DD272781A3 - Kapazitiver neigungssensor - Google Patents

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DD272781A3
DD272781A3 DD30209187A DD30209187A DD272781A3 DD 272781 A3 DD272781 A3 DD 272781A3 DD 30209187 A DD30209187 A DD 30209187A DD 30209187 A DD30209187 A DD 30209187A DD 272781 A3 DD272781 A3 DD 272781A3
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liquid
capacitor plates
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DD30209187A
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Frank Schmucker
Frank Assmann
Reinhard Arend
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Weinert E Messgeraetewerk
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    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C9/00—Measuring inclination, e.g. by clinometers, by levels
    • G01C9/18—Measuring inclination, e.g. by clinometers, by levels by using liquids
    • G01C9/20—Measuring inclination, e.g. by clinometers, by levels by using liquids the indication being based on the inclination of the surface of a liquid relative to its container

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Abstract

Kapazitiver Neigungssensor mit Differentialkondensator fuer Winkel- und Ebenheitsmessungen in einem weiten Umgebungstemperaturbereich. Der erfindungsgemaesse Neigungssensor ist zur Winkel- und Ebenheitsmessung an Kran- und Foerderanlagen, im Bauwesen und als elektronische Wasserwaage geeignet. Er besteht aus einem Differentialkondensator mit angeschlossener Auswerteeinrichtung. Der Differentialkondensator befindet sich in einer geschlossenen Kammer und wird aus paarweisen identischen Kondensatorplatten als die eine Elektrode, einer Gegenelektrode und einer Fluessigkeit gebildet. Erfindungsgemaess bildet eine elektrisch leitfaehige Fluessigkeit die Gegenelektrode des Differentialkondensators und das Dielektrikum besteht aus einer festen Passivierungsschicht, welche auf die Kondensatorplatten aufgebracht ist. Entsprechend der Bedeckung der Flaechen der Kondensatorplatten durch die Fluessigkeit aendert sich bei Neigung des Sensors die gemessene Kapazitaet an den Kondensatorplatten gegensinnig, woraus eine proportionale Winkelaenderung ermittelt wird. Fig. 2

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung dient der Winkel- und Ebenheitsmessung an Kran- und Förderanlagen, im Bauwesen, für elektronische Wasserwaagen und überall da, wo die genaue Messung von Winkelwerten zu einer Bezugsebene notwendig ist. Besonders vorteilhaft ist der erfindungsgemäße kapazitive Neigungssensor bei großen Umgebungstemperaturschwankungen in einem weiten Umgebungstemperaturbereich einsetzbar.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es sind Meßordnungen zur Winkelmessung bekannt, die nach dem Prinzip eines Pendels aufgebaut sind, indem die Winkeländerung eines Gehäuseteils gegenüber einem frei aufgehängten Pendel über eine Wegmessung abgebildet wird, Nachteilig bei diesen Meßanordnungen sind die große Masse, der hohe Platzbedarf, der mechanische Aufwand und lange Einschwingzeiten des Pendels. Weiterhin sind Meßanordnungen bekannt, die als gravitationsempfindliches Element eine Flüssigkeit benutzen, deren Pegelstand gegenüber einer Bezugsebene abgetastet und in einen neigungswinkelproportionalen Meßwert umgewandelt wird. Eine derartige Meßanordnung wird in der DE-OS 2551798 beschrieben, wobei der Pegelöiand eine/ elektrolytischen Flüssigkeit durch eine Widerstandsmessung zwischen mehreren Elektroden abgetastet wird und eine . winkelproportionale Widerstandsdifferenz ermittelt wird.
Nachteilig bei dieser Meßanordnung ist die starke Temperaturabhängigkeit des Elektrolyten, so daß bei großen Umgebungstemperaturschwankungen g. ößere Meßfehler entstehen, die einen Einsatz in einem weiten Umgebungstemperaturbereich ausschließen. In der DD-PS 226068 wird ein kapazitives Neigungs- und Ebenheitsmeßgerät beschrieben, bei dem sich eine dielektrische Flüssigkeit mit hohem Dielektrizitätswert zwischen zwei als Kreissektoren ausgebildeten Kondensatorplatten mit einer gemeinsamen Gegenelektrode befindet und damit ein Differentialkondensator gebildet wird.
Bei Abweichungen von der Horizontallage der Meßanordnung ändern sich gegensinnig die mit Flüssigkeit bedeckten Flächen der Kondensatorplatten, was eine Kapazitätsdifferenz hervorruft, die proportional zur Winkeländerung ist. Nachteilig bei der Anordnung gemäß DD-RS 226068 ist die starke Temperaturabhängigkeit der Dielektrizitätskonstanten der dielektrischen Flüssigkeit, was größere Meßfehler hervorruft oder die Anwendung der Anordnung nur in einem relativ kleinen Einsatztemperaturbereich ohne größere Meßfehler zuläßt. Von Nachteil ist die Begrenzung der Meßempfindlichkeit durch einen minimal notwendigen Plattenabstand, da bei Verringerung des Elektrodenstandes wegen eintretender Kapillarwirkung auf die Flüssigkeit wiederum Meßfehler entstehen. Ein weiterer Nachteil ist die begrenzte Einsetzbarkeit von dielektrischen Flüssigkeiten bei einem Temperaturbereich über 50°C aufgrund des Dampfdruckes, der zur Erhöhung des Kammerinnendrucks und ^u Verwerfungen der Kammerwände führt, so daß auch hier Meßfehler auftreten.
Für diese Meßanordnung sind also dielektrische Flüssigkeiten erforderlich, die eine gute Benetzbarkeit, eine geringe Viskosität, einen möglichst niedrigen Dampfdruck und eine möglichst geringe Temperaturabhängigkeit der Dielektrizitätskonstanten aufweisen. Diese Forderungen können in ihrer Gesamtheit praktisch nicht realisiert werden und sind nur auf Kosten des zulässigen Meßfehlers und der Einschränkung des Einsatztemperaturbereiches zu optimieren. Weiterhin wirkt sich bei der Anordnung gemäß DD-PS 226068 der hohe technologische Aufwand für den hochgsnauen planparallelen Aufbau der Kondensaioranordnung zur Konstanthaltung des Plattenabstandes nachteilig auf die Höhe der Herstellungskosten aus.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, einen kapazitiven Neigungssensor zu schaffen, der in einem großen Umgebungstemperaturbereich eine hohe Meßgenauigkeit bei minimalem Meßfehler besitzt und platzsparend aufgebaut ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen kapazitiven Neigungssensor unter Verwendung einer Flüssigkeit als gravitationsempfindliches Element in einer geschlossenen Kammer und Bestandteil eines Differntialkondensators zu schaffen, wobei der Pegelstand der Flüssigkeit abgetastet und dia gemessene Kapazitätsdifferenz proportional der Winkelabweichung des Neigungssensors von seiner Horizontallage ist und eine hohe Meßempfindlichkeit in einem weiten Einsatztemperaturbereich garantiert ist. '
Zur Lösung der Aufgabe soll der bekannte Aufbau des Differentialkondensators, bestehend aus in Form und Größe eines Kreisoder Kreisringausschnittes paarweise identischen, elektrischleitfähigen und zur Horizontallage des Neigungssensors symmetrisch angeordneten Kondensatorplatten, die sich in der Flüssigkeit befinden und die eine Elektrode bilden und aus einer Gegenelektrode vorwendoi werden. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Kondensatorplatten mit einer hochisolierenden festen Passivierungsschicht gleichmäßiger Dicke versehen sind und als Gegenelektrode des Differentialkondensators eine elektrisch leitende Flüssigkeit dient. Die Passivierungsschicht besitzt in einem weiten Temperaturbereich eine stabile Dielektrizitätskonstante und bildet das Dielektrikum des Differentialkondensators. Mit einer Kontaktfläche beliebiger Form kann die elektrisch leitende Flüssigkeit auch eine gemeinsame Gegenelektrode bilden. In der Horizontallage des Neigungssensors reicht die Flüssigkeit in der Kammer bekannterweise bis zur Symmetrieachse der Kondensatorplatten, so daß die am Differentialkondensator gemessene Kapazitätsdifferenz gleich Null ist. Bei Neigung des Sensors änc* m sich gegensinnig die mit elektrisch leitender Flüssigkeit bedeckten Flächen der Kondensatorplatten, so daß die entstehende Kapazitätsdiftorenz proportional der Winkelabweichung des N'eigungssensors zur Horizontallage ist. Die beiden Einzelkapazitäten des Differen'ialkondensators folgen der Beziehung
c = e.A .· (1)
wobei d die Dicke der Passivierungsschicht, edle Dielektrizitätskonstante der Passivieiungsschicht und A die von der elektrisch leitenden Flüssigkeit bedeckte Fläche der jeweiligen Kondensatorplatte ist.
Da die Dicke der Passivierungsschicht d einen konstanten Wert besitzt und die Fläche A nur noch vom Neigungswinkel des Neigungssensors zur Horizontallage abhängt, ergibt sich aufgrund der symmetrischen Anordnung der Kondensatorplatten und deren Kreisausschnitt- bzw. Kreisringausschnittform eine proportionale Bezishung zwischen der gemessenen Kapazitätsdifferenz und dem Neigungswinkel. Durch geeignete Wahl des Passivierungsmaterials kann die Dielektrizitätskonstante der Passivierungsschicht temperaturstabil gehalten werden.
An die elektrisch leitfähige Flüssigkeit wird lediglich dis Bedingung eines relativ geringen Dampfdruckes gestellt, um bei hohen Temperaturen durch steigenden Kammerinnendruck keine Verwerfungen der Kammerwände bzw. der Trägerplatten für die Elektroden des Differentialkondensators zuzulassen.
Die Temperaturabhängigkeit des Innenwiderstandes der elektrisch leitenden Flüssigkeit und deren Leitfähigkeit sind bei der erfindungsgemäßen Meßanordnung vernachlässigbar, da dieser nur als Reihenwiderstand zum relativ großen Innenwiderstand des Differentialkondensators in die Messung eingeht.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll anhand nachfolgendem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigen
Fig. 1: die äußere Gestaltung der Kondensatorplatten in der Draufsicht
Fig. 2: eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Neigungssensor in der Seitenansicht.
Auf einerTrägerplatte 1 befinden sich zwei als Kreisringausschnitte symmetrisch aufgebaute Kondensatorplatten 3, die mit einer dünnen Glassicht 4 als Passivierungsschicht überzogen sind. Mittels einer zweiten Trägerplatte 2, die im Abstand zur Trägerplatte 1 angeordnet ist, wird eine hermetisch geschlossene Kammer gebildet. In der geschlossenen Kammer befindet sich eine leitfähige Flüssigkeit 5, deren Pegel in der Horizontallage des Neigungssensors bis zur Symmetrieachse der beiden Kondensatorplatten 3 reicht. Zusammen mit einer leitenden Fläche 6, die auf der Trägerplatte 2 aufgebracht ist, bildet die leitfähige Flüssigkeit 5 eine gemeinsame Gegenelektrode zu den Kondcnsatorplatten 3.
Bei Veränderung des Neigungssensors aus der Horizontallage ändern sich gegensinnig die mit leitfähiger Flüssigkeit 5 bedeckten Flächen der Kondensatorplatten 3 und es ist eine Kapazitätsdifferenz zwischen den beiden Kondensatorplatten 3 meßbar. Diese Kapazitätsdifferenz ist proportional zur Änderung des Neigungswinkels des Neigungssensors aus der Horizontallage bzw. in bezug auf die Horizontallage. Durch die äußerst dünne Glasschicht 4, dere ι Dicke im Mikrometerbereich liegt, ergibt sich eine hohe Winkelauflösung durch eine große Änderung der Kapazitätsdifferenz pro Winkelwert. Als vorteilhafteste Dicke der Glasschicht 4 hat sich der Bereich von 2 bis 10Mm erwiesen. In bekannter Weise ist zur Realisierung des kapazitiven Neigungssensors an die Elektroden des Differentialkondensators eine elektronische Auswerteeinrichtung zur Messung der neigungswinkelproportionalen Kapazitätst'ifferenz und zur Anzeige des Winkelwertes angeschlossen.

Claims (3)

1. Kapazitiver Neigungssensor unter Verwendung einer Flüssigkeit als gravitationsempfindliches Element in einer geschlossenen Kammer, in der sich in Form und Größe eines Kreis- oder Kreisringausschnittes paarweise identische, elektrisch leitfähige und zur Horizontallage des Neigungssensors symmetrisch angeordnete Kondensatorplatten befinden, die mit einer Gegenelektrode einen Diffenntialkono'ensator bilden und die Kammer in der Horizontallage des Neigungssensors bis zur Symmetrieachse der Kondensatorplatten mit der Flüssigkeit gefüllt ist, gekennzeichnet dadurch, daß die Kondensatorplatten mit einer hochisolierenden festen Passivierungsschicht gleichmäßiger Dicke versehen sind und daß die Flüssigkeit in der Kammer elektrisch leitend ist und die Gegenelektrode des Differentialkondensators bildet.
2. Kapazitiver Neigungssensor nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Flüssigkeit in der Kammer mit einer Kontaktfläche beliebiger Form eine gemeinsame Gegenelektrode bildet.
3. Kapazitiver Neigungssensor nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß an die Elektroden des Differentialkondensators eine elektronische Auswerfeinrichtung zur Messung der neigungswinkelproportionalen Kapazitätsdifferenz und zur Anzeige des Winkelwertes angeschlossen ist.
DD30209187A 1987-04-24 1987-04-24 Kapazitiver neigungssensor DD272781A3 (de)

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