DD273366A3 - Holzbalkenkopfsanierung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft die Holzbalkenkopfsanierung mittels Klebeverbindung bei der Instandsetzung von Holzbalkendecken im Bereich geschaedigter Balkenkoepfe. Ziel der Erfindung ist es, eine konstruktive Loesung anzugeben, die einen effektiven Einsatz vorgefertigter Holzbalkenkopfstuecke, mittels geeigneter Verbindung an vorhandenen Deckenbalken, ermoeglicht. Aufgabe der Erfindung ist es, eine konstruktive Loesung anzugeben, die eine guenstige Krafteinleitung von vorhandenen Holzbalken in das serienmaessig vorgefertigte Balkenkopfstueck ermoeglicht und weiterhin das Oeffnen der vorhandenen Holzdeckenkonstruktion nicht wesentlich ueber den Befallsbereich hinaus erfordert. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass die Verbindungsstelle als Blatt ausgearbeitet, mittels Klebefuge und eingestreutem Marmorsplitt, ausgebildet ist. Der erforderliche Anpress- und Einpressdruck wird vorzugsweise durch Bolzen gesichert, die nach Abbinden der Klebefuge wieder entfernt werden.
Description
Die Erfindung botifft eine Holzbalkenkopfsanierung mittels Klebeverbindung für den Ersatz ge :hädigter Holzbalkenköpfe bei der Instandsetzung von Holzbalkendecken im Bereich des Aullagers durch ein neues Balkenstück.
Für den Ersatz geschädigter Holzbalkenköpfe sind verschiedene Lösungen bekannt.
Üblich ist die Anschuhung von Holz- oder Stahllaschen, Bei diesen bekannten Verfahren werden die befallenen Balkenkopfe im Mauerwerk freigelegt und abgeschnitten. Bei diesen Anlaschmethoden wird eine biegosteife Verbindung zwischen Anlaschelement und geschädigten Balken hergestellt. Das bedingt eine Öffnung der gesamten Deckenkonstruktion weit über den schadhaften Beroich hinaus. Das ist dann besonders unbefriedigend, wenn der Schaden nur im Auflagerbereich zu beheben ist.
Es sind weitere Instandsoti ungsmethodon, wie z.B. Einbau vorgefertigter Stahlprothesen unterschiedlichster Konstruktionen, bekannt. Auch diese sind nit den vorgenannten Nachteilen behaftet.
Weiterhin sind zerstörungsarme Sanierungsverfahren verschlissener Balkenköpfe bekannt, bei denen im zerstörton Auflagerbereich die Balkenköpfe längs angebohrt werden. In dieso Bohrungen wird ein Bewehrungsträger eingebracht und der verbliebene Hohlraum mit vorzugsweise Eboxydharzen ausgefüllt. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß die von Holzschädlingen befallenen Balkenköpfe verbleiben sowie die geforderte Belüftung der Balkenköpfe nicht mehr gesichert werden kann.
Ein weiteres bekannten Verfahren ist der Ersatz geschädigter Holbautelle durch Polyesterharzbeton und Bewehrung. Der Nachteil dieser bekannten Methode besteht darin, daß für die Verankerungsstäbe Unterseite im Balken, Nuten einzuf rasen sind.
Die Ausfräsung ist arbeitsaufwendig.
Ein w'terer Nachteil besteht darin, daß die Abbindtizeit des Polyesterharzbetons zwischen 3 und 7 Tage liegt.
Ziel der Erfindung ist os, eine konstruktive Lösung anzugeben, die eine effektive Holzbalkenkopfsanierung durch eine geeignete Klebeverbindung ermöglicht. Diese Lösung hat die Nachteile der bekannten Konstruktionen zu beheben und einen hohen Vorfertigungsgrad des anzusetzenden neuen Balkenkopfes zu sichern.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine konstruktive Lösung anzugeben, die eine günstige Krafteinleitung in die Klebeverbindung, einen hohen Vorfertigungsgrad des neuen Balkenkopfstückes sowie eine schnelle Montage ermöglicht. Erfindumjsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein neues serienmäßig vorgefertigtes Balkenkopfstück im Verbindungsbereich zum vorhandenen Balken mit einem Blattstoß zu diesem ausgebildet ist. Die Verbindung dieses Blattes erfolgt mittels Kleber; in diesen Verbindungsflächen selbst ist Marmorsplitt eingestreut. Durch mehrere Bolzen wild die Lagesicherung der Klebefuge sowie der erforderliche Anpreßdruck für das Eindrücken dos Marmorsplittes in beide parallele Klebeflächen des Blattes gewährleistet. Durch dieses Einpressen des Marmorsplitts wird die Fläche der Klebefuge wesentlich vergrößert und gleichzeitig eine Dübelwirkung erreicht. Ein weiteres Wesen der Erfindung besteht in der serienmäßigen Vorfertigung des Balkenkopfstückes. In diesem Bereich des Auflagers im Mauerwerk sind mehrere Schlitze eingefräst, die eine ständige Durchlüftung des Balkenkopfauflagers sichern. Dieses Balkenkopfauflager ist in seinen Seiten und Oberflächen konisch gearbeitet.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Sie ist keineswegs auf diese beschränkt, iii der Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Draufsicht ai«f die Holzbalkenkopfsanierung Fig. 2: Schnitt durch die Klebeverbindung Fig.3: Schnitt durch das Balkenkopfauflager
Aus Fig. 1 ist das Balkenkopfstück 1 ersichtlich. Im Bereich des Mauerwerkes ist an diesem die Dämmplatte 10 und der Pappmantel 11 befestigt. Weiterhin sind Lüftungsschlitze 8, jeweils in den Seiten und Oberteil, derart In das Balkenkopfstück 1 eingefräs·.. daß sie noch 50mm über die Innenkante Mauerwerk herausragen. Die Seitentoile und das Oberteil sind mit Abschrägung 9 versehen. Im Bereich dor Klebeverbindung 3 ist am Balkenkopfstück 1 ein Blatt M eingearbeitet. Das Balkenkopfstück 1 ist im vorgeschriebenen Umfang komplett vorgefertigt. Am vorhandenen Deckenbalken 2 ist ebenfalls das Blatt 14 eingearbeitet. Die Klebeverbindung 3 besteht aus dem Klebstoff 4, dom Marmorsplitt 5 sowie den Bolzen 6. Für die Holzbalkenkopfsanierung mittels Klebeverbindung slnrt nachfolgende Arbeitsschritte in der objektkonkreton Ausführung erforderlich:
Nach TGL 22735/01 sind die Befallstollen des Balkonkopfos entsprechend vom gesunden Deckenbalken abzutrennen, aus dom Mauorwe k auszustemmen und zu entfernen. 300mm über diesen Bereich hinaus sind die Dielungs-, Fehlbodon- und Untorkonstruktion aufzunehmen und dor verbleibende Deckenbalken abzustützen, An den vorhandenen Deckenbalken 2 ist das Blatt 14 einzuarbeiten. Anschließend wird da* vorgefertigte Balkenkopfstück 1 derart in Längsrichtung des vorhandenen Deckenbalkens verlegt, daß ein eingearbeiteten Blattet 14 anoinanderliegon. Über die eingebrachten Bohrungen 7 im Balkenkopfstück 1 werden die Bohrungen Deckenbalken 15 hergestellt. Das Balkenkopfstücl· 1 wird soweit anschließend abgerückt, daß die gesamte Fläche des Blattes 14, einschließlich die Stirnseiten, mit Eboxydharz eingestrichen und der Marmorsplitt 5 durch leichtes Aufdrücken in der Klebefuge 16 fixiert werden kann. Die Blätter 14 werden lageidentisch aneinandergedrückt und die Bolzen 6 durch die Bohrung Balkenkopfstück 7 und Bohrung Deckenbalken 15 eingezogon. Die Schrauben der Bolzen 6 werden soweit angezogen, daß der Mamorsplitt 5 in die Blätter 14 eingedrückt und die Klebefuge 16 damit, ohne Einschlüsse von Luftblasen, oatt geschlossen wird. Durch das Eindrücken dos Marmorsplitts 5 in die Flächen der Blätter 14 erfolgt neben einer Vergrößerung der Leimflächon vor allem eine zusätzliche Dübelwirkung. Di«» Bohrungen im Balkenkopfstück 7 und Bohrung im Deckenbalken 15 sind in einem größeren Durchmesser, als der Durchmesser der Bolzen 6, herzustellen. Nach Abbinden des Eboxydharzes (in der Regel zwei Stunden) werden die Bolzen 6 aus der Klebeverbindung 3 entfernt und die Decke kann komplett wieder geschlossen worden.
Claims (1)
- Holzbalkenkopfsanierung^ndem der geschädigte Teil des Balkens entfernt und durch ein serienmäßig gefertigtes Balkenkopfstück mit eingefrästen Lüftungsschlitzon und Abschrägungen ersetzt wird, wobei die Verbindung des Balken mit dem Balkenkopfstück durch Kleben mit Kunstharz erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Balken (2) und das Balkenkopfstück (1) ein Blatt (14) mit Flächen zum Auftragen des Klebstoffes (4) aufweisen und zwischen den mit Klebstoff (4) versehenen Flächen cuiarfkantiger Splitt (5), vorzugsweise Marmorsplitt, gleichmäßig verteilt angeordnet ist.Hierzu Ί Seite Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD29938987A DD273366A3 (de) | 1987-01-22 | 1987-01-22 | Holzbalkenkopfsanierung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD29938987A DD273366A3 (de) | 1987-01-22 | 1987-01-22 | Holzbalkenkopfsanierung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD273366A3 true DD273366A3 (de) | 1989-11-15 |
Family
ID=5586447
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD29938987A DD273366A3 (de) | 1987-01-22 | 1987-01-22 | Holzbalkenkopfsanierung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD273366A3 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT399838B (de) * | 1993-07-20 | 1995-07-25 | Wirglauer Gottfried | Holzverbindung zum stumpfen stossen zweier holzbalken |
| DE10316153A1 (de) * | 2003-04-09 | 2004-11-04 | Fachhochschule Lausitz | Anordnung zur Einschränkung der Tauwasserbildung an Balkenköpfen eines Bauwerks |
| DE202017004730U1 (de) | 2017-09-12 | 2018-12-18 | Bennert GmbH Betrieb für Bauwerksicherung | Balkenverstärkungsverbund |
-
1987
- 1987-01-22 DD DD29938987A patent/DD273366A3/de not_active IP Right Cessation
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT399838B (de) * | 1993-07-20 | 1995-07-25 | Wirglauer Gottfried | Holzverbindung zum stumpfen stossen zweier holzbalken |
| DE10316153A1 (de) * | 2003-04-09 | 2004-11-04 | Fachhochschule Lausitz | Anordnung zur Einschränkung der Tauwasserbildung an Balkenköpfen eines Bauwerks |
| DE10316153B4 (de) * | 2003-04-09 | 2006-05-11 | Fachhochschule Lausitz | Anordnung zur Einschränkung der Tauwasserbildung an Balkenköpfen eines Bauwerks |
| DE202017004730U1 (de) | 2017-09-12 | 2018-12-18 | Bennert GmbH Betrieb für Bauwerksicherung | Balkenverstärkungsverbund |
| DE102018006790A1 (de) | 2017-09-12 | 2019-03-14 | Bennert GmbH Betrieb für Bauwerksicherung | Balkenverstärkungsverbund |
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