DD266637A1 - Einrichtung zum trocknen von rieselfaehigem gut - Google Patents

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DD266637A1
DD266637A1 DD31067087A DD31067087A DD266637A1 DD 266637 A1 DD266637 A1 DD 266637A1 DD 31067087 A DD31067087 A DD 31067087A DD 31067087 A DD31067087 A DD 31067087A DD 266637 A1 DD266637 A1 DD 266637A1
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DD
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cooling
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DD31067087A
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Klaus-Dieter Klemmer
Petra Guenther
Peter Heintz
Simone Klemmer
Wilfried Rudolf
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Fortschritt Veb K
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Abstract

Die Erfindung beinhaltet eine Einrichtung zum Trocknen von rieselfaehigem Gut. Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur energetisch optimierten Gestaltung des Trocknungsprozesses von rieselfaehigem Gut in einem Schachttrockner, der aus mindestens zwei Trocknungssaeulen mit separater Luftfuehrung besteht. Ziel der Erfindung ist eine Senkung des spezifischen Waermeenergiebedarfes zur Trocknung in Verbindung mit einer Verringerung des Staubanteiles der Abluft. Aufgabe der Erfindung ist es, die erfinderische Loesung so zu gestalten, dass die zugefuehrte Trocknungsluft die Gutsaeule zeitweise durchstroemt, wobei durch die verbesserte Feuchtediffusion eine Verringerung des spezifischen Waermeenergiebedarfes erzielt wird. Dazu sind die Luftkanaele des zugefuehrten Trocknungsmediums so zu gestalten, dass die Zufuehrung von Trockungsluft aus einem Heissluftaggregat wechselweise in die Trocknungssaeulen erfolgt. Der Gutstrom befindet sich dabei entsprechend dem gewaehlten Regime in senkrechter Bewegung durch den Schacht oder in Ruhe. Fig. 1

Description

Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Trocknung von Gütern, die nicht mehr einen freien Feuchiigkeltsfllm an der Gutoberfläche besitzen, ist in; wesentlichen durch Diffueionsprozesso der Feuchtigkeit oder des Wasserdampfes im Gut determiniert. Das gilt insbesondere für hygroskopische Güter.wle z. B. Getreide. Bei der Trocknung dieser Güter bildet sich im Gutteilchen ein Feuchtigkeitsprofil entsprechend der an der Phasengrenze herrschenden Übergangsbedingungen aus. Nach Ausbildung des Profile kann durch das Trocknungsmedium nur die entsprechend an die Grenzfläche transportierte Feuchtigkeit aufgenommen und abgeführt werden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu entwickeln, die zu einer Verbesserung dor Feuchteabgabe durch das Gut führt, Dabei soll neben der Verringerung dos spezifischen Wärmeenergiebedarfes eine schonende Gutbehandlung und eine Verringerung des Staubaustrittes erreicht werden.
Erfi'ndungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß mit einem Heißluftaggregat mindestens zwei Säulen im Wochsel mit dem Trocknungsmedium beaufschlagt werden, wobei das Gut in Bewegung oder in Ruhe sein kann. Vorzugswelse Ist die Führung der Trocknungsluft durch die ruhende Schüttung zu realisieren, wodurch eine Erhöhung des Luftmassenstromes ohne Kornaustrag ermöglicht wird und eine Verringerung des Staubanteiles in der Luft erreicht wird. Während die eine Säule des Schachttrockners mit Trocknungsluft belüftet wird, findet in der anderen Säule ein Diffusionsausgleich und damit eine Vergrößerung der an der Pasengrenze des Gutes verfügbaren Feuchtigkeit statt. BoIm anschließenden Wechsel der Luftführung kann diesem Gut die Feuchtigkeit leichter und damit energetisch günstiger entzogen werden. Die nicht von Luft durchströmte Gutsäule ist vorzugsweise in Bewegung zu halten, um den Diffusionsprozeß durch eine gleichmäßige Durchmischung zu unterstützen. Das Verfahronsregime wird entsprechend der konkreten Gut· und Luftparameter nach einem vorgegebenen Programm automatisch gesteuert. Das Gut untorliegt dabei insgesamt einer schonenden Behandlung, was einen positiven Einfluß auf die Qualität hat.
Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch Absperrorgane, die wechselweise die Luftzufuhr zu den Trocknungssäulen ermöglichen bzw. verhindern. Voraussetzung für die Anwendung des Verfahrens Ist, daß mindestens zwei in Luft- und Gutführung voneinander abgegrenzte Trocknungsofen bzw. Gruppen von Trocknungssäulen vorhanden sind. Das Absperrorgan ist vorzugsweise als stellbare Klappe ausget ildet. Die Betätigung der Klappe erfolgt automatisch nach dem vorgeschriebenen Regime.
Ausführungebeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: einen Schachttrockner (Ansicht) mit schematischer Darstellung der Luftführung Fig. 2: Draufsicht von Fig, 1 mit schematischor Darstellung dnr Luftführung.
Im beschriebenen Ausführungsbeispiel werden nur die verfahrensmäßigen Vorgänge und die Teile der Einrichtung beschrieben, die Gegenstand der vorliegenden Erfindung si* d bzw. diese berühren.
Ein Schachttrockner besteht aus mehreren, vorzugsweise- ierTrocknungsoäulen 1; 1a; 1b; 1c, die räumlich nebeneinander angeordnet sind. Während allo Trocknungssäulen gutseltig voneinander getrennt sind, besteht luftseitiy jeweils zwischen Trocknungssäule 1 und 1 a bzw. 1 b und 1 c eine Kopplung. Jede Trocknungssäule besteht aus Trocknunguzone 2, neutraler Zone 3 und Kühlzone 4. Während die einzelnen Trocknungszonen über die Zulufthauben 5 bzw. Ge, den Abzvfeigkanal 6 mit verstellbare! Klappe 7, Lüfter 8 und entsprechenden Zuluftkanälen 9,9a und 10 mit der Mischkammer 11 und dem vorgelagerten Wärmeübertrager I2 verbunden sind, sind die Kühlz jnen über die Ablufthauben 13 und 13a, den Abzwoißkanal 14 mit verstellbarer Klappe 15 und entsprechenden Kühlluftkanälen 16,16a und 17 mit der Mischkammer 11 verbunden. Der feuchte Gutstrom 18, der den Trocknungssäulen 1 und 1 a zugeführt wurde, gibt in der Trocknungszone 2 Feuchtigkeit sb, die von der warmen Trocknungsluft 19 aufgenommen und als Abluft 20 an die Umgebung abgegeben wird. In der Kühlzone 4 erfolgt die Rückkühlung des getrockneten Gutes durch Einblasen von Kühlluft 21 und 21', die sich daboi erwärmt und über die Ablufthaube 13 die Trocknungssäulen verläßt. Die Kühlzonenabluft 16 wird über den Abzwuigkanal 14 bei entsprechender Stellung der Klappe 1S der Mischkammer 11 zugeführt, wo sie mit Frischluft 22, die über den Wärmeübertrager 12 erwärmt wurde, gemischt und über Luftkanal 23, Lüfter 8, Abzweigkanal 6 bei entsprechender Stellung von Klappe 7, Luftkanal 9 und Zulufthaube 5 den Trocknungszonen der Trocknungssäulen 1 und 1 a zugeführt wird. Während der Beaufschlagung mit Trocknungsluft 13 bzw. Kühlluft 21 und 21' ist die Bewegung des Gutstromes 18lndenTror.knungssäulen 1 und 1a vorzugsweise zu vermeiden, um eine Verringerung der Staubbeladung der Abluft 20 und 20' zu erreichen. Außerdem ist ein höherer Luftvolumenstrorn von Trocknun^'iH 19 bzw. Kühlluft 21 und 21' realisierbar, da die Austraggefahr von Gut am Luftaustritt in ruhenden Schüttungen geringer Ist. Während dieser Zeitspanne befindet eich der Gutstrom 18 in den Trncknungssäulen 1 b und 1 c In Bewegung und rieselt nach unten. Nach einem vorgeschriebenen Regime findet zu einem fe Jtgelegten Zeitpunkt gleichzeitig ein Umstellen der Klappen 7 und 15 statt, so daß jetzt die Trocknungssäulen 1 b und 1 c mit Trocknungsluft 19 bzw. Kühlluft 21 und 21' beaufschlagt werden. Gleichzeitig wird der Gutstrom 18 in den Trocknungssäulen 1 b und 1 c vorzugsweise unterbrochen bzw. in den Trocknungssäulen 1 und 1 a in Gang gesetzt. Die Trocknung des feuchten Gutes erfolgt dabei untir ständigem Wechsel der oben beschriebenen Luft- und Gutführung durch den Schachttrockner. Durch den Wechsel von Ruht- und Belüftungsphasen kommt es zu einer Verbesserung des Feuchtetransportes im Gut und damit zu größeren Stoffübeilragungsströmen an der Phasengrenzfläche bei gleichem Energieeinsatz. Entsprechend den aktuellen Luft- und Gutparametern ist auch ein stetiger Gutfluß möglich, wobei aber der Entstaubungseffekt In der oben beschriebenen Form entfällt. Die Einstellung und der Wechsal der entsprechenden Luft- und Guttührung erfolgt nach einem den aktuellen Gut- und Luftparametern angepaßten Regime mit Hilfe einer automatischen Steuerung. Das Gut wird auf diese Weise schonend getrocknet, da die Guttemperatur aufgrund der höheren Oberflächenfeuchte nicht so stark ansteigt.

Claims (1)

  1. Einrichtung zum Trocknen von rieselfähigem Gut in einem Schachttrockner, der aus mindestens zwei Trocknungssäulen mit separater Luftzuführung besteht und bei dem der Gutstrom beim Verweilen in oder Passieren der Trocknungs- bzw. Kühlzone von einem Trocknungs- bzw. Kühlmedium umspült wird, welches anschließend als Abluft abgeführt wird, gekennzeichnet dadurch, daß das Trocknungsbzw. Kühlmedium jeweils nur eine von mindestens zwei Trocknungssäulen durchströmt, indem der Zuluftkanal (10) mit einem Abzweigkanal (6) mit einer verstellbaren Klappe (7) so verbunden ist, daß die Zuluftkanäle (9 und 9 a) wechselseitig mit Luft beaufschlagt werden und daß die Kühüuftkanäle (16 und 16a) mit einem Abzweigkanal (14) mit einer verstellbaren Klappe (15) so verbunden sind, daß wechselseitig jeweils nur durch einen Kühlluftkanal (16 oder 16a) der entsprechende Luftstrom über den Kühlluftkanal (17) in die Mischkammer (11) geleitet wird, wobei der Gutstrom der mit Trocknungsluft beaufschlagten Säule vorzugsweise unterbrochen ist, während in der anderen, nicht mit Luft beaufschlagten Trocknungssäule, das Gut vorzugsweise bewegt wird.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung butrifft eine Einrichtung zur Durchführung des Trocknungsprozesses, insbesondere von Körnerfrüchten, In einem Schachttrockner, der aus mindestens zwei in der Luftführung getrennten Trocknungssäulen besteht. Das Verfahren wird vorzugsweise zur Konservierung von rieselfähigen landwirtschaftlichen S^hüttgütorn eingesetzt.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösung
    Die bekannten Dächerschachttrockner sind unterteilt in Trocknungszone, neutrale Zone und Kühlzone. In der Trocknungszone wird der nach unten gerichtete kontinuierlich fließende feuchte Gutstrom von dem über entsprechende Einbauten zugoführten Trocknungsmedium so umspült, daß eine relativ gleichmäßige Trocknung des rieselnden Gutes gewährleistet wird. Als Trocknungsmedium wird Heißluft verwendet, die mittels Frischluft oder Abluft aus der Kühlzone oder dem unteren Teil der Trocknungszone auf die technologisch bodingte Eintrittstemperatur gebracht wird, Dio Trocknungsluft einheitlichen Zustandes wird gleichmäßig über die gesamte Trocknungszone der Schüttgutsäule zugeführt und nach Anreicherung mit Wasserdampf über entsprechende Abluftkanäle und -hauben abgeführt. In der PS DD 204305 wird ein Trockner beschrieben, bei dem die Trocknungsluft einheitlichen Zustanc1 js gleichmäßig über die Trocknungszone zugeführt wird. Dabei erfolgt zusätzlich die Nutzung der Abluft zur Vorwärmui.π les Gutes. Die OS DE 3100614 beschreibt eine Trocknungsvorrichtung, in der dem Gut über eine Vielzahl von Durchlaßelementen über die gesamte Schütthöhe im Schacht das Trocknungsmedium u- bzw. abgeführt wird. In der OS DE 2233477 wird ein Dächerschachttrockner beschrieben, in dem die einheitliche Trocken- und Kühlzone luftseitig voneinander durch Zellradschleusen getrennt sind. Der Nachteil dieser Trockner besteht darin, daß in Fließrichtung des Gutstromes der Sättigungsgrad der Abluft ständig abnimmt, was zueiner stetigen Verringerung des energetischen Wirkungsgrades führt.
    Bei anderen bekannten Trocknern ist die Trockungszone in zwei oder mehrere Abschnitte unterteilt, die von Trocknungsluft unterschiedlichen Zustandes durchströmt bzw. nicht mit Luft beaufschlagt werden. In der PS DD 206204 wird ein Mehrstufentrockner beschrieben, der aus Heißluft-, Absteh·, Warmluft- und Kühlzone besteht. Ein ähnliches Prinzip wird in der PS DE 3224693 dargestellt, wo mehrere verschiedene Temporaturabstufungen in der Trocknungszone realisiert werden. Die OS DE 2855492 und die PS US 4479309 beschreiben Schachttrockner, die aus mehreren Trocknungs-und Temperzonen bestehen, wobei letztere mit wenig oder keiner Trocknungsluft beaufschlagt werden. Bei diesen Trocknern handelt es sich um ein starres, durch die Anordnung der Abschnitte festgelegtes Verfahrensregime. Gegenüber den zuerst beschriebenen Trocknern werden dabei durch den Einsatz höherer Lufttemperaturen günstigere Werte des spezifischen Wärmeenergiebedarfes erreicht. Nachteilig wirkt sich die geringe Variabilität in der Prozeßführung aus, die ein Verändern der Verweilzeiten in den Zonen nur gleichzeitig und in derselben Größenordnung gestattet.
    Weiterhin beschreibt die PS US 3514 861 einen Trockner, bei dem eine große Getreidemenge mehrfach den Trockner durchläuft und zwischen den einzelnen Trocknungsphasen größere Zeitabschnitte außerhalb des Trockners verweilt und so ein bestimmter Abstehoffokt erzielt wird Nachteilig ist hier vor allem der erhöhte Förderaufwand und die notwendige Zwischenlagerkapazität. Es wurde erkannt, daß bei dem am Anfang beschriebenen Schachttrocknern die in Fließrichtung des Gutes abnehmende Trocknungsgeschwindigkeit insbesondere im unteren Teil der Trocknungszone zu einer starken Verringerung des energetischen Wirkungsgrades führt. Bei den nachfolgend beschriebenen Trocknern treten vor allem die geringe Flexibilität bzw. der hohe Förder- und Lageraufwand negativ in Erscheinung.
    Ziel der Erfindung
    Die Erfindung hat das Ziel, das bekannte Trocknungsverfahren der Warmlufttrocknung zu intensivieren. Die Verringerung des spezifischen Wärmeenerjjiobedarfs soll mit geringem ökonomischen Aufwand und hoher Flexibilität in der Prozeßtührung erreicht werden, Dabei soll zusätzlich die Staubaustrittsmenge reduziert werden. Weiterhin soll die Qualität des Gutes durch eine insgesamt schonende Trocknung verbessert werden.
DD31067087A 1987-12-18 1987-12-18 Einrichtung zum trocknen von rieselfaehigem gut DD266637A1 (de)

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