mindestens einem Pflugschar zum Wenden von Erde |
-
1987
- 1987-11-25 DD DD30938587A patent/DD266254A1/de not_active IP Right Cessation
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