DD267653A1 - Verfahren und anlage zur aufbereitung und zufuehrung von fluessig- und trockenmischfutter - Google Patents

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DD31023787A
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Inventor
Eckhard Krueger
Siegfried Markner
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Volkseigenes Gut Stresow
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  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf die Futteraufbereitung und entsprechende Zufuehrung zu den Futterstellen in Schweinemastanlagen. Das Verfahren ist dabei durch einen kontinuierlichen Ablauf des gesamten technologischen Prozesses, wie die Beschickung und Lagerung, der Zufuehrung der einzelnen Futterkomponenten zu den Mischern in dosierter Form, der Durchmischung der Futterkomponenten mit gleichzeitiger Erfassung der Inhaltsmenge und der dosierten Abgabe des Futtermittels an die vorprogrammierten Futterstellen gekennzeichnet. Die Anlage realisiert durch ihre parallele Anordnung und Verknuepfung der einzelnen Ausruestungen den kontinuierlichen Prozess der Futterabgabe und Futteraufbereitung. Ein entsprechendes Rechnersystem laesst diesen Prozess automatisch ablaufen, kontrolliert und ueberwacht ihn gleichzeitig.

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zur Aufbereitung und Zuführung von Flüssig- und Trockenmischfutter für Schweinemastanlagen, bei dem der Fütterungsprozeß von der Anlieferung der einzelnen Futterchargen über die Dosierung und Mischung sowie der dosieiten Futterabgabe automatisch realisiert wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Mit der Konzentration der Tieraufzucht hat sich in der Landwirtschaft in den letzten Jahren die Entwicklung und Herausbildung von Großm&stanlagen vollzogen.
Bei der Schweinemast sind Anlagen von mehreren tausend Schweinen keine Seltenheit. Die damit verbundenen Probleme der Fütterung der Tiere wurden und werden bisher auf unterschiedliche Weise gelöst, da die manuelle Fütterung in keinen Belangen den gestellten Anforderungen gerecht wird.
So sind bereits Fütteranlagen für Flüssigfütterung bekannt, da diese Futterversorgung bei größeren Stalleinheiten einfacher ist als bei der Trockenfütterung. Außerdem können mit einer Flüssigfutteranlage nicht nur flüssige, sondern "uch feuchte und trockene Komponenten nach entsprechender Aufbereitung verfüttert werden. Hierbei werden die flüssigen und die zu Schrot zerkleinerten trockenen und feuchten Futterkomponenten in emen Mischbehälter gebracht und dort mit Rührwerken gemischt.
Diese Futtermischung kann dann dur.h Rohrleitungen zu den einzelnen Futterställen gepumpt werden.
Mit der DE-OS 3123904 ist eine Fütteraniage bekannt geworden, die aus einem Mischbehälter und einem vorgeschalteten Wiegebehälter besteht. Üer Wiegebehälter kann dabei für eine begrenzte Anzahl von Futterchargen die ausreichende Futtermenge aufnehmen und wahlweise an den Zulauf oder an den Auslauf des Mischbehälters oder an die zu den Verbrauchern führende Futterzuführleitung angeschlossen werden.
Der Wiegebehältb! besteht aus zwei Kammern zur Aufnahme der trockenen und flüssigen Futterkomponenten, die nach Feststellung des Gewichtes in den Mischbehälter geleitet und gemischt werden. Nach gründlicher Durchmischung der einzelnen Futterkomponenten im Mischbehälter wird über entsprechende Rohrleitungen
und Pumpeinrichtungen das Futter in eine Kammer des Wiegebehälters gepumpt und von dort über Versorgungsleitungen den
Verbraucherstellen dosiert zugeführt. Wenn alle Verbraucher versorgt sind, ist die Kammer des Wiegebehälters fast leer. Der Wiegebehälter wird dann von neuem vom Mischbehälter gefüllt. Wenn auch der Mischbehälter geleert ist, kann er in den Fütterungspausen mit Hilfe des Wiegebehälters, wie eingangs
beschrieben, von neuem mit den einzelnen Futterkomponenten beschickt werden.
Die Fütteranlage weist jedoch die Nachteile auf, daß sie vom technologischen Ablauf nur für eine ganz bestimmte Größe von Stallungen einsetzbar, der Misch- und Wiegevorgang sehr kompliziert ist und demzufolge einen hohen Ausrüstungsumfang
beansprucht.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung liegt in der Steigerung der Effektivität derartiger Fütteranlagen, wobei insbesondere die Aufmast gesteigert und eine Futtereinsparung erzielt werden sollen.
Darlegung des Wesens der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Anlage zur Aufbereitung und Zuführung von Flüssig- und Trockenmischfutter zu entwickeln, das bei Schweinemastanlagen mit 20000 Plätzen und mehr einsetzbar ist, eine
qualitätsgerechte Aufbereitung sowie Mischung der einzelnen Futterkomponenten garantiert, die Zuführung des Futters indosierter Form und zeitgünstig sichert.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Verfahren gelöst, bei dem die einzelnen Futterkomponenten in entsprechende Annahmebehälter angeliefert und von dort über elnd parallele Führung den zugeordneten Mischern bereits dosiert zugeführt
werden. In den Mischern erfolgt die ausreichende Durchmischung der einzelnen Futterkomponenten und eine gleichzeitige
Erfassung der Inhaltsmenge. Anschließend wird über geeignete Einrichtungen das Futtermittel dosiert abgegeben und den Futterstellen zugeführt. Das erfindungsgemäße Verfahren ist demzufolge durch die vier Verfahrensschritte
— Beschickung der Annahme- und Lagerbehälter
— Zuführung der Futterkomponenten zu den Mischern in dosierter Form (Parallelbeschickung)
— Durchmischung der F itterkomponenten und Erfassung der Inhaltsmenge
— dosierte Abgabe des Futtermittels an die einzelnen Futterstellen
gekennzeichnet.
Zum Verfahren gehört auch, daß die erfinderischen Verfahrensschritte kontinuierlich und über geeignete Einrichtungen
automatisch gesteuert, ablaufen.
Das durchmischte Futtermittel umfaßt die Komponenten
— Mischfutter/Schrot
— Hackfrüchte
— Wasser
— Mineralstoffe
— Flüssigfutter(wie Magermilch/Geflügelschlempe
Die Anlage zur Durchführung des Verfahrens besteht aus den Komplexen der Mischfutter/Schrot-Annahme und Lagerung, der Hackfrüchte-Annahme und Lagerung, den entsprechenden Fördereinrichtungen zu den mit Wägeeinrichtung versehenen Mischern und den Ausrüstungen für Mineralstoffe und Flüssigfutter. Das wesentliche der Anlage ist in ihrer Parallelität der Komplexe des Mischfutter/Schrot-Bereiches, des Hackfrüchte-Bereiches
und der Mischer zu sehen, d. h. daß die einzelnen Ausrüstungen paarweise vorgesehen sind und eine kontinuierliche Fahrweiseder Anlage, infolge der Umschaltung auf die jeweilig parallel geschaltete Ausrüstung, möglich ist.
Die Mineralstoff- und Flüssigfutterausrüstungen sind gleichfalls parallel mit den Mischern verbunden, so daß die bereits
genannte Fahrweise der Anlage möglich ist.
Es gehört mit zur Erfindung, daß der Mischfutter/Schrot-Komplex einerseits aus vier vorgesehenen Silos und andererseits aus
einer aus 14 Behältern bestehenden Behälteranlage besteht, während der Hackfrüchte-Komplex jeweils zwei Annahmeförderer,vier Lagerbehälter und Mischförderer aufweist. Zwischen den Silos und der Behälteranlage des Mischfutter/Schrot-Komplexesund den Mischern sind, die gesamte Anlage komplettierend, Sammel-, Beschick-, Verteiler- und Zuführschnecken, Umwälzsilosund Behälterwaagen vorgesehen.
Ein weiteres Merkmal besteht im Einsatz eines komplexen Rechnersystems, welches den Fütterungsprozeß von dei Anlieferung
der einzelnen Futterchargen über die Dosierung der Komponenten pro Mischer bis hin zur dosierten Abgabe pro Bucht regelt.
Der sich daraus ergebend.·? Vorteil besteht darin, daß zur Steuerung des gesamten technologischen Prozesses im Futterhaus, Annahme der einzelnen Futterchargen, Dosierung der Futterchargen pro Mischer sowie zur dosierten Abgabe pro Bucht ein
hierzu entwickeltes hierarchisches Rechnersystem den gesamten Prozeß automatisch ablaufen läßt und ein übergeordneter Steuerrechner den gesamten technologischen Prozeß kontrolliert und überwacht. Hinsichtlich der Aufmast der Tiere ergeben sich folgende Vorteile:
1. kontinuierliche und dosierte Fütterung
2. Einsatz des Verfahrens und der Anlage in Fütterungsanlagen mit mehr als 20000 Schweinen
3. Steigerung der täglichen Aufmast
4. Futtereinsparung und Steigerung der Produktivität.
Ausführungsbeispiel Am folgenden Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher erläutert werden; die verwendete Zeichnung offenbart die Anlage
in schematischer Darstellung.
Die gesamte Anlage ist so aufgebaut und die einzelnen Aggregate miteinander gekoppelt und geschaltet, daß eine parallele Fahrweise möglich ist, wobei die Futterkomponenten in den jeweiligen Einrichtungen angenommen, gelagert, dosiert, gefördert,
gemischt und dosiert zu den entsprechenden Futterstellen abgegeben bzw. gefördert werden. Der Komplex des
Trockenmischfutters ist so gestaltet, daß das Mischfutter erst aus einer Mischfutterannahme 1 (Unterflurannahme) über nicht
näher dargestellte Zuführ·, Beschickungs- und Verteilerschnecken wechselweise, also je nach gewähltem Programm, in vier
Silos 2 oder vierzehn Behälter 3 der Behälteranlage 4 gelangt und abruf bereit zur Verfügung steht. In ähnlicher Weise werden die Hackfrüchte über Annahmewanne 5 und ebenfalls nicht dargestellte Zuführ· und Verteilerschnecken in die Lagerbehälter β
eingelagert und können auf einen entsprechenden Befehl weitergeführt werden. Die Lagerbehälter 6 sind paarweise zu je zwei
Stücke ausgeführt. Über vorgesehene Einrichtungen gelangen beide Futterkomponenten in dosierter Form - ι den aus Mischern 9 bestehenden Mischerkomplexen 13,14 was folgendermaßen abläuft. Um einen pumpfähigen Futterbrei mit einem bestimmten Trockensubstanzgehalt herzustellen, wird dem Mischer 9 eine
bestimmte Menge Wasser zugeführt; die zugeführte Wassermenge ist abhängig vom Trockensubstanzgehalt der anderen
Futterchargen und wird auf der Grundlage eines Optimierungsergebnisses pro Mischer 9 und des angestrebten Trockensubstanzgehaltes berechnet. Die Dosierung des Wassers geschieht rechnergesteuert mit Hilfe von Magnetventilen und Impulsgebern. Durch Ansteuerung der Austrittsöffnungen gelangt das Trockenmischfutter aus den Silos 2 oder der Behältergruppe 4 über
geeignete Einrichtungen in die Umwälzsilos 7, von dort über Behälterwaagen 8, mittels denen die Dosierung vorgenommenwird, in die Mischerkomplexe 13 oder 14. Somit ist immer eine vorbestimmte Charge an Trockenmischfutter im jeweiligen
Mischer 9 der Mischerkomplexe 13,14. Die einzelnen Mischer 9 sind dabei auf Meßeinrichtungen, beispielsweise Kraftmeßdosen 17, gelagert. Zur gleichen Zeit werden die vorgelagerten Hackfrüchte aus dem entsprechenden Lagerbehälter 6 der Lagerbehälterkomplexe 15,16 über einen Mischförderer 18 und Verteilerschnecke 19 dem vorbestimmten Mischer 9 zugeführt. Die Mineralstoffe, als dritte Futterkomponente, worden der Mineralstoffuttermaschine 10 entnommen und über Behälterwaagen 12 gleichfalls in dosierter Form in die Mischer 9 gefördert. Die vierte Futterkomponente, das Flüssigfutter, lagert
im auf Kraftmeßdosen stehenden Vorratsbehälter 11, welcher mit regelbaren Schiebern versehen ist und wird über nicht näherdargestellte Einrichtungen, wie Pumpen, Rührwerke und Schieber, in den bestimmten Mischer 9 gepumpt. Nach erfolgter
Durchmischung der vier Futterkomponenten werden die notwendigen Chargen an Futtermittel aus den Mischern 9 über
geeignete Förderleitungen den jeweiligen Buchten und somit den vorbestimmten Futterstellen zugeführt. Die abgegebene
Menge wird über die Kraftmeßdosen 17 erfaßt und mittels des vorgesehenen Rechne/systems verarbeitet. > Durch die Parallelität der Anlage ist es möglich, eine kontinuierliche Fütterung bei gleichzeitigem Nachfüllen der Mischerkomploxe 13,14 zu realisieren, was die Gewähr für eine qualitative und quantitative Versorgung von 20000 und mehr Tieren in der Schweinemastanlage bei ausreichender Ruhe für die Aufmast ist. Nachfolgend soll ausgeführt werden, wie diese parallele Fahrweise der Anlage erfolgt. Wird das Trockenmischfutter aus den Silos 2 entnommen, über die Umwälzsilos 7 und Behälterwaagen 8 in den Mischerkomplex 13 gefördert, erfolgt eine Futterversorgung aus dem Mischerkomplex 14. Gleichzeitig können bei Bedarf die
einzelnen Behälter 3 der Behälteranlage 4 aus der Mischfutterannahme 1 mit Mischfutter versorgt werden.
Nach Leerfahrung des Mischerkomplexes 14 und auf die entsprechenden Signale wird die Versorgung durch den Mischerkomplex 13 übernommen, unH das Mischfutter gelangt zur Nachfüllung aus der Behälteranlage 4 über die Umwälzsilos 7 sowie den Behälterwaagen 8 in den Mischerkomplex 14. Das die gesamte Anlage steuernde Rechnersystom sichert, daß die anderen drei Futterkomponenten zum entsprechenden Zeitpunkt und in notwendiger Menge in den jeweils nachzufüllenden Mischerkomplex 13,14 gelangen, wobei der Hackfrüchtekomplex in analoger Weise gefahren wird. Wenn beispielsweise die Hackfrüchte aus dem Lagerbehälterkomplex 15 entnommen werden, wird gleichzeitig der Lagerbehälterkomplex 16 aus der Annahmewanne 5 versorgt.

Claims (5)

1. Verfahren zur Aufbereitung und Zuführung von Flüssig- und Trockenmischfutter für Schweinemastanlagen, bei dem das gemischte Futter in dosierter Form den einzelnen Futterstellen zugeführt wird, gekennzeichnet dadurch, daß entsprechende Annahmebehälter mit den einzelnen Futterkomponenten beschickt werden, von dort in Lagerbehälter gelangen, anschließend über geeignete Förderelemente sowie Maß- bzw. Wägeeinrichtungen in dosierter Menge den zugeordneten Mischereinheiten zugeführt werden und nach einer ausreichenden Durchmischung sowie inhaltsmäßiger Erfassung das fertige Futtermittel chargenweise dosiert und kontinuierlich an die vorbestimmten Futterstellen abgegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Prozesse der Futterzufuhr zu den festgelegten Futterstellen und das Nachfüllen der Lagerbehälter parallel, somit eine kontinuierliche Fahrweise sichernd, ablaufen, ein Rechnersystem eine automatische Arbeits- und Verfahrensweise realisiert, während ein übergeordneter Steuerrechner den gesamten technologischen Prozeß kontrolliert und überwacht.
3. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die gesamte Anlage in die Abschnitte der Mischfutter/Schrot-Annahme und Lagerung, der Hackfrüchte-Annahme und Lagerung sowie den Abschnitten für die Mineralstoffe und das Flüssigfutter unterteilt ist, wobei die Abschnitte Mischfutter/Schrot und Hackfrüchte paarweise angeordnete Lagerungseinrichtungen, wie Silo (2) und Behälteranlage (4) sowie Lagerbehälterkomplexe (15; 16) aufweisen und über Umwälzsilo (7) mit nachgeordneten Behälterwaagen (8) sowie Mischförderer (18) und Verteilerschnecken (19) mit zwei Mischerkomplexen (13; 14) über geeignete Förder- und Verteilereinrichtungen verbunden sind, während den Mischerkomplexen (13; 14) eine Mineralstoffuttermaschine (10) und ein Vorratsbehälter (11) zugeordnet sind.
4. Anlage nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Mischerkomplexe (13; 14) aus je zwei Mischern (9) und die Lagerbehälterkomplexe (15; 16) aus je zwei Lagerbehältern (6) bestehen, während der Mineralfuttermaechine (10) eine oder mehrere Behälterwaagen (12) zugeordnet sind und der Vorratsbehälter (11) Schieber aufweist.
5. Anlage nach Anspruch 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Mischer (9) wechselweise entleert bzw. gefüllt werden, parallel mit den Ausrüstungen der Anlage verbunden und auf Kraftmeßdosen (17) angeordnet sind.
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