DD272441A1 - Anordnung zur ueberwachung des besetztzustandes einer gleishaltevorrichtung - Google Patents

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DD272441A1
DD272441A1 DD31654388A DD31654388A DD272441A1 DD 272441 A1 DD272441 A1 DD 272441A1 DD 31654388 A DD31654388 A DD 31654388A DD 31654388 A DD31654388 A DD 31654388A DD 272441 A1 DD272441 A1 DD 272441A1
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DD31654388A
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Peter Flemming
Gernot Landeck
Armin Olbricht
Juergen Reimers
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Reichsbahn Wtz Zentrum Technol
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Anordnung, mittels der der Arbeitsbereich der Gleishaltevorrichtung in den Sammelgleisen von Rangierbahnhoefen ueberwacht werden soll. Erfindungsgemaess wird der Arbeitsbereich der Gleishaltevorrichtung durch zwei parallel angeordnete Ueberwachungsabschnitte, die durch Ein- und Auszaehlkontakte gebildet werden, ueberwacht. Im Zusammenwirken mit einem Zeitglied, Sperrschaltern und einem Endschalter, Auswerteschaltungen und einer Handfreimeldeschaltung, die logisch mit den Ein- und Auszaehlkontakten und untereinander verknuepft sind, wird in einer automatischen Freimeldeschaltung ein Ausgangssignal fuer die Steuerung der Gleishaltevorrichtung bezueglich des Besetztzustandes gebildet. Die Einbauabstaende der Ein- und Auszaehlkontakte und die Laenge der Ueberwachungsabschnitte unterliegen dabei achsgeometrischen Abmessungen der Gueterwagen. Figur

Description

Titel der Erfindung
Anordnung zur Überwachung des Besetztzustandes einer Qleishaltοvorrichtung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Überwachung des Arbeitsbereiches einer Gleishaltevorriohtung bezUglioh des Beeetztzustandes duroh die in den Gleisen von Rangierbahnhöfen gesammelten Güterwagen.
Charakteristik des bekannten Standes der Teohnik
Anordnungen zur Überwachung des Frei- oder Besetztzustandes von Gleisabschnitten oder rangierteohnisohen Einrichtungen, wie z. B. Gleisbremsen, sind allgemein bekannt. Dabei kommen zwei grundlegende Prinzipien für die Überwachung zur Anwendung. Zum einen wird über isolierte Schienenabsohnitte die Überwachung durchgeführt und zum anderen kommen Aohszählkreise zum Einsatz. Beide Prinzipien sind auch gleichzeitig parallel oder in Kombination zur Erhöhung der Sicherheit anwendbar. Zur Vermeidung vorzeitiger Preimeldungen nach Fehlzählung bei Anwendung von Achszählkreisen wird eine Reihe unterschiedlicher Wege besohritten (DE-AS 2543089, DE-OS 2652233, DE-OS 3020102, DE-PS 3034022*, DE-PS 3201293, DE-PS 3431171 und DE-OS 3712833). Die hier wirksamen Sicherheitssohaltungen werten die Achsmuster in Abhängigkeit von den Uberrollgeschwindigkeiten aus und geben nach Freifahren des Uberwachungsabschnitts auch bei Zählfeldern einzelner Impulsgeber sofort eine Freimeldung ab. Diese Auswertesohaltungen setzen das Überrollen der Impulsgeber der Aohszählkreise mit konstanten Geschwindigkeiten bzw. auswertbaren Geschwindigkeitsveränderungen voraus.
Zur Steuerung einer Gleishaltevorriohtung im automatischen Betrieb bestehen maximal Sicherheitsforderungen, wobei speziell bei Einlauf von Wagen in den überwachungsabsohnitt eine Auswertung von Achsmustern infolge des planmäßigen Anhaltens von
Aohsen tzw. des Pendeins über die Impulsgeber bei Auflaufstoßen nioht möglioh ist.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, für eine Gleishaltevorriohtung eine automatische Steuerung sowie eine örtliohe und fernbediente Handsteuerung zu ermöglichen und gleichzeitig zu verhindern, dal) durch Fehleinschätzung des Belegzustandes zum Zeitpunkt dos Aufriohtens der Gleishaltevorriohtung aus der Lokfahr- in die Haltestellung eine Beschädigung der Gleishaltevorriohtung duroh im überwaohungsabsohnitt befindlichen Wagen eintritt und daß duroh diese Wagen das Errelohen der Endlage der Haltestellung verhindert wird.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe' besteht darin, duroh eine Anordnung zu erreichen, daß für den Arbeitsbereich einer Gleishaltevorriohtung eindeutig der Frei- oder Beoetztzustand ermittelt werden kann, unabhängig davon, ob sich die im Arbeitsbereich befindlichen Wagen in Bewegung oder im Stillstand befinden. Damit können die bei bekannten technischen Lösungen bestehenden Naohteile vermieden werden, die z. 3. duroh über die Achszählkontakte pendelnde Achsen zu Fehleinschätzungen des Besetztzustfiides führen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Arbeitsbereich einer Gleishaltevorrichtung duroh zwei parallel arbeitende Uberwachungsabschnitte, die duroh Ein- und Auszählkontakte gebildet werden, überwacht wird. Die hierfür verwendeten bekannten richtungsabhängigen Achszähler liefern dabei Signale, die direkt in die Auswertesohaltungen für die beiden Uberwaohungsabschnitte übertragen werden. Außerdem werden die Zählimpulse an ein Zeitglied durchgeschaltet, das über den Endschalter für die Lokfahr3tellung der Gleishaltevorriohtung aktiviert wird und mit den Auswerteschaltungen für die beiden Uberwaohungs-
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absohnitte zusammenarbeitet. Dieses Zeitglied ist über einen endeohalterbetätigten Sperrsohalter mit der automatischen Freimeldesohaltung verknüpft. Eine weitere, über den Endsohalter für die Lokfahrstellung akt /ierte Auswertesohaltung wertet das überfahren der Auszählkontakte der Uberwaohungsabsohnltte aus. Sie ist über einen jndsohalterbetätigten Sperrsohalter ir^t der auto- -tisohen Preimeldesohaltung verbunden, über eine Hanafreimeldeeohc.tung, die mit den Auswertesohaltungen der Uborwaohungsabsohnitte verbunden ist, können Zählerstände innerhalb.der Auswertesohaltung korrigiert werden.
Die Bemessung der Uberwaohungsabsohnitte ist duroh definierte, von teohnisohen Parametern abhängige Abstände der anzuordnenden Einzählkontakte vor der Angriffsebone der Wagenpuffer an der Gleishaltevorriohtung bzw. der Auszählkontakte hinter dem letzten, in den Höhten Raum ragenden Bauteil der Gleishaltevorrlohtun« vornehmbar. Der Uberwaohungsabsohnitt ist längenmäßig so festgelegt, daß sioh bei Überstellung mindestens zwei Aohsen in ihm befinden.
Der Abstand der Einzählkontakte ist größer als der kleinste Wagentiberhang, aber kleiner als der kleinste Wagenüberhang zuzüglich des kleinsten Aohsabetandes eines Güterwagens auszuführen. Der Abstand der Auszählkontakte soll größer als der größte Wagenüberhang eines Güterwagens ausgebildet sein. Die Anordnung der Uberwaohungsabsohnitte und damit der Ein- und Auszählkontakte kann dabei an einer Schiene oder an beiden Schienen, parallel oder längenmäßig versetzt, mittels Einfach- oder Doppelkontakte erfolgen.
Ü 27244t
Ausführungsbeispiel Die Erfindung wird anhand eines Ausfuhrungsbeispieles erläutert.
Die Figur zeigt die sohaltungsteohnisohe Verknüpfung der für die Anordnung zur Uberwaohung des Besetztzustandes einer Oloishaltevorriohtung angeordneten Baugruppen und die Anordnungekriterien der am Gleis installierten Aohszählkontakte für die Oberwaohungsabsohnitte.
Vor einer in einem Gleis 1 eingebauten Gleishaltevorr'iohtung 2, die in ihrer Länge duroh die Angriffsebene für die Wagenpuffer und das letzte in den Höhten Raum ragende Bauteil definiert ist, sind die Einzählkontakte 3 und 4 in einem vorgeschriebenen Abstand angeordnet. Diese und die der Gleishaltevorriohtung 2 ebenfalls in vorgeschriebenem Abstand naohgeordneten Auszählkontakte 5 und 6 bilden die Uberwaohungsabsohnitte 7 und 8. über Signalleitungen sind alle vier Kontakte 3 bis 6 mi1: den jeweils zugehörigen A iswertesohaltungen 9 und 10 sowie den Auswertesohaltungen 9 und 10 parallel gesohaltetem Zeitglied 11 verbunden. Das Zeitglied 11 wird von einem Endschalter 12 für die Lokfahrstellung der Gleishaltevorriohtung 2 aktiviert und ist über einen Sperrsohalter 14 mit einer automatischen Freimeldesohaltung 13 verbunden. Der Sperrschalter 14 wird wie das Zeitglied 11 vom Endschalter 12 aktiviert. Die Auszählkontakte 5 und 6 sind mit einer weitaren Auswerteschaltung 15 verbunden, die wie ein naohgeschalteter Sperrschalter 16 vom Endschalter 12 aktiviert wird. Eine Handfreimeldesohaltung 17 arbeitet mit den Auswertesohaltungen 9 und 10 zusammen. Die Anordnung zur Uberwaohung des Besetztzustandes einer Gleishaltevorriohtung 2 wird in ihrer Wirkung am Beispiel der Erstbesetzung und des Freifahrens der Uberwachungsabschnitte erläutert.
Vor Einlauf der ersten Achse eines Ablaufs sind die Uberwaohungsabschnitte 7 und 8 freigemeldet. Die Gleishaltevorriohtung 2 befindet sich in der Haltestellung. Mit Betätigung der Einzählkontakte 3 und 4 wird in den Auswertesohaltungen 9 und 10 für die Uberwachungsabsohnitte 7 und 8 ein Besetztsignal gebildet.
Gleichzeitig liegen die Signalpegel der Einzählkontakte 3 und 4 am Zeitglied 11 an. Dieses Zeitglied ist infolge Haltestellung der Gleishaltevorriohtung nioht aktiviert, so daß auoh Lei fehlerhafter Abgabe einer Freimeldung aus den Auswertesohaltungen 9 und 10 kein Signal an die automatische Freimeldesohaltung 13 abgegeben wird.
Sollen die vor der Gleishaltevorriohtung 2 gesammelten Wagen ins Ausfahrgleis überfuhrt werden, ist die Gleishaltevorriohtung 2 in die Lokfahrstellung zu bringen, woduroh der Endschalter 12 Impulse an die Sperrsohalter 14 und 16, das Zeitglied 11 und die Auswertesohaltung 15 abgibt und diese Baugruppen aktiviert. Ein in den Auswertesohaltungen 9 und 10 gebildetes Freimeldesignal wird an die automatische Freimeldesohaltung 13 und das Zeitglied 11 Übertragen, wobei mit Eingang des Freimeldesignals ein Start dieses Zeitgliedes erfolgt. Wird während einer überwaohungszeit, die aus der Länge der Uberwaohungsabsohnitte 7 bzw. 8 und der minimalen Naohlaßgesohwindigkeit bestimmbar ist, ein Ein- oder Auszählkontakt 5, 6, 7 oder 8 befahren, wird bei gleichzeitig noch vorliegender Freimeldung das Zeitglied neu gestartet. Jede Unterbrechung des Freimeldesignals erfordert einen Neustart nach Vorliegen der erneuten Freimeldung. Steht das Freimeldesignal während der überwaohungszeit ohne Unterbrechung an, wird es über den Sperrschalter 14 an die automatische Freimeldesohaltung übertragen .
Mit dem einmaligen Befahren eines der Auszählkontakte 5 oder 6 wird von der Auswertesohaltung 15 ein Signal über den Sperrsohalter 16 an die automatische Freimeldeschaltung 13 übertragen. Liegen in der automatischen Freimeldeschaltung 13 die Freimeldesignale von den Auswertesohaltungen 9 und 10 und vom Zeitglied 11 gleichzeitig an und wurde von der Auswerteschaltung 15 ein Signal abgegeben, erfolgt die Abgabe des Freimeldebefehls an die Steuerung der Gleishaltevorrichtung 2.
Soll die Freimeldung der überwaohungsabsohnitte 7 und θ von Hand erfolgen, so wird in den Auswertesohaltungen 9 und 10 duroh eine Handfreimeldesohaltung 17 ein Freimeldesignal ausgelöst. Das Auelösen dieses Signals ist bei örtlioher Freimeldung ohne Bedingungen, bei fernbedienter Freimeldung an die Bedingung geknüpft, daß mindestens einer der beiden Uberwaohungsabeohnitte 7 oder 8 bereits freigemeldet war.
Mit der gefundenen Lösung wird gewährleistet, daß naoh dem gesicherten Freifahren der überwaohungsabsohnitte ein Freimeldebefehl für das selb3ttätige Aufriohten der Oleishaltevorriohtung in die Haltestellung ausgegeben wird. Puroh die Anordnung der Einzählkontakte wird zusäbzlioh ein Einlaufen in die sioh im Aufrichtvorgang befindliche ßleishaltevorriohtung ausgeschlossen ι

Claims (4)

  1. 27244 f
    Patentansprüche
    1. Anordnung zur Überwachung des Besetztzustandes einer Gleishaltevorriohtung, die in mechanisierten Ablaufanlagen das ungewollte Entlaufen von Wagen aus den Sammelgleisen verhindert und die über eine Steuerung verfügt, mittels der in Abhängigkeit vom Besetztzustand die Qleiahaltevorriohtung in die Betriebsstellungen Halte- und Lokfahrstellung gebraoht werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß im Arbeitsbereich'einer Gleishaltevorriohtung (2), zwei parallele, jeweils aus einem vorzugsweise riohtungsabhängigen Einzählkontakt (3j 4) und Je einem vorzugsweise riohtungsabhängigen Auszählkontakt (5; 6) gebildete Überwaohungsabsohnitte (7j 8) mit den dazugehörigen Auswertesohaltungen (9; 10) angeordnet sind, daß Signalleitungen von den Einzählkontakten (3; 4) sowie den Auszählkontakten (5; 6) und von den Auswertesohaltungen (9; 10) zu einem Zeitglied (11) geführt sind, von dem aus eine Verbindung über einen durch einen Endschalter (12) betätigbaren Sperrschalter (14) zur automatischen Freimeldeschaltung (13) hergestellt ist, daß eine Auswerteschaltung (15) angeordnet ist, die eingangsseitig mit den Auszählkontakten (5; 6) und dem Endschalter (12) und ausgangsseitig über einen Sperrechalter (16) mit der automatischen Freimeldeschaltung (13) verbunden ist und daß eine Handfreirr leschaltung (17) ein- und ausgangeseitig mit den Auswerteschaltungen (9; 10) verbunden ist und von den Auswertesohaltungen (9; 10) eine direkte Verbindung zur automatischen Freimeldeschaltung (13) angeordnet ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungsabschnitte (7) und (8) vorzugsweise größer als der minimale Achsabstand und größer als zwei mal der maximale Wagenüberhang von Güterwagen bemeßbar sind.
  3. 3. Anordnung naoh Anepruoh 1, daduroh gekennzeichnet, daß die Abstände 1.. und 1. der Einzählkontakte (3; k) von der Angriffeebene de·* Wagenpuffer an der Gleishaltevorrithtung (2) vorzugsweise größer als der kleinste Wagenüberhang zuzUglloh des kleinsten Aohsabstandus eines Güterwagens ausgeführt sind.
  4. 4. Anordnung naoh Anspruoh 1, daduroh gekennzeichnet, daß die Abstände 1_ und I6 der Auszählkontakte (5j 6) vom letzten in den Höhten Raum ragenden Bauteil der Gleishaltevorriohtung (2) vorzugsweise größer als der maximale Wagenüberhang eines Güterwagens ausgeführt sind.
    Hierzu 1 Zeiohnung
DD31654388A 1988-06-08 1988-06-08 Anordnung zur ueberwachung des besetztzustandes einer gleishaltevorrichtung DD272441A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT407518B (de) * 1993-07-21 2001-04-25 Tiefenbach Gmbh Warnanlage

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