DD268471A1 - Verfahren zur herstellung von 1-aryl-3-[(carbamimidoylmercapto)-acetyl]-harnstoff-hydrochloriden - Google Patents

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DD268471A1
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aryl
acetyl
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hydrochlorides
urea
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DD31233488A
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Hans G Werchan
Thomas Mueller
Guenter Dittrich
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Fahlberg List Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen 1-Aryl-3-& (carbamimidoylmercapto)-acetyl!-harnstoff-hydrochloriden als Zwischenprodukte mit potentieller Eignung fuer die Synthese von Folgeprodukten mit wertvollen Eigenschaften wie beispielsweise biologischer Aktivitaet durch Umsetzung von 1-Aryl-3-chloracetyl-harnstoffen mit Thioharnstoff.

Description

sowie hinreichender Stabilität zu liefern und sie damit für die Ermittlung ihrer Gebrauchswerteigenschaften bereitzustellen. Sie sind als Synthese-Zwischenprodukte für weitere Umwandlungen geeignet.
Einige nach dem erfindungsgemäßen, durch das nachfolgende Beispiel erläuterte Verfahren herstellbare neue Verbindungen der allgemeinen Formel I enthält die Tabelle 2.
Ausführungsbeispiel
1-(4-Bromphenyl)-3-methyl-3-((carbamimidoylmercapto)-acetyll-harnstoff-hydrochlorid It· einer Standardrührapparatur suspendiert man 15,25g (50mmol)1-(4-Bromphenyl)-3-methyl-3-chloracetyl-harn8toff in 150ml trockenem Ethanol und versetzt mit 5,32g (70mmol) Thioharnstoff. Das Reaktionsgemisch wird 8 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Der entstandene kristalline Niederschlag wird abgesaugt und aus Methanol/Diethylether umgefällt. Man erhält 15,06g (78,9% d.Th.) der Titelverbindung, F. 160'C.
Tabelle 1
1-NH-GO-N-GO-GH0-S-C=NH .HCl
I 2 I
NH,
NH-CO-N-CO-CH2-Cl
II + (H2N)2CS
Gl. 1
I-MH-C0-NH-R
-HCl
III +
ΝΗ,
Gl. 2
III + Cl-CO-CH2-Cl
-HCl
II
GI.3
Tabelle 2
Verbindung Substituenten X R Schmelzbereich Ausbeute
Nr. η H F. (0C) %d.Th.
1 3,4-Cl2 H 134-185 78,5
2 2 4-CI CH3 ',77-179 60,1
2 1 4-Br CH3 155 Z. 92,5
4 1 3,4-Cl2 CH3 155 Z. 78,9
5 2 160Z. 85,6

Claims (2)

  1. Verfahren zur Herstellung von 1-Aryl-3-[(carbamimidoylmercapto)-acetyl]-hamstoff-hydrochloriden der allgemeinen Formel I, in der R Wasserstoff oder einen Alkylrest, X Halogen und η eine yanze Zahl von 1 bis 5 repräsentieren, dadurch gekennzeichnet, daß man 1-Aryl-3-chloracetyl-harnstoffe der allgemeinen Formel II, in der R, X und η für I angegebene Bedeutung haben, mit Thioharnstoff in einem wasserfreien protischen oder dipolar-aprotischen Lösungs-oder Suspensionsmittel bei Temperatures ι zwischen -10 bis 300C, bevorzugt bei +10 bis 2O0C, zur Reaktion bringt.
    Anwendung der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Ureiden der Carbamimidoylmeicaptoethansäure in Form ihrer Hydrochloride als stabile Zwischenprodukte für Synthesen und Umwandlungen in potentiell biologisch aktive Verbindungen.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Die als Titelverbindungen genannten 1 -Aryl-S-Kcarbamimidoylmercaptol-acetyll-harnstofMiydrochloride sind bisher weder selbst noch in Form der ihnen zugrundeliegenden freien Basen beschrieben worden. Daher ist über ihre stofflichen Eigenschaften sowie über sich daraus ableitende Gebrauchswerte nichts bekannt.
    Es ist prinzipiell bekannt,
  2. 2-Chlorethansäurederivate durch Einwirkung von Thioharnstoff in entsprechende Isothiuroniumchloride umzuwandeln (J. Chem. Soc. 117,9; US-PS 2461987; J. Amer. Chem. Soc. 62,2102). Es sind ferner zwei Verbindungen mit einer zu den erfindungsgemäßen Verbindungen analogen Struktur beschrieben worden, nämlich die Hydrochloride des [(carbamimidoylmercaptol-acetyll-harnstoffs und des i.a-Dimethyl-i-tfcarbamimidoylmercaptol-acetyl)-harnstoffes (Ber.dtsch. chem. Ges. 13,790). Sie werden als wenig beständige, gegen Feuchtigkeit, Wärme und Alkalien empfindliche feste Substanzen beschrieben, die leicht in 2-Amino-1,3-thiazolin-4-on und (den substituierten) Harnstoff zerfallen. Über ihre Gebrauchswerteigenschaften ist nichts bekannt.
    Ziel der Erfindung
    Die Erfir dung verfolgt das Ziel, ein Vorfahren zu entwickeln, durch welches neue 1-Aryl-3-[(carbamimidoylmercapto)-acetyl!- harnsic Ff-hydrochloride hergestellt werden, um ihre Gebrauchswerteigenschaften untersuchen zu können.
    Wesen der Erflndma
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Herstellungsverfahren aufzufinden, welches die bisher noch unbekannten 1-Aryl-3-((carbamimidoylm9rcapto)-acetyl]-harnstoffe in Form ihrer Hydrochloride auf rationellem Wege aus gut zugänglichen Ausgangs- odor Zwischenprodukten in hoher Ausbeute und hinreichender Stabilität verfügbar macht. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch golöst, daß die 1-Aryl-3-[(carbam;midoylmercapto)-acetyl]-harnsu">frh/drochloride der allgemeinen Formel I (s. Tabelle 1), in der R Wasserstoff oder einen Alkylrest, X Halogen und η eine ganze Zahl von 1 bis 5 repräsentieren, dadurch hergestellt werden, daß man i-Aryl-S-chloracetyl-harnstoffe der allgemeinen Formel Il (s. Tabelle 1), in der R, X und η die für I angegebene Bedeutung besitzen, mit Thioharnstoff reagieren läßt, wobei das alkylständige Chloratom des Edukts Il durch nucleophile Substitution gemäß Gleichung 1 (s. Tabelle 1} gegen die Carbamimidoylmercaptogruppe unter Addition des entbundenen Chlorwasserstoffs ausgetauscht wird. Die Reaktion wird zweckmäßigerweise in einem wassorfreien protischen oder dipolar-aprotonischen Lösungsmittel bei niedrigen Temperaturen durchgeführt. Dabei ist es nicht erf jrderlich, daß beide Reaktionspartner vollständig gelöst vorliegen, sondern es kann in Suspensionen gearbeitet werden. Bevorzugte Lösungc- bzw. Suspensionsmittel sind Alkenole wie beispielsweise Ethanol, das in technischem Maßstab ökonomisch günstig zur Verfügung steht, relativ leicht zu trocknen ist und wenig umweltgefährdend erscheint. Die Reaktion kann unter Kühlen bei O0C oder darunter ausgeführt werden, wegen der größeren Reaktionsgeschwindigkeit wird jedoch Raumtemperatur bevorzugt.
    Die Möglichkeit, auf dem erfindungsgemäßen Wege zu hinreichend stabilen Verbindungen I zu gelangen, ist überraschend, da Arylsubstituenten im Harnstoffrest in analogen Fällen destabiiisierend auf die offenkettige Struktur wirken und bei nucleophtlem Angriff EliminierungsVCyclisierungsreaktionen begünstigen. So erleiden die Verbindungen I bei hydrolytischen Bedingungen und bei erhöhten Temperaturen dio bereits beschriebene Spaltung gemäß Gleichung 2 (s. Tabelle 1) unter Bildung der Harnstoffe III neben 2-Amino-1,3-thia:olin-4-on und Chlorwasserstoff. Bei Ausschaltung solcher Bedingungen sind did erfindungsgemäßen Verbindungen I in Abhängigkeit von dem Substituentenmuster stabile kristalline Verbindungen mit hohen Schmelz- oder Zersetzungstempeldtufen (vgl, Tabelle 2).
    Die als Edukte verwendeten 1 -Aryl -3-chloracety!harnstoff3 Il sind gut charakterisierte kristalline Substanzen, die sich auf einfachem Wege beispielsweise dutch Umsetzung von entsprechend substituierten Harnstoffen der allgemeinen Formel III, in der R, X und η die für I angegebene Bedeutung besitzen, mit 2-Chlorethansäurechlorid unter Eliminierung von Chlorwasserstoff gemäß Gleichung 3 (s. Tabelle 1) herstellen lassen.
    Das erfindungsgemäß» Verfahren besitzt den Vorteil, ausgehend von qut zugänglichen, stabilen und reaktionsfähigen Edukton die bisher unbekannten 1-Aryl-3-[(carbamimidoylmercapto)-acexrU-harnstoff-hydrochloride in guter Ausbeute und Reinheit
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