DD271276A1 - Rueckspuelfilter fuer fluessige medien - Google Patents

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DD271276A1 DD88314444A DD31444488A DD271276A1 DD 271276 A1 DD271276 A1 DD 271276A1 DD 88314444 A DD88314444 A DD 88314444A DD 31444488 A DD31444488 A DD 31444488A DD 271276 A1 DD271276 A1 DD 271276A1
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Gerd Stahl
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Rostock Dieselmotoren
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Rueckspuelfilter fuer fluessige Medien vorzugsweise von Brennstoffen fuer Verbrennungskraftmaschinen und Schmierstoffen mit zentralem Schlammablass. Das Rueckspuelfilter besteht aus einem Filtergehaeuse, in dem ein Stuetzkaefig mit mehreren in radialer Ebene angeordneten Fenstern und aussen aufgezogenen Filterelementen, die von innen nach aussen vom Filtrat durchstroemt werden. Innerhalb des Stuetzkaefigs ist eine axialbewegliche Rueckspuelvorrichtung angeordnet. Dieses technische Prinzip soll so verbessert werden, dass bei gleichbleibendem Rueckspuelvolumenstrom und gleichbleibend kleinem Druckabfall nur eine geringe Rueckspuelmenge fuer eine effektive Filterreinigung ohne Unterbrechung des Filtervorganges erreicht wird. Es wird vorgeschlagen, die Rueckspuelvorrichtung mit einem posaunenrohrartigen Kammerkolben auszustatten, der in den Schlammsammelraum eingreift und dessen Durchmesser mindestens groesser ist als der halbe Durchmesser des Spuelschiebers der Rueckspuelvorrichtung und dessen Hubvolumen bezogen auf den axialen Abstand einer Fenstergruppe im Stuetzkoerper ueber 50% des Volumens zwischen den Filterelementen und der Stuetzkoerperinnenseite entspricht. Figur

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein automatisch arbeitendes Rückspülfilter für flüssige Medien vorzugsweise für flüssige Brennstoffe wie Schweröl für Verbrennungskraftmaschinen und Schmierstoffe mit einer zentralen Schlammausbringung.
-2- 271276 Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Bekannte technische Lösungen realisieren den Reinigungseffekt dadurch, daß kurzzeitig die Schmutzscite des Filterelements (vgl. DE-AS 1.436.267) bzw. zonenweise die Schmutzseite eines Filterelements (vgl. DE-PS 3.235.552) ohne Unterbrechung des Filtervorganges mit einem Schlammablaß innerhalb des Rückspülfilters verbunden wird.
Entscheidend für die Reinigungswirkung entsprechend diesem Konstruktionsprinzip ist hierbei die Mediengeschwindigkeit am Siebgewebe. Sie ist abhängig vom Betriebsdruck des Filters, der Zähigkeit des Mediums und den im Schlammablaß auftretenden Strömungswiderständen.
Die Entnahme der Rückspülflüssigkeit aus dem bereits gefilterten Medium führt, wenn auch kurzzeitig, zu einem Druckabfall im System.
Dieser Druckabfall wird in der Regel durch eine Anpassung der Pumpenförderleistung kompensiert. Ein hoher Rückspülvolumenstrom pro Siebflächeneinheit ist einerseits für eine gute Reinigungswirkung erforderlich, sie bewirkt aber auch den bereits genannten hohen Druckabfall im Filtersystem. Dieser Druckabfall kann in Abhängigkeit der Filternennweite zwischen 12-30% betragen. Er erhöht sich noch in Abhängigkeit des Lastbereiches des Motors, seiner Bauart, der Viskosität des Mediums biszum 2fachen.
Zwischen der Größe des Rückspülvolumenstromes und der Höhe des Druckabfalles wird insofern ein Kompromiß eingegangen, indem für die Reinigungswirkung ein gerade noch ausreichend großer Rückspülvolumenstrom gewählt wird. Damit soll gleichzeitig ein minimaler Druckabtall gesichert werden. Ist diese Möglichkeit ausgeschöpft, so wird versucht, die momentan wirksame Rückspülfläche zu verringern. Das wird erreicht durch ein zonenweisos Rückspülen der Filterelemente. Nach DE-PS 3.235.552 wird vorgeschlagen, je Hubrichtung der Rückspüleinheit nur jeweils die Hälfte der Filterfläche zur Reinigung freizugeben. Durch eine weitere gestaffelte Anordnung der Stützkäfigfenster wird der zur Reinigung freigegebene Filterflächenanteil auf ein Viertel der Filterumfangsfläche reduziert. In der Praxis bedeutet das, daß für unterschiedliche Betriebsdrucksysteme unterschiedlich große Filterapparate eingesetzt werden müssen. Außerdem kann durch diese Maßnahme der Druckabfall nur begrenzt reduziert werden.
Ziet der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Entwicklung eines konstruktiv einfachen, hocheffektiven, sparsamen und automatisch arbeitenden Rückspülfilters für flüssige Medien, vorzugsweise von Brennstoffen wie Schweröl für Verbrennungskraftmaschinen und Schmierstoffen mit einer zentralen Schlammausbringung, ohne daß der Filtervorgang hierbei unterbrochen wird.
Das Rückspülfilter soll ohne störenden Druckabfall gegenüber dem Gesamtsystem eine hohe Reinigungswirku ig besitzen. Der Druckabfall soll so gering sein, daß er keinen Einfluß auf die Auslegung der Förderpumpen nimmt und daß dieses Rückspülfilter für Betriebsdruckbereiche unterschiedlicher Größe eingesetzt werden kann. Es soll konstruktiv so ausgeführt sein, daß der stauerungstechnische Aufwand gering und einfach ist. Insbesondere soll eine hohe Nutzungsdauer bei geringem Verschleiß und guter Wartungsfieundlichkeit erzielt werden.
Wesen der erfindungsgamäßen Lösung:
Die Aufgabe der Erfindung betrifft die Entwicklung eines automatisch arbeitenden Rückspülfilters für flüssige Medien, * vorzugsweise von Brennstoffen wie Schweröle für Verbrennungskraftmaschinen und Schmieröle mit einem zentralen Schlammabfluß, bei dem eine Reinigung der verschmutzten Filterelemente ohne Unterbrechung des Filtervorganges möglich
Das Rückspülfilter soll mittels mechanischer Filterelemente das Fiffat von festen Teilchen einer vorgegebenen Größe reinigen.
Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dr.i bei Überschreitung r ,ies Grenzwertes dar Verschmutzung des Filters ein Rückspülvorgang zu dessen Reinigung ohne Unterbrechung "* .s Filtervorganges durchgeführt wird. Der Druckabfall durch diesen Rückspülvorgang, bezogen auf das Gesamtsystem, s nierbei wesentlich unter 10% liegen. Ebenso .soll das Rückspülfilter so ausgebildet sein, daß auch für kleine Filtei .urchsatzmengen von beispielsweise 0,5 nrVStd. eine sichere Filtratreinigung möglich ist. Die auftretenden Filterrückstände sind bei diesem System drucklos über einen zentralen Schlammablaß auszubringen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Rückspülfilter, das aus einem Filtergehäuse mit einem Filterein- und Filterauslaß sowie einen separaten Schlammablaß besteht.
Im Filtergehäuse befindet sich in bekannte Weise ein zylindrischer Stützkäfig mit in Radialebenen angeordneten Fenstern und außen aufgezogenen Filterelementen. Innerhalb des Stützkäfigs ist eine die Filterrückstände aufnehmerde axial zur Filterachse gleitdicht gelagerte Rückspülvorrichtung vorgesehen. Diese Rückspülvorrichtung, wird durch 6i'nen Hubkolbenmotor bewegt, wobei die Koppelstange für eine Schaltstrecke in axialer Richtung frei beweglich in der Rückspülvorrichtung gelagert ist und gleichzeitig als Spülventil zum Schlammsammelraum wirksam ist.
Gefiltert wird in der Art, daß der Stützkäfig und die außen angeordneten Filterelemente von innen nach außen vom Filtrat durchströmt werden. Ein Teilstrom des unter höherem Druck stehenden Filtrats wird bei Überschreitung eines vorgegebenen zulässigen Filterwiderstandes von außen durch die Filterelemente und die Fenster des Stützkäfigs in die axial an der Innenseite der Fenster vorbeigeführten Rückspülvorrichtung und den Schlammablaß abgeleitet.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß die Rückspülvorrichtung über einen Spülschieber verfügt, der mindestens 3 in Umfangsrichtung gegeneinander axial versetzte bogenförmige Spaltöffnungen trägt, die gemeinsam einer Spülschieberkammer zugeordnet sind, und daß diesem Spülschieber ein posaunenrohrartig in den Schlammsammelraum des Schiammzylinders gleitdicht eingreifender Kammerkolben zugeordnet ist, dessen Querschnittfläche mindestens 25%, vorzugsweise über 50% der Querschnittsfläche des Spülschiebers fceträgt, und daß dieser Kammerkolben mit einem im Beden des Schlammsammelraumes angeordneten 2stufigen Ablaßventiles in Wechselbeziehung steht, in dem dieses in der unteren End- und Ausgangslage Spülschiebers geschlossen ist.
Daa Ablaßventil besteht aus einer federentlasteten Ventilnadel mit Führungskolben und einem daran angesetzten in den Kammerkolben frei hineinragenden Entlüftungsrohr, welches über einen Entlüftungskanal mit der Ventilnadelkammer wirkungsverbunden ist. Die Eintrittsöffnung des Entlüftungsrohres ist als Drossel ausgebildet. Dadurch wird erreicht, daß die Filtratrückstände sicher über die untere Einlaßöffnung des Ablaßventiles abgeleitet werden. Die erforderliche Funktionslänge des Entlüftungsrohres ist so bemessen, daß das Entlüftungsrohr bis in das obere Viertel der vom Kammerkolben begrenzten Schlammsammeikammer reicht.
Die weitere Ausgestaltung des Ablaßventiles besteht darin, daß im Ventilgehäuse radial liegende Eintrittsöffnungen vorgesehen sind, die von der vom Führungskolben und Ventilnadel gebildeten Steuerkante angesteuert werden. Der Verschluß der Entlüftungsöffnungen durch die Steuerkante ist hierbei so gelegt, daß ihr Abschluß jeweils vor dem Erreichen der Endlage der Ventilnadel erfolgt. Zur Ansteuerung des Ablaßventiles, insbesondere der Ventilnadel, ist der Führungskolben mit einem Ventilbolzen oder einem perforierten Ventilteller ausgestattet, der durch die Eintrittsöffnungen radial bis in den Funktionsbereich des Kammerkolbens reicht. Weiterhin ist vorgesehen, daß das Ablaßventil an seinem Ablaß mit einer austauschbaren Drossel ausgestattet ist, mit deren Hilfe eine zeitliche Beeinflussung des Schlammabflusses bzw. eine Anpassung an die unterschiedlichen Viskositäten der zu reinigenden Filtrate möglich ist.
Das vorgeschlagene Rückspülfilter zeichnet sich durch eine hohe Effektivität der Reinigung der Filterelemente bei minimalen Rückspülmengen und absolut geringem Druckabfall gegenüber dem Gesamtsystem aus.
Die Verbesserung der Reinigungswirkung ergibt sich aus dem unabhängig vom Betriebsdruck gleichbleibend hohen Rückspülvolumentstrom bei gleichbleibend kleinem Druckabfall von unter 10% gegenüber dem Gesamtsystem, was insbesondere durch du. Differenzialwirkung des Kammerkolbens erreicht wird. Dadurch, daß das Rückspülfilter mit einem gewissen Unterdruck während des Rückspulens arbeitet, wird der Reinigungseffekt bei gleichbleibend kleiner Rückspülmenge erhöht. Dieser Effekt wirkt sich auch dahingehend aus, daß das Rückspülfilter auch für kleine Durchsatzmengen von beispielsweise 0,5m3/Std. funktionswirksam benutzt werden kann bzw. für unterschiedliche Betriebsdrucksysteme einsetzbar ist. Insbesondere kann der Reinigungsvorgang bei dem vorgeschlagenen Prinzip bei einer hohen Arbeitsgeschwindigkeit der Rückspülvorrichtung erfolgen. Das Ausschieben der Filterrückstände kann hierbei bei langsamen Hubgeschwindigkeiten (Rückwärtslauf) vorgenommen werden, da der Ablaß des größten Teils des Rück-Standfiltrates erst nach Abschluß des Reinigu igsvorganges aus dem Schlammsammelraum erfolgt. Damit wird die Sicherheit gegen einen größeren Druckabfall im Gesamtsystem erhöht. Auch ist sichergestellt, daß durch die 2stufige Ansteuerung des Ablaßventiles eine Entlüftung des Schlammsammeiraumes erfolgt, wogegen die Drossel am Entlüftungsrohr eine nicht gewünschte Schlammableitung über dieses Rohr unterbindet.
Ausführungsbeispiel
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel nochmals verdeutlicht werden. Die Abbildung zeigt einen vertikalen Schnitt durch ein Rückspülfilter mit zentralem Schlammablaß.
Das Rückspülfilter besteht aus einem Gehäuse 1, in dem ein Stützkäfig 3 mit außen aufgezogenen Filterelementen 16 eingesetzt ist.
Der Stützkäfig 3 ist mit auf radialen Ebenen angeordneten bogenförmigen Fenstern ausgestattet. Der Stützkäfig 3 und die Filterelemente 16 werden gemeinsam durch den mit dem Gehäuse 1 verschraubten Deckel 4 fest eingespannt. Das zu reinigende und unter Druck stehende Medium tritt über den Filtereinlaß 31 in das Filtergehäuse ein und passiert die im Spülschieber 8 eingesetzte Buchse 14, wonach es in die innere Filterkammer Il gelangt. Über die Fenster 17 im Stützkäfig 3 strömt das Medium nach außen in den Filtersammeiraum I. Hierbei passiert es die Filterelemente 16, wo es gereinigt wird. Das gereinigte Medium verläßt das Rückspülfilter über den Filterauslaß 32.
Durch den kontinuierlich ablaufenden Filterprozeß setzen sich die Filterelemente 16 nach und nach durch die Filterrückstände zu. Dadurch erhöht sich gleichzeitig der Filterwiderstand und es ergibt sich eine Druckdifferenz zwischen dem Filtereinlaß urjd -auslaß. Diese Druckdifferenz löst als Steuersignal einen Differenzdruckschalter aus, der den Rückspülvorgang zur Einigung der Filterelemente 16 einleitet.
Die Rückspülvorrichtung besteht aus einem Spülschieber 8 mit Schieberoberteil 9 und Schieberunterteil 10, die in sich eine Spülschieberkammer IV umschließen. In der Spülschieberkammer sind die Spaltöffnungen 11,12 und 13 in axialer Staffelung angeordnet. Der Spülschieber 8 ist gleitdicht im Stützkäfig 3 gelagert und wird mittels einer zentralen Koppelstange 18 vom Hubkolbenmotor angetrieben. Die Kolbenstange 18 celhst ist im Schieberoberteil 9 axial beweglich gelagert und endet im Inneren der Spülschieberkammer IV mit einem Anschlagbund 19, der gleichzeitig mit seiner Stirnfläche als Ventilteller für das im Schieberunterteil 10 angeordnete Kammerventil 21 ium Schlammsammelraum III bildet. Die Koppelstange 18 ist durch den Deckel 4 geführt, auf dem der Hubkolbenmotor aufgesetzt ist. Hier ist sie im Zylinder 5 mit dem Arbeitskolben 20 verbunden. Zum Rückspulen der Filterelemente 16 wird die Arbeitskammer V über den Druckleitungsanschluß 33 und Kanal 34 druckbeaufschlagt. Dadurch zieht der Arbeitskolben 20 die Koppelstange 18 mit dem Anschlagbund 19 gegen das Schieberoberteil 9 und zieht damit den Spülschieber 8 über die Innenwand des Stützkäfigs 3. Gleichzeitig wurde durch die Bewegung der Koppelstange 18 das Kammerventil 21 im SchieberunterteifiO geöffnet. Mit Beginn der Hubbewegung des Spülschiebers 8 wird gleichzeitig der am Schieberunterteil 10 angekoppelte und posaunenartig in den Schlammsammelraum III reichende Kammerkolben 6 angehoben. Durch diese Hubbewegung öffnet sich die 1. Stufe des Ablaßventiles 22, in dem der Kammerkolben 6 den Ventilbolzen 30 freigibt und so die vorgespannte Ventilfeder 27, den Führungskolben 26 mit Ventilnadel 25 anhebt. Mit Fortschreiten der Hubbewegung erfolgt die Freigabe der Einlaßöffnung 24 im Ventilgehäuse 23 zum Schlammsammelraum III, in dem die vom Führungskolben 26 und Ventilnadel 25 gebildete Steuerkante diese Einlaßöffnungen 24 freigibt.
Mit dem Hochfahren des Kammerkolbens 6 wird entsprechend seiner Querschnittsfläche das Volumen des Schlammsammalraumes III gegenüber dem Volumen zwischen den Filterelementen 16 einer Radialebene und der Innenseite der Fenster 17 vergrößert und somit ein Unterdruck gegenüber dem Gesamtsystem in der Spülschieberkammer IV und dem Schlammsammelraum III erzeugt.
Während der Aufwärtsbewegung des Spulschiebers 8 passieren die über seinem Umfang axialversetzt angeordneten Spaltöffnungen 11,12,13 nacheinander die auf gleicher Radialebene im Stützkäfig 3 angeordneten Fenstergruppen 17. Die Fenster 17 sind dabei so gestaffelt, daß der verbleibende freie Strömungsquerschnitt während der Bewegung der Rückspülvorrichtung 22 nicht unter 50% abnimmt. Durch dan bestehenden Unterdruck in der Spülschieberkammer IV und Schlammsarnmelraum III gegenüber dem Systemdruck im inneren Filterraum Il wird ein Teil des bereits filtrierten Mediums durch die verschmutzten Filterelemente 16 hindurch angesaugt und dabei die auf den Filterelementen 16 anhaftenden Schmutzteile abgerissen und über die Fenster 17 in die Rückspülvorrichtung 7 abgeführt.
Hierbei passiert es die Spaltöffnungen 11,12,13 sowie die Spülschieberkammer IV, wonach es über das offene Kammerventil 21 in den Schlammsarnmelraum III übertritt.
Hier verläßt es über die Einlaßöffnung 24 und die Ventilnadelkammer VII über den Ablaß 44 mit Drossel 28 das Filter. Durch den erzeugten Unter, ruck während der Reinigunfasbewegung der Rückspülvorrichtung 7 und den anstehenden atmosphärischen Druck vor dem Ablaß 44 kann nur in begrenztem Maße und sehr langsam das Rückspülmedium aus dem Filter austreten. Das bewirkt, daß nur ein relativ geringer Druckabfall im System eintritt, der noch dadurch reduziert wird, indem durch das Hochfahren des Kammerkolbens 6 gleichzeitig der Filterraum I verkleinert wird und somit in diesem Raum ein durch das Rückspülmedium verursachter Volumenverlust ausgeglichen wird. Nach Abschluß des Reinigungshubes und Umkehr der Arbeitsrichtung wird die Arbeitskammer Vl über den Druckleitungsanschluß 35 entweder mit einem kleineren Arbeitsdruck beaufschlagt oder der Druckabfall in der Arbeitskammer V wird gedrosselt. Mit der Umkehrung der Arbeitsbewegung wird durch den Arbeitskolben 20 die Koppelstange 18 nach unten bewegt und mit dem tellerartigen Anschlagbund 19 das Kammerventil 21 geschlossen. Gleichzeitig wird durch die Koppelstange 18 der Spülschieber 8 in seine Ausgangslage zurückgeführt. Durch den Abschluß des Kammerventils 21 ist sichergestellt, daß kein gefiltertes Medium aus dem Filtersammeiraum in den Schlammsammelraum übertreten kann, so daß der Systemdruck erhalten bleibt. Mit der Rücklaufbewegung der Rückspülvorrichtung 7 wird das im Schlammsammelraum III aufgestaute Rückspülfiltrat durch den Kammerkolben 8 kontinuierlich aus dem Schlammsammelraum ausgebracht. Kurz vor der unteren Endlage der Rückspülvorrichtung 7 betätigt der Kämmet kolben 6 über den Ventilbolzen 30 das Absperrventil 22. Die Steuerkante am Führungskolben 26 verschließt hierbei die Einlaßöffnung 24. Bis zum Abschluß der Rücklaufbewegung und dem Aufsetzen der V^tilnadsl 25 wird jetzt die im Schlammsammelraum III befindliche Luft über das Entlüftungsrohr 41 und die Entlüftungsbohrung 42 in die Ventilnadelkammer VII und dann über den Ablaß 44 mit Drossel 28 nach außen gedruckt. Die Drossel 43 am Enlüftungsrohr 41 bewirkt, daß bei offenen Eintrittsöffnungen 24 sich die festen Filterrückstände nicht absetzen, sondern mit Sicherheit aus dem Rückspülfilter ausgebracht werden. Wie die Abbildung auch weiterhin zeigt, sind alle Gieitspaarung durch kombinierte PTFE- und Rundring-Dichtungen 36,38 und 40 realisiert. Für die ruhenden Dichtungen 37 und 39 werden O-Ringe eingesetzt, Die austauschfähige Drossel 43 im Ablaß 44 des Ventilgehäuses 23 wird durch einen Sicherungsring 29 gehalten.
Durch diese Austauschbarkeit der Drossel 43 ist es möglich, den zeitlichen Ablauf der Filtra'rückstände zu regulieren bzw. das Filtersystem auf unterschiedliche Viskositäten einzustellen.

Claims (7)

1. Rückspülfilter für flüssige Medien, vorzugsweise für flüssige Brennstoffe wie Schweröle und Schmierstoffe mit einem Filtereinlaß, einem Filterauslaß und einem Schlammablauf aufweisenden Filtergehäuse, mit einem im Filtergehäuse feststehend angeordneten, von dem zu filternden Medium, von innen nach außen durchströmten Stützkäfig für mindestens 1 an seiner Außenseite angeordnetes Filterelement, mit am Stützkäfig angeordneten schlitzartigen Fenstern und mit einer im Innern des Stützkäfigs mittels eines Verstellantriebes befindlichen Rückspülvorrichtung, dessen unterer Teil aus dem Filterraum herausgeführt ist und einen durch die Bewegung der Rückspulvorrichtung veränderlichen Raum bildet, in dem bei der aufeinanderfolgenden Überschneidung einer oder mehrerer Spaltöffnungen der Rückspülvorrichtung und der Fenst3r des Stützkäfigs während eines Arbeitszyklus auf Grund der vorhandenen Druckdifferenz zwischen der Filterauslaßseite und der Filterinnenseite die Filterrückstände abgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß sich bei der Aufwärtsbewegung der Rückspülvorrichtung (7) der Schlammsammelraum (III) um mehr als 50% dos sich zwischen Stützkäfiginnendurchmesser und Filterelement (16) befindlichen freien Volumens vergrößert und sich der zwischen Filtereinlaß (31) und Filterauslaß (32) befindliche Filterraum (I, II) hierzu proporional verkleinert und daß gleichzeitig der Außendurchmesser des Kammerkolbens (6) mindestens gleich dem halben Durchmesser des Spülschiebers (8) entspricht.
2. Rückspülfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil der Rückspülvorrichtung (7) als rohrförmiger Kammerkolben (6) gestaltet ist und posaunenförmig gleitdicht von einem Schlammzylinder (2) aufgenommen wird und dabei den Filterraum (I, II) vom Schlammsammelraum (III) trennt und in der unteren Endlage ein Ablaßventil (22) geschlossen hält.
3. Rückspülfilter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spülschieber (8) der Rückspülvorrichtung (7) versetzte und bogenförmige Spaltöffnungen (11,12 und 13) aufweist, deren Höhe und Abstand in axialer Richtung so gewählt sind, daß sie bei Überstreichen der Fenster (17) des Stützkäfigs (3) durch die Spaltöffnungen (11,12 und 13) des Spülschiebers (8), der durch beide gebildete freie Strömungsquerschnitt während der Bewegung der Rückspülvorrichtung (7) nicht unter 50% liegt.
4. Rückspülfilter gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil (22) 2stufig ausgebildet ist, in dem das Ventilgehäuse (23) seitliche Einlaßöffnungen (24) aufweist, die mit einer Steuerkante gebildet von der Ventilnadel (25) und dem aufgesetzten Führungskolben (26) in Wechselbeziehung steht, wobei der Funktionseingriff der Steuerkante vor dem Verschluß der Ventilnadel (25) erfolgt.
5. Rückspülfilter nach Anspruch 1,2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskolben (26) ein Entlüftungsrohr (41) trägt, das in den freien Innenraum des Kammerkolbens (6) bis in das obere Viertel des Schlammsammelraumes (IM) ragt und daß das Entlüftungsrohr (41) am Eintritt eine Drossel (43) aufweist und über einen Entlüftungskanal (42) in der Ventilnadel (25) mit der Ventilnadelkammer (VII) verbunden ist.
6. Rückspülfilter nach Anspruch 1,2,4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß für die Betätigung des Ablaßventiles (22) der Führungskolben (26) einen Ventilbolzen (30) oder einen perforierten Ventilteller trägt, der durch die Einlaßöffnungen (24) radial bis in den Arbeitsbereich des Kammerkolbens (6) reicht, wobei der Hub der Ventilnadel (25) und Führungskolben (26) durch die Einlaßöffnungen (24) fixiert ist.
7. Rückspülfilter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablaßventil (22) im Bereich seines Ablasses (44) eine tauschfähige Drossel (28) aufweist.
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