DD270384A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer leitung mit lichtwellenleitern - Google Patents

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DD270384A1
DD270384A1 DD29560386A DD29560386A DD270384A1 DD 270384 A1 DD270384 A1 DD 270384A1 DD 29560386 A DD29560386 A DD 29560386A DD 29560386 A DD29560386 A DD 29560386A DD 270384 A1 DD270384 A1 DD 270384A1
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DD29560386A
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Inventor
Hans-Ulrich Mueller
Original Assignee
Oberspree Kabelwerke Veb K
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  • Extrusion Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung einer Leitung mit Lichtwellenleitern, insbesondere zweiadrigen Flachleitungen fuer Installationszwecke. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass die LWL-Adern und die Zugentlastungselemente gleichzeitig oder nur die LWL-Adern unter einer definierten Zugspannung 300 p in den Extruderkopf einlaufen, wobei die Verbindung der LWL-Adern durch gleichzeitige Extrusion in einer mehrkanaeligen Matrize im Pressverfahren erfolgt.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung einer Leitung mit Lichtwellenleitern (LWL), insbesondere zweiadrigen Flachleitungen für Installationszwecke, geeignet für das Legen in Gebäuden, begehbaren Kabelkanälen, Rohrzügen, auf Pritschen u.dgl., vorzugsweise für den Einsatz in den Bereichen der Datenverarbeitung, Meß- und Regelungstechnik, Objektschutz und Fernsehübertragung.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Derartige Leitungen sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt geworden, bei denen Adern mit einer gemeinsamen Umhüllung aus Plastwerkstoff mittels Extrusion umgeben werden und entsprechende Zugentlastungselemente bei der Herstellung mit eingefahren werden. Bei Verfahren zur Herstellung von Flachbandleitungen nach DE-PS 2627174, DE-AS 1404370 und DE-OS 2418000 mit LWL werden zwei miteinander zu verbindende Folien aus ungesintertem Polytetrafluorethylen zunächst profiliert und dann miteinander laminiert, wobei die optischen Glasfasern und Zugentlastungselemente in definierten Abständen zwischen den Folien während der Herstellung einlaufen. Anschließend erfolgt das Verschweißen der beiden Folien durch einen Sintervorgang. Derartig hergestellte Leitungen sind relativ teuer und erfordern einen hohen verfahrenstechnischen Aufwand.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß durch den Sintervorgang die Polytetrafluorethylenfolien stark schrumpfen, wodurch es zu einer unzulässigen, starken, mechanischen Beanspruchung, insbesondere zur inneren Verspannung der LWL kommt. Die Folge ist ein häufiger Bruch der LWL und damit eine Herabsetzung der Lebensdauer der Leitungen.
Nachteilig bei diesen Leitungen ist weiterhin, daß sie einen geringen mechanischen Schutz in radialer Richtung und eine geringe Flexibilität aufweisen, wodurch die mechanische Belastbarkeit eingeschränkt wird.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mit denen mit einfachen, technologischen Mitteln und geringem verfahrenstechnischem Aufwand Leitungen mit LWL hergestellt werden können, die eine hohe Lebensdauer aufweisen.
Darlegung des Wesens der Erfindung Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu entwickeln, mit denen bei der Herstellung der Leitung
unzulässig starke mechanische Beanspruchungen, insbesondere radiale Verspannungen des LWL vermieden werden und die
Leitungen eine hohe mechanische Belastbarkeit und sehr gute Flexibilität aufweisen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die LWL-Adern und die Zugentlastungselemente gleichzeitig oder nur
die LWL-Adern unter einer definierten Zugspannung <300p in den Extruderkopf einlaufen, wobei die Verbindung der Adern durch gleichzeitige Extrusion in einer mehrkanäligen Matrize im Preßverfahren erfolgt.
Nach einem weiteren Merkmal beträgt der Abstand von der Spitze zur Matrize im Extruderkopf 1-4 mm, wobei die Matrize eine Bügellänge > 1,5 mm und einen Fließwinkel von < 8° und die Spitze einen Fließwinkei von S 5° aufweist. Es hat sich herausgestellt, daß die LWL während der Herstellung nach der Erfindung keinen unzulässig starken mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt sind, es zu keinen radialen inneren Verspannungen der LWL kommt und die Leitungen eine hohe
mechanische Belastbarkeit und sehr gute Flexibilität aufweisen.
Ausführungsbeispiel Die Erfindung soll anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Beispiel 1 Die LWL-Installationsleitung wird durch die Extrusion eines Mantels über 2 LWL-Adern und Zugentlastungselemente hergestellt. Dabei liegen um jede Ader 8 Glasseidenzwirne 140 tex x 3 parallel geordnet. Die LWL-Adern können sowohl Gradienten-LWL als
auch Stufen-LWLenthalten.DieAbmessung dieser Zwillingsleitung beträgt einschließlich Steg (0,5 χ 0,4 mm) 6,5 χ 3,0mm.Als
Aderplastwerkstoff können PA12, PE, PP, PBTP, APR sowie Fluorpolymere verwendet werden. Das Mantelmaterial ist PVC YM 3
bzw. YTJ1-70/2.
Die Glasseidenzwirne und die LWL-Adern laufen mit einer Zugspannung von etwa 200p in den Extruderkopf ein. Die Extrusion
des PVC erfolgt im Preßverfahren bei einer Massetemperatur von etwa 15O0C und einem Massedruck von etwa 100 bar. Der
Abstand Spitze/Matrize im Extruderkopf beträgt etwa 2 mm. Die Matrize weist eine Dügellä nge von 2 mm und einen Fließwinkel
von 7,1° auf. die Spitze besitzt einen Fließwinkel von 4,5°. Die Extrusion der LWL-Installationsleitung erfolgt mit einer
Geschwindigkeit von etwa 20m min'1. Beispiel 2
Die LWL-Installationsleitung wird durch die gleichzeitige Extrusion von 2 LWL-Festadern 01,0mm hergestellt. Die LWL-Festadern können dabei sowohl Gradienten-LWL als auch Stufen-LWL enthalten. Als Isolierplastwerkstoff dieser Festader können PA, PE, PP, PBTP, APR und Fluorpolymere verwendet werden. Die Adern laufen von 2 mittels Ferrarismotoren vom Typ 1905.2/3 gebremsten Spulen ab. Sie laufen unter einer Zugspannung von 200 ± 15p in den Extruderkopf ein. Die Extrusion des PVC YM3 bzw. YTJ1-70/2 erfolgt im Preßverfahren bei einer Massetemperatur von etwa 150°C und einem Massedruck von etwa 80bar. Der Abstand Spitze/Matrize im Kopf beträgt etwa 2 mm. Die Matrize weist eine Bügellänge von 2 mm und einen Fließwinkel von 7,1° auf, die Spitze besitzt einen Fließwinkel von 4,5°. Zur besseren Führung der LWL-Festadern im Extruderwerkzeug sind in die Spitze 2 Kanülenrohre mit einem Außendurchmesser von 1,95mm und einem Innendurchmesser von 1,3mm eingesetzt. Die Extrusion der LWL-Installationsdoppelleitung in den Abmessungen 3,2 χ 1,5mm (einschließlich Steg der Breite 0,2 mm und der Höhe 0,1 mm) erfolgt mit einer Geschwindigkeit von etwa 20m min"1.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung einer Leitung mit Lichtwellenleiterkadern, die Zugentlastungselemente enthalten kann, insbesondere zweiadrigen Flachleitungen für Installationszwecke, wobei die Adern mittels Extrusion zusammengefügt werden, gekennzeichnet dadurch, daß die LWL-Adern und die Zugentlastungselemente gleichzeitig oder nur die LWL-Adern unter einer definierten Zugspannung <300p in den Extruderkopf einlaufen, wobei die Verbindung der LWL-Adern durch gleichzeitige Extrusion eines gemeinsamen Mantels in einer mehrkanäligen Matrize im Preßverfahren erfolgt.
2. Vorrichtung zur Herstellung einer Leitung mit Lichtwellenleitern, gekennzeichnet dadurch, daß der Abstand von der Spitze zur Matrize im Extruderkopf 1-4 mm beträgt und die Matrize eine Bügellänge > 1,5 mm und einen Fließwinkel von <8° und die Spitze einen Fließwinkel von ^5° aufweist.
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