DD267180A5 - Herbizide zusammensetzung und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

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DD267180A5
DD267180A5 DD31232788A DD31232788A DD267180A5 DD 267180 A5 DD267180 A5 DD 267180A5 DD 31232788 A DD31232788 A DD 31232788A DD 31232788 A DD31232788 A DD 31232788A DD 267180 A5 DD267180 A5 DD 267180A5
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Tatsuhiro Hamada
Ryo Yoshida
Original Assignee
Sumitomo Chemical Co. Ltd.,Jp
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Abstract

Die Erfindung betrifft herbizide Zusammensetzungen, die als Wirkstoffe (a) mindestens eine Verbindung der Formel I, in der R ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet, und (b) mindestens eine Verbindung der Formel II, in der X ein Chloratom oder eine Methylgruppe bedeutet und A einen der ResteCH2, CH3 CH2, CH oder (CH2)3bedeutet, oder deren Salze und Ester, und inerte Traegerstoffe oder Verduennungsmittel enthalten. Diese Zusammensetzungen besitzen eine synergistisch verstaerkte herbizide Wirkung. Formeln I und II

Description

Titel der Erfindung:
Herbizids Zusammensetzung und Verfahren zu ihrer· Herstellung.
Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Anwendung der vorliegenden Erfindung erfolgt auf dem Gebiet der Unkrautbekämpfung.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen: In den letzten Jahren wurden zahlreiche Chemikalien mit herbizider Wirkung zur Beseitigung oder Bekämpfung von unerwünschtem Unkrautwachstum auf landwirtschaftlichen und nicht-landwirtschaftlichen Flächen eingesetzt. Da es jedoch die verschiedenartigsten Unkräuter gibt und diese eine lange Wachstumsperiode aufweisen, ist die herbizide Wirkung von herkömmlichen herbiziden Mitteln im allgemeinen beschränkt. Es besteht somit ein Bedarf an herbiziden Mitteln, die sowohl eine starke herbizide Aktj.vität als auch ein breites herbizides Wirkungsspektrum gegenüber verschiedenartigen Unkräutern aufweisen.
' -ir o
Veröffentlichungen, die der vorliegenden Erfindung als Stand der Technik zugrundeliegen, sind zur Zeit nicht bekannt.
Ziel der Erfindung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue herbizide Zusammensetzungen zur Unkrautbekämpfung bereitzustellen.
Darlegung des Wesenr- der Erfindung:
Die Erfindung betrifft eine herbizide Zusammensetzung, die folgende Bestandteile enthält:
(a) mindestens ein Tetrahydrophthalimid der Formel I
in der R ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet (nachstehend als "Verbindung 1" bezeichnet,
(b) mindestens eine Phenoxycarbonsäure der Formel II
in der X ein Chloratom oder eine Methylgrunoe bedeutet und A einen der Reste CH,
-CH5-, -CH- _-(CH2) 3-
oder
bedeutet oder ihre Salze und Ester (nachstehend als "Verbindung II" bezeichnet) und inerte Trägerstoffe oder Verdünnungsmittel.
Die erfindungsgemässen Zusammensetzungen üben eine erheblich verstärkte herbizide Wirkung gegen verschiedenartige Unkräuter aus, ohne dass sie eine wesentliche Pi.ytotoxizität gegen Kulturpflanzen (z.B. Weizen und Gerste) besitzen.
Beispiele für Salze der Caruonsäure II sind Alkalimetallsalze, wie Na'rium-, Kalium- und Lithiumsalze, Ammoniumsalze, wie Dimethylammonium-, Diäthanolammmium- und Triä;hanolammoniumsalze und dergl. Beispiele für Ester der Carbonsäure II sind Allylester, wie Äthyl-, Isopropyl-, Butyl·, sec.-Butyl-, Isobutyl-, Octyl-, Isooctyl-, 2-Äthylbutyi- und 2-Äthyihexylester, Alkenyle.äter , v,ie Allylester, Alkoxyalkyleste.r, wie Butoxyäthyl- und Butoxypropylester, Hydroxyalkoxyalkylestei·, wie Hydroxypropoxybutylester, und dergl.
Aufgrund auHgedehriCer Untersuchungsarbeiten wurde erfindungsgemäss festgestellt; dass bei kombinierter Verwendung von (a) mindestens einer Verbindung I mit (b) mindestens einer Verbindung II eine erheblich verstärkte herbizide Wirkung gegen versehiedenartige Unkräuter im landwirtschaftlichen und nichtlandwirtschaftlichen Bereich erzielt wird. Im Vergleich zur alleinigen Anwendung der genannten Wirkstoffe, ergibt sich bei der kombinierten Verwendung eine beträchtlich gesteigerte Wirkung, so dass die Wirkstoffe In geringeren Dosen eingesetzt werden könne,. Ferner wird das Unkrautbekämpfungsspektrum stark stark verbreitert. Somit lässt sich bei der kombinierten Anwerdung eine klare und definierte synergistische Wirkung beobachten.
Die herbiziden Zusammensetzungen der Erfindung lassen sich zur Beseitigung oder Bekämpfung von verschiedenartigen Unkräutern anwenden, z.B. Labkraut (Galium aparine), gemeine Sternmiere (Stellaria media), persischer Ehrenpreis (Veronica persica), Feldstiefmütterchen (Viola arvensis), geruchlose Kamille (Matricaria perforata), Pineappleweed (Matricaria matricarioides), wilder Senf (Sinapis arvensis), purpurfarbene Taubnessel (Lamium purpureum), kanadische Distel (Cirsium arvense), Acker-Täschelkrauo (Thlaspi arvense), Vergißmeinnicht (Myo3otis arvensis), Flohknöterich (Polygonum persicaria), blasser Wasserpfeffer (Polygonum lapathifolium), wilder Buchweizen (Polygonum vonvolvulus), Feldwinde (Convolvulus arvensis), gemeiner weisser Gänsefuß (Chenopodium album), Fuchsschwanz (Am^.ranthus retroflexus) und schwarzer Nacht-
ZC?
schatten (Solanum nigrum). Insbesondere ist es bemerkenswert, das3 die ht"b^ziden Zusammensetzungen der Erfindung zur Beseitigung von schwierig zu bekämpfenden Unkraut-arten geeignet sind, z.B. von Labkraut (Galium aparine), gemeiner Sternmiere (Stellaria media), persischem Ehrenpreis (Veronica persica), Feldstiefmütterchen (Viola arvensis), Plohknöterich (Polygonum persicaria), blasser Wasserpfeffer (Poiygonum lapathifolium), wildem Buchweizen (Polygonuin convolvuli's) und wildem Senf (Sinapis arvensis).
Von den Verbindungen I, div
Verbindungen einschliessen
insbesondere die beiden folgenden
Verbindung (1)
Verbindung (2)
,OCH2C=CH
ist bekannt, dass sie eine herbizide Wirkung besitzen (EP-A-0061741 ).
Von den Verbindungen II, die insbesondere die folgenden 6 Verbindungen
Cl-
O-CHCOOH CH.,
(Mecoprop)
Cl CH-
I 3
O-CHCOOH
(Dichlorprop)
-5- /6 7-ftC
Cl-< T-O-CH2COOH (MCPA)
(2,4-D)
/CH3
Cl-A Vo-(CH2) 3C00H (MCPB)
(2,4-DB)
einschliessen, ist ebenfalls bekannt, dass sie als Herbizide wirken (CR. Worthing et al., The Pesticide Manual, 7. Aufig., The British Crop Protection Council, (1983), S. 345, 184, 341, 153, 343 und 158).
Jedoch wurde noch nie die gemeinsame Verwendung dieser beiden Verbindungsgruppen vorgeschlagen. Die Tatsache, dass sich durch die kombinierte Verwendung dieser Verbindungen eine synergistische Wirkung ergibt, war nicht zu erwarten.
L^. Verhältnis der Verbindung I als Komponente (a) zur Verbindung II als Komponente (b) in der erfindungsgemässen Zusammensetzung kann innerhalb eines sehr breiten Bereichs variieren und liegt im allgemeinen im Bereich von etwa 1:1 bis 1:10 000 und vorzugsweise etwa 1:3 bis 1:3 000, bezogen auf das Gewicht.
Zusätzlich zu den vorstehend genannten Wirkstoffen kann die erfindungsgemässe Zusammensetzung einen festen oder flüssigen Trägerstoff oder Verdünnungsmittel enthalten. Es können auch beliebige oberflächenaktive Mittel oder Hilfsstoffe enthalten
_6_ ZC? HO
sein. Die Zusammensetzung kann zu einer beliebigen herkömmlichen Darreichungsform verarbeitet werden, z.B. zu emulgierbaren Konzentraten, benetzbaren Pulvern, Suspensionen oder Granulaten. Der Gesamtgehalt der Wirkstoffe, d.h. der Verbindüngen I und II, kann etwa 0,5 bis 90 und vorzugsweise etwa 2 bis 80 Gewichtsprozent betragen.
Als fester Trägerstofi' oder Verdünnungsmittel können Kaolin, Attapulgit, Bentonit, Porzellanerde, Pyrophyll.it, Talcum, Diatomeenerde, Calcit, Walnusschalenmeil, Harnstoff, Ammoniumsu.1.fat, synthetisches hydratisiertes Siliciumdioxid und dergl. verwendet werden. Beispiele für flüssige Trägerstoffe oder Verdünnungsmittel sind aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Xylol und Methylnaphthalin, Alkohole, wie Isopropanol, Ä'thylenglykol und Cellosolve, Ketone, wie Aceton, Cyclohexanon und Isophoron, pflanzliche Öle, wie Sojabohnenöl und Baumwollsamenöi, Dimethylsulfoxid, Acetoni ril, Wasser und dergl.
Bei dem zum Emulgieren, Dispergieren oder Verteiler, verwendeten oberflächenaktiven Mittel kann es sich um beliebige Mittel handeln, z.B. vom anionischen oder nicht-ionogenen Typ. Beispiele für oberflächenaktive Mittel sind Alkylsulfate, Alkylarylsulonate, Dialkylsulfosuccinate, Phosphate von PoIyoxyäthylenalkylaryläthern, Polyoxyäthylenalkyläther, PolyoxyäthylenaIkylarylather, Polyoxyäthylen-Polyoxypropylen-'ilockcopolymerisate, Sorbitanfettsäureester, Polyoxyäthylen-sorbitanfettsäureester und dergl. Beispiele für Hilfs.-toffe sind Ligninsulfonate, Natriumalginat, Polyvinylalkohol, Gummi arabicum, CMC (Carboxymethylcellulose), PAP (Isopropylsäure-3Q phosphat) und dergl.
In den folgenden Herstallungsbeispielen beziehen sich sämtliche Teilangabon auf das Gewicht.
5 Herste.L lungsbeispiele: nerste.Llungsbeispiel 1
0,25 Teile Verbindung (1), 50 Teile 2,'I-D (Natriumsalz), 10 Teile synthetisches, hydratisiertes Siliciumdioxid, 3 Teile
Mt TfO
-τ ι - Alkylsulfat, 2 Teile Calciumlignirisulfonat und 34,75 Teile Diatomeenerde werden gründlich vermischt und pulverisiert. Man erhält ein benetzbares Pulver.
Herstellungjbeispiel 2
0,8 Teile Verbindung (2), 79,2 Teile MCPA (Äthylester), 3 Teile Calciumligninsulfonat, 2 Teile Natrium]aurylsulfat und 15 Teile synthetisches, hydratis.\ertes Siliciumdi- ;; i.d werden gründlich vermischt und pulverisiert. Man erhält ein benetzbares Pulver.
Herstellungsbeispiel 3
.0,1 Teil Verbindung (1) wird in 0,3 Teilen 5-prozentiger wässriger Polyvinylalkohollösung pulverisiert, bis die Teilchengrösse unter 5 ^m liegt, und sodann mit 40 Teilen einer 50-prozentigen wässrigen Lösung von Mecoprop (Kaliumsalz) vermischt. Df.s erhaltene Gemisch wird mit 59,6 Teilen eines 6-prozentigen wässrigen oberflächenaktiven Mittels (Aercsil Nr. 200, Nihon Aerosil Co.) vermischt und zur Herstellung einer Suspension gerührt-.
Herstellungsbeispiel 4
0,1 Teil Verbindung (2) werden in 0,3 Teilen 5-prozentiger wässriger Polyvinylalkohollösung pulverisiert, bis die Teilchengrösse weniger als 5 um beträgt, und sodann mit 40 Teilen einer 50-prozentigen wässrigen Lösung von Dichlorprop (Kaliumsalz) vermischt. Das erhaltene Gemisch wird mit 59,6 Teilen eines 6-prozentigen wässrigen oberflächenaktiven Mit Λβ (Aerosil Nr. 200, Nihon Aerosil Co.) vermischt, und zur Herstellung einer Suspension gerührt.
Herstellungsbeispiel 5
0,5 Teile Verbindung (1), 50 Teile 2,4-DB (Natriumsalz), 3 Teile Caloiumligninsulfonat, 2 Teile Natriumlaurylsulfat und 44,5 T(;ile synthetisches, hydratisiertes Siliciumdioxid werden gründlich vermischt und pulverisiert. Man erhält ein benetzbares Pulver.
Herste.llungsbeispiel 6
1 Teil Verbindung (2), 50 Teile MCPB (Kthyleste.-) , 3 Teile Calciumligninsulfonat, 2 Teile Natrium]aurylsulfat und 44 Teile synthetisches, hydratisiertes Siliciumdioxid werden gründlieh vermischt und pulverisiert. Man erhält ein benetzbares Pulver.
Herstellungsbeispi.-il 7
1 Teil Verbindung (1), 50 Teile Mecoprop (Kaliumsalz), 3 Tei-Ie Calciumligninsulfonat, 2 Teile Natriumlaurylsulfat und HH Teile synthetisches, hydratisiertes Siliciumdioxid werden gründlich vermischt und pulverisiert. Man erhält ein benetzbares Pulver.
Herstellungsbeispiel 8
1 Teil Verbindung (1), 50 Teile 2,1-D (Natriumsali.), 3 Teile Calciumligninsulfonat, 2 Teile Natriumlaurylsulfat und 44 Teils synthetisches, hydratisiertes Siliciumdioxid werden gründlich vermischt und pulverisiert. Man erhält ein benetzbares Pulver.
Herstellungsbeispiel 9
1 Teil Verbindung (2), 50 Teile Dichlorprop (Kaliumsalz), 3 Teile Calciumligninsulfonat, 2 Teile Natriumlaurylsulfat und HH Teile synthetisches, hydratisiertes Siliciumdioxid werden gründlich vermischt und pulverisiert. Man erhält ein benetzbares Pulver.
Herstellungsbeispiel 10 1 Teil Verbindung (1), 50 Teile MCPB (Äthylester), 3 Teile Calciumligninsulfonat, 2 Teile Natriumlaurylsulfat und HH Teile synthetisches, hydratisiertas Siliciumdioxid werden gründlich vermischt und pulverisiert. Man erhält ein benetzbares Pulver.
Auf diese Weise hergestellte Zusammensetzungen mit einem Gehalt an den Verbindungen I und II werden zur Nachauflauf-Bekämpfung von uneiwünschten Unkräutern durch Blattbehandlung
verwendet. Die 31attbehandlung kann durchgeführt werden, indem man die Zusammensetzungen mit einem Gehalt an den Verbindungen I und II über die Pflanzen spritzt. Es kann auch eine direkte Anwendung vorgenommen werden.
l'rr. die horbi^ide Wirkung zu verbesbern, können die Zusamme^ Setzungen zusammen mit anderen Herbizider eingesetzt werden. Daneben kann eine Kombination mit Insektiziden, Akaraziden, Wematoziden, Fungiziden, Pflanzenwuchsreglern, Düngemitteln, Bodenverbesserungsmitteln und a^rr-l. vorgenommen werden.
Die erfindungsgemässe Zusammensetzung kann als He» Mzid auf 'bestellten Feldern, nicht-bewirtschaftfiten Flächen, Obstgärten, Weideland, Wiesen, Wäldern, nicht-landwirtschaftlichen Flächen und dergl. eingesetzt werden.
Die Dosierung der Wirkstoffe kann je nach e'en herrschenden Wetterbedingungen, dem vorhandenen Boden, der verwendeten Zusammensetzung, den Mischverhältnissen der jeweiligen Wirkstoffe, der Art der Nutzpflanzen und der Unkräuter und dergl. variiert werden. Im allgemeinen liegt die Gesamtmenge der Verbindung I und II im Bei eich von etwa 10 bis 10 000 g pro Hektar. Sofern die Zusammensetzung in Form eines emulgierbaren Konzentrat .t, eines benetzbaren Pulvers, einer Suspension
2L, oder dergl. aufgebracht wird, wird sie normalerweise mit Wasser verdünnt und sodann in e'.nem Volumen von etwa 100 bis 1000 Liter pro Hektar auf die Fläche, auf der eine Unkrautbeseitigung erwünscht ist, aufgebracht. Zusammensetzungen in Form eines Granulats und dergl. werden normalerweise direkt eingesetzt.
Nachstehend wird die herbizide Wirkung der erfindungsgemässen Zusammensetzungen näher unter Bezugnahme auf die folgenden Versuchsbeispiele erläutert, wobei die prozentuale Wachstumsbekämpfung (%) bestimmt wird, indem die überirdischen Teile der Testpflanzen (Frischgewicht) gewogen werden und eine Berechnung gemäss folgender Gleichung durchgeführt wird:
ffC
Prozentuale Wachstumskontrolle
Frischgewicht der Testpflanzen in der behandelten Parzelle
Frischgewicht der Testpflanzen in der unbehande]ten Parzelie
Die Phytotoxizität der Kulturpflanzen wird beobachtet.
Versuchsbeispiel· 1
Samen von Weizen, Gerste, Labkraut (Galium aparine), Feldstiefmütterchen (Viola arvensis), Flohknöterich (Polygonum per· sicaria), persichem Ehrenpreis (Veronica persica), wildem Senf (Sinapi3 arvensis), Pineappleweed (Matricaria matricarioides.? und gemeinem weissen Gänsefuß (Chenopodium album) werden in einem Trog (Fläche 33 χ 22 cm ; höhe 11 cm), der mit Erde eines Hochlandfelds gefüllt ish, ausgesät und ansohliessend im Freien gezogen. Eine bestimmte Menge der zu testenden Zusammensetzung wird in Form eines benetzbaren Pulvers, das gemäss den Herstellungsbeispielen 2, 7, 8 oder 9 erhalten worden ist, mit Wasser /erdünnt und auf die Blätter der Testpflaruen in einem Spritzvolumen von 500 Liter pro Hektar mit Hilfe einer kleinen Handspritze aufgebracht. Nach 35-tägiger Züchtung iir Freien wird die Phytotoxizität ut:d die prozentuale Wachstumsbekämpfung beobachtet. Die Ergebnisse sind in den Tabellen I und II zusammengestellt. Zum Behandlur^szeitpunkt befinden sich die Testpflanzen irr allgemeinen im 1- bis 6-blättrigen Stadium und weisen eine Höhe von 1 bis 1F cm auf, wobei das Wachstumsstadium je nach der zu behandelnden Spezies variiert.
to O
. Tabelle I
Verbin dung Nr. Dosie-i rung (g/ha) lischungs· /erhält- (Gew.) - Phvtotoxizi- tät Gerste prozentuale Wachstumsbekamp:'jng Ci) Gal ium aparine Stella ria media Viola arven- sis tolygo- mm per- sicaria Veronica persica Sinapis arvensis caria Tiatric. C.-enoL ,- i ei I'.^m album
(D 8 . 16 - Weizen keine keine 95 100 80 92 100 100 95 100 96 100 -.5 93 7? 93 100
Mecoprop (K-SaIz) 800 1600 - kein= keine keine keine 93 100 86 100 32 67 54 77 0 25 95 100 ι 48 78 95 100
(D + Mecoprop (K -Salz) 8 + 800 16 + 800 8 + 1600 16 + 1600 1:100 1: 50 1:200 1:100 keine ke'ine keine keine keine keine 100 100 100 100 97 IOC 10Γ! 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 95 ICO 100 100 100 100 100 100
2,4-D (Na^alz 800 1600 - keine keine keine keine Iceine keine 20 20 82 93 45 73 78 100 58 82 93 100 78 90 100 100
(D + 2,4-D (Na-SaIz 8 + 8Ü0 16 + 800 8 + 1600 16 + 1600 1:100 1: 50 1:200 1:100 keine keine keine keine keine keine 100 100 100 100 ICO 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 97 100 100 100 100 100 100 100
keine keine keine keine
ω ο
to cn
to ο
cn
Tabelle II
Verbin dung Nr. Dosie rung (g/ha) Mischungi verhält nis (Gew.) ~ Phytotoxizi- tät Gerste prozentuale Wachsturasbekämpfung (%) Galium aparine Stella ria \/iola arven- Polygo-I ium per- Veronica persica Sinapi s arvensis Matr.i- caria Chenopo- dium
(2) 8 16 - Weizen keine keine 89 98 92 100 95 100 97 100 95 100 87 95 75 90 96 100
MCPA (Äthyl ester) 800 1600 keine keine keine keine Il 29 76 90 41 70 73 95 50 77 100 100 . 75 92 100 100
(2) + iCPA (Äthyl ester) 8 + 800 16 + 800 8 + 1600 16 + 1600 1:100 1: 50 1:200 1:100 keine keine keine keine keine keine 96 "•.00 99 ICO 99 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 95 100 100 100 100 100 100 100
Dichlor- prop (K-SaIz) 800 1600 keine keine keine keine keine keine 97 100 95 100 40 63 79 92 43 80 99 100 95 100 100 100
(2) + Dichlcr- prdp (K -Salz) 8 + 800 16 + 800 8 + 1600 16 + 1600 1:100 1: 50 1:200 1:100 keine keine keine keine keine keine 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 99 100 100 100 100 100 100 100
keine keine keine keine
-13- ZCI1X0
" Versuchsbeispiel 2
Samen von Weizen, Gerste, Hirtentäschel (Capsella bursapastoris), Gäirjedistel (Sonchus oleraceus), purpurfarbener Taubnessel (Lamium purpurium), Vogelknöterieh (Polygonum aviculare), persischem Ehrenpreis (Veronica per.°J.ca), Feldstiefmütterchen (Viola arvensls) und gemeiner Sternmiere (Stellaria media) werden in Tröge (33x23cm; Höhe 11 cm, die mit Erde von Hochlandfeldern gefüllt sind, ausgesät und artschliessend im Freien gezogen. Eine bestimmte Menge der zu testenden Zusammensetzung wird in Form eines benetzbaren Pulvers, das gemäss den Herstellungsbeispielen 5 oder 10 erhalten worden ist, mit Wasser verdünnt und auf die Blätter der Testpflanzen in einem Spritzvolumen von 500 Liter pro • Hektar mit einer kleinen Handspritze aufgebracht. Nach 3b-tägiger Züchtung im Freien werden die Phytotoxizität und die prozentuale Wachstumsbekämpfung beobachtet. Die Ergebnisse sind in Tabelle III zusammengestellt. Zum Behandlungszeitpunkt befinden sich die Pflanzen im allgemeinen im 1- bis 4-blättrigen Stadium und weisen eine Höhe von 2 bis 25 auf, wobei das Wachstumsstadium je nach der Spezies variiert.
ω ο
to ο
σι
cn
Tabelle III
Verbin Dosie Misehungs - Phytotoxizi- Gerste prozentuale Capsellä 78 Sonchus Wachstumsbekämpfung (%) Viola Polygonum Veronica Stella
dung rung Verhält tät bursapasto- 89 olera- arven- aviculare persica ria
Nr. (g/ha) nis C PtPW 1 Weizen ris 90 Lamium
keine 98 96 purpu- 95 78 98 85
keine 100 jzsun 100 84 100 94
(D 8 keine keine 99 92 91 83 90 32 43
16 - keine keine 100 100 99 90 97 55 65
MCPB 1000 keine 100 63 I
(Äthyl 2000 - keine keine 100 100 76 100 99 100 95
ester) keine 100 100 100 100 100
(D 8 + 1000 1 : 125 keine 92 100 1OG 100 100 100 100
+ 16 + 1000 1 : 62,5 keine keine 99 100 100 100 100 100 100
MCPB 8 + 2000 1 : 250 kein^ 100 100
(Sthyl- 16 + 2000 1 : 125 keine keine 100 43 100 58 85 66 84
ester) keine 100 69 79 96 85 94
2,.4-DB 1000 keine keine 100 100 5? 100 98 100 99
(Na -Salz ) 2000 keine keine 100 73 100 - j.00 100 100
(D 8 + 1000 1 : 125 keine keine • 100 100 100 100 100 100
+ 16 + 1000 1 : 62,5 keine keine 100 100 100 100 100 100
2,4-DB 8 + 2000 1 : 250 keine 100
(Na-SaIz: 16 + 2000 1 : 125 keine 100
Versuchsbeispiel 3 Samen von Pineappleweed (Matricaria matricarioides) werden in einem Trog (Fläche 33 x 23 cm; Höhe 11 cm), der mit Erde von einem Hochlandfeld gefüllt ist, ausgesät und ^O Tage im Freien gezogen. Eine bestimmte Menge der Zusammensetzung wird in Form einer gemäss Herstellungsbeispiel 3 erhaltenen Suspension mit Wasser verdünnt und auf die Blätter der Testpflanzen in einem Spritzvolumen von 500 Liter pro Hektar mit einer kleinen Handspritze ausgebracht. Nach 35-tägiger Züchtung im Freien wird die prozentuale Wachstumsbekämpfung festgestellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle IV zusammengestellt. Zum Behandlungszeitpunkt befinden sich die Testpflanzen im 5-bläturigen Zustand und weisen eine Höhe von 3 cm auf.
Tabelle IV : 400 prozentuale Wachs-
Verbindung Dosierung : 800 ti*iisbekämpfung von
Nr. - (g/ha7 Mischungsver : 1600 "Ötricaria matri-
hältnis : 3200 Darioides (%)
(Gew.) : 100 23
(D 2 ί 200 45
4 : 400 72
8 - : 800 85
16 : 50 93
32 : 100 20
Mecoprop 400 - : 200 43
(K-SaIz) 800 _ : 400 71
1600 - : 25 89
3200 50 95
6400 - 100 57
(D 2 + 400 - . 200 74
+ 2 + 800 1 : 200 12,5 85
Mecoprop 2 + 1600 1 1 : 25'. 93
(K_ Salz) 2 + 3200 1 99
2 + 6400 1 68
4 + 400 1 88
4 + 800 1 100
4 ·}· 1600 1 100
4 + 3200 1 91
8 + 400 1 96
8 + 800 1 100
8 + 1600 1 100
8 + 3200 1 94
16 + 400 1 100
16 + 800 1 100
16 + 1600 t-l 100
16 + 3200 1 98
32 + 400 i-l 100
32 + 800 1
— ι "7 —
1/0
Versuchsbeispiel k
Samen der gemeinen Sternmiere werden in einen Trog (Fläche 33 x 22 cm; Höhe 11 cm), der mit Erde eines Hochlandfelds gefüllt ist, ausgesät und 40 Tage im Freien gezogen. Eine bestimmte Menge der zu testenden Zusammensetzung wird in Form einer gemäss Herstellungsbeispiel 3 erhaltenen Suspension mit Wasser verdünnt und auf die Blätter der Testpflanze in einem Spritzvolumen von 500 Liter pro Hektar mit einer kleinen Handspritz aufgebracht. Nach 35-tätiger Züchtung im Freien wird die prozentuale Wachstumsbekämpfung festgestellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle V zusammengestellt. Zum Behandlungszeitpunkt befinden sich die Testpflanzen im 5-blättrigen Zustand und weisen eine Höhe von 7 bis 9 cm auf.
Tatelle V
Verbindung . Nr. Dosierung - (g/ha) Mischungsver hältnis (Gew.) 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 i 1 1 1 1 1 1 1 1: 50 . 100 ! 200 . 400 : 800 : 25 50 100 : 200 400 ! 12,5 : 25 50 100 . . 6,25 12;5 25 50 : 3,125 6,25 prozentuale Wachs tümsbekämpfung von Stellaria media (%)
(D 2 4 8 16 32 - 40 €2 78 89 96
Meccprop (K-SaIz) 100 200 400 800 1600 - 31 56 79 90 99
(1) + Mecoprop (K-SaIz) 2 + 100 2 + 200 2 + 400 2 + 800 2 + 1600 4 + 100 4 + 200 4 + 400 4 + 800 4 + 1600 8 + 100 8 + 200 8 + 400 8 + 800 16 + 100 16 + 200 16 + 400 16 + 800 32 + 100 32 + 200 75 88 91 98 100 80 95 100 100 100 88 100 100 100 96 100 100 100 99 100
Versuchsbeispiel 5 Samen von wildem Senf (Sinapis arvensis) werden in Tröge (Fläche 33 x 23 cm; Höhe 11 cm1», die mit Erde eines Hochlandfelds gefüllt sind, ausgesät und 40 Tage im Freien gezogen. Eine bestimmte Menge der zu testenden Zusammensetzung wird in Form eines gemäss Herstellungsbeispiel 1 erhaltenen benetzbaren Pulvers mit Wasser verdünnt und auf die Blätter der Testpflanze in einem Spritzvolumen von 500 Liter pro Hektar mit einer kleinen Handspritze aufgebracht. Nach 35-tätiger Züchtung im Freien wird die prozentuale Wachstumsbekämpfung festgestellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle VI zusammengestellt. Zum Behandlungszeitpunkt befinden sich die Testpflanzen im 5-blättrigen Zustand und weisen eine Höhe von 7 bis 10 cm auf.
Tabelle VI
Verbindung Dosierung - (g/ha)& Mischungs 1 _ prozentuale Wachs
. Nr. verhältnis 1 - tumsbekämpfung
(Gew.) 1 - von Sinapis ar-
2 1 - vensis (%)
(D 1 1 - 30
8 1 52
16 1 - 74
32 1 - 85
250 1 - 93
2,4-D 500 1 - 23
(Na -Sal::) 1000 1 : 125 52
2000 1 s 250 80
4000 1 : 500 91
2 + 250 1 : 1000 100
(1) 2 + 500 1 • 2ΰ00 55
+ 2 + 1000 1 : 63 · 72
2,4-D 2 + 2000 1 125 91
(Na-SaIz) 2 + 4000 1 ί 250 96
4 + 250 1 : 500 100
4 + 500 1 ! 1000 71
4 + 1000 : 31 87
4 + 2000 : 63 98
4 + 4000 125 100
8 + 250 250 100
8 + 500 16 84
8 + 1000 31 98
8 + 2000 63 100
16 + 250 : 125 100
16 + 500 8 90
16 + 1000 16 98
16 + 2000 100
32 + 250 100
32 + 500 97
100
-21- ZGfffO
Versuchsbeispiel 6 Samen von persischem Ehre^r1·"33 (Veronica persica) werden in Tröge (Fläche 33 x 23 cm; Höhe 11 cm), die mit Erde eines Hochlandfelds gefüllt sind, ausgesät und 40 Tage im Freien gezüchtet. Eine bestimmte Menge der zu testenden Zusammensetzung wird in Form eines gemäss Herstellungsbeispiel 2 erhaltenen benetzbaren Pulvers mit Wasser verdünnt und auf die Blätter der Testpflanzen in einem Spritzvolumen von 500 Liter pro Hektar mit einer kleinen Handspritze aufgebracht. Nach 35-tägiger Züchtung im Freien wird die prozentuale Wachstumsbekämpfung festgestellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle VII zusammengestellt. Zum Behandlungszeitpunkt befinden sich die Testpflanzen im 2- bis 3-blättrigen Zustand und weisen eine Höhe von 2 cm auf.
1 '
Tabelle Vl.
10 15 2025
. Verbindung ΓΥλ ο ΐ ami IKiD* LAJOlCi ^i''θ Mischungs prozentuale Wachs
. Nr. ig/ a verhältnis tums bekämpfung
(Gew.) von Veronica
- persica (%)
(2) 2 - 38
4 63
8 : 81
16 - 94
•32 100
MCPA 250 : 125 25
(Äthylester) 500 1000 : 250 48 70
2000 : 500 90
4000 : 1000 : 2000 99
(2) 2 + 250 I i-l ; 63 76
2 + 500 \ : 125 79
MCPA 2 + 1000 1 : 250 91
(Äthylester) 2 + 2000 2 + 4000 1 1 : 500 98 100
4 + 250 r-l : 1000 85
4 + 500 1 : 31 100
4 + 1000 1 : 63 100
4 + 2000 1 : 125 100
4 + 4000 1 : 250 100
8 + 250 1 ; 16 100
8 + 500 t-l : 31 100
8 + 1000 1 63 100
8 + 2000 t-l • 125 100
16 + 250 1 : 8 100
16 + 500 1 : 16 100
16 + 1000 1 100
16 + 2000 1 100
32 + 250 I-l 100
32 + 500 1 100
3036
-23- £6? 1/&
' Versuchsbeispiel 7 Samen von Labkraut (Galium aparine) werden in Tröge (Fläche 33 x 23 cm; Höhe 11 cm), die mit Erde eines Hochlandfelds gefüllt sind, ausgesät und 30 Tage im Freien gezüchtet. Eine bestimmte Menge der zu testenden Zusammensetzung wird in Form eines gemäss Herstellungsbeispiel 7 erhaltenen benetzbaren Pulvers mit Wasser verdünnt und auf die Blätter der Testpflanzen in einem Spritzvolumen von 500 Liter pro Hektar mit einer kleinen Handspritze aufgebracht. Nach 35-tägiger Züchtung im Freien wird die prozentuale Wachstumsbekämpfung festgestellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle VIII zusammengestellt. Zum Behandlungszeitpunkt befinden sich die Testpflanzen im •2-blättrigen Zustand und weisen eine höhe von 5 bis 9 cm auf.
Tabelle VIII
/(,fifo
Dosierung Mischungs 1 Cew.) prozentuale
Verbindung - (g/ha) verhältnis 1 Wachstumsbekämp
Nr. ( 1 fung von Galium
1 - aparine (%)
(D 1 1 36
2 1 50
4 1 - 73
8 1 92
16 1 - 100
MecoproD 100 . 1 - 22
(K-SaIz) 200 1 - A'j
400 1 - 73
800 1 : 100 93
1600 1 : 200 100
(D 1 + 100 1 400 62
1 + 200 1 : 800 74
Mecoprop 1 + 400 1 1600 88
(K-SaIz) 1 + 800 1 50 100
1 + 1600 1 100 100
2 + 100 1 · : 200 67
2 + 200 . 400 82
2 + 400 : 800 94
2 + 800· : 25 100
2 + 1600 : 50 100
4 + 100 100 84
4 + 200 : 200 92
4 + 400 12,5 100
4 + 800 257 100
8 + 100 50 96
8 + 200 100 100
8 + 400 6,25 100
8 + 800 12,5 100
16 + 100 100
16 + 200 100
Versuchsbeispiel 8 Samen von Hirtentäschel (Capsella bursapastoris) werden in Tröge (Fläche 33 x 23 cm; Höhe 11 cm), die mit Erde eines Hochlandfelds gefüllt sind, ausgesät und 20 Tage im Freien gezogen. Eine bestimmte Menge der zu untersuchenden Zusammensetzung wird in Form eines gemäss Herstellungsbeispiel 6 erhaltenen benetzbaren Pulvers mit Wasser verdünnt und auf die Blätter der Testpflanzen in einem Spritzvolumen von 500 Liter pro Hektar mit einer kleinen Handspritze aufgebracht. Nach 35-tägiger Züchtung im Freien wird die prozentuale Wachstumsbekämpfung festgestellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle IX zusammengestellt. Zum Behandlungszeitpunkt befinden sich die Testpflanzen im 1- bis 2-blättrigen Zustand und weisen eine Höhe von 1 bis 2 om auf.
Tabelle IX
Verbindung Nr. Dosierung . (g/ha) Mischungsver hältnis (Gew..·) 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 : 1 · ' 1 : 1 - 1 1 1 . prozentuale Wachs tumsbekämpfung . von Capsella bursapastoris (%)
(2) 2 4 8 16 32 - 63 : 125 250 : 500 1000 : 31 : 63 : 125 • 250 : 500 16 31 63 125 8 16 31 4 8 24 52 78 89 96
MCPB (Äthylester) 125 250 500 1000 2000 I I I I I 21 47 79 90 98
(2) + MCPB (Äthylester) 2 + 125 2 + 250 2 + 500 2 + 1000 2 + 2000 4 + 125 4 + 250 4 + 500 4 + 1000 4 + 2000 8 + 125 8 + 250 8 + 500 8 + 1000 16 + 125 16 + 250 16 + 500 32 + 125 32 + 250 48 70 91 94 100 68 86 98 100 100 86 97 100 100 93 99 100 99 100
Versuchsbeispiel 9 Samen von purpurfarbener Taubnessel (Lamium purpureum) werden in Tröge (Fläche 33 x 23 cm; Höhe 11 cm), die mit Erde eines Hochlandfelds gefüllt sind, ausgesät und 20 Tage im Freien gezogen. Eine bestimmte Menge der zu untersuchenden Zusammensetzung wird in Form eines gemäss Herstellungsbeispiel 5 erhaltenen benetzbaren Pulvers mit Wasser verdünnt und auf die Blätter der Testpflanzen in einem Spritzvolumen von 500 Liter pi ο Hektar mit einer kleinen Handspritze aufgebracht. Nach 35-tägiger Züchtung im Freien wird die prozentuale Wachstumsbekämpfung festgestellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle X zusammengestellt. Zum Behandlungszeitpunkt befinden sich die Testpflanzen im 1- bis 2-blättrigen Zustand und weisen eine Höhe von 2 bis 1J cm auf.
Z&fffO
Tabelle X
Verbindung Dosierung Mischungsver - prozentuale Wachs-
Nr. - (g/ha) hältnis - tumsbekämpfung von
(Gew.) Lamiuin purpurjum
(D 1 - 29
2 55
4 - 81
8 - 91
16 - 99
2,4-DB 500 - 33
(Na-SaIz). 1000 : 500 63
2000 : 1000 76
4000 ί 2000 94
8000 : 4000 100
(D 1 + 500 1 : 8000 57
+ 1 + 1000 1 : 250 81
2,4-DB 1 + 2000 1 500 87
(Na-SaIz) 1 + 4000 1 : 1000 98
1 + 8000 1 : 2000 100
2 + 500 1 : 4000 75
2 + 1000 1 : 125 90
2 + 2000 1 : 250 96
2 + 4000 1 500 100
2 + 8000 1 : 1000 100
4 + 500 1 63 89
4 + 1000 1 125 98
4 + 2000 1 250 100
4 + 4000 1 31 100
8 + 500 .1 63 97
8 + 1000 Jl 100
8 + 2000 1 100
16 + 500 1 100
16 + 1000 1 100
_29_
Die Ergebnisse der Versuchsbeispiele 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 werden gemäss dem tioboh'sckts fahren (d.h. Linien äquivalenter Wirksamkeit; Herbicides, Bd. 3, S. 109-111 (1981) in "Noyaku Jikkenho" (Methode in Pesticide Science), Hrsg. Junichi Fukami et al., Soft Science Inc., Tokyo), basierend auf dem Tammes-Verfahren ( P.M.L. Tammes, Neth. J. Plant Path., Bd. (1961), S. 73-80) analysiert. Dabei werden verschiedene Kombinationen der Zusammensetzung mit unterschiedlichen Mischungsverhältnissen von Verbindung I und II, die aber eine gleiche wachstumsbekämpfende Wirkung aufweisen, d.h. eine beispielsweise 90-prozentige Wachstumsbekämpfung, in einem Diagramm aufgetragen, so dass synergistische Effekte, arithmetische 'Effekte oder kompetitive Effekte leicht feststellbar sind. Im Fall eines synergistischen Effekts liegt die Linie der äquivalenten Wirkung unterhalb der Linie der arithmetischen Wirkung.
In Fig. 1 gibt die Ordinate die Dosierung von Mecoprop (Kaliumsalz) und die Abszisse die Dosierung der Verbindung (1) an. Die Linie äquivalenter Wirkung (d.h. die ausgezogene Linie) entsprechend einer 90-prozentigen V.'achstumsbekämpfung von Pineappleweed (tiatricaria matricarioides) befindet sich unter der Linie der arithmetischen Wirkung (d.h. die punktierte Linie), woraus hervorgeht, dass die kombinierte Verwendung von Verbindung (1) und Mecoprop in einem bestimmten Mischungsverhältnis eine synergistische Wirkung ergibt. In entsprechender Weise sind in Fig. 2 au der Ordinace die Dosierung von Mecoprop (Kaliumsalz) und auf der Abszisse die Dosierung von Verbindung (1), jv fig. 3 auf der Ordinate die Dosierung von 2,4-D (Natriumsalz) und auf der Abszisse die Dosierung von Verbindung (1), in Fig. 1I auf der Ordinate die Dosierung von MCPA (Äthylester) und auf der Abszisse die Dosierung von Verbindung (2), in Fig. 5 auf der Ordinate die Dosierung von Mecoprop (Kaliumsalz) und auf der Abszisse die Dosierung von Verbindung (1), in Fig. 6 auf der Ordinate die Dosierung von MCPB (Ä'thylester) und auf der Abszisse die Dosierung von Verbindung (1) und in Fig. 7 auf der Ordinate die Dosierung von 2,1I-DB (Natriumsalz) und auf der Abszisse die Dosierung von
_30-
Verbindung (2) aufgetragen. In den Figuren gibt die ausgezogene Linie jeweils die Linie äquivalenter Wirkung, entsprechend einer 90-prozentigen Bekämpfung von gemeiner Sternmiere (Stellaria media) in Fig. 2, in Fig. 3 von wildem Senf (Sinapis arvensis), ir Fig. 4 von persischem Ehrenpreis (Veronica per3ica), in Fig. 5 von gemeiner Sternmiere (Stellaria media), in Fig. von Hirtentäschel (Capsella bursapastoris) und in Fig. 7 von purpurfarbener Taubnessel (Lamium purpurium) wieder. Diese Linien befinden sich jevieils unterhalb der Linie der arithmetischen Wirkung (punktierte Linie), woraus hervorgeht, dass in den bestimmten Mischungsverhältnissen jeweils ein synergistischer Effekt vorliegt.

Claims (10)

  1. Patentansprüche:
    1. Herbizide Zusammensetzung, enthaltend als Wirkstoffe eine herbizie wirkende Menge an
    (a) mindestens einer Verbindung der Formel
    10 20
    in der R ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet,und
    (b) mindestens einer Verbindung der Formel
    in der X ein Chloratom oder eine Methylgruppe bedeutet und A einen der Reste CH^ bedeutet,
    -CH0-, -CH-oder-
    l - : _ V J
    oder ihren Salzen und Estern, und
    einen inerten Trägerstoff oder Verdünnungsmittel.
  2. 2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass das Gewicntsverhältnis der Komponenten (a) und (b) 1:1 bis 1:10 000 beträgt.
  3. 3. Zusammensetzung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass das Gewichtsverhältnis der Komponenten (a) und (b) 1:3 bis 1:3 000 beträgt.
    l\. Zusammensetzung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass es sich bei der Komponente (b) um einen Bestandteil aus der Gruppe 2-(ll-Chlor-o»tolyloxy )-propionsäure , 2-(2,4-Dichlorphenoxy)-propionsäure, 4-Chlor-o-tolyloxyessigsäure und 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure handelt.
  4. 5. Verfahren zur Bekämpfung von Unkraut, gekennzeichnet dadurch, dass man auf das Unkraut eine herbizid wirkende Menge dor Zusammensetzung nach Anspruch 1 anwendet.
  5. 6. Verfahren nach Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch, dass man Unkraut in Weizen- oder Gerstenfeldern bekämpft.
  6. 7. Verfahren nach Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch, dass die Gesamtmenge der Komponenten (a) und (b) 10 bis 10 000 g pro Hektar beträgt; .
  7. 8. Verfahren zur Herstellung der herbiziden Zusammensetzung
    I bis M
    nach Ansprüchen/ gekennzeichnet dadurch, dass man mindestens eine Komponente (a), mindestens eine Komponente (b) und einen inerten TSägerstoff oder Verdünnungsmittel vermischt.
  8. 9. Verfahren nach Anspruch 8, gekennzeichnet dadurch, dass 25
    das Gewichtsverhältnis der Komponenten (a) und (b) 1:1 bis 1 :10 000 beträgt.
  9. 10. Verfahren nach Anspruch 8, gekennzeichnet dadurch, dass
    das Gewichtsverhältnis der Komponenten (a) und (b) 1:3 bis 30
    1 :3 000 beträgt.
  10. 11. Verfahren nach Anspruch 8, gekennzeichnet dadurch, dass der Gesamtgehalt der Komponenten (a) und (b) etwa 0,5 bis
    90 Gewichtsprozent beträgt.
    35
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