DD271900A1 - Korrosionsinhibierter stickstofffluessigduenger - Google Patents

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DD271900A1
DD271900A1 DD31582788A DD31582788A DD271900A1 DD 271900 A1 DD271900 A1 DD 271900A1 DD 31582788 A DD31582788 A DD 31582788A DD 31582788 A DD31582788 A DD 31582788A DD 271900 A1 DD271900 A1 DD 271900A1
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DD
German Democratic Republic
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corrosion
alkyl radical
inhibited
liquid fertilizer
tul
Prior art date
Application number
DD31582788A
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English (en)
Inventor
Ulrich Schuelke
Doerte Ludewig
Hartmut Doll
Siegfried Leithoff
Steffi Marek
Original Assignee
Piesteritz Agrochemie
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F11/00Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
    • C23F11/08Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids
    • C23F11/10Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids using organic inhibitors

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen korrosionsinhibierten Stickstofffluessigduenger, insbesondere Ammoniumnitrat-Harnstoffloesung. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, einen zuverlaessigen Schutz von TUL-Einrichtungen aus unlegiertem Baustahl sowohl gegen ebenmaessigen als auch lokalen Korrosionsangriff zu erreichen und damit die Lebensdauer dieser TUL-Einrichtungen zu erhoehen. Dies wird durch einen Stickstofffluessigduenger erreicht, der erfindungsgemaess 0,001-0,05% einer Kombination, bestehend aus 30-95% des Ammoniumsalzes eines Alkylphosphorsaeuremonoesters mit einem Alkylrest C6-C12, 3-20% eines Fettsaeuresulfates mit einem Alkylrest C17-C24 und 3-20% einer Natriumseife der allgemeinen Formel RCHCOONa, OSO3Nawobei R einen Alkylrest C10-C20 bedeutet, enthaelt.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen korrosionsinhibierten Stickstoffflüssigdünger, insbesondere Ammoniumnitrat-Harnstofflösung (AHL).
Charakteristik des bekannton Standes der Technik
Wäßrige Stickstoffflüssigdüngemittel besitzen gegenüber unlegiertem Baustahl eine hohe Aggressivität. Es sind deshalb nur chemisch resistente, aber teure Werkstoffe oinsetzbar. Um dennoch einen kostengünstigen Matorialeinsatz unter Verwertdung von unlegiertem Baustahl zu erreichen, werden dem Stickstoffflüssigdünger allgemein gebräuchliche Korrosionsinhibitoren zugesetzt, die die Aggressivität gegenüber unlegiertem Baustahl vermindern.
Bekannte Inhibitoren sind Dicyandiamid, Chromate, Dichromate, Ammoniak, Borate, Arsenverbindungen, Kupferverbindungen, anorganische Phosphate, Thio-Sulfate, Melaininkomplexe, Glukonsäuren, Ligninsulfonate und Alkylphosphorsäuremono/ diestergemische. Alkylphosphorsäuremor.o/diestergemische sind die derzeit am häufigsten angewendeten Inhibitoren für Stickstoffflüssigdüngor. Sie zeigen gegenüber den anderen bisher angewendeten Korrosionsinhibitoren Wirksamkeitsvorteile.
Ihr Nachteil liegt jedoch in ihrer Wasserunlöslichkeit und dem unzureichenden Schutz gegen Lokalkorrosion. Wasserunlöslichkeit dieser Inhibitoren bedeutet, trotz sonstiger Vorteile, aufwendige technologische Schritte zur Erreichung einer ausreichenden Dispergierung der Substanzen im Flüssigdünger. Die erzeugten Dispersionen sind nur über einen bestimmten Zeitraum stabil, so daß Entmischungserscheinungen auftreten können, die von einer Minderung der korrosionsinhibierenden Wirkung begleitet sind. Daneben kann der entmischte Inhibitor bei Akkumulation zu technologischen Störungen führen. Auch hat die Anwendung der bisher gebräuchlichen Inhibitoren gezeigt, daß zwar größtenteils verläßlich der ebenmäßige Korrnsionsangriff und damit Ausfällungen von Korrosionsprodukten und Verfärbungen des Stickstoffflüssigdüngers unterbunden werden können, daß jedoch Lokalkorrosionserscheinungen, vorrangig an Phasengrenzflächen bzw. „bevorzugten" Werkstcffregionen, wie z. B. Schweißnähten oder Wärmeeinflußzonen von Schweißnähten, nicht in jedem Fall wirksam unterdrückt werden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Stickstoffflüssigdüngers, der eine verringerte Korrosivität gogenüber unlegiertem Baustahl, insbesondere hinsichtlich lokaler Korrosion, aufwei.st und damit hohe Standzeiten der TUL-Einrichtungen gewährleistet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung Mögt die Aufgabe zugrunde, durch Zusatz geeigneter Substanzen einen Stickstoffflüssigdünger zu schaffen, der problemlos in Aggregaten aus unlegiertem Baustahl transportiert, umgeschlagen und gelagert werden kann, ohne daß Erscheinungen der ebenmäßigen oder lokalen Korrosion auftreten. Der korrosionsinhibiorte Stickstoffflüssigdünger soll homogen sein, d. h. keine Emulsion bzw. Dispersion darstellen, und allen Anforderungen an einen hochwertigen Flüssigdünger, wie keine Schaumneigung, keine störenden Verfärbungen bzw. Ausfallungen, keine phytotoxischen Beeinflussungen, gerecht werden. Außerdem soll er verträglich mit korrosionsinhibierton Stickstoffflüssigdüngern anderer Hersteller sein und bei der Mischung mit diesen Stickstoffflüssigdüngerqualitäten, die vorzugsweise Phosphorsäureester, anorganisches Phosphat bzv/. andere handelsübliche Inhibitoren enthaltsn können, zu keinem Rückgang der korrosionsinhibierenden Eigenschaften führen. Es wurde gefunden, daß ein Stickstoffflüssigdünger, insbesondereAHL, welcher 0,001-0,05%, vorzugsweise 0,01-0,025%, einer Kombination, bestehend aus 30-95%, vorzugsweise 60-90%, des Ammoniumsalzes eines Alkylphosphorsäuremonoesters mit einem Alkylrest C6-C12,
vorzugsweise C7-C9, der geradkettig oder verzweigt sein kann, 3-20%, vorzugsweise 5-10%, eines Fettsäuresulfates mit einem Alkylrest Ci2-C2*, vorzugsweise C16-Ci8,
3-20%, vorzugsweise 5-10%, einer Natriumseife der allgemeinen Formel
R-CH- COONa
OSO3Na ,
wobei R einen Alkykest Ci9-C2O, vorzugsweise Ci4-Ci8, bedeutet,
enthält, deutlich verringerte Korrosivität gegenüber unlegiertem Baustahl aufweist. Es werden sowohl alle Erscheinungen der ebenmäßigen Korrosion unterdrückt als auch lokale Korrosionserscheinungen weitgehend vermieden und damit die
Standzeiten der TUL-Einrichtungen aus unlegiertem Baustahl erhöht. Der erfindungsgemäße korrosionsinhibierte Stickstoffflüssigdünger ist homogen, da die darin enthaltene Stoffkombination gut löslich ist. Mischungen des erfindungsgemäßen Stickstoffflüssigdüngers mit Stickstoffflüssigdüngerqualitäten, die z. B. Alkylphosphorsäuremono/diestergemische oder anorganische Phosphate enthalten, zeigen keine Verringerung der
korrosionshommenden Eigenschaften.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Ausführungsheispiel
In Ammoniumnitrat-Harnstofflösungen der Zusammensetzung 30% Harnstoff, 40% Ammoniumnitrat, 30% Wasser und Spuren freien Ammoniaks, die entsprechende zu testende Zusatzstoffe enthalten, wurden Bleche aus unlegiertem Baustahl der Güte St 38 mit und ohne Schweißnaht eingehangen. Ungeschweißte Sieche wurden zusätzlich halb bzw. gänzlich getaucht. Folgende Prüfbedingungen wurden bei den Testserien gewählt:
— Testieit 32 Tage
— Raumtemperatur
— pH-Konstanz der AHL
Zur Beurteilung der Wirksamkeit hinsichtlich des Schutzes gegen ebenmäßige Korrosion wurde über die Gewichtsänderung der Probe und den daraus ermittelten linearen Abtrag der Schutzwert gegenüber einer nicht inhibierten AHL-Probe ermittelt (als Mittelwert aller Testserien). Lokalkorrosionserscheinungen wurden nach Beendigung der Versucruzeit durch mikroskopische bzw. metallographische Untersuchungen der Proben beurteilt.
Konzentration Schutzwert
Testserie
Zusatzstoff
Bemerkungen 7.ur Mikroskopischen bzw. metallograpliischen Untersuchung
ohne
2 A 0,1»
3 B
4 C
5 D
6 A + D
7 C + D
* in der Praxis gebräuchliche Anwendungskonzentrationen
92
0,075* 65
0,02* 97
0,02 98
0,05 + 0,01 97
0,01+0,01 98
Lokalkorrosion vorzugsweise
an Phasengrenze bei halb getauchten Proben.
Teilweiseverstärkter Korrosionsangriff an Schweißnähten. Lokalkorrosion an Phasengrenzfläche bzw.
unter reststoffablagerungen
Lokalkorrosion
an Phasengrenzfläche
Lokelkorrosion an Schweißnähten und Wärmeeinflußzone
keine Lokalkorrosion erkennbar
keine Lokalkorrosion erkennbar
keine Lokalkorrosion erkennbar
Die Testserien 1-4 dienen als Vergleichsversuche und charakterisieren den Stand der Technik. Die Testserie 5 zeigt die Wirksamkeit de;· erfindungsgrmäßen AHL Die Testserien C und 7 zeigen Kombinationen der
erfindungsgemäßen AHL mit anderen AHL-Qualitäten.
A — Diammonphosphat B — Ligninsulfonat C — 2-EthylhexylphosphoΓsäureester/Di-2-ethylhexylphosphorsäureestergemisch im molaren Verhältnis 5:4
-3- 271900 D - Kombination;bestehend aus Q
II % CH3 - CH2- CH2 - CH - CH2 - O - P - ONH4
CH0 0ΝΗΛ
CH3
% CH, - (CH0).. - CH0 - OSO-.Na
% CH3 - (CH2J16 - CH - COONa
OSO3Na

Claims (1)

  1. Korrosionsinhibierter Stickstoffflüssigdünger, insbesondere Ammoniumnitrat-Ha'nstoff lösung, dadurch gekennzeichnet, daß er 0,001-0,05% einer Kombination, bestehend aus 30-95% des Ammoniumsalzes eines Alkylphosphorsäuremonoesters mit einem Alkylrest C6-Cu, 3-20% eines Fettsäunsulfates mit einem Alkylrost C17-C24,
    3-20% einer Natriumseife der allgemeinen Formel
    R-CH- CUONa
    I
    OSO,Na
    wobei R einen Alkylrest C10-C20 bedeutet,
    enthält.
DD31582788A 1988-05-17 1988-05-17 Korrosionsinhibierter stickstofffluessigduenger DD271900A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2116992C1 (ru) * 1996-09-27 1998-08-10 Александр Владимирович Шафрановский Способ улучшения эксплуатационных свойств жидкого азотного удобрения на основе карбамида и аммиачной селитры

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