DD270242A5 - Formenstationen, insb. fuer rundtischanlagen, zum anformen von schuhsohlen mit einer laufsohle aus elastomer u. einer zwischensohle aus einem zu polyurethan ausreagierenden gemisch aus isocyanat und polyol an schuhschaefte - Google Patents

Formenstationen, insb. fuer rundtischanlagen, zum anformen von schuhsohlen mit einer laufsohle aus elastomer u. einer zwischensohle aus einem zu polyurethan ausreagierenden gemisch aus isocyanat und polyol an schuhschaefte Download PDF

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DD270242A5 DD30862087A DD30862087A DD270242A5 DD 270242 A5 DD270242 A5 DD 270242A5 DD 30862087 A DD30862087 A DD 30862087A DD 30862087 A DD30862087 A DD 30862087A DD 270242 A5 DD270242 A5 DD 270242A5
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Reinhard Landwehr
Guenter Rebers
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Kloeckner Ferromatik Desma Gmbh,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft Formenstationen, insbesondere fuer Rundtischanlagen, zum Anformen von Schuhsohlen mit einer Laufsohle aus Elastomer und einer Zwischensohle aus einem zu Polyurethan ausreagierendem Gemisch aus Isocyanat und Polyol an Schuhschaefte. Die Formenstation ist fuer Rundtischanlagen vorgesehen, sie kann auch als Einzelstation zum Einsatz kommen. Sie dient zum Anformen von Schuhsohlen mit einer Laufsohle aus Elastomer und einer Zwischensohle aus einem zu Polyurethan ausreagierendem Gemisch aus Isocyanat und Polyol an Schuhschaefte, und weist eine hoehenverstellbare Traverse mit einem schwenkbar gelagerten Formenteiltraeger mit mindestens einem beheizbaren Formteil fuer das Formen von Laufsohlen und unterhalb dieser Traverse eine hoehenverstellbare zweite Traverse mit einer beheizbaren Platte auf. Die beheizbare Platte arbeitet mit dem beheizbaren Formenteil des verschwenkbaren Formenteiltraegers zum Formen von Laufsohlen zusammen. Der in der hoehenverstellbaren Traverse schwenkbar gelagerte Formenteiltraeger hat auf der einen, zur zweiten hoehenverstellbaren Traverse parallelen Seite das mit der beheizbaren Platte zusammenarbeitende Formenteil mit dem Formennest fuer die Laufsohle und auf der anderen Seite ein gekuehltes, mit Vakuum beaufschlagbares Formenteil mit einem Formennest fuer die Uebernahme der Laufsohle, die in die Arbeitsstellung zum Formen der Zwischensohle verschwenkbar wird. Fig. 2

Description

i-2-
Formenstationen, insbesondere flir Rundtiaohanlagen, zum Anformen von Schuhsohlen mit einor Laufsohle aus Elastomer und einer Zwischensohle aus einem zu Polyurethan ausreagierenden Gemisch aus Isocyanat and Polyol an Schuhschafte
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Formenstation, insbesondere fUr Rundtisohanlagen, zum Anformen von Schuhsohlen mit einer Laufsohle aus Elastomer und einer Zwischensohle aus Thermoplast an Schuhschäfte, wobei die Zwischensohle und die Laufsohle durch chemische Bindungen zwischen Xsocyanat und reaktiven Endgruppen von dem Elastomer zugesetzten Substanzen miteinander verbunden sind.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Schuhe mit einer Zwiachensohle aus Polyurethan und einer ebenfalls aus Polyurethan bestehenden Laufsohle sind gemäß DE-PS 2 241 493 bekannt·
Zu ihrer Herstellung kommen im allgemeinen Rundtischaiilagen zum Einsatz, die mehrere Formenstationen mit Formen aufweisen (Prospekt Klöckner Ferromatik Desma, Spritzgieß-Direktansohlmaschine, DESMA 521S - 5^6S).
Die Rundtischanlagen weisen zwei Einrichtungen zum Mischen von Isocyanat und Polyol zu einem zu Polyurethan ausreagierenden Gemisch auf, das je nach dem Mischungsverhältnis und den Additiven zu der abriebfesten Laufsohle bzw. zu der elastischen Zwischensohle ausreagierte
π yB-05-p>u
Zum Formen der Laufsohlen and der Zwischensohlen wird der Rundtisch taktweise gedreht· Die Formenstationen werden nacheinander in Eingriff mit den beiden Einrichtungen zum Mischen gebracht.
Diese Einrichtungen zum Mischen sind an der Peripherie des Rundtisches und in radialer Richtung des Rnndtisches verschiebbar angeordnet« Die Formenstationen weisen zwei Seitenformteile auf, die in der Schließstellung einen DurchbruoJi und zwei Angußkanäle begrenzen©
Oberhalb der Seitenformteile ist höhenverstellbar ein Drehkopf angeordnet, der einen Leisten zur Aufnahme von Schuhschäften und einen Gegenstempel aufweist«
Unterhalb der Seitenformteile ist höhenverstellbar ein Bodenstempel angeordnet· Zum Formen der Laufsohle begrenzen der Bodenatempel die Seitenformteile (in Schließstellung) und der Gegenstempel einen Formenhohlraum, in den das zur Laufsohle ausreagierende Gemisch eingebracht wird·
Zum Formen der Zwischensohle begrenzen der Bodenutempel mit der auf ihm befindlichen Laufsohle, die Seitenformteile (in Schließstellung) und der Leisten mit dem aufgeleisteten Schaft einen Formenhohlraum, in den das zur Zwischensohle ausreagierende Gemisch eingebracht wird, die sich während der ablaufenden Reaktionen mit der Laufsohle und mit dem Schuhschaft verbindet·
Gemäß DE-OS 3 600 682 sind Formenstationen für Rundtischanlagen zum Formen von Schuhsohlen mit einer Laufsohle aus Elastomer und einer Zwi'jchensohle aus Polyurethan bekannt.
Zum Formen der Laufsohle aus Elastomer tritt an die Stelle der Einrichtung zum Mischen des zur Laufsohle aus Polyurethan ausreagierenden Gemisches das bei Spritzgießmaschinen zum Verarbeiten von thermoplastischem Kunststoffmaterial bekannte Plastifiziert- und Einspritzaggregat zum Plastifizieren des Elastomers» das anschließend in der Formenhohlraum fUr die Laufsohlen injiziert wird. Da beim Injizieren, des plastifizierten Elastomers hohe Drücke auftreten, weisen die bekannten Formenstationen eine höhenverstellbare Traverse mit einem schwenkbar gelagerten Formteilträger auf» auf dessen zur Schwenkachse parallelen Seitenflächen beheizbare Formenteile mit einem der Laufsohle entsprechenden Formnest angeordnet sind·
Unterhalb dieser Traverse ist eine zweite höhenverstellbare Traverse angeordnet, die auf ihrer zum schwenkbaren Formteilträger zeigenden Seite eine beheizbare Platte aufweist, die mit den beheizbaren Formteilen des Formteilträgers zum Herstellen von Laufsohlen zusammenarbeitet. Oberhalb der Traverse mit dem schwenkbaren Formteilträger ist eine weitere Traverse mit einem Durchbruch fest angeordnet. In diesem " Durchbruch taucht ein beheizbarea Formenteil mit einer im Formnest befindlichen Laufsohle aus Elastomer ein und arbeitet mit zwei oberhalb des Durchbruchs befindlichen Seitenformteilen und einem aufgeleisteten Schuhschaft sum Formen einer Zwischensohle aus Polyurethan zusammen.
Die zu Polyurethan ausreagierenden Gemische für die Laufsohle und fUr die Zwischensohle weisen im wesentlichen Polyol und Isocyanat sowie Kettenverlängerer und Katalysatoren auf, die je 4ach den geforderten Materialeigenschaften für die Laufsohle bzw. Zwischensohle - die Laufsohle soll
abriebfest, die Zwischenjohle elastisoh sein und eine Porenatruktur aufweisen - durch entsprechende Additive eingestellt sind·
Beim Mischen der Komponenten setzen bereits die chemischen Reaktionen ein. Die Gemische reagieren in den Formen zu der Laufsohle bzw« Zwischensohle aus. Beim Ausreagieren des Gemisches für die Zwischensohle wird zugleich die Zwiachensohle geformt und die Verbindung miu dem Schuhschaft und der Laufsohle erzielt»
Die Laufsohle aus Elastomer und die Zwischensohle aus Polyurethan sind im Bereich ihrer Grenzfläche durch chemische Bindungen zwischen Isooyanat und reaktiven Bndgruppen von den dem Elastomer zugesetzten Substanzen untereinander verbunden, ·
Die zu Polyurethan ausreagierenden Gemische sind Gemisohe auf der Basis von Äther bzw· Esterpolyolen, die bezogen auf 100 Massenanteile
30 - 100 % Massenanteile Isooyanat, 0,1 - 10 % Massenanteile Katalysator, Rest Kernverlängerer und weitere übliche Additive
aufweisen«
Als Katalysator kommt unter anderem der unter dem Handelsnamen der Pa· Airproducts im Handel erhältliche Katalysator DABGO-SB zum Einsatz«
DIe Laufsohlen sind aus Elastomeren hergestellt, die mit folgenden chemischen Verbindungen bzw» chemischen Stoffen in einem Massenanteil von O - 20 % bezogen auf die Kautsohukmenge gemischt werden können) z. B* Aoryl-*Nitryl-Kautschule, Styrol-Butadien-Kautschuk, Natur-Kautsohuk, Ohloropren-Kautschuk»
Die Laufsohlen können generell aus allen bekannten Gummiqualitäten hergestellt werden, wenn z. B, folgende Substanzen in einer Masse von 0 - 20 % (Masse bezogen auf den verwendeten Kautschuk) zugemisoht sind}
- Phenolformaldehydharze, z. B,j Vulkadur A (Bayer AG), Coretack (BASF)
- Methylolierfce Phenolformaldehydharze, z. B0J SP 1045 (Krahn) Korever (BASF)
- Resorcin in Zusammenhang mit einem Formaldehydspender, z. B.: Gohedur A )
Cohedur RS ) (Bayer AG) Cohedur RK )
- KieselsäurefUllstoffe, z. B0s
Vulkasi.". S (Bayer AG) Ultrasi?.. (Degussa)
- Aminoalkohol, z. B.< 3 - Amino-propanol
- primäres oder sekundäres Amin, z. B.; Stearylamin
- Polyvinylalkohol, z. B.j
Mowiwol (Hoechst) VSH 72 (AIR PRODUCTS) VSH 73 (AIR PRODUCTS)
- hoch hydroxylgruppenhaltiges Polyol, z. B.j
Formrez (Witco)
- Acryl at kautschuk (ACM) z, B,: Hydrin (Polysar),
Herclo (Hercules), bzw« eine Kombination der obengenannten Substanzen.
Das Bilden der Laufsohle aus Elastomer erfolgt in der Weise, daß die Elastomere bei den üblichen Verarbeitungstemperaturen plastifiziert und gemäß der bei Spritzgießmaschinen Üblichen Technik mit entsprechend hohen Drücken in die entsprechenden iormhohlräume eingespritzt werden«
Die Steuerung der Temperatur der Elastomere erfolgt so, daß die Temperatur der gespritzten Laufsohle bis knapp unterhalb der Zersetzungstemperatur des Polyurethans der zu bildenden Zwi3chensohle abgekühlt wird und dann das zu Polyurethan ausreagierende Gemisch mit .der geformten Laufsohle in Kontakt gebracht wird, wobei in der sich ausbildenden Grenzschicht des Elastomers und des ausreagierenden Polyurethans Isocyanat mit reaktiven Endgruppen reagiert«
Bei der Steuerung der Temperatur des Elastomers wird von der Tatsache Gebrauch gemacht, daß eine Temperaturerhöhung oder eine Verminderung von 10 0C zu einer Verkürzung bzw« zu einer Verlängerung der Vulkanisationszeit, d« h. der Zeit, bis das Elastomer völlig ausreagierb ist, um 50 %
führt,
Die Abkühlgeschwindigkeit der gebildeten Laufsohle aus Elastomer auf die Temperatur bei der das zur Zwischensohle aus Polyurethan ausreagieronde Gemisch dem Formenhohlraum für die Zwiachensohle zugeführt wird, wird im wesentlichen von der hohen Wärmekapazität der auf dem schwenkbaren Formteilträger angeordneten Formteile und auch von der des schwenkbaren Formteilträgers bestimmt.
Diese Abkühlgeschwindigkeit hat zur Folge, daß die Zeit für das Formen und Abkühlen einer Laufsohle wesentlich größer ist als die Zeit, die zum Formen der Zwischensohle erforderlich ist0
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, Formenstationen zum Anformen von Schuhsohlen zur Verfugung zu stellen, mit welchen zuverlässig und wirtschaftlich gearbeitet werden kann*
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die'Aufgabe zugrunde, Formenstationen, insbesondere i'ür Rundtischanlagen, zum Anformen von Schuhsohlen mit einer Laufsohle aus Elastomer und einer Zwischensohle aus einem zu Polyurethan ausreagierendem Gemisch aus Isocyanat und Polyol an Schuhschäfte derart auszubilden, daß die Taktzeiten der mit ihnen ausgerüsteten Rundtischanlagen den Taktzeiten von Rundtischanlagen zum Formen von Lauf- und Zwischensohlen aus Polyurethan entsprechen, so daß gegebenenfalls auf einer Rundtischanlage gleichzeitig
Schuhsohlen geformt werden können, die Laufsohlen aus Elastomer oder aus Polyurethan und eine Zwischensohle aus Polyurethan· aufweisen«
Diese Aufgabe wi^d erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der in der höhenverstellbaren Traverse schwenkbar gelagerte Formteiltrager auf der einen, zur zweiten höhenverstellbaren Traverse parallelen Seite das mit der beheizbaren Platte zusammenarbeitende Formteil mit dem Formnest für die Laufsohle aufweist und daß auf der anderen Seite des schwenkbar gelagerten Formteilträgers ein gekühltes, mit Vakuum beaufschlagbares Formteil mit einem Formennest für die Übernahme der Laufsohle und ihrem Verschwenken in die Arbeitsstellung zum Formen der Zwiachensohle angeordnet isto
Durch diese Maßnahmen wird erreicht, aaß die Zeiten zum Ausvulkanisieren und zum Abkühlen der aus Elastomer gespritzten Laufsohlen voneinander getrennt sind, wobei es vor allem möglich ist, die Laufsohlen während einer vorgebbaren Anzahl von Arbeitstakten der Rundtischanlage in der geschlossenen beheizten Form auszuvulkanisieren und diese erst dann zu öffnen und kurz vor Erreichen der Vorrichtung zum Mischen des zu Polyurethan ausreagierenden Gemisches in die Arbeitsstellung zu bringen«,
AusführunKsbeispiel
Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeiflpiels erläutert. Es zeigen*
Fig. 1: schematiach eine draufsicht auf eine Rundtischanlage J
Fige 2 - 6: in einer Seitenansicht das AusfUhrungsbeispiel der Formstation in verschiedenen Arbeitsstellungen,
Figur 1 zeigt in Draufsicht die schematisch dargestellte Rundtischanlage· Sie weist einen Rundtisch 1 auf, auf dem 14 Formenstationen 2, schematisch durch Quadrate dargestellt, angeordnet sind· Die Quadrate zeigen zugleich die Positionen an, die die Formenstationen beim taktweisen Verdrohen des Rundtisches einnehmen,. Im vorliegenden Falle hat nach 15 Takten bzw· Schritten des Rundtisches 1 jede Formenstation 2 ihre ursprungliche Position wieder erreichte Diese Positionen sind mit 2Q1 bis 2^ bezeichnet.
An der Peripherie des Rundtisches ist das Plastifizier- und Einspritzaggregat 3 fUr ein Elastomer angeordnet, daB nach jedem Arbeitstakt mit einer der Formenstationen 2, die dann die Position 2Q1 eingenommen hat, durch eine zum Rundtisch radiale Verschiebung in Eingriff gebracht wird, was durch den Doppelpfeil symbolisch dargestellt ist. Sobald das Plastifizier- und Einspritzaggregat 3 mit der Formenstation 2 in Eingriff steht, wird Elastomer in den Formenhohlraum für die Laufsohle injiziert«
V/eiterhin ist ebenfalls in radialer Richtung des Rundtisches verschiebbar die Einrichtung 4 zum Mischen der zu Polyurethan ausreagierenden Gemische angeordnet* Nach jedem Arbeitstakt ist diese Einrichtung 4 ebenfalls mit einer der Formenstationen, die in die entsprechende Arbeitsstellung 2Q^ ge*· dreht wurde, in Eingriff bringbar, so daß eine Zwischensohle geformt wird. Je nach der Reaktions- bzw. Vulkanisationszeit der verwendeten Materialien können beide Aggregate
auch gegeneinander ausgetauscht werden»
In den Figuren 2-6 iet in Seitenansicht ein AusfUhrungebeispiel der erfindungsgemäßen Formstation in verschiedenen Arbeitsstellungen dargestellt, und zwar in Richtung des Pfeiles des Plastifizier- und Einspritzaggregatβ 3 bzw. der Einrichtung 4 zum Mischen«,
Figur 2 zeigt die Formenstation 2, die Formteile zum Formen der Laufsohle und die Formteile zum Formen der Zwischen-· sohle in ihrer Schließstellung«,
Die Formenstation 2 weist vier Führungen 5 auf, von denen nur zwei sichtbar sind«
Die Führungen 5 bilden mit einer feststehenden Traverse 6 und einer einen Durchbruch 7 aufweisenden Traverse 8 sinen feststehenden Führ ungarahmen für di.e hc'henver st ellbare Traverse 9 mit der in ihr um Bolzen 10 schwenkbar gelagerten Formenteilträger 11»
Unterhalb dieser höhenverstellbaren Traverse 9 ist die zweite höhenverstellbare Traverse 12 angeordnete
Die höhenverstellbare Traverse 12 weist auf ihrer der Traverse 6 zugewandten Seite einen Formzuha]tezylinder 13 und auf ihrer der höhenveratellbaren Trave/ne 9 zugewandten Seite eine beheizbare Platte 14 auf«
An der Traverse 6 sind die beiden Fahrzylinder 15 befestigt, deren Kolbenstangen 16 mit der höhenverstellbaren Traverse 12 verbunden sind.
2 7 0 2
Der schwenkbar gelagerte Formteilträger 11 weist in der in Figur 2 dargestellten Stellung auf seiner der Traverse 12 zugewandten Seite ein Formenteil 17 mit einem Nest 18 auf, das die Abmessungen der zu bildenden Laufsohle hat« Das Formenteil 17 ist auf einem Heizblock 19 angeordnet, der über die Isolierplatte 20 mit dem schwenkbar gelagerten Formteilträger 11 verbunden ist0
Der Formteilträger 11 weist auf seiner zweiten, von der verschiebbaren Traverse 12 abgewandten und zu ihr parallelen Seite eine Kühlplatte 21 auf, die von einem Kühlmittel durchströmt ist. Auf ihr ist ein Formenteil 22 angeordnet.
Dieses von der Kühlplatte geklihlte Formenteil 22 weist ein Formennest 23 auf, das den Abmessungen der Laufsohle entspricht. Das Formenteil 22 weist in das Formennes+. 23 mündende Kanäle auf, die an eine nicht dargestelli/e Vakuumanlage angeschlossen sind«
Innerhalb der Traverse 8 und oberhalb ihres Durchbruches 7 sind die beiden Seitenformteile 24I 25 angeordnet, die in ihrer Schließetellung einen Durchbruch begrenzen, der mit einem auf den Leisten 26 aufgeleisteten Schuhschaft 27 und dem Fermenteil 22 Di.lt der gebildeten Laufsohle, nicht dargestellt, den Formenhohlraum zum Formen der Zwischensohle begrenzt«
Da beim Spritzen der Laufsohle aus einem Elastomer hohe Spritzdrücke auftreten, die vergleichbar sind mit dem bei Spritzgießmaschinen zum Verarbeiten von thermoplastischem Material, ist es erforderlich, entsprechend der bei Spritz-
gießmaschinen Üblichen Technik sowohl die Fahrzylinder als auch den Formzuhaltezylinder Vorzusehen,
Wie aus Figur 2 ersichtlich, wird während des Einspritzens des plastifizieren Elastomers in das von der beheizbaren Platte 14 und dem Formenteil 17 in ihrer Schließstellung begrenzte Nest 18, die Reaktionskraft Über den von den Traversen 6\ 8 gebildeten Rahmen aufgebracht, wobei sich der verschwenkbare Formteilträger an der Traverse 8 im Randbereich des Durchbruches 7 abstutzte
Die höhenverstellbare Traverse 9 wird beim Verfahren der Traverse mitgenommen« Zwischen den beiden Traversen sind Druckfedern angeordnet, so daß in der Stellung der Fahrzylinder gemäß Figur 3 die Traversen die gezeigten Positionen einnehmen«
Figur 2 zeigt die Stellungen der Traversen der Formenstation 2 in der Position 2Q1 (vgl« Figur 1)«
In dieser Stellung wird das Plastifizier- und Einspritzaggregat 3 in radialer Richtung auf die Formenstation zu verfahren und steht gegen die Angußbohrung, (nicht gezeigt) des Nestes 18 an«
Das Nest 18 bleibt so lange geschlossen, bis nach einer entsprechenden Anzahl von Arbeitstakten des Rundtisches die Formstation aus der Position 2Q1 nach Erreichen der Positionen 202, 203, 2O4, .... 208, 2O9, 210 Position 210 wieder erreicht hat«,
-H-
In der wieder erreichten Position 2^ worden gemäß Figur 3 die Fahrzylinder 15 so beaufschlagt, daß die beiden höhenverstellbaren Traversen 9| 12 die aus Figur 3 ersichtliche Position einnehmen.
In dieser Stellung der beiden Traversen wird der schwenkbar gelagerte Formteilträger 11 um 180° verschwenkt, so daß das gekUhlte Formenteil 22 der beheizten Platte 14 gegenüberstehend angeordnet ist·
Wie aus Figur 3 ersichtlich, befindet sich die gespritzte Laufsohle L, auf der beheizbaren Platte 14·
In der Position 2-.. der Formenstation werden dip Fahrsylinder 15 so beaufschlagt, daß die höhenverstellbaren Traversen 9| 12 die aus Figur 4 ersichtliche Stellung haben, daß heißt Formstation geschlossene
Durch Anlegen eines Vakuums bzw· Unterdruckes an das gekiihlte, entsprechende Bohrungen aufweisende Formenteil 22, kommt die Laufsohle in dem Formnest 23 des gektihlten Formenteile 22 zur Anlage, In diese Stellung gemäß Figur 5 wird die Formenstation weiter zum Entformen des fertigen Artikels und zum Aufziehen eines neuen Schuhschaftes 27 auf den Leioten 26 in die Positionen 212J 213 UAd 214
Anschließend werden die Fahrzylinder 15 und der pneumatische Arbeitszylinder so beaufschlagt, daß die höhenverstellbaren Traversen 9| 12 ihre entsprechende Stellung einnehmen.
In der Position 2^ wird der ver schwenkbare Formenteil träger 11 wieder um 180° verschwenkt und werden die Fahrzylinder und der pneumatische Arbeitszylinder entsprechend beaufschlagt, so daß die höhenverstellbaren Traversen 9| 12 ihre aus Figur 6 ersichtliche Stellung einnehmen.
In dieser au3 Figur 6 erbichtlichen Stellung der höhenveratellbaren Traversen wird die Formenstation aus der Position 2^ in die Position 2Q1 gebracht, wobei gleichzeitig die Seitenformteile 24} 25 in Schließstellung gebracht werden.
Auf den Durchbruch der von den beiden in Schließstellung befindlichen Seitenformteile 24} 25 wird ein Leisten mit einem aufgeleisteten Schaft aufgesetzte
In dieser Stellung wird zuerst wieder die Elastomersohle gespritzt. Anschließend nach dem Weitertransport der Formenstation in die Position 2Q^ wird dem von den Seitenformteilen, der Laufsohle und dem Schaft begrenzten Formenhohlraum das zu Polyurethan ausreagierende Gemisch zur Bildung der Zwischensohle mittels der Einrichtung 4 zugeführt, nachdem diese durch eine radiale Verschiebung zum Rundtisch in Eingriff mit der nicht dargestellten Angußbohrung gebracht worden ist, die die beiden Seitenformteile in ihrer Schließstellung begrenzen und die mit dem Formenhohlraum für die Zwischensohle in Verbindung steht.
Aus den obigen Ausführungen ist ohne weiteres ersichtlich, daß im stationären Betrieb der Rundtischanlage gleichzeitig Jeweils eine Laufsohle und eine Zwischensohle gespritzt werden und gleichzeitig im Bereich zwischen den Positionen 2q. oder 214 in einer Entnähmestation ein fertiger Schuh entnommen
wird, an dessen Schuhschaft eine Sohle mit einer Laufsohle aus einen Elastomer und einer Zwisohensohle aus Polyurethan angeformt ist·
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Formenstation ist somit eine Rundtischanlage mit kurzen Taktzeiten geschaffen·
Es liegt im Rahmen der Erfindung, die Formenstationen auch einzeln einzusetzen, was insbesondere bei kleinen Serien und bei kleinen Versuchsserien von Vorteil ist. Zu diesem Zweck müssen dann die Vorrichtung zum Mischen des zu Polyurethan ausreagierenden Gemisches und das Plastifizier- und Einspritzaggregat für das Elastomer beispielsweise Übereinander bzw. aneinander diametral gegenüber angeordnet sein«,
Ein besonderer erfindungswesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß für das Ausvulkanisieren der gespritzten Laufsohle aus Elastomer und für das Abkühlen der ausvulkanisierden Laufsohle unterschiedliche Forinenteile zum Einsatz kommen, so daß die Zeiten für das Ausvulkanisieren und Abkühlen unabhängig voneinander vorgebbar sind·
Erfindungswesentlich ist weiterhin, daß die Gesamtzeit für das Ausvulkanisieren und Abkühlen der Laufsohlen zur weiteren Verarbeitung erheblich kürzer ist als bei der Verwendung von Formenteilen, die zunächst für das Ausvulkanisieren beheizt und anschließend für das Abkühlen der Laufsohlen gekühlt werden.

Claims (1)

  1. Berlin, den 15.08,1988 AP A 43 D/308 620-6 69 238/26
    Patentanspruch
    Formenstation, insbesondere für Rundtischanlagen, zum Anformen von Schuhsohlen mit einer Laufsohle aus Elastomer und einar Zwischensohlö aus einem zu Polyurethan auareagierendem Gomisch aus Isooyanat und Polyol an Schuhschäfte, wobei die Zwisohensohle und die Laufsohle durch chemische Bindungen zwischen Isooyanat und reaktiven Endgruppen von. Elastomer zugesetzten Substanzen miteinander verbunden sind, die Formenstation eine höhenverstellbare Traverse mit einem schwenkbar gelagerten Formteilträger mit mindestens einem beheizbaren Formteil für das Formen von Laufsohlen aufweist und unterhalb dieser Traverse eine höhenverstellbare zweite Traverse mit ^iner beheizbaren Platte angeordnet ist, die mit dem beheizbaren Formenteil des verschwenkbaren Formt-ailträgers zum Formen von Laufsohlen zusammenarbeitet, und der verschwenkbare Formteilträger mit Seitenformteilen und aufgeleisteten Schuhschäften für das Formen der Zwischensohlen zusammenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß der in der höhenverstellbaren Traverse (9) schwenkbar gelagerte Formteilträger (11) auf der einen, zur zweiten höhenveratellbaren Traverse (12) parallelen Seite das mit der beheizbaren Platte (14) zusammenarbeitende Formteil (17) mit dem Nest (18) für die Laufsohle aufweist und daß auf der anderen Seite des schwenkbar gelagerten Formteilträgers ein gekühltes, mit Vakuum beaufschlagbares Formteil (22) mit einem Formennest (23) für die Übernahme der Laufsohle und ihrem Verschwenken in die Arbeitsstellung zum Formen der Zwisohensohle angeordnet ist*
    Hierzu 6 Seiten Zeichnungen
DD30862087A 1986-12-20 1987-11-03 Formenstationen, insb. fuer rundtischanlagen, zum anformen von schuhsohlen mit einer laufsohle aus elastomer u. einer zwischensohle aus einem zu polyurethan ausreagierenden gemisch aus isocyanat und polyol an schuhschaefte DD270242A5 (de)

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