DD273360A3 - Verriegelungsschaltung fuer pneumatisch gesteuerte gleisbremsen - Google Patents

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DD273360A3
DD273360A3 DD30163587A DD30163587A DD273360A3 DD 273360 A3 DD273360 A3 DD 273360A3 DD 30163587 A DD30163587 A DD 30163587A DD 30163587 A DD30163587 A DD 30163587A DD 273360 A3 DD273360 A3 DD 273360A3
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DD
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valve
control valve
locking
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actuating cylinder
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Application number
DD30163587A
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English (en)
Inventor
Gernot Landeck
Klaus Fischer
Manfred Schlabschi
Juergen Niemann
Original Assignee
Zentr Fi D Verkehrsw Inst F Ei
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsschaltung fuer pneumatisch gesteuerte Gleisbremsen, deren verschiedene Betriebsstellungen ueber eine Pneumatiksteuerung realisiert werden. Die Anwendung erfolgt vorzugsweise auf Rangierbahnhoefen mit einer kleinen Anzahl eingesetzter pneumatisch gesteuerter Gleisbremsen, wo bei Ausfall der Steuerspannung eine Veraenderung der Betriebsstellung der Gleisbremse ohne kostenaufwendige Massnahmen verhindert werden soll. Erfindungsgemaess wird dies erreicht, indem vor dem Steuerventil zur planmaessigen Ansteuerung der Gleisbremse ein zusaetzliches Verriegelungsventil und in die Zuleitung zur Bremsstellungsseite des Stellzylinders ein Hilfsluftbehaelter und diesem nachgeschaltet parallel zu einander ein Druckbegrenzungs- und ein Rueckschlagventil angeordnet sind. Die zeitliche Folge des Schaltens des Verriegelungsventils und des Steuerventils wird ueber eine Haltestromschaltung fuer das Steuerventil erreicht. Fig. 1

Description

2733ίΟ
Titel der Erfindung
Verriegelungsschaltung für pneumatisch gesteuerte Gleisbremsen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsschaltung für pneumatisch gesteuerte Gleisbremsen, deren verschiedene Betriebsstellungen über eine Pneumatiksteuerung realisiert werden. Die Anwendung erfolgt vorzugsweise auf Rangierbahnhöfen mit einer kleinen Anzahl eingesetzter pneumatisch gesteuerter Gleisbremsen, um für den Fall des Ausfalls der Steuerspannung sonst erforderlich werdende kostenaufwendige Maßnahmen zu vermeiden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Pneumatisch gesteuerte Gleisbremsen sind in unterschiedlichsten Bauformen und Leistungagrößen im Einsatz. Ihre Steuerung erfolgt über elektrische Befehle mittels elektro-pneumatischer Wegeventile. Die gesamte elektrische und elektronische Steuerung wird von einer zentralen Stromversorgung mit Gleichstrom-Niederspannung gespeist. Die Stromversorgung ist für den Fall des Ausfalls des Wechselstrom-Landesnetzes aus Sicherheitsgründen über Batterien gepuffert. Damit ist gewährleistet, daß bei diesem Störungsfall die Steuerung so lange funktionsfähig ist, bis die Ladeschlußspannung der Pufferbatterie erreicht wird oder der Druckluftvorrat sich erschöpft hat. Durch die Notstromversorgung über Pufferbatterien erübrigen sich zusätzliche Pneumatikschaltungen zur Verhinderung einer Lageveränderung der Bremse bei Landesnetz- und daraus resultierendem Steuerspannungsausfall. Diese Lösung hat jedoch den Nachteil, daß für die Notstromversorgung eine
raum--, kosten- und wartungsaufwendige Batterieanlage erforderlich ist.
Aus dem Fachgebiet Pneumatik sind keine mit der Erfindung vergleichbaren schaltungstechnischen Lösungen bekannt. Das Ziel der Erfindung ist es, unter Verzicht auf eine aufwendige Notstromversorgung zu verhindern, daß sich bei Ausfall der Steuerspannung für die elektro-pneumatisohe,Steuerung die Betriebsstellung der Gleisbremse innerhalb eines festgelegten Zeitraumes unge»/ollt verändert.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe besteht darin, durch eine zusätzlich anzuordnende Verriegelungsschaltung innerhalb der bekannten Pneumatik-Steuerschaltung von Gleisbremsen zu erreichen, daß bei Ausfall der Steuerspannung für die elektro-pneumatischen Steuerventile trotz Umsteuerns dieser Ventile in eine konstruktiv bedingte spannungslose Endstellung die vorgegebene Betriebsstellung der Gleisbremse für eine festgelegte Zeit erhalten bleibt. Mit der Verriegelungsschaltung ist bei Steuerspannungsausfall
die vorgegebene Bremsstellung so lange zu erhalten, daß noch alle im freien Ablauf befindlichen Wagen den betrieblichen Erfordernissen entsprechend abgebremst v/erden können bzw. die vorgegebene Lokfahrstellung ständig zu erhalten.
Erfindur.gsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in der Lt'ftversorgungsleitung vor dem bekannten Steuerventil ein Verriegelungsventil mit teilweise blindgeflanschten Anschlüssen angeordnet wird, welches zeitlich vor oder gleichzeitig mit dem Steuerventil und nur in Abhängigkeit vom Vorhandenoder Nichtvorhandensein der Steuerspannung schaltet. Hinter dem bekannten Steuerventilausgang wird in die Luftleitung zur Seihe des Stellzylinders für die Bremsstellung zusätzlich ein Hilfsluftbehälter eingebaut, dem je ein Druokbegrenzungsund.· Rückschlagventil parallel geschaltet nachgeordnet sind.
Das Druckbegrenzungaventil gibt den Durchfluß in Richtung des Stellzylinders frei, das Rückschlagventil sperrt dagegen bei dieser Strömungsrichtung den Luftstrom.
Es wurde weiterhin gefunden, daß je ein Verriegelungs- und Entlüftungsventil vor einem oder mehreren Steuerventilen eingebaut werden können, jedem Steuerventil jedoch ein Hilfsluftbehälter und die Ventilkombination Druckbegrenzungs-Rückschlagventil in der angegebenen Form nachzuordnen sind. Dabei ist es möglich, ein oder mehrere Stellzylinder ' übec diese Leitung und die zusätzlich angeordneten Einrichtun ;en zu versorgen.
Erfindungsgemäß ist es erforderlich, daß das Verriegelun5sventil gleichzeitig mit oder zeitlich vor dem Steuerventil schaltet. Die zeitliche Vorrangschaltung für das Verriegelungs ventil wird mittels einer Abfallverzögerung für das Steuerventil dadurch erreicht, daß für das Steuerventil ein kurzzeitiger Haltestrom mittels eines dem Schaltrelais parallelgeschalteten Kondensators erzeugt wird, der trotz Öffnen des Schaltrelais ein zeitlich verzögertes Umsteuern des Steuerventils gegenüber dem Verriegelungsventil bewirkt. Jedes dem Verriegelungsventil nachgeordnete Steuerventil ist mit dar Abfallverzögerung ausgerüstet.
Zwischen dem Verriegelungs- und Steuerventil ist erfindungsgemäß ein Entlüftungsventil eingebaut, mittels welchem es ( möglich ist, nach Handumschaltung die Lokfahrstellung der Bremse trotz fehlender Steuerspannung zu realisieren.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert
Es zeigen
Fig. 1 ein Blockschaltbild der Verriegelungsschaltung (pneumatisch)
Fig. 2 ein Schaltschema der Abfallverzögerung für das Steuerungsventil (elektrisch).
Pig. 1 zeigt ein Verriegelungsventil 1 mit den blindgeflanschten Anschlüssen A., A und Z0. In eine Verbindungsleitung 2 zwischen dem Anschluß Z. des Verriegelungsventilsi und dem Anschluß D eines bekannten Steuerventils ist ein handbedienbares Entlüftungsventil k eingebaut. Vom Anschluß Z_ des Steuerventils 3 führt eine Leitung zur Bremsstellungsseite 6 eines SteliZylinders 7, in der ein Hilfsluftbehäller 8 und danach parallelgeschaltet ein bei einem unterhalb des für den normalen Betrieb erforderlichen Druckes öffnende Druckbegrenzungsventil 9 und ein Rückschlagventil 10 angeordnet sind. In Fig. 1 ist weiterhin dargestellt, daß an diese Leitung 5 mehrere Stellzylinder 7 anschließbar sind. Die Ventilschaltstellungen sind für das Verriegelungsventil 'i und das Steuerventil 3 gleich.
In Figur 2 ist die Abfallverzögerung für das Steuerventil 3 schaltungsmäßig dargestellt. Sie unterscheidet sich von der bekannten Schaltung dadurch, daß parallel zu einem Schaltrelais 11 für jedes Steuerventil 3 ein zur Haltestromerzeugung erforderlicher Kondensator 12 angeordnet ist .
Die Verriegelungsschaltung arbeitet bei vorhandener Steuerspannung so, daß das Verriegelungsventil 1 auf Durchgang D-Z geschaltet und das Entlüftungsventil h geschlossen ist. Damit liegt am Steuerventil 3 der Leitungsdruck an, der in Abhängigkeit von dp" suf dem Steuerpult vorgegebenen Betriebsstellung die entsprechende Zyiinderseite des Stellzylinders 7 druckbeaufschlagt. In der Ventilschaltste]1ung D - Z„ des Steuerventils 3 steht dabei der Hilfsluftbehälter 8 ebenfalls unter Lei Langsdruck und das Druckbegrenzungsventil 9, das bereits bei einem geringeren als dem für den normalen Betrieb erforderlichen I.eitungsdruck öffnet, kann durchströmt werden. Bei eintretendem Ausfall der Steuerspannung werden das Verriegelungsventil 1 und mittels
der Abfallverzögerung zeitlich versetzt d,as Steuerventil 3 in die konstruktiv bedingte spannungslose Schalt stellung umsteuern, sofern sich das Steuerventil 3 nicht bereits in dieser Schalt stellung befunden hat. Die Entlüftung der Bremsstellungsseite 6 des Stellzylindevs 7 v/ird jedoch auf dem Weg über das geöffnete Rückschlagventil 10, die Leitung 5, den Hi Ifsluftbehälter 8, die Verbindung Z-D des Steuerventil3 3 sowie das auf Durchgang D-Z1 geschaltete Entlüftungsventil 4 und die Verbindung Z. - A. des Verriege.lungsventils 1 wegen des blindgeflanschten Ventilausganges A verhindert. Die anliegenden Druckverhältnisse können sich somit nur durch Leckverluste verändern. Diese LecKverluste werden durch das Nachspeisen aus dem Hilfsluftbehälter 8 direkt oder über das Druckbegrenzungsventil 9 bis zum Erreichen des Einstelldruckes dieses Ventils ausgeglichen. Damit kann bei optimierter Bemessung des Volumens des Hilfsluftbehälters 8 die Bremse die betrieblich erforderliche Zeit in der auf dem Steuerpult eingegebenen Detriebsstellung gehalten werden. Eine Zwangs· -nt lüftung der Bremsstellungsseite 6 des Stellzylinders 7 ist über das Rückschlagventil 10, die Leitung 5, den Hilfsluftbehälter 8 und die Verbindung Zp - A de3 Steuerventiles 3 m^liun.
'.'ar zum Zeitpunkt des Ausfalls der Steuerspannung die andere Seite des Stellzylinders 7 druckbeaufschlagt, so werden beide Zylinderseiten drucklos und die Bremse verbleibt in der vorgegebenen Lokfahrstellung.
Da betrieblich unter allen Umständen ausgeschlossen warden muß, dsß bei vorgegebener "Nichtbremsstellung" die Brensstellungsseite 6 des Stellzylinders 7 druckbeaufschlagt wird, sind zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für den Fall des nicht vollen V/irkens der Abfallverzögerung für das Steuerventil 3 realisiert. Sie bestehen darin, daß bei kurzzeitigem Erstschalten des Steuerventils 3 vor dem Verriegelungsventil 1 die auftretende Druckluftwelle in den drucklosen Hilfsluftbehälter 8 strömt und hier so weit
entspannt wird, daß der im Druckbegrenzungsventil 9 eingestellte Sperrdruck nicht überschritten v/ird und damit dieses Ventil nicht öffnet. Da sich das Rückschlagventil 10 ebenfalls in Sperrstellung befindet, kann damit auch über diesen Leitungsweg die Bremsstellungsseite 6 des Stellzylinders 7 nicht druckbeaufschlagt werden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche
    1. Verriegelungsschaltung für pneumatisch gesteuerte Gleisbremsen, bei denen die Betriebsstellungen der Bremse über ein bekanntes Steuerventil mittels eines Stellzylinders realisiert werden und trotz Ausfall des Wechselstrom-Versorgungsnetzes der Stel1zylinder die durch einen Steuerbefehl vorgegebene Betriebsstellung für einen festgelegten Zeitraum beibehält, dadurch gekennzeichnet., daß ein zusätzliches Verriegelungsventil (1) mit blindgeflanschten Anschlüssen A., A~ und Z in der Verbindungsleitung (2) zum bekannten Steuerventil (3) angeordnet und so geschaltet ist, daß bei anliegender Steuerrpannung das Verriegelungsventil (1) die Schaltstellung D-Z einnimmt und damit die Verbindung Z des Verriegelungsventils (1) zum Anschluß D des Steuerventils (3) über ein im Regelbetrieb auf den Durchgang Verriegelungsventil (I) - Steuerventil (3) geschaltetes, von Hand bedienbares Entlüftungsventil (4) besteht und bei ausgefallener Steuerspannung die Verbindung D - Z? im Verriegelungsventil (1) und damit die Sperrstellung besteht, daß in der Leitung (5) vom Anschluß Z p des Steuerventils (3) zur Bremsstellungsseite (6) des Stellzylinders (7) ein Hilfsluftbehälter (8) und diesem nachgeordnet und parallelgeschaltet ein Druckbegrenzungsventil (9) mit Durchflußrichtung Hilfsluftbehälter (8) - Stellzylinder (7) und ein Rückschlagventil (10) mit Durchflußrichtung Stellzylinder (7) - Hilfsluftbehälter (8) angeordnet sind und daß das Steuerventil (3) mit einer zeitlichen Abfallverzögerung ausgerüstet ist.
  2. 2. Verriegelungsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zeitliche Abfallverzögerung für das Steuerventil (3) mittels eines dem Schaltrelais (11) für das Steuerventil (3) parallelgeschalteten Kondensators (12) erreichbar ist.
  3. 3. Verriegelungsschaltung naoh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Verriegelungsventil (1) ein oder mehrere Steuerventile (3) parallelgeschaltet nachgeordnet werden können.
    h. Verriegelungsschaltung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Steuerventil (3) eine Abfallverzögerung zugeordnet ist.
    Hierzu.j^.„ Seiten Zeichnungen
DD30163587A 1987-04-09 1987-04-09 Verriegelungsschaltung fuer pneumatisch gesteuerte gleisbremsen DD273360A3 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN1061004C (zh) * 1996-06-28 2001-01-24 杨恩久 气动可控停车装置

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CN1061004C (zh) * 1996-06-28 2001-01-24 杨恩久 气动可控停车装置

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