DD268556B3 - Blockierungsvorrichtung zur gewaehrleistung der einschaltstellung fuer einhochspannungsschaltgeraet - Google Patents

Blockierungsvorrichtung zur gewaehrleistung der einschaltstellung fuer einhochspannungsschaltgeraet Download PDF

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DD268556B3
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Tro Transformatoren Und Schalt
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Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung findet Anwendung im Bereich der Elektroenergievorsorgung bei der Herstellung von Hochspannungsschaltgeräten, die durch Druckmittelantrieb^ betätigt werden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Zur Gewährleistung der Einschaltstellung von Hochspannungsschaltgeräten sind die verschiedensten Ausführungen bekannt. In der DD-PS 79060 und DD-PS 79062 - beide HOIH 33/03- sind Schalter beschrieben, bei denen durch einen auf einen Antriebskolben eines Druckmittelantriebes wirkenden Antriebsdruck, der während der Einschaltstellung ständig ansteht, die Einschaltstellung gewährleistet wird. Diese Schalter weisen den Nachteil auf, daß bei Antriebsdruckverlusten die Gewährleistung der Einschaltstellung nur unzureichend und letztlich nur noch durch Undefinierte Reibungskräfte und durch die Kontaktkräfte der Kontakteinrichtung des Hochspannungsschaltgerätes erfolgt.
Bei mittels druckbeaufschlagten Antriebskolben erzielten Endstellungen ist es auch bekannt, zusätzlich funktionierende Sicherungen zur Aufrechterhaltung momentaner Schaltstellungen bei einem Druckanstieg oder -abfall vorzusehen. Diese sind entweder druck- oder federbeaufschlagte in ein Verriegelungselement, z.B. eine Ringnut, eingreifende Kobienstößel. Je nach gewünschtem Sicherheitsgrad sind diese auf der Antriebsoberfläche gleitende oder von ihr abhebende Kolbenstößel entsprechend DE-AS 2 329179- H 01 H 33/30. Diese spezielle Verriegelungsvorrichtung ist so ausgebildet, daß ein senkrecht zur Achse des Antriebskolbens vom inneren Druck des Schalters unabhängig betätigbares Verriegelungsglied vorgesehen ist, das mit einer am Verriegelungskolben angebrachten Nase im verriegelten Zustand in eine Ringnut des Antriebskolbens eingreift. Die Verriegelungsnase ist zylindrisch ausgebildet und weist aufgrund ihres erforderlichen Spieles in der Ringnut keine Kraftschlüssigkeit auf, gewährleistet aber durch das mittels Federkraft beaufschlagte Verriegelungsglied eine ständige Verriegelungsstellung in beiden Endstellungen. Bei Anwendung in mit Schwefelhexafluorid isolierten Hochspannungsschaltgeräten steht der Antriebskolben mit der Schaltstange für die Kontakteinrichtung in Verbindung. Besonders im drucklosen Zustand des Antriebes wird eine auf den Querschnitt der Schaltstange gerichtete und vom Löschgasdruck abhängige Kraft wirksam, die die Verriegelungsnase innerhalb der Verriegelungsnut zumindestens in der Einschaltstellung belastet. Das bedeutet, daß die Lage der Schaltstange nicht exakt fixiert ist, sie sich zumindestens in der Größe des Spieles zwischen Verriegelungsnut und -nase bewegt. Bei Hochspannungsschaltgeräten, die zur sicheren Abdichtung der mit Löschgas gefüllten Schaltkammer in den Endstellungen eine zusätzliche Stirnd'chtung anwenden, ist eine solche Ausführung der Endstellungsverriegelung nicht brauchbar, weil durch den Dichtgummi das Spiel in der Nut nicht ohne Undichte am Ventilteller ausgeglichen werden kann. Außerdem bewirkt die zylinderförmige Ausführung der Verriegelungsstelle eine durch die Kraftwirkung der Schaltstange beeinflußte Arbeitsweise des Verriegelungskolbens. Das bedeutet, daß dieser nicht nur die ihn belastende Feder, sondern auch Undefinierte Reibungskräfte an der Verriegelungsstelle bei Druckbeaufschlagung überwinden muß. Weiter tritt auch Verschleiß an der Verriegelungsnase und in der Verriegelungsnut auf, der das Siel vergrößert und die Undichte an der Endlagendichtung fördert. Außerdem weist diese Vorrichtung eine schleichende Arbeitsweise auf. Eine ähnlich wirkende Verriegelungseinrichtung ist in GB-PS 1496793 F15 B15/26 beschrieben. Hier greift eine konische Verriegelungsnase eines unter Steuerdruck entgegen einer Federspannung stehenden Verriegelungskolbens in eine Nut eines Antriebskolbens ein. In ähnlicher Weise wirkt die Verriegelungsnase in DE-OS 2 905100 H 01 H 33/30 radial zur Achse einer Schaltstange. Beide Einrichtungen haben Nachteile analog zur oben beschriebenen AS.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die dem Stand der Technik anhaftenden Mängel zu beseitigen und die Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit der Blockierungsvorrichtung zur Gewährleistung der Einschaltstellung von Hochspannungsschaltgeräten, die durch Druckmittelantriebe betätigt werden, mit geringem Steuer- und Bauaufwand sowie die Ausschaltsicherheit zu erhöhen.
Darlegung des Wesens der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Hochspannungsschaltgeräte eine mechanische Blockierungsvorrichtung zu
entwickeln, die
- aus einem an sich bekannten, ein Blockierungselement an der Schaltstange hinterfahrbaren Blockierungsstößel und einemmit diesem verbundenen, unter Antriebsdruck und entgegengesetzt unter Federspannung einer Druckfeder stehenden Kolbenbesteht,
- schlagartig bei unzulässig absinkendem Antriebsdruck wirkt,
- die Einschaltstellung auch bei unzulässigem Abfall des die Einschaltstellung aufrechterhaltenden „EIN'-Antriebsdruckes gewährleistet,
- die Lage der Schaltstange und damit der Kontakteinrichtung des Hochspannungsschaltgerätes in der Einschaltstellung fixiert,
- die Abdichtung der Schaltkammer bzw. Polsäule sichert,
- die Blockierung der Ausschaltung bei zu geringem Antriebsdruck ermöglicht und
- bei Ausschalthandlungen unempfindlich gegenüber Druckschwankungen des Antriebsdruckes ist. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale der Ansprüche gelöst.
Der Funktionsablauf ist derart, daß in Deblockierungsstellung, die dem normalen Betriebszustand entspricht, die durch den auf die innere und äußeren Ringkreisflächen des Kolbens wirkenden Antriebsdruck erzeugte Kraftkomponente die Federkraft der Druckfeder deutlich übersteigt, so daß eine sichere Deblockierungsstellung des Kolbens gewährleistet ist. Fehlt der Antriebsdr jck oder sinkt er unzulässig unter einen einstellbaren Ansprechwert, der unterhalb des Betriebsnenndruckes liegt, der im Druckmittelreservoir sowie am Kolben ansteht, übersteigt die Federkraft der Druckfeder die aus der Druckbeaufschlagung auf die innere und äußeren Ringkreisdruckflächen des Kolbens resultierende Kraftkomponente, und der Kolben wird in Blockierungsrichtung bewegt. Dabei ist die auf der Stirnseite der Kreisfläche liegende äußere Ringkroisfläche konstruktiv so bemessen, daß sie für die Funktion unwesentlich ist.
Nach kurzem Hub erfolgt eine Druckbeaufschlagung der bisher unter Atmosphärendruck stehenden Kreisfläche des Kolbens, wobei durch das im strömungsmäßig nahe gelegenen Druckausgleichsspeicher enthaltene Druckmittel ein durch die Raumvergrößerung sowie durch das über die Drosselbohrung in die Atmosphäre abströmende Druckmittel verursachter Druckabfall weitgehend während des Umschaltvorganges ausgeglichen und eine die Federkraft unterstützende sprunghafte Erhöhung der in Blockierungsrichtung wirkenden Druckkraftkomponente erzeugt wird, so daß der Kolben schlagartig in Blockierungsstellung umschaltet und der Blockierungsstößel den Blockierungsteller hinterfährt, wodurch die Einschaltstellung mechanisch fixiert und gesichert ist. Der gesamte außerhalb der inneren Ringkreisfläche den Kolben umgebende Raum sowie der Druckausgleichsspeicher werden über die Drosselbohrung entlüftet, wodurch in diesen Bereichen Atmosphärendruck herrscht. Die Dichtung, die die verriegelstößelseitig liegende Stirnseite des Kolbens in eine innere und äußere Ringkreisfläche unterteilt, schaltet dabei den auf die innere Ringkreisfläche anstehenden Antriebsdruck gegen die Atmosphäre ab. Steigt der Druck wieder an, hebt sich infolge der erhöhten Antriebskolbenkraft der Blockierungsteller vom Blockierungsstößel ab, so daß dieser unbelastet ist. Beim Erreichen eines einstellbaren Ansprechwertes überwiegt die Druckkraft auf die innere Ringkreisfläche die Druckfederkraft, so daß nach geringem Hub die äußere Ringkreisfläche ebenfalls druckbeaufschlagt ist. Dadurch ergeben sich wiederum eine sprunghafte Kraftverstärkung, jedoch in Deblockierungsrichtung gegen die Druckfederkraft, und ein schlagartiges Umschalten in Deblockierungsstellung. Bei diesem Vorgang wird ein sich schnell aufbauender gegenkrafterzeugender Druckanstieg auf der Gegenseite des Kolbens durch den drosselnd wirkenden Überströmkanal und durch den Druckausgleichsspeicher vermieden. Durch die Erfindung wird erreicht, daß eino Undefinierte Stellung der Blockierungsvorrichtung vermieden wird und ein schlagartiges Blockieren bzw. Deblockieren bei einstellbaren Ansprechwerten durch Zuschaltung von druckbeaufschlagten Flächen erfolgt, wodurch die Blockierungsvorrichtung auch als Druckmeßeinrichtung genutzt werden kann, die, mit einem Stellungsanzeiger oder mit einem elektrischen Schalter ausgerüstet, die Endstellungen anzeigt bzw. signalisiert. Zu diesem Zweck wird durch die Drosselbohrung in der Stellschraube ein die Wirksamkeit der Drosselbohrung nicht beeinflussender mit dem Kolben verbundener Betätigungsstößel zur Betätigung eines elektrischen Schalters geführt, der auch als Schaltelement für die Erfüllung von Steueraufgaben oder als Motorschalter verwendet werden kann. Dieser Betätigungsstößel kann auch als Stellungsanzeiger fungieren, wobei dieser aus der Drosselbohrung in Deblockierungsstellung deutlich sichtbar herausragt. In Blockierungsstellung taucht dieser Petätigungsstößel in die Drosselbohrung ein. Die Blockierungsvorrichtung kann dank ihrer schlagartigen Arbeitsweise auch vorteilhaft als Ausschaltblockierung bei einem das Hochspannungsschaltgerät gefährdenden Ausschaltvorgang genutzt werden. Für den Fall, daß kurz vor Erreichen der Unterdruckschaltsperre des Hochspannungsschaltgerätes ein gegebener Ausschaltbefehlsimpuls die Ausschaltung einleitet, aber in Folge eines Druckabfalls im Druckmittelreservoir die erforderliche Steuerdruckhöhe für den Ausschaltvorgang unterschritten ist, kann eine mechanische Blockierung des Ausichaltvorganges erfolgen. Die Nutzung dieses Vorteils erfordert natürlich die genaue Einstellung des Ansprechwertes der Blockierungseinrichtung nahe dem Druckwert für die Unterdruckschaltsperre. Bei dieser Einstellung ist die Kraftkomponente auf den Querschnitt des Blockierungsstößels durch den Antriebsdruck im „AUS'-Druckraum des Druckmittelantriebes zu berücksichtigen. Es muß aber auch gesichert sein, daß bei gegebenem Einschaltbefehlsimpuls kurz vor Wirksamwerden der Einschaltsperre bei auftretendem Druckabfall im Druckmittelreservoir die Einschaltung des Hnchspannungsschaltgerätes ungehindert erfolgen kann, bevor die Blockierungsvorrichtung anspricht. Durch die Einlagerung des Blorkierungstellers und des Blockierungsstößels im „AUS'-Druckraum wird durch den bei einer Ausschalthandlung wirkenden Druck auf den Blockierungsstößel eine zusätzliche Kraftkomponente erzeugt, die im Betriebsnenndruckbereich die Deblockierungsstellung zusätzlich sichert, so daß eventuelle Druckschwankungen im Druckmittelreservoir unwirksam bleiben und die Ausschaltsicherheit erhöht wird.
Der radial zur Schaltstange angeordnete Blockierungsstößel und der durch den Blockierungsstößel in Blockierungsstellung hinterfahrene Blockierungsteller weisen im gemeinsamen Berührungsbereich, der sich im „AUS"-Druckraum des Druckmittelantriebes befindet, kegelförmige Einlaufschrägen auf. Dadurch wird erreicht, daß auch bei fehlender Haltekraft durch den Antriebsdruck auf den Antriebskolben durch die Keilwirkung des Blockierungsstößels in Blockierungsstellung eine noch ausreichende Kraftkomponente auf den gleichzeitig als Dichtteller für die statische Dichtung wirkenden Blockierungsteller erzeugt wird.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1: die Blockierungsvorrichtung in Blockierungsstellung eines in Einschaltstellung befindlichen
Hochspannungsschaltgerätes; Fig.2: die Blockierungsvorrichtung in Deblockierungsstellung eines in Einschaltstellung befindlichen Hochspannungsschaltgerätes.
Fig. 1 zeigt eine eine nicht dargestellte Kontakteinrichtung eines Hochspannungsschaltgerätes mit einem Antriebskolben 1 eines DrucVmittelantriebes einen Schaltstangendurchführungsflansch 2 durchstoßende Schaltstange 3, der ein in EinschaltsOllung gegen den Schaltstangendurchführungsflansch 2 auf Anschlag gefahrener scheibenförmiger Blockierungsteller 4 zugeordnet ist, wobei der Blockierungsteller 4 zusammen mit der im Schaltstangendurchführungsflansch 2 eingelassenen Dichtung 5 zugleich die Funktion eines Dichttellers für die statische Abdichtung des Druckgasraumes des Hochspannungsschaltgerätes in Einschaltstellung übernimmt. Oberhalb des in einem Antriebszylinder 6 bewegbaren Antriebskolbens 1 befindet sich der „AUS"-Druckraum 7 und unterhalb der „EIN'-Druckraum 8, der strömungsmäßig über ein nicht dargestelltes Steuerventil während der Einschaltstellung mit einem Druckmittelreservoir 9 in Verbindung steht. Der „AUS"-Druckraum 7 wird außer durch den Antriebszylinder 6 durch einen den Antriebszylinder 6 mit dem Schaltstangendurchführungsflansch 2 koppelnden Verbindungsflansch 10 begrenzt. Am äußeren Umfang des Verbindungsflansches 10 ist ein Gehäuse 11 befestigt, das einen Zylinder 12 aufweist, in dem sich radial zur Schaltstange 3 bewegbar ein Kolben 13 befindet, der mit einem den Verbindungsflansch 10 durchstoßenden, in einer Führung 14 gleitbarer! in den „AUS"-Druckraum 7 weisenden und den Blockierungsteller 4 hinterfahrbaren Blockierungsstößel 15 verbunden ist. Dieser ist innerhalb der Führung 14 mittels eines Rundringes 16 abgedichtet und weist an seiner Spitze ebenso wie der Blockierungsteller 4 an seinem äußeren Umfang im gemeinsamen Berührungsbereich eine Einlaufschräge 17; 18 auf, wodurch dynamische Stöße vermieden und günstige Kraftverhältnisse durch Keilwirkung auf den Blockierungsteller 4 in Blockierungsstellung und eine Fixierung der Schaltstange 3 erreicht werden. An der dem Blockierungsstößel 15 zugewandten Stirnseite des Kolbens 13 sind zwischen dem Außendurchmesser des Kolbens 13 und dem Blockierungsstößeldurchmesser liegend eine Dichtung 19 und im dieser Stirnseite gegenüberliegenden Zylinderboden, der gleichzeitig als Anschlagfläche 21 für den Kolben 13 in Blockierungsstellung dient, der zugehörige Dichtsitz 20 angeordnet, so daß diese Stirnseite des Kolbens 13 in eine äußere Ringkreisfläche 22 und eine innere Ringkreisfläche 23 unterteilt ist. Die innere zwischen dem Blockierungsstößel 15 und der Dichtung 19 liegende Ringkreisfläche 23 steht über eine Strömungsbohrung 24 ständig ungedrosselt mit dem Druckmittelreservoir 9 in Verbindung. Auf der anderen Stirnseite des Kolbens 13 ist ein Dichtsitz 25 eingearbeitet, dessen Durchmesser jedoch größer bemessen ist als der des Dichtsitzes 20 und dem eine in einem Deckel 26, der am Gehäuse 11 befestigt und als äußerer Abschluß für den Zylinder 12 sowie als Anschlagfiäche 27 für den Kolben 13 in Deblockierungsstellung dient, eingebrachte Dichtung 28 zugeordnet ist. Der Dichtsitz 25 unterteilt diese Stirnseite des Kolbens in eine innere Kreisfläche 29 und eine äußero Ringkreisfläche 30. Innerhalb dieser Kreisfläche 29 ist zentrisch im Kolben 13 eine Sacklochbohrung 31 vorhanden, in der eine Druckfeder 32 eingebracht ist, deren Federvorspannung durch eine im Deckel 26 eingeschraubte und als Widerlager für die Druckfeder 32 dienende Stellschraube 33 einstellbar ist.
Die Kreisfläche 29 ist durch eine in der Stellschraube 33 gelagerte Drosselbohrung 34 ständig mit der Atmosphäre verbunden. Der Zylinder 12 ist in den Endlagenbereichen des Kolbens 13 radial durch ringkreisförmige Druckräume 35; 36 erweitert, die miteinander durch einen parallel zur Kolbenachse im Gehäuse 11 liegenden drosselnd wirkenden Überströmkanal 37 verbunden sind. Der Druckraum 36 steht über eine Bohrung 38 mit einem Druckausgleichsspeicher 39 in Verbindung. Im normalen Betriebszustand des Hochspannungsschaltgerätes befindet sich, wie in Fig. 2 dargestellt, die Blockierungsvorrichtung in Deblockierungsstellung. Im „AUS"-Druckraum 7 herrscht Atmosphärendruck, während unterhalb des Antriebskolbens 1 im „EIN'-Druckraum 8 sowie im Druckmittelreservoir 9, auf der inneren (23) und den äußeren Ringkreisdruckflächen 22; 30, im Überströmkanal 37, in den Druckräumen 35; 36 und im Druckausgleichsspeicher 39 Betriebsdruck herrscht. Der im „EIN"-Druckraum 8 am Antriebskolben 1 anstehende Betriebsdruck bewirkt einen sicheren Anschlag des Blockierungstellers 4 am Schaltstangendurchführungsflansch 2, so daß die Einschaltstellung und die statische Abdichtung gewährleistet sind. Der auf der äußeren und inneren Ringkreisfläche 22,23 des Kolbens 13 wirkende Druck des Druckmittelreservoirs 9 bewirkt eine Kraftkomponente, die der Kraft der Druckfeder 32 entgegengesetzt ist und diese sicher übersteigt, so daß der Kolben 13 gegen den Anschlag 27 sowie der Dichtsitz 25 gegen die Dichtung 28 gedrückt ist. Die innerhalb des Dichtsitzes 25 vorhandene Kreisfläche 29 steht über die Drosselbohrung 34 unter Atmosphärendruck. Sinkt der Druck im Druckmittelreservoir 9 und somit im „EINT'-Druckraum 8, verringert sich die gegen die Federkraft der Druckfeder 32 gerichtete Kraftkomponente. Bei Unterschreitung eines einstellbaren Ansprechwertes, der unter dem Betriebsnenndruck jedoch noch über dem Druckwert liegt, bei dem der Antriebskolben 1 durch den Druck im „EINT-Druckraum 8 nicht mehr sicher in seiner Stellung gehalten wird, bewirkt die Druckfeder 32 ein Abheben des Dichtsitzes 25 von der Dichtung 28. Die bisher unter Atmosphärendruck stehende Kreisfläche 29 des Kolbens 13 wird durch den in übrigen Druckräumen herrschenden Druck beaufschlagt. Der während dieser Phase durch Raumvergrößerung und über die Drosselbohrung 34 auftretende Druckabfall wird durch den Druckausgleichsspeicher 39 während des Umschaltvorganges von der Deblockierungsstellung in die Blockierungsstellung weitestgehend ausgeglichen. Eb wird sprunghaft eine die Druckfederkraft unterstützende Kraftkomponente erzeugt, die eine schlagartige Verschiebung des Kolbens 13 und des Blockierungsstößels 15 in Blockierungsstellung, wie in Fig. 1 dargestellt, bewirkt. Bei weiter abfallendem Druck und somit fehlender Haltekraft auf den Antriebskolben 1 stützt sich der Blockierungsteller 4 auf den Blockierungsstößel 15 ab, so daß die Einschaltstellung des Hochspannungsschaltgerätes erhalten bleibt. Die dabei auftretende zulässige geringfügige vertikale Verschiebung des Blockierungstellers 4 ist so bemessen, daß die Funktion der statischen Dichtung 5 auch in dieser Stellung noch ausreichend gesichert ist. Der Druck in den Druckräumen 35; 36, auf der äußeren Ringkreisfläche 22 und im Druckausgleichsspeicher 39 wird über die Droselbohrung 34 bis auf Atmosphärendruck abgebaut. Durch die Federkraft der Druckfeder 32 wird der Kolben 13 mit seiner Dichtung 19 gegen den Anschlag 21 und den Dichtsitz 20 gedrückt. Dabei ist die Druckfeder 27 so ausgelegt, daß deren Kraft eine durch einen auf die
innere Ringkreisfläche 23 wirkenden bis zum Ansprechwert vorhandenen Druck erzeugte Kraftkon .ponente sicher überwiegt. Steigt der Druck im Druckmittelreservoir 9 und in den mit ihm verbundenen Räumen wieder an, wird die ursprüngliche vertikale Verschiebung des Antriebskolbens 1 wieder ausgeglichen und der Blockierungsteller 4 an den Schaltstangendurchführungsf lansch 2 gedruckt, so daß der Blockierungsstößel 15 entlastet ist. Beim Erreichen des eingestellten Ansprechwortes für den Deblockierungsvorgang bewirkt der auf der inneren Ringkreisfläche 23 wirkende Druck eine entgegen der Kraft der Druckfeder 32 gerichtete Bewegung des Kolbens 12. Bei geringfügigem Abheben der Dichtung 19 vom Dichtsitz wird sofort die durch den Antriebsdruck beaufschlagte Fläche um den Betrag der äußeren Ringkreisfläch > 22 vergrößert und die ursprüngliche Druckkraft im Verhältnis der vergrößerten Fläche verstärkt, so daß eine schlagartige Umschaltung des Kolbens 13 und damit des Blockierungsstößels 15 in Deblockierungsstellung erfolgt. Ein über die Druckräume 35; 36 und über den Überströmkanal 37 auf die Kreisfläche 29 wirkender gegenkrafterzeugender Druckanstieg, der mittels der Drosselbohrung 34 nicht ausreichend abgebaut werden kann, wird während des Umschaltvorganges durch den Druckausgleichsspeicher 39 verhindert. Da der Blockierungsstößel 15 in den „AUS"-Druckraum 7 ragt, wird bei einer Auschalthanalung eine zusätzliche Kraftkomponente proportional dem Querschnitt des blocKierungsstößels 15 gegen die Kraft der Druckfeder 32 wirksam, so daß bei Betriebsnenndruck durch eventuelle Druckschwankungen im Druckmittelsreservoir 9 kein vorzeitiges Ansprechen der Blockierungsvorrichtung möglich ist, womit zusätzlich din Ausschaltsicherheit erhöht wird.
In Betracht gezogene Druckschrift: GB-PS 1496793 (F 15 B 15/26)

Claims (9)

1. Blockierungsvorrichtung zur Gewährleistung der Einschaltung für ein Hochspannungsschaltgerät, das zur Aufrechterhaltung der im normalen Betriebszustand durch den „EIN"-Druck eines Druckmittelantriebes gewährleisteten Einschaltstellung bei unzulässigen Werten des Antriebsdruckes eine Vorrichtung aufweist, die aus einem Blockierungsstößel, der ein mit einer Schaltstange verbundenes Blockierungselement hinterführt und senkrecht zur Achse der Schaltstange angeordnet ist, und aus einem mit dem Blockierungsstößel verbundenen, unter Antriebsdruck und Federvorspannung stehenden, in einem Zylinder gleitbaren Kolbtn besteht, dadurch gekennzeichnet, daß
- das mit der Schaltstange (3) verbundene Blockierungselement ein scheibenförmiger Blockierungssteller (4) ist,
- die dem Blockierungsstößel (15) zugewandte Stirnseite des Kolbens (13) mit der ihr gegenüberliegenden Anschlagfläche (21) des Gehäuses (11) Funktionselement β eines ersten Ventils bildet,
- in Blockierungsstellung zur Abdichtung des ersten Ventils zwischen der dem Blockierungsstößel (15) zugewandten Stirnseite des Kolbens (13) und der Anschlagfläche (21) des Gehäuses (11) eine Dichtung (19) vorgesehen ist, die diese Stirnseite in eine äußere Ringkreisfläche (22) und eine innere Ringkreisfläche (23) unterteilt,
- die innere Ringkreisfläche (23) druckmittelmäßig unmittelbar mit einem Druckreservoir (9) eines Druckmittelantriebes in Verbindung steht,
- die dem Blockierungsstößel (15) abgewandte Stirnseite des Kolbens (13) mit der ihr gegenüberliegenden Anschlagfläche (27) am Deckel (26) des Gehäuses (11) Funktionselemente eines zweiten Ventils bildet,
- in Deblockierungssteilung zur Abdichtung des zweiten Ventils zwischen der dem Blockierungsstößel (15) abgewandten Stirnseite des Kolbens (13) und der Anschlagfläche (27) eine Dichtung (28) vorgesehen ist, die diese Stirnseite in eine Kreisfläche (29) und eine äußere Ringkreisfläche (30) unterteilt,
- der Durchmesser der Dichtung (19) des ersten Ventils kleiner bemessen ist als der der Dichtung (28) des zweiten Ventils,
- dem Zylinder (12), in dem der Kolben (13) läuft, in den Endlagebereichen des Kolbens (13) im Gehäuse (11) liegende radiale Nuten als Druckräume (35,36) zugeordnet sind,
- die Druckräume (35,36) durch einen drosselnd wirkenden Überströmkanal (37) im Gehäuse (11) verbunden sind,
- ein Druckausgleichspeicher (39) vorgesehen ist, der mit dem Druckraum (36) unmittelbar über eine Bohrung (38) in Verbindung steht,
- im Deckel (26) des Gehäuses (11) eine als Widerlager für eine Druckfeder (32) wirkende Stellschraube (33) eingebracht ist,
- die Stellschraube (33) mit einerDrosselbohrung (34) als Verbindung zur Atmosphäre versehen ist,
- der Blockierungsstößel (15) und der Blockierungssteller (4) in ihrem Berührungsbereich innerhalb des „AUS"-Druckraumes (7) kegelförmig ausgebildete und einander angepaßte Einlaufschrägen (16,17) aufweisen.
2. Blockierungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Blockierungssteller (4) gleichzeitig als ein die Einschaltstellung fixierender Dichtteller für eine statische Dichtung (5) ausgebildet ist.
3. Blockierungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Überströmkanal (37) ein in Richtung auf den steuernden Antriebsdruck wirkendes Rückschlagventil zugeordnet ist.
4. Blockierungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (13) einen Stößel aufweist, der die Drosselbohrung (34) in der Stellschraube (33) in Deblockierungsstellung verschließt.
5. Blockierungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (19) in der dem Blockierungsstößel (15) zugewandten Stirnseite des Kolbens (13) angeordnet ist.
6. Blockierungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (19) in der Anschlagfläche (21) des Gehäuses (11) angeordnet ist.
7. Blockierungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (28) in der dem Blockierungsstößel (15) abgewandten Stirnseite des Kolbens (13) angeordnet ist.
8. Blockierungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (28) in der Anschlagfläche (27) des Deckels (26) angeordnet ist.
9. Blockierungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Drosselbohrung (34) der Stellschraube (33) ein mit dem Kolben (13) verbundener Be Uigungsstößel geführt wird, der den Querschnitt der Drosselbohrung (34) nicht ausfüllt und in der Deblockierungsstellung aus der Stellschraube (33) herausragt.
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