DD272626A1 - Verfahren und anordnung zum glaetten von holzwerkstoffen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft das Glaetten von Schmalflaechen und gefraesten Profilen von Span- und Faserplatten fuer die Beschichtung nach dem Softforming- oder Postformingverfahren sowie fuer die Profilummantelung. Auf dem Bearbeitungswege vom Fraeser zu einer Oberflaechenbeschichtungsanlage sind im Kontakt mit den vorbeigefuehrten Werkstueckkanten und Profilen feststehende, federnd gelagerte, hochporoese feste Schleifkoerper angeordnet, an denen die Werkstuecke unter maessigem Andruck entlanggefuehrt werden. Mit der Anordnung wird unter Verzicht auf besondere Schleifmaschinen und -werkzeuge die Erzeugung von Holzwerkstoffoberflaechen in Softforming-Qualitaet gewaehrleistet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Arbeitsverfahren und eine Anordnung zum Glätten von Schmalflächen und gefrästen Profilen von Span- und Faserplatten, vorzugsweise von mitteldichten Faserplatten (MdF), vor ihrer Beschichtung mit Folien, Schichtstoffen und Furnieren. Die beschichteten Bauteile werden im Möbel- und Innenausbau verwendet.
Der Einsatz von folien- und furnierummantelten Profilen sowie die Beschichtung von Möbelbauteilen nach dem Softforming-Verfahren führte zu einer Erhöhung der Variabilität der Möbelgestaltung. Sowohl bei der Ummantelung mit Folien als auch beim Soft- und Postforming-Verfahren werden hohe Anforderungen an die Qualität der gefrästen Oberflächen gestellt. Zur Sicherung einer solchen Qualität müssen die gefrästen Profile aus Spar.- oder MdF-Platten nachfolgend mittels hohem technischem Aufwand geschliffen werden. Dies geschieht auf Schleifmaschinen verschiedener Bauart, die mit biegbaren Schleifkörpern (umlaufende Schleifbänder) oder ProfilschleifroMen bestückt sind. Neben den üblichen rotierenden Werkzeugen sind auch hin- und hergehende Werkzeuge, d. h. auf horizontaler Achse bewegte Schleifschuhe, bekannt (Schwingschleifverfahren). Die Durchlaufgeschwindigkeit auf der Schleifmaschine beträgt dabei etwa nur die Hälfte der Fräsgeschwindigkeit. Überdies muss en die biegbaren Schleifkörper häufig gewechselt werden, was insgesamt zu einem technologisch ungünstigen Produktionsablauf führt. Daneben wirkt der verwirbelte Schleifstaub lät'ig und führt zu einem beschleunigten Verschleiß rotierender Anlagenteiie.
Aus der DD-PS 247870 ist daneben ein mehrstufiges Glättverfahren für gefräste Profile bekannt. Dieses beruht auf dem sogenannten Thermoglätten mittels beheizter Rollen, wobei diesen zur Erhöhung dar Wirksamkeit eine Vorglättstufe aus metallischen Glättschuhen vorgeschaltet ist. Diese Vorglättstufe kann für sich allein keinesfalls die erforderliche Oberflächenqualität zustandebringen und ist an das Vorhandensein einer entsprechenden Thermoglätt-Anlage gebunden. Im Bestreben, auf eine gesonderte Schleif- bzw Glätteinrichtung gänzlich zu verzichten und gefräste Profile unmittelbar in der erforderlichen Softforming-Qualität zu erhalten, wurde ein kombiniertes Fräs-Schleifwerkzeug entwickelt, bei dem diamantbeschichtete metallische Schleifkörper zusammen mit den Schneidplatten des Fräsers gemeinsam auf einem rotierenden Werkzeug untergebracht sind. (Holz als Roh- und Werkstoff 45 [1987] 2, S. 79).
In allen Fällen ist für das Glätten des Holiwerkstoffes in der geforderten Qualität ein hoher technischer Aufwand zu treiben oder aber es sind hochwertige und entsprechend teure Werkzeuge einzusetzen.
Die Erfindung hat zum Ziel, mit geringem technischem Aufwand gefräste Profile mit solcher Oberflächenqualität zu liefern, die vor ihrer Beschichtung keiner Schleifbehandlung mehr bedürfen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, im Zusammenhang mit dem Profilfräsen eine neue Verfahrensweise zu entwickeln und eine Anordnung zu treffen, die unter Verzicht auf besondere Schleifmaschinen sowie auf teure Spezialwerkzeuge die Erzeugung von Holzwerkstoffoberflächen in Sofiforming- bzw. Ummantelungsqualität gewährleisten. Erfindungsgemäß werden Holzwerkstoffe auf ihrem Bearbeitungswege zwischen einem Fräser und einer Oberflächenbeschichtungsanlage mit ihren gefrästen ebenen oder profilierten Schmalflächen unter massigem Andruck an feststehenden, hochporösen festen Schleifkörpern entlanggeführt. Hierzu sind an einer Format- oder Profilfräsmaschine nach dem Fräswerkzeug oder auch direkt vor der Oberflächenbeschichtungsanlage im Kontakt mit den vorbeigeführten Werkstückkanten oder Holzwerkstoffprofilen feststehende, federnd gelagerte, hochporöse feste Schleifkörper angeordnet. Bei diesen handelt es sich um keramisch oder kunstharzgebundene Schleifkörper auf Basis von synthetisch hergestelltem Normalkorund oder Siliciumcarbid. Die Korngrößen des Schleifmittels liegen etwa zwischen 60 und 500Mm, die Mikroporosität im Schleifgefüge beträgt etwa 40 bis 65 Vol.-%. Insbesondere werden keramisch gebundene Schleifkörper mit auf üblichem Wege erhöhter Mikroporosität verwendet. Hierbei kann vorteilhaft eine Druckluftspülung der Schleifkörper vorgesehen werden, die während der Holzwerkstoffbearbeitung in Betrieb genommen wird.
Die Form der Schleifkörper ist dabei dor Gestalt der gefrästen Werkstücke angepaßt und je nach dem entweder flächig oder entsprechend profiliert. Die Schleifkörper sind daher auswechselbar angebracht. Sie sind zur Erzielung eines angemessenen Kontaktdruckes federnd gelagert. Sie führen keinerlei Eigenbewegung aus. Die Schleifkörper sind in Stativhalterungen höhen-, Seiten- und winkelverstellbar angeordnet und so am Maschinengestell angebracht, daß sie an alle Flächen und Kanten des vorbeigeführten Werkstücks herangeführt werden können. Zur Bearbeitung des Werkstücks sind in der Regel mehrere Schleifkörper um den Umfang des Werkstücks herum und in Bearbeitungsrichtung hintereinander angeordnet, wobei jeder Schleifkörper einer bestimmten Fläche oder Kante oder einem Profil des Holzwerkstoffes zugeordnet ist. Dig feststehenden Schleifkörper bewirken durch ihre eigene Schneidwirkung en den beim Betrieb der Fräsmaschine vorbeigeführten Holzwerkstoff-Werkstücken eine Oberflächen-Qualität, die zu einer Beschichtung mit Folien nach dem Softforming-Verfahren oder für die Profilummsntelung ohne weiteres geeignet ist. Der abgearbeitete Schleifstaub wird nicht verwirbelt, sondern sinkt aufgrund seiner Schwerkraft ohne jegliche Belästigung der Umgebung zu Boden oder kann problemlos abgesaugt werden.
Ausführungsbeisplel
Nach Durchlauf durch einen Profilfräsautomaten werden MdF-Platten (Qualitätsstufe A) mittels Führungsrollon an keramisch gebundenen Schleifkörpern aus SiC einer Korngröße von 200...400μιη und einer Mikroporosität von 65 Vol.-% entlanggeführt. Die Härte der Schleifkörper ist so eingestellt, daß ein Selbstschärfeffekt eintritt Die Schleifkörper sind in Stativhalterungen federnd gelagert und an mit Befestigungsschlitzen für die Stativhalterungen versehenen, die Transporteinrichtung für die ' Werkstücke allseitig umgebenden Jochen so höhen-, Seiten- und winkelverstellbar cn Maschinengestell angebracht, daß sie an die beiderseitigen Schmalflächen, Ober- und Unterkanten des über die Bearbeitungsstrecke transportierten Werkstücks — mit dem entsprechend mäßigen Federdruck—angelenkt werden können. In die an die profilierte Kante angelenkten Schleifkörper ist das dementsprechende negative Profil eingearbeitet.
Die den mit dieser Bearbeitungsstrecke ausgerüsteten Fräsautomaten verlassenden Profile werden ohne jegliche weitere Behandlung sofort einer nachfolgenden Profilummantelungsanlage zugeführt.
Claims (3)
1. Verfahren zürn Glätten von Holzwerkstoffen, dadurch gekannzeichnet, daß Werkstücke aus Holzwerkstoff auf ihrem Boarbeitungswege vom Fräser zu einer Oberf lächenbeschichtungsanlage mit ihren gefrästen ebenen oder profilierten Schrnalflächen unter mäßigem Andruck an feststehenden, hochporösen festen Schleifkörpern entlanggeführt werden.
2. Anordnung zum Glätten von Holzwerkstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Formatoder Profilfräsmaschine oder auch vor einerOberflächenbeschichtungsanlage im Kontakt mit den vorbaigeführten gefrästen Werkstückkanten oder Profilen feststehende, federnd gelagerte, hochporöss feste Schleifkörper angeordnet sind.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß flächige oder profilierte, keramisch oder kunstharzgebundone Schleifkörper auf Basis von Normalkorund oder Siliciumcarbid mit einer Korngröße von 50 bis 500 μιη angeordnet sind.
4. Anordnung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß keramisch gebundene Schleifkörper mit einer Mikroporosität von 40 bis 65Vol.-% angeordnet sind.
5. Anordnung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß für die Schleifkörper eine Druckluftspülung vorgesehen ist.
6. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifkörper profiliert sind.
7. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifkörper auswechselbar angebracht sind.
3. Anordnung nach Anspruch 2 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifkörper höhen-, seiten-
und winkelverstellbar angebracht sind.
9. Anordnung nach Anspruch 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifkörper in Stativhalterungen so am Maschinengestell angebracht sind, daß sie an alle Flächen und Kanten
9. Anordnung nach Anspruch 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifkörper in Stativhalterungen so am Maschinengestell angebracht sind, daß sie an alle Flächen und Kanten
des vorbeigeführten Werkstückes herangeführt werden können. 10. Anordnung nach Anspruch 2 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß von mehreren in Bearbeitungsrichtung hintereinander angeordneten Schleif körpern jeder einer bestimmten Fläche oder Kante oder einem Profil des Holzwerkstoffs zugeordnet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD31615988A DD272626A1 (de) | 1988-05-30 | 1988-05-30 | Verfahren und anordnung zum glaetten von holzwerkstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD31615988A DD272626A1 (de) | 1988-05-30 | 1988-05-30 | Verfahren und anordnung zum glaetten von holzwerkstoffen |
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| DD272626A1 true DD272626A1 (de) | 1989-10-18 |
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ID=5599546
Family Applications (1)
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| DD31615988A DD272626A1 (de) | 1988-05-30 | 1988-05-30 | Verfahren und anordnung zum glaetten von holzwerkstoffen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DD (1) | DD272626A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19718735C2 (de) * | 1997-05-02 | 2003-03-20 | Ihd Inst Fuer Holztechnologie | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Profilteilen aus Holz und Holzwerkstoffen |
-
1988
- 1988-05-30 DD DD31615988A patent/DD272626A1/de unknown
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