DD272905A1 - Verfahren zur erhoehung des schwebeanteils von biobrennstoffen, insbesondere bagasse, in schwebefeuerungen mit nachgeschaltetem rost - Google Patents

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DD272905A1
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DD
German Democratic Republic
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biofuels
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Application number
DD31631488A
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Inventor
Alfred Friedrich
Manfred Klein
Paul Lewandowitz
Ernst Woelke
Original Assignee
Dampferzeugerbau Veb K
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhoehung des Schwebeanteils von Biobrennstoffen, insbesondere Bagasse, in Schwebefeuerungen mit nachgeschaltetem Rost, wobei die Schwebefeuerung fuer Kessel mit groesserer Leistung vorgesehen ist. Das Verfahren besteht darin, dass der auf dem Rost angehaeufte Brennstoff durch eine stossweise Belueftung in Schwebe versetzt wird und dabei die Belueftung von unten durch die Rostflaeche und/oder oberhalb von ihr erfolgt. Fig. 2

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Erhöhung des Schwebeanfceils von Biobrennstoffen, insbesondere Bagasse, in bchwebefeuerungen mit nachgeschaltetem Rost
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung des Schwebeanteils von Biobrennstoffen, insbesondere Bagasse, in Schwebefeuerungen mit nachgeschaltetem Rost, wobei die ochwebefeuerung an Kessein mit größerer Leistung zur Anwendung kommt.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, daß die Verbrennung von Biobrennstoffen erhebliche Anforderungen an die Luftversorgung und Beschickungseinrichtungen stellt. Als Beschickungseinrichtung werden u. a. Wurfbeschicker eingesetzt, die erhebliche Massen des stark wasserhaltigen Brennstoffes in die Brennkammer einbringen müssen. Dabei verbrennen die kleineren und trocknen Teilchen bereits in der Schwebephase. Die größeren Teile gelangen unverbrannt auf den Nachbrennrost, der, um nachteilige Schwelungen mit einer Erhöhung des Unverbrannten zu vermeiden, in der Größe bis zu 40 % der Kesselleistung ausgelegt ist. Die Luftzufuhr zu dem Rost
ist weitestgehend statisch eingestellt. Als nachteilig erweist sich, daß wegen der damit erforderlichen Größe des Rostes und seinem Luftbedarf die für die Schwebefeuerung verbleibende Luft zur Verbrennung oines größeren Brennstoffanteils in der Schwebe nicht e.usreicht. Damit sind auch der Leistungsgröße des Kessels Grenzen gesetzt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist,es die Rostfläche für ausfallende grobe bzw. unaufbereitete Brennstoffteile zu verkleinern, ohne dabei eine Limitierung der Kesselleistung zu bewirken,
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine wesentlicne Häufung der unverbrannten Brennstoffanteile auf einem Rost mit einer kleinen Grundfläche zu verhindern, ohne dabei die Verbrennungsluftverhältnisse für die Schwebefeuerung zu verschlechtern.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gelöst, bei dem der auf dem Rost angehäufte Brennstoff durch eine stoßweise Belüftung in Schwebe versetzt wird, wobei die Belüftung von unten durch die Rostflache und/oder oberhalb von ihr erfolgt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Belüftung des Rostes sektionsweise.
Die Erfindung geht davon aus, daß der auf dem Rost anfallende Brennstoff durch die dort vorhandene Wärme eine Aufbereitungsphase (Verringerung seines Wassergehaltes, teilweises Anbrennen) erfahrt, die seine Schwebe- und Abbrandbedingungen verbessert. Die stoßweise Belüftung des Rostes bzw. einzelner Sektionen des Rostes, welche mit der vorhandenen Luftmenge durch intermittierende Erhöhung des Luftdruckes erfolgt, bewirkt, daß die quasi aufbereiteten Brennstoffpartikel sowie auch andere aus der Schwebe ausgefalle-
ne Brennstoffteile wieder in die Schwebe gebracht werden und der Rost somit für neue Brennst offanteile frei wird-
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden« In der dazugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: die vereinfachte Darstellung der
Rostbelüftung und Fig. 2: den Rost mit den Oberluftdüsen.
Der Rost 1 ist in vier Sektionen unterteilt, die einzeln über Luftklappen (2,3,4,5) die erforderliche Luft aus einer Luftleitung 6 erhalten. In der Luftleitung 6 befindet sich eine Drosselklappe 7· Vor dieser Drosselklappe 7 befindet sich eine weitere Abzweigung für unmittelbar über dem feststehenden Rost 1 angeordnete Luftdüsen 8, deren Versorgung ebenfalls über Luftklappen 9 geregelt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren wird in der V/eise angewendet, indem mit der vorhandenen Luftmenge und der Vergrößerung des Luftdruckes ein Luftstoß auf eine Sektion des Rostes gegeben wird und dazu nur die Drosselklappe 7 sowie z.B. die Luftklappe 2 geöffnet wird, die anderen Luftklappen 3|4»i? jedoch geschlossen sind. Die Dauer des Luftstoßes wird über ein Zeitrelais gesteuert. Danach kann bei Bedarf der Luftstoß auf die anderen Sektionen des Rostes 1 in beliebiger Reihenfolge gegeben werden. Anschließend gehen die jeweiligen Luftklappen 2,3,'I- oder 5 und die Drosselklappe 7 wieder in ihre Ausgangsstellung zurück und es kann mit der vorhandenen Luftmenge und Vergrößerung des Luftdruckes ein Luftstoß über die Luftdüse 8 auf den Roit gegeben werden, indem die zugehörige Luftklappe 91 gesteuert über ein nicht weiter gekennzeichnetes Zeitrelais, geöffnet wird. Der Luftstoß kann einzeln, auf beide Luftdüaen 8 und auch in Kombination mit dem Belüften des Rostes 1 von unten erfolgen. Hierdurch werden die auf dem Rost 1 gehäuften Biobrennstoffe (Bagasse) in Schwebe versetzt und verbrannt,
bevor die unverbrannten Bestandteile in die Entaschung gelangen. Gleichzeitig wird der Rost 1 für neue Brennstoffanteile freigemacht und durchgängig für die Luftversorgung des Feuerraumesο
Der Vorteil dieser erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, daß die in großen Mengen anfallenden und einen geringen Heizwert aufweisenden Biobrennstoffe unter guten Verbrennungsbedingungen beim Einsatz eines wesentlich kleineren Rostes 1 in der Schwebefeuerung verbrannt werden. Bei dieser Feuerung besteht keine Begrenzung der ausfahrbaren Kessellei3tungo Außerdem kann ein Zusetzen des wesentlich verkleinerten Rostes 1 nicht mehr erfolgen und der Brennstoff braucht nicht mehr aufbereitet werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche
    1, Verfahren zur Erhöhung des Schwebeanteils von Biobrennstoffen, insbesondere Bagasse, in Schvjebefeuerungen mit nachgeschaltetem Rost, bei denen der feststehende Rost die unverbrannten Bestandteile aufnimmt, gekennzeichnet dadurch, daß der auf dem Rost angehäufte Brennstoff durch eine stoßweise Belüftung in Schwebe versetzt wird, wobei die Belüftung von unten durch die Rostfläche und/oder oberhalb von ihr erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Belüftung des Rostes sektionsweise vorgenommen wird,
    Hierzu ein Blatt Zeichnung
DD31631488A 1988-06-02 1988-06-02 Verfahren zur erhoehung des schwebeanteils von biobrennstoffen, insbesondere bagasse, in schwebefeuerungen mit nachgeschaltetem rost DD272905A1 (de)

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