DD270638A3 - Hoeherkonzentrierte waescheweichspuelmittel - Google Patents

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DD270638A3 DD29991787A DD29991787A DD270638A3 DD 270638 A3 DD270638 A3 DD 270638A3 DD 29991787 A DD29991787 A DD 29991787A DD 29991787 A DD29991787 A DD 29991787A DD 270638 A3 DD270638 A3 DD 270638A3
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DD29991787A
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Inventor
Dieter Petermann
Brunhilde Bartsch
Hans-Peter Malecha
Original Assignee
Domal Stadtilm Veb
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Abstract

Gegenstand der Erfindung sind hoeherkonzentrierte Waescheweichspuelmittel fuer Haushalt und Gewerbe. Die Mittel enthalten in einer waessrigen Basis erfindungsgemaess 5-10 Ma.-% quaternaere Triethanolaminester von Fettsaeuren der Kettenlaenge C12-C22, 0,5-0,8 Ma.-% wasserloesliche bzw. in Wasser dispergierbare Salze von primaeren Fettaminen der Kettenlaenge C14-C22, 0,3-0,8 Ma.-% Dialkanolamide von Fettsaeuren der Kettenlaenge C12-C22 mit 2-3 C-Atomen in den Alkanolresten und 0,1-0,3 Ma.-% Glycole. Die Mittel besitzen verbesserte Gebrauchseigenschaften.

Description

Anwendungsgebiet der Erfinduny
Die Erfindung betrifft höherkonzentrierte Wäscheweichspülmittel, die zur Wäschenachbehandlung in Haushalt und Gewerbe verwendet werden können.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
In den letzten Jahren werden Wäscheweichspülmittel zunehmend in höherkonzentrierter Form hergestellt, um die Verpackungsunu Transportökonomie zu verbessern und verbraucherseitig Erleichterungen zu schaffen.
Quaternäre Fettsäuretriethanolaminestei sind als textile Ausrüstungsmittel bekannt (K. Lindner: Tenside-Textilhilfsmittel-Waschrohstoffe, 2. Auflage Band 1, S. 491,904,979; Stuttgart 1964) und werden in Kombination mit anderen Wirk- und Hilfsstoffen zur Herstellung höherkonzentriertor Wäscheweichspülmittel verwendet (DO-WP 159263,230434,230711, 234687).
Konzentrierte Wäscheweichspülmittel nach DD-WP 159263 enthalten 8-17Ma.-% quaternäre Fettsäuretriethanolaminester, 2-4Ma.-% Alkylpolyglycoletherund 16-19Ma.-%Glycole. Diese Mittel ergeben zwar gute textilweichmachende Wirkungen, vermindern aber gleichzeitig — wie experimentelle Ergebnisse zeigen und auch von anderen quaternären N-Tensiden mit * aliphatischen! Bau bekannt ist (K. Bräuer, H. Nüßlein und R.Puchta: Seifen — Öle — Fette — Wachse 111 [19C5], 337-342) — die Saugfähigkeit behandelter Textilien. Der Rückgang der Saugfahigkr.it (Hydrophobierung) äußert sich z.B. bei behandelten Handtüchern nachteilig. Bei körpernah getragenen Textilien führt d>'e Hydrophobierung oft zu einem Unbehaglichkeitsgefühl, weil der Körperschweiß schlechter aufgenommen wird. Der hohe Glycola'iteil trägt zur textilweichmachenden Wirkung nicht bei und ist kostenseitig nicht vertretbar.
Alkylpolyglycolether können die textilweichmachende Wirkung der Kationtenside durch Konkurrenzadsorption am Gewebe vermindern (K. Bräuer, H. Fehr und R. Puchta: Tenside Detergents 17(1980], 1) und stollen einen zusätzlichen Kostenfaktor dar. Die höherkonzentrierten Wäscheweichspülmittel nach DD-WP 230434 enthalten bis zu 20Ma.-% quaternäre Fettsäuretriethanolaminester, 0,5-6Ma.-% oxethyliertes und mit Dimethylsulfat quaterniertes primäres Fettamin, 0,5-3Ma.-% freies primäres Fettamin und gegebenenfalls bis zu 3 Ma.-% Alkylpolyglycolether. Zusammensetzungen dieser Art besitzen ebenfalls mehrere Nachteile: Freie primäre Fettamine sind in Wasser nur gering löslich und entwickeln kaum kationtensidische Eigenschaften; sie leisten ke.inen nennenswerten Beitrag zur textilweichmachenden Wirkung. Wäßrige Dispersion freier primärer Fettamine sind erfahrungsgemäß nur mit Hilfe von Dispergatoren herstellbar. Der Einsatz von Dispergatoren (Alkylpolyglycolether) ist mit den bereits oben angeführten Nachteilen verbunden. Die Herstellung oxethylierter Fettamine und die nachfolgende Quaternierung verursachen zusätzliche Kosten.
im DD-WP 230711 werden konzentrierte Wäscheweichspülmittel vorgeschlagen, die 5-15Ma.-% Fettsäuretriethanolaminester, 1-5 Ma.-% Salze primärer Fettamine sowie geringe Mengen an Alkansäuredialkanolamid und wasserlöslichen Salzen enthalten. Dercrtige Formulierungen ergeben sehr gute Weicheffekte, hydrophobieren aber behandelte Textilien ebenfalls beträchtlich. Gemäß DD-WP 234687 sind höherkonzentrierte, wäßrige Dispersionen von quaternären Fettsäuretriethanolamintstern zur Verwendung als Wäscneweichspülmittel herstellbar, wenn 0,5-5Ma.-%einesoxethylierten primären Alkylaminsurd2-8Ma.-% einer 20-50%igen Polyethy lendispersion zugesetzt werden. Die verwendeten Hiifsstoffe belasten die Dispersionen '<ostenseitig. Polyethylen stellt chemisch ein hochmolekulares Paraffin dar. Bekanntermaßen sind Paraffine Bestandteil von hydrophobierenden Textilausrüstungsmitteln. In Wäscheweichspülmitteln beeinflussen derartige Bestandteile die Saugfähigkeit behandelter Textilien nachteilig.
2IeI der Erfindung
Ziel der Erfindung sind höherkonzentrierte Wäscheweichspülmittel auf Basis wäßriger Dispersionen von quaternären Fottsäuretriethdnolaminestern mit verbesserten Gebrauchseigenschaften und ökonomisch vorteilhafter Zusammensetzung.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Bekannte höherkonzentrierte Wäscheweichspülmittel auf Basis wäßriger Dispersionen von quaternären Fettsäuretrbthanolaminestern hyarophobieren behandelte Textilien in beträchtlichem Maße und enthalten bedeutende Mengen nichttextilweichmachende Ballast- und sonstige kostenverursachende Hilfsstoffe.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Entwicklung neuer höherkonzentrierter Wäscheweichspülmittel, die bei mindestens gleichbleibender textilweichmachender und antistatischer Wirkung behandelte Textilien in geringerem Maße hydrophobieren. Außerdem ist der Anteil an nichttextilweichmachenden Ballast- und sonstigen kostenverursachenden Hilfsstof'en zu senken. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch höherkonzentrierte Wäscheweichspülmittel mit nachfolgender Zusammensetzung gelöst (Ma.-%):
A) 5-10% quaternär« Triethanolaminester von Fettsäuren der Kettenlänge CiT-C22 B) 0,5-0,8% wasserlösliche bzw. in Wasser dispergierbare Salze primärer Fettamine der Kettenlänge C14-C22 C) 0,3-0,8% Diethanolamide von Fettsäuren der Kettenlänge C12-C22 mit 2-3C-Atomen in den Alkanolresten
D) 0,1-0,3% Glycole und auf 100% Wasser
Ein bevorzugter Bestandteil A ist technisches Triethanolaminstearatmethcsulfat. Die Bestandteil B zugrunde liegenden Fettamine besitzen vorzugsweise eine Kettenlänge von Ci6-Ci8. ZurSalzbildung sind z. B. Ameisen-, Essig-, Propion-, Benzoe-, Salicyl-, Adipin-, Milch-, Glucc n-, Bernstein-, Glycolsäure und Halogenwasserstoffsäuren
geeignet.
Bevorzugter Bestandteil C sind Diethanolamide von Fettsäuren der Kettenlänge C16-C22. Als Bestandteil D sind Dipropylen-, Tripropylen-, Ethylendi-, Ethyltri-, 1,2-Propylenglycol oder Gemische hieraus geeignet. Die neuen Mittel sind erhältlich, wenn die Bestandteile in der Wärmo mit der entsprechenden Wassermenge homogen vermischt
werden.
Den Mitteln können weiterhin übliche im allgemeinen in kleinen Mengen verwendete Komponenten wie Farbstoffe, Parfüm,
gegebenenfalls Hilfsstoffo zu.deren Einarbeitung sowie sonstige Hilfsstoffe zugefügt werden.
Die erfindungsgemäßen höherkonzentrierten Wäscheweichspülmittel besitzen folgende Vorteile:
— deutlich geringere Hydrophobierung von behandelten Textilien; relative Verbesserung der Saugfähigkeit um etwa 30%
— trotz geringerer Hydrophobierwirkung praktisch kein Absinken der textilweichmachenden und antistatischen Wirkung; gegenüber Mitteln nach DD-WP 230711 deutliche Verbesserung der antistatischen Wirkung
— deutliche Senkung des Gehaltes an nichttextilweichmachenden Ballast- und sonstigen kostenverursachenden Hilfsstoffen, da weder große Glycolmengen noch Alkylpolyglycolether, frei Fettamine, oxethylierte und quatsrnierte Fettamine oder Polyethylendispersionen enthalten sind
— sie enthalten neben den quaternären Fettsäuretriethanolaminestern lediglich Wasser und summarisch 0,9-1,9Ma.-% sonstige Stoffe
Nicht voraussehbar und überraschend war der Befund, daß die vorteilhaften Gebrauchseigenschaften der neuen Mittel optimal nur in den erfindungsgemäßen Grenzen zur Geltung kommen. Das spricht für eine komplexe Wirkungsweise der Bestandteile.
Ausführungsbeispiele
%-Angaben sind Ma.-%
Die folgenden Formulierungen sind durch Vermischen der Komponenten mit der entsprechenden Wasstrmenge bei etwa 350K
erhältlich.
Beispiel 1 technische Triethanolaminstearat-methosulfat
12% (etwa 50% Aktivsubstanz)
Cie-Cie-Fettami.isalz der Salzsäure
0,6% Cie-C22-Fettsäurediethanolamid
0,4% 1,2-P.opylenglycol
0,3% Wasser
auf 100,0%
Beispiel 2 technisches Triethanolaminstearat-methosulfat
15% (etwa 50 % Aktivsubstanz)
Ci6-Ci8-Fettaminsalz der Essigsäure
0,7% C1s-C22-Fettsäurodiethano!amid
0,3% Tripropylenglycol
0,2% Wasser
auf 100,0%
Beispiel 3
18%
0,8%
0,7%
0,3%
100,0%
technisches Triethanolminstearat-muthosulfat
(etwa 50% Aktivsubstanz)
Cig-Cia-Fettaminsalz der Milchsäure C,ff-C2j-Fettsäurediethanolamid Dipropylenglycol
Wasser
Nachfolgende Tabelle enthält die Ergebnisse der physikalisch-chemischen und anwendungstechnischen Prüfungen von erfindungsgemäßen und bekannten höherkonzf ntrierten Wäscheweichspülmitteln. Die Daten belegen den Fortschritt der erfindungsgemäßen Mittel gegenüber dem bekannten Stand der Technik.
Tabelle Formulierung
Saugvermögen nach TGL 29 800
Weichspülwirkung nachTGL29800 (Punkte)
antistatische Wirkung 3α·1Ο-12(Ω)"
Ausführungs 64
beispiel 1 34
2 62
3 46
A 48
B 52
C
3,6 3,7 3,8 3,7 3,7 3,8
18 15 10 37 740 35
Anmerkungen:
A = Ausführungsbeispiel nach DD-WP159 263 B = AusführungsbeispielnachDD-WP230711
C = handelsübliches höherkonzentriertes Wäscheweichspülmittel auf Basis quaternärer FettsSuretrietlianolaminester "oA - fiSchenbezogeiier elektrischer Widerstand eines behandelten Polyamidgewebes bei 296K und 30% relativer Luftfeuchte. Behandlung im Flottenverhältnis 1:40,1,5 g Weichspülmittel/l Wasser. Vergleich unbehandeltes Gewnbe: oA> 500 10"il.
Wird im Ausführungsbeispiel 1 dar Fettamingehalt auf 0,3Ma.-% gesenkt, so findet man am behandelten Gewebe ein Saugvermögen von 66%, aber eine Weichspülwirkung von nu;· 2,2 Punkten.

Claims (4)

1. Höherkonzentrierte Wäscheweichspülmittel, gekennzeichnet dadurch, daß sie
A) 5-10Ma.-% quaternäre Triethanclaminester von Fettsäuran der Kettenlänge C12-C22
B) 0,5-0,8 Ma.-% wasserlösliche bzw. in Wasser dispergierbare Salze primärer Fettarm ine der Kettonlänge Cu~C2i
C) 0,3-0,8 Ma.-% Dialkanolamide von Fettsäuren der Kettenlänge C12-C22 mit 2-3C-Atomen in den Alkanolresten
D) 0,1-0,3 Ma.-%Glycole
und auf 100,0 Ma.-% Wasser enthalten.
2. Wäscheweichspülmittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Bestandteil A vorzugsweise technische Triethanolaminstearatmethosulfat verwendet wird.
?. Wäscheweichspülmittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Bestandteil B zugrunde liegenden Fettamine vorzugsweise eine Kettenlänge von C16-C18 besitzen.
4. Wäscheweichspülmittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Bestandteil C vorzugsweise Oiethanolamide von Fettsäuren der Kettenlänge C16-C22 verwendet werden.
5. Wäscheweichspülmittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Bestandteil D Dipropylenglycol, Tripropylenglycol, Ethylendiglycol, Ethylentriglycol, 1,2-Propylenglycol oder Gemische hieraus verwendet werden.
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