DD268681A1 - Verfahren zur behandlung von waessrigen bioschlaemmen - Google Patents
Verfahren zur behandlung von waessrigen bioschlaemmen Download PDFInfo
- Publication number
- DD268681A1 DD268681A1 DD31274088A DD31274088A DD268681A1 DD 268681 A1 DD268681 A1 DD 268681A1 DD 31274088 A DD31274088 A DD 31274088A DD 31274088 A DD31274088 A DD 31274088A DD 268681 A1 DD268681 A1 DD 268681A1
- Authority
- DD
- German Democratic Republic
- Prior art keywords
- biosludge
- treatment
- residue
- hydrated lime
- aqueous
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims abstract description 14
- AXCZMVOFGPJBDE-UHFFFAOYSA-L calcium dihydroxide Chemical compound [OH-].[OH-].[Ca+2] AXCZMVOFGPJBDE-UHFFFAOYSA-L 0.000 claims abstract description 8
- 238000000926 separation method Methods 0.000 claims abstract description 4
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 3
- 238000009835 boiling Methods 0.000 claims description 2
- 238000009833 condensation Methods 0.000 claims description 2
- 230000005494 condensation Effects 0.000 claims description 2
- 238000004821 distillation Methods 0.000 claims 1
- 238000000855 fermentation Methods 0.000 claims 1
- 230000004151 fermentation Effects 0.000 claims 1
- 229910001861 calcium hydroxide Inorganic materials 0.000 abstract description 7
- 235000011116 calcium hydroxide Nutrition 0.000 abstract description 7
- 239000000920 calcium hydroxide Substances 0.000 abstract description 7
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 abstract description 7
- 229930195733 hydrocarbon Natural products 0.000 abstract description 4
- 150000002430 hydrocarbons Chemical class 0.000 abstract description 4
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 abstract description 4
- 230000002906 microbiologic effect Effects 0.000 abstract description 2
- 238000002156 mixing Methods 0.000 abstract description 2
- 230000014616 translation Effects 0.000 abstract 1
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 3
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 3
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 3
- 239000010802 sludge Substances 0.000 description 3
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 3
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 2
- 239000003337 fertilizer Substances 0.000 description 2
- 239000004615 ingredient Substances 0.000 description 2
- 239000004215 Carbon black (E152) Substances 0.000 description 1
- 238000010793 Steam injection (oil industry) Methods 0.000 description 1
- 206010000210 abortion Diseases 0.000 description 1
- 231100000176 abortion Toxicity 0.000 description 1
- 239000003876 biosurfactant Substances 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000000839 emulsion Substances 0.000 description 1
- 230000007613 environmental effect Effects 0.000 description 1
- 238000000751 protein extraction Methods 0.000 description 1
- 238000011084 recovery Methods 0.000 description 1
- 235000013619 trace mineral Nutrition 0.000 description 1
- 239000011573 trace mineral Substances 0.000 description 1
- 238000010626 work up procedure Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Fertilizers (AREA)
- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von waessrigen Bioschlaemmen. Das Verfahren dient der Behandlung waessriger Bioschlaemme die in Anlagen der mikrobiologischen Eiweissgewinnung anfallen. Dabei soll auf eine hohe Rueckfuehrungsrate der Kohlenwasserstoffanteile und die Deponiefaehigkeit des Rueckstandes orientiert werden. Erfindungsgemaess wird in einem Mischer 1 dem vorgewaermten Bioschlamm 10-20 Massenanteile in % Kalkhydrat zugesetzt. Durch eine direkte Dampfeinspeisung kommt es zur intensiven Vermischung des Kalkhydrat mit dem Bioschlamm. In einem Vorverdampfer 2 und einer Abtriebskolonne 4 wird bei Sumpftemperaturen von 95-115C und 115-135C sowie Strippdampfbehandlung ein Kopfprodukt 13 gewonnen. Nach Abtrennung der Wasserphase kann es als Destillat 10 wieder in den Produktionsprozess zurueckgefuehrt werden. Der Rueckstand 12 mit den im Kalkhydrat adsorbierten organischen Restbestandteilen wird auf eine Deponie verpumpt und kann nach Abkuehlung als landwirtschaftlicher Duenger verwendet werden. Fig. 1
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung wäßriger Bioschlämme, die in Anlagen der mikrobiologischen Eiwei3gewinnung anfallen.
Die Aufarbeitung von wäßrigen Bioschlämmen ist aufgrund ihres hohen Wassergehaltes und ihrer Emulsionsbildung mit hohem technologischem Aufwand verbunden. Bei den meisten Verfahren wird deshalb auf eine Rückführung der Ölphase in den Produktionsprozeß verzichtet, indem lediglich eine Entwässerung des Schlammes vorgenommen wird um ihn schließlich nach einer Chemikalienbehandlung deponierfähig zu machen.
In der DD-WP 249378 ist eine derartige Verfahrensweise verbessert worden, indem durch einen gezielten Chemikalieneinsatz und mehreren Verfahrensstufen eine Rückgewinnung der Ölphase angestrebt wird. Jedoch ist der t jchnologische Aufwand hinsichtlich dos Apparate- und Chemikalieneinsatzes so hoch, daß das Verfahren in wirtschaftlicher Hinsicht und Jen Parametern der Umweltbelastung nicht zu vertreten ist.
Das Ziel der Erfindung besteht in der Entwicklung eines Verfahrens zur Behandlung von wäßrigen Bioschlämmen. Das Verfahren soll mit geringem technologischem Aufwand betreibbar sein bei hoher Rückführungsrate der Kohlenwasserstoffanteile des Schlammes und Deponiefähigkeit des Rückstandes.
Der Erfindung 'iegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Behandlung von wäßrigen Bioschlämmen zu schaffen. Dabei sollen die wasserdampfflüchtigen Kohlenwasserstoffe zurückgewonnen werden und die übrigen inhaltsstoffe in konzentrierter Form deponiefähig gemacht werden.
Erfindungsgemäß werden einom vorgeheizten Bioschlamm 10-20 Massenanteile in % Kalkhydrat zugesetzt. Dazu wird ein
Mischer verwendet, der mit einem direkten Dampfanschluß versehen ist. Das sich dabei erwärmende Kalkhydrat-Bioschlamrr,-Gemisch gelangt in einen Vorvordampfer. Bei Sumpftemperaturen von 95-115°C und Strippdampf wird ein Kopf produkt
abgetrieben. Dor Sumpf des Vorverdampfers wird anschließend in die, mit überhitztem Dampf, Sumpftemperaturen von
115-135T und Kopfdruck von 0,10-0,11 MPa betriebenen Abtriebskolonne geleitet. Hier gehen die restlichen
wasserdampfflüchtigen Kohlenwasserstoffe über Kopf.
Die beiden Kopfprodukte werden nach der Kondensation in einem Trennbehälter νοτι Wasser abgeschieden. Das Destillat der Siedelage 215-360°C wird dem Produktionsprozeß wiec'er zugeführt.
Der Rückstand wird im erwärmten Zustand auf eine Deponie gofahren. Nach der Abkühlung zeigt er eine amorphe Struktur mit Wassergehalten bis zu 10 Massenanteile in %.
Der Rückstand ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe in der Landwirtschaft als Kalkdünger mit Spurenelementen verwendbar.
Ausführung: ibeispiel
Die Erfindung soll anhand eines Beispiels und einer Zeichnung näher erläutert werden:
Einem aufgeheizten Bioschlamm der Zusammensetzung:
Wassergehalt: 82,6 Massenanteile in %
mechanische Bestandteile: 9,2 Massenanteile in %
wird in einem Mischer 115 Masseanteilc in % Kalkhydrat 16 zugesetzt. Durch eine direkte Dampfeinleitung 9 in den Mischer 1
erfolgt eine gute Durchmischung der Kalkanteile mit dem Bioschlamm. In der nachfolgenden Verfahrensstufe, dem Vorverdanipfer 2 wird durch Strippen mit Dampf 9 und einer Sumpftamperatur von 110°C das Kopfp· odukt 13 gewonnen. Der Rückstand des Vor'erdampfers 2 wird mittels eines Wasserdampfstrahlers 3 bzw. der Rückstandsleitung in Abtriebskolonne 4 geleitet. Bei einer Sumpftemperatur von 133°C, einem Kopfdruck von 0,11 MPa sow>e Strippen mit überhitztem Dampf 17 wird ein weiteres Kopfprodukt 14 erhalten. Das, in einem Wärmeübertrager 15 kondensierte und im Trennbehälter 6 vom Wasser befreite Destillat 10 hatte eine Siedelage von 215-3440C. Dieses Destillat konnte in den Produktionsprozeß zurückgefahren werden. Der kalkhaltige Rückstand 12 wird über den Wärmeübertrager 5, die Rückstandsvorlage 7 auf eine Deponie verpumpt. Der Rückstand 12 zeigt nach Abkühlung eine körnige, amorphe Struktur. Die organischen Restbestandteile sind am Kalkhydrat adsorbiert. Mit dieser Verwertung dieses Rückstandes als landwirtschaftlicher Dünger ist der Nutzungsgrad der aufbereiteten Schlammbestandteile maximal erreicht. Dadurch ist das Verfahren sowohl umweltfreundlich als auch wirtschaftlich.
Claims (1)
- Verfahren zur Behandlung von wäßrigen Bioschlämmen, insbesondere einer thermochemischen
Behandlung von Bioschlämmen aus Fermentationsanlagen, gekennzeichnet dadurch, daß einem
vorgeheizten Bioschlamm (8) 10-20 Massenanteile in %Kalkhydrat (16)im Mischer (Dzugesetztwird, der Bioschlamm (8) im Mischer (1) und Vorverdampfer (2) mit Dampf (9) behandelt wird, wobei indem Vorverdampfer (2) bei Sumpftemperaturen von 95-115°C ein Kopfprodukt (13) anfällt, man das
Kalkhydrat-Bioschlamm-Gemisch in einer mit überhitztem Dampf (17), bei Sumpftemperaturen von 115-1350C und einem Kopfdruck von 0,10-0,11 MPa betriebenen Abtriebskolonne (4) destillativ und emulsionsspaltend in einen deponierfähigen Rückstand (12) und ein Kopfprodukt (14) trennt und das Destillat (10) mit einem Siedebereich von 215™360°C nach der Kondensation im Wärmeübertrager (5) aus dem Trennbehälter (6) abgezogen wird.Hierzu 1 Seite Zeichnung
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD31274088A DD268681A1 (de) | 1988-02-08 | 1988-02-08 | Verfahren zur behandlung von waessrigen bioschlaemmen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD31274088A DD268681A1 (de) | 1988-02-08 | 1988-02-08 | Verfahren zur behandlung von waessrigen bioschlaemmen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD268681A1 true DD268681A1 (de) | 1989-06-07 |
Family
ID=5596916
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD31274088A DD268681A1 (de) | 1988-02-08 | 1988-02-08 | Verfahren zur behandlung von waessrigen bioschlaemmen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD268681A1 (de) |
-
1988
- 1988-02-08 DD DD31274088A patent/DD268681A1/de not_active IP Right Cessation
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2351947A1 (de) | Verfahren zur herstellung von chloriertem phthalonitril | |
| DE2925548C2 (de) | Verfahren zur Behandlung von Ölsand | |
| DE2115475C3 (de) | Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Mischungen aus Bitumen und/oder verwandten Stoffen | |
| DE3234362C2 (de) | ||
| DE2813200A1 (de) | Verfahren zur wiederaufbereitung von gebrauchten schmieroelen | |
| DE2444827A1 (de) | Verfahren zum hydrieren von kohle | |
| DE2262320A1 (de) | Verbessertes kontinuierliches loesungsmittelextraktions-destillationsverfahren zur gewinnung aromatischer kohlenwasserstoffe | |
| DE645620C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstharz | |
| DE2600936A1 (de) | Verfahren zur gewinnung von durch hydrolytische zersetzung von polyurethanen gebildeten aminen | |
| DE2936008A1 (de) | Verfahren zum hydrieren von kohle | |
| DD268680A1 (de) | Verfahren zur behandlung von waessrigen bio-oel-schlaemmen | |
| DE1099172B (de) | Verfahren zur Herstellung trocknender polymerer Kohlenwasserstoffoele | |
| DE2808670C3 (de) | Verfahren zur Kohleverflüssigung | |
| DD268682A1 (de) | Verfahren zur behandlung von waessrigen oelschlaemmen | |
| AT126387B (de) | Verfahren zur Verbesserung von Rohöl, dessen Destillaten und Rückständen. | |
| DE960633C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verdampfen von Benzol bzw. Leichtoel mittels heisser, wasserstoffhaltiger Gase | |
| DE1517691A1 (de) | Verfahren zur Entfernung von sauren chemischen Stoffen aus einer waessrigen Mischung | |
| DE1038052B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Aminocarbonsaeuren, ª‡, ªÏ-Dicarbonsaeuren und ª‡, ªÏ-Diaminen aus Polyamiden | |
| DE494213C (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Gewinnung von OEl aus Kohle | |
| DE2833654C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von vinylchloridarmen Polyalkylenpolyaminen | |
| DE543807C (de) | Verfahren zum Herstellen von Druckfarben unter Verwendung von Sulfitcelluloseablauge | |
| DE863417C (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Polymeren oder von Kondensations- oder Dehydratationsprodukten | |
| DE209114C (de) | ||
| EP0204078A2 (de) | Verfahren zur Reinigung von chlorierten, aliphatischen Polymeren | |
| DE900220C (de) | Verfahren zur Herstellung von Furfurol |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PV | Patent disclaimer (addendum to changes before extension act) |