DD268195A1 - Presse - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Presse in horizontaler Bauweise mit in der Pressachse hintereinander angeordneten Pressformen, bei der der Kolbenteil und der Zylinderteil eines Presszylinders an zwei sich gegenueberliegenden Presstraversen befestigt ist und die Presstraversen pressformseitig mit jeweils einem Pressstempel verbunden sind und die Verschlussrahmen der Pressformen ueber ein gemeinsames Gestaenge mittels Stellglied steuerbar sind. Damit wirkt die Presskraft gleichmaessig auf die beiderseits des Presszylinders angeordneten Pressformen, und es wird eine gleichmaessige Dichte bei den gepressten Formlingen erreicht. Fig. 1
Description
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Presse in horizontaler Bauweise mit in der Preßachse hintereinander angeordneten Preßwerkzeugen zur Herstellung von keramischen Formungen, wie beispielsweise Fliesen, Tallern usw., aus pulverisierten Massen.
Es sind bereits mehrere Pressen bekannt, boi denen die Pre&vdrkzeuge in der Preßachse hintereinander angeordnet sind. Diese Pressen sind in Vertikalbauweise ausgeführt.
Eine Presse in Horizontalbauweise mit in der Preßachse hintereinander angeordneten Preßwerkzeugen ist in der DD-AP 237492 dargestellt.
Bei dieser Press« ist ein Preßzylinder fest an der Preßtraverse angeordnet und der darin geführte Preßstempel oder Kolben unmittelbar mit einem Formteil der Preßform bzw. des Preßwerkzeugs verbunden.
Zwis chen je zwei Preßformen ist eine, an Zugstangen lose geführte Formtraverse vorgesehen, die zwei mit ihren Formflächen vone nander abgewandte Formteile trägt.
Beirr Preßvorgang wird durch den Preßstompel die Preßkraft über die Formteile und die dazwischenliegende pulverförmige Preß nasse von einer Preßform direkt auf die nachfolgende übertragen und vom letzten Formteil, welches mit einer Endtraverse direkt verbunden ist, aufgenommen. Nach erfolgter Pressung werden über ein mit dem Preßstempel verbundenes Forrr Öffnungsgestänge die Formtraversen nacheinander in ihre Ausgangsstellung Ir'üll- bzw. Entleerstellung) während des Rückiiubes des Preßstempeis zurückgezogen. Eine weite' e Möglichkeit der Forme löffnung ist durch ein Anschlag- und Fedei ungssystem gegeben, das an Stelle des Formöffnunysgestänges je 1er einzelnen Preßform zugeordnet ist.
Jeder einzelne Verschlußrahmen der Preßformen ist über ein Gestänge mit kolbe.igesteuerten Stellgliedern verbunden, die an den Forn traverse» befestigt sind und den Verschlußrahmen in die einzelnen Stellungen wie Füll, Preß- und Entleerstellung bewegen.
Von Nachteil ist, daß für jede Preßform eine separate Stelleinheit mit mehreren Hubgliedern benötigt wird. Daraus resultiert sin großer Aufwand und eine erhöhte Störanfälligkeit.
Weiterhin ist keine synchrone Bewegung der einzelnen Verschlußrahmen gewährleistet, weil die Bewegungen der einzelnen Stellglieder nicht genau aufeinander abgestimmt werden können, was durch Verschleißerscheinungen und unterschiedliche Reibung in den Stellgliedern noch begünstigt wird. Da beim Pressen die Mitnehmer des Formöffnungsgestänges im unterschiedlichen Maße abheben, ist das Einstellen der Preßwerkzeuge auf eine einheitliche Füllhöhe schwierig und die Füllhöhenkorrektur während des Laufes der Pressen aufwendig. Auf Grund der einseitigen Einleitung der Preßkraft summieren sich die Reibungsverluste zwischen Formtraversen und Zugstangen, wobei von Preßform zu Preßform die Preßkraft abnimmt und damit Dichtenunterschiede bei den gepreßten Formungen hervorruft. Die unvollständige Offenbarung der mit der cndtraverse verbundenen Preßform läßt keine Lösung über die Anordnung des Verschlußrahmens sowie der Stelleinheit erkennen, so daß die Funktionsweise nicht vollständig sichergestellt ist.
Ziel der Windung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die Steuerung der Verschlußrahmen der Presse iu vereinfachen, die Störanfälligkeit zu verringern, die Auswirkungen der Reibungsverluste auf dieeinzelnen Preßlinge zu vermeiden sowie die Einstellung der Füllhöhe zu erleichtern.
Darlegung des WeMn* der Erfindung
Der Erfindung liegt dio Aufgabe zugrunde, eine Presse in horizontaler Bauweise zu schaffen, bei der sich die Reibungsverluste in den Formtraversen nicht auf die Dichte der gleichzeitig gepreßten Formlinge ai swirken und eine synchrone Bewegung der einzelnen Verschlußrahman gewährleistet ist sowie eine selbsttätig') Füllhöhenkorrektur ermöglicht wird. Erfindungsgemäß wird die Au'gabe dadurch gelöst, daß der Preßzyli Ader zwischen den beiden Endtraversen angeordnet ist und mit zwei in der Preßachse liegenden Preßformen so verbunden ist, daß einerseits der Preßstempel der einen Preßform mit dem beweglichen Zylinderteil und andererseits der Preßstempel der ancL, en:. aSform mit dem beweglichen Kolbenteil fest verbunden ist, wobei der Zylinderteil und der Kolbenteil des Preßzylinders jeweils über die Preßtrcversen an Zugstangen geführt sind und zwischen den Preßtraversen Anschläge vorgesehen sind, die Verschlußrahmen der beiden Preßformen mit einem an den Zugstangen geführten Gestänge verbunden sind, welches mit einem In der Preßachse liegenden, an der Endtraverse befestigten Stellglied verbunden ist und die den Preßstempeln gegenüberliegenden Preßstempel mittels Verstelleinrichtungen ah den Endtraversen befestigt sind.
Das hat den Vorteil, daß die Preßkraft gleichmäßig auf die beiderseits des Preßzylinders angeordneten Preßformen einwirkt und damit die Auswirkungen der Reibungsverluste auf die einzelne η Formlinge vermip jen werden, woc/ rch eine gleichmäßige Dichte der gepreßten Formlinge erreicht wird, üie gemeinsame Verstellung der V erschlußrahmen mittels nur eines Stellgliedes vereinfacht die Steuerung erheblich, wodurch die Störanfälligkeit wesentlich g· jenkt wird.
In weiterer Ausbildung der Erfindurj ist vorgesehen, daß die Verstelleinrichtc igen mit den Preßstempeln verbundene Stellspindeln aufweisen, die durch die Endtraversen hindurchgeführt und an ihren freien Enden mit Stollmuttern versehen sind und zwischen den Preßstempeln und den Endtraversen federnde Mittel sowie an den Preßstempeln befestigte Anschläge vorgesehen sind.
Damit lassen sich die Füllhöhen an beiden Preßformen leicht einstellen, wobei auch eine selbsttätige Füllhöhenkorrektur ermöglicht wird.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: eine Draufsicht der Erfindung in schematischer Darstellung, Fig. 2: Füllstellung der Preßformen in Seitenansicht, Fig. 3: Preßstellung der Preßformen in Seitenansicht, Fig. 4: Entleenttellung der Preßformen in Seitenansicht.
Die beiden Endtraversen 1,2 sind über Zugstangen 3 fest miteinander verbunden. An den Zugstangen 3 sind die Preßtraversen 4,5 verschiebbar gelagert, welche einerseits mit dem Preßzylinder verbunden sind und andererseits mit den Preßstempeln 6,7. Dabei ist der Preßzylinder mit seinem Kolbenteil 8 an der Preßtraverse 4 und seinem Zylinderteil 9 an der Preßtraverse 5 befestigt. Zwischen den Preßtraversen 4,5 sind an den Zugstangen 3 Anschläge lOvorgesehen. Die Preßformen werden durch die Preßstempel 6,7, die Preßstempel 11 sowie die Verschlußrahmen 12 gebildet. Die Verschlußrahmen 12 sind üt/er ein an den Zugstangen 3 geführtes Gestänge 13 mit einem in der Preßachse angreifenden Stellglied 14 verbunden.
Im Bereich des Gestänge 13 sind Kontaktgeber 15,16,17 vorgesehen, die mittels Schalthebel 18 des Gestänges 13 betätigbar
An den Preßstempeln 11 sind Verstelleinrichtungen angebracht. Die Verstelleinrichtungen bestehen aus an den Preßstempeln 11 befestigten Stellspindeln 19 und Anschlägen 20 sowie federnden Mitteln, die im Ausführungsbeirpiel als Druckfedern 21 dargestellt sind. Die Stellspindeln 19 sind an den Außenseiten der Endtraversen 1,2 mit Stellmuttern 22 versehen.
An den Verschlußrahmen 12 befinden sich Zwischensilos 23 für die Preßmasse, die in der Füllstellung über einen Füllkanal 24 mit dem Füllraum 25 der Preßform verbunden sind (Fig. 2).
Die Wirkungswelse Ist nun folgende:
In der Füllstellung wird die Lage des Preßzylinders durch die an den Anschlägen 10 anliegenden Preßtraversen 4,5 bestimmt. Der dabei gebildete Abstand der Preßstempel 6,11 und 7,11 entspricht der gewünschten Füllhöhe. Gleichzeitig gelangt die Preßmasse von den Zwischensilos 23 über die Füllkanäle 24 in die Füllräume 25 der Preßformen. Nach beendigter Füllung verschiebt das Stellglied 14 über das Gestänge 13 die Verschlußrahmen 12 so weit, bis der Schalthebel 18 den Kontaktgeber 16 betätigt. Nunmehr befinden sich die Füllkanäle 24 außerhalb des Füllraumbereiches, wo sie von αυΐ Manteloberflächen der Preßstempel 6,11 und 7,11 verschlossen werden.
Anschließend wird der Preßzylinder mit Druck beaufschlagt, so daß sich gleichzeitig die Preßstempel 6,7 auf die Preßstempel 11 zubewegen und beim Verdichten der Preßmasse die Preßstempel 11 so weit verschieben, bis ihre Anschläge 21 an den Endtraversen 1,2 anliegen. Durch weitere Drucksteigerung im Preßzylinder werden die Formlinge fertiggepreßt. Danach werden die Verschlußrahmen 12 mittels Stellglied 14 in die Entleerstellung gebracht, wobei der Schalthebel 18 den Kontaktgeber 17 betätigt (Fig. 4).
zurückführen, nehmen c'io Preßstempel 6,7 die Füllago wieder ein. Damit entsteht ein Spalt zwischen Preßling und
durch Betätigen des Stollgliedes 14 ernnut verschoben, bis Schalthebel 18 den Kontaktgeber 15 betätigt. In dieser Lage Ist die
der Füllspalt der Preßformen.
einem bekannten, ebenfalls nicht dargestellten Wegmeßsystem koppelbar sind.
Claims (2)
1. Presse mit zwei sich gegenüberliegenden Endtraversen, die durch Zugstangen miteinander verbunden sind, in der Preßachse angeordnete Preßformen, an Zugstangen geführte, die Preßstempel tragende Preßtraversen und in bezug auf ihm Füll-, Preß- und Entleerstellung verschiebbare Verschlußrahmen sowie einen die Preßkraft erzeugenden Preßzylinder aufweist, gekennzeichnet dadurch, daß dar Preßzylinder zwisctvp den beiden Endtraversen (1,2) angeordnet ist und mit zwei in der Preßachse liegenden Preßformen so verbunden ist, < laß einerseits 1er Preßstempel (7) der einen Preßform mit dem beweglichen Zylinderteil (9) ind andererseits der Preßstempel (6) der anderen Preßform mit den beweglichen Kolbenteil (8) rest verbunden ist, wobei der Zylinderteil (9) und der Kolbenteil (8) ei·.1} Preßzylinders jeweils über die Preßtraversen (5, 4) an Zugstangen (3) geführt sind und zwischen den Preßtraversen (4,5) Anschläge (10) vorgesehen, die Verschlußrahmen (12) der beiden Preßformen mit einem an den Zugstangen (3) geführten Gestänge (13) verbunden sind, welches mit einem in der Preßachse liegenden an der Endtraverse (2) befestigten Stellglied (14) verbunden ist und die den Preßstempeln (6,7) gegenüberliegenden Preßstempel (11) mittels Verstelleinrichtungen an den Endtraversen (1,2) befestigt sind.
2. Presse nach Ar spruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Verstelleinrichtungen mit den Preßstempeln (11) verbundene Stellspindeln (19) aufweisen, die durch die Endtraversen (1,2) hindurchgeführt und on ihren freien Enden mit Stellmuttern (22) versehen sind und zwischen den Pre'ßstempeln (11) und den Endtraversen (1,2) federnde Mittel sowie an den Preßstempeln (11) befestigte Anschläge (20) vorgesehen sind.
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