DD273068A1 - Verfahren und vorrichtung zur hefeeinzucht - Google Patents

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DD273068A1
DD273068A1 DD31697788A DD31697788A DD273068A1 DD 273068 A1 DD273068 A1 DD 273068A1 DD 31697788 A DD31697788 A DD 31697788A DD 31697788 A DD31697788 A DD 31697788A DD 273068 A1 DD273068 A1 DD 273068A1
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DD
German Democratic Republic
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vessel
wort
sterilizer
sterilizable
heat exchanger
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Application number
DD31697788A
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English (en)
Inventor
Helge-Ulrich Schrader
Knut Markgraf
Reinhard Pieles
Original Assignee
Wtoez Brau & Malzind
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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Hefereinzucht. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf die Bierherstellung. Sterile gekuehlte Wuerze, bezogen auf bierschaedliche Keime wird als Ausgangsprodukt bereitgestellt. Erfindungsgemaess wird die Wuerze in einem System, das aus einem Sterilisator, einer Pumpe und einem Waermeaustauscher besteht und mit einem Rohrleitungssystem mit sterilen Einbindungen verbunden ist, auf eine Temperatur von 127C erwaermt und bei einem sich proportional aufbauenden Druck ueber eine Zeit von minimal 60 Min. gehalten. Anschliessend wird auf eine Temperatur von 8C abgekuehlt. Die Wuerze wird mittels sterilisierbarer Einbindungen aus dem Rohrleitungsringsystem an ein Impfgefaess und Herfuehrgefaesse uebergeben. Die Bestandteile der erfindungsgemaessen Vorrichtung bilden ein geschlossenes System.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren und Vorrichtung zur Hefereinzucht Anwendungsgebiet der Erfindung
Oie Erfindung kann in der gesamten Lebensmittelindustrie, insbesondere in der Gärungs- und Getränkeindustrie angewendet werden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Hefereinzuchtanlagen sind weltweit im Einsatz« Bisher bekannte Lösungen gehen grundsätzlich davon aus» daß die Würze über einen Wärmeübertrager sterilisiert und abgekühlt oder in einem Gefäß sterilisiert und abgekühlt wird. Nach diesem Verfahrensschritt erfolgt die Beimpfung in einem anderen Gefäß, Die Würze muß durch separate Leitungen transportiert werden. Dieses birgt die Gefahr einer Infektion durch die Handhabung in sich« Ein System, das aus mehreren Gefäßen besteht und trotzdem ein geschlossenes System darstellt', ist bisher nicht bekannt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens und einer Vorrichtung zur Hefereinzucht, insbesondere von Brauereihefen, die gegenüber den bekannten Lösungen eine Verbesserung der mikrobiologischen Sicherheit und der Qualitätssicherung garantieren,
Darlegung des Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Hefereinzucht zu entwickeln, die ea ermöglichen, in einem geschlossenen System kalt und heiß zu sterilisieren und die sterilisierte Würze gezielt zu beimpfen. Sterile und gekühlte Würze, bezogen auf bierschädliche Keime, wird als Ausgangsprodukt bereitgestellt. Erfindungsgemäß wird die Würze in einem System, das aus Sterilisator 1, Pumpe 2, Wärmetauscher 3 besteht und mit einem Rohrleitungsringsystem mit sterilisierbaren Einbindungen verbunden ist, auf eine Temperatur von 127 C erwärmt und bei einem sich proportional aufbauenden Druck über eine Zeit von minimal 60 Minuten gehalten wird.
Danach wird die Dampfzufuhr zum Wärmeaustauscher beendet und die Kälteträgerzufuhr am Sterilisator geöffnet, wobei der Umpumpkreislauf aufrechterhalten wird. Mit diesem Verfahrensschritt wird die Würze auf eine Temperatur von 8 C abgekühlt. Die kalte und sterile Würze kann nun beliebig entsprechend einer bekannten Technologie auf das Impfgefäß 4, Herführgefäß 6, Herführgefäß 6 oder Herführgefäß 7 verteilt werden.
Dieser Verfahrensschritt wird entsprechend der vechnologisch benötigten Würzemenge wiederholt. Nach jeder vVün-.ά steril isation erfolgt eine Reinigung und Desinfektion des Sterilisator, dee Rohrleitungsringsystems, der Pumpe und des Wärmetauschere·
Zum Verfahren wurde erfindungsgemäß eine Vorrichtung entwickelt« die aus einem Sterilisator 1 mit Ganz.nantelkühlung mit sterilisierbaren Einbindungen und Sicherheits-/ Arbeitsarmaturen besteht. Weiterhin enthält sie eine Pumpe 2, oinen Wärmetauscher mit Dampfzuführung, verbunden durch ein Rohrleitungssystem mit kurzen sterilisierbaren »Einbindungen zum Sterilisator l, und ist mit einem Impfgefäß 4, Herführgefäße 5 bis 7 ausgerüstet. Alles zusammen bildet ein geschlossenes System.
Ist das Behältervolumen eines oder dreier Herführgafäße c nutzt und eine Vermehrungsrate der Hafe von l : 3 erreicht, so wird die Hefeherführung beendet und an andere Betriebsabteilungen übargoben. Die Einzelgefäße, das Rohrleitungsringsystem, die Pumpe und der Wärmetauscher werden heiß und kalt nach dem CIP - Verfahren gereinigt und desinfiziert. Die Reinigungstechnologie wird betriobsspeiifisch festgelegt. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wurde überraschender Weise erreicht, daß durch die Anordnung zu einem geschlossenen System ermöglicht wird, mit der Sterilisation der Würze, die Hin- und Auslaufarmaturen der Hefereinzuchtbehälter !nit zu etetilisieren. Dadurch wird eine Infektion bei der Übergabe der sterilen Würze von einem Behälter in den anderen ausgeschlossen.
Ausführungsbeispiol
Die Erfindung soll an Hand einer Zeichnung näher erläutert worden.
In der Figur ist eine mögliche Anordnung der Gefäße, die Zuordnung von Pumpe und Wärmetauscher und die Verknüpfung der einzelnen Anlagenteile miteinander dargestellt. Weiterhin werden die möglichen Zuführungen von Produkt, Hilfsmitteln und linergieträgern dargestellt. Die Figur beinhaltet den Sterilisator 1, die Pumpe 2, den Wärmetauscher 3, das Impfgefäß 4,
die Herführungegefäße 5 bis 7, zwei Zweiwegventile oder -klappen zur Befüllung des Sterilisators 1, fünf Dreiwegventile oder -klappen zur Befüllung oder Entleerung des Sterilisators 1 und der Gefäße 4, 5, 6, 7, ein Dreiwegeventil zur Befüllung oder Entleerung des Systems mit Produkt/Würze aus oder in eine andere Betriebsabteilung z.B. aus dem Sudhaus oder in die Gärung und Reifung. Eine Rohrleitungsringleitung verbindet die einzelnen Anlagenteile miteinander.
Über ein Dreiwegeventil gelangt Produkt/Würze aus einer vorgeschalteten Betriebsabteilung z.B. aus dem Sudhaus in die Herführungsanlage. Im Sterilisator wird die benötigte Produkt/ Würzemenge aufgenommen. Nach Beendigung der Befüllung des Sterilisators 1 wird das Eingangsdreiwegeventil gecoiiloesen und in Richtung der Rohrleitungsringleitung nach zwei Seiten geöffnet. Gleichzeitig werden die zwei Zweiwegeeiniaßventil in Dichtung Sterilisator 1 geöffnet. Das Dreiwögeablaßventil des Sterilisators 1 wird in Richtung Ringleitung geöffnet, und die Dreiwegeablaßventile der Gefäße 4, S, 6, 7 bleiben geschlossen. Jetzt wird der Umpumpkreislauf ausgehend vom Sterilisator 1 über Pumpe 2, Wärm übertrager 3 und Rohrleitungsringsystem zurück zum Sterilisator 1 in Betrieb genommen« Danach wird die
Dampfzufuhr zum Wärmeübertrager geöffnet und das Produkt (Würze) auf eine Temperatur von 127 C erwärmt. Das System wird über eine Zeit von mindestens 60 Minuten bei dieser Temporatur und einem sich proportional einstellenden Systemdruck gehalten« Repräsentativ wird die Temperatur im Sterilisator und am Wärmeübertragereintritt und -austritt gemessen. Mit Beendigung der Heißhaltephase wird die Dampfzufuhr geschlossen und der Umpumpkreielauf beibehalten« Oetzt wird die Kältetrjgerzufuhr am Sterilisator 1 geöffnet. Mit diesem VerfahrPiisschritt wird das Produkt (Würze) auf eine Temperatur von 8 C abgekühlt und Normaldruck im System erreicht. Die kalte und sterile Würze kann nun beliebig entsprechend einer bekannten Betriobstechnologie auf das Impfgefäß 4, Herführgefäß 5, Herführgefäß 6 oder Herführgefäß 7 verteilt werden.
Der Verfahrensschritt Fferilisation wird entsprechend der technologisch benötigten Würzemenge wiederholt. Nach jeder Sterilisation der Würze erfolgt eine Reinigung und Desinfektion des Sterilisators 1, der Pumpe 2« des Wärmetauschers 3 über das Rohrleitungsringsystem im Kreislauf. Im Impfgefäß 4 erfolgt grundsätzlich das Beimpfen der Würze mit Hefe z.B. mit einer Laborreinzucht. Das Behältervolumen des Impfgefäßes 4 wird durch das Befüllungsverfahren mit einer Verdünnungsrate von l : 4 durch die Würze und einer angestrebten Vermehrungsrate von l : 3 schrittweise ausgenutzt. Die Weiterführung der Hefereinzucht erfolgt in den Herführgefäßen. Der Inhalt des Impfgefäßes 4 wird mittels steriler Luft in das Herführgefäß 5 überführt. Das Behältervolumen des Herführgefäßes 5 wirii wie o.g* ausgenutzt. Nach gleichem Prinzip werden das Herführgefäß 6 und Herführgefäß zur Vifeiterführung Reinzucht verwendet.
Durch eine gesteuerte Kälteträgerzufuhr zu den Gefäßen 4,6,6,7 erfolgt eine gezielte Weiterführung der Hefe bei einer Temperatur von 8 bis 10 C. Ist das Behältervolumen eines oder 'dreier Herführgefäße 5,6,7 ausgenutzt und eine Vermehrungsrate der Hefe von 1 : 3 erreicht, wird die Hefeherführung beendet und an andere Betriebsabteilungen übergeben.
Die Ifinzelgofäße 1, 4, 5, 6, 7 des Rohrleitungsringsystems, die Pumpe 2 und der Wärmetauscher 3 werden heiß und kalt nach dem CIP - Verfahren im Kreislauf gereinigt und desinfiziert. Die Reinigungstechnologie wird betriebespezifisch festgelegt. Das Reinigungs- und Decinfektionsprogramm muß nach jeder Sterilisation des Produktes Würze, nach dem Umdrucken der Hefereinzucht von einem Gefäß zum anderen und nach der Entleerung eines oder mehrerer Gefäße erfolgen.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    1« Verfahren zur Hefereinzucht insbesondere für Brauereien, indem sterile gekühlte Würze, bezogen auf bierschädliche Keime, als Ausgangsprodukt bereitgestellt wird, gekennzeichnet dadurch, daß Würze in einem System, bestehend aus Sterilisator (1), Pumpe (2)» Wärmetauschor (3) verbunden durch ein Rohrleitungsringsystem mit sterilisierbaren Einbindungen auf eine Temperatur von 127 C erwärmt, bei einem sich proportional aufbauenden Druck gehalten, über eine Zeit von minimal 60 Minuten gehalten, anschließend auf eine Temperatur von 8 C abgekühlt und mittels sterilisierbarer Einbindungen aus dem Rohrleitungsringsystem an ein Impfgefäß (4), Herführgefäß (5), Herführgefäß (6) oder Herführgefäß (7) übergeben wird,
    2e Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Pynkt l, gekennzeichnet dadurch, daß ein sterilisator (1) mit Ganzmantelkühlung mit sterilisierbaren Einbindungen und Sicherheit8-/Arbeitsarmaturen, eine Pumpe (2), ein Wärmetauscher (3) mit Dampfzuführung, verbunden durch ein Rohrleitungsringsystem mit kurzen steri.\isierbaren Einbindungen zum Sterilisator (1), Impfgefäß (4), Herführgefäß (5), Herführgefäß (6) und HerführgefäS (7) ausgerüstet sind und ein geschlossenes System bilden.
    Hierzu l Blatt Zeichnung
DD31697788A 1988-06-21 1988-06-21 Verfahren und vorrichtung zur hefeeinzucht DD273068A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008037728A1 (de) * 2008-08-14 2010-03-04 Privat-Brauerei Schmucker Gmbh & Co. Kg Hefeherführung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008037728A1 (de) * 2008-08-14 2010-03-04 Privat-Brauerei Schmucker Gmbh & Co. Kg Hefeherführung
DE102008037728B4 (de) * 2008-08-14 2010-06-24 Privat-Brauerei Schmucker Gmbh & Co. Kg Verfahren zur Hefevermehrung und Hefeverwendung im Brauprozeß

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