DD273433A1 - Rottevorrichtung fuer organische abprodukte - Google Patents

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DD273433A1
DD273433A1 DD88317221A DD31722188A DD273433A1 DD 273433 A1 DD273433 A1 DD 273433A1 DD 88317221 A DD88317221 A DD 88317221A DD 31722188 A DD31722188 A DD 31722188A DD 273433 A1 DD273433 A1 DD 273433A1
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organic
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DD88317221A
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Klaus Fieback
Gunter Schertz
Konrad Soyez
Dieter Beck
Rolf Arnold
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Bauakademie Ddr
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    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Rottevorrichtung fuer oganische, vorzugsweise pflanzliche Abprodukte und dient der effektiven Gestaltung von Rotteprozessen in Betrieben der Landwirtschaft, Industrie und Kommunalwirtschaft mit grossem Anfall kompostierungsfaehiger Stoffe. Aufgabe der Erfindung ist es, mit einfachen technischen und technologischen Mitteln eine optimale mikrobielle Sturkturierung des Rottegutes waehrend des gesamten Rotteprozessverlaufes zu realisieren. Erfindungsgemaess wird dazu das Rottegut in sackfoermige flexible Rottebehaeltnisse aus gas- und fluessigkeitsdurchlaessigem Material, vorzugsweise textilen oder plaste- bzw. elasteartigen Loch-, Streifen- oder Netzbehaeltnissen, eingelagert. Die Rottebehaeltnisse werden waehrend des Rotteprozesses im Rottesilo verdrillt.

Description

Erfindungsgernöß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Im Rottesilo befindliche Rottegut in ein oder mohrere sackförmige flexible Rottebehältnisse aus gas- und flüsäigkeitsdurchlässlgem Material eingebracht wird. Die Rottebehaltnisse werden innerhalb oder außerhalb der Rottevorrichtung mit Rottegut gefüllt und sind entweder vertikale oder horizontal im Rottesilo angeordnet. Die Rottebehaltnisse bestehen beispielsweise aus verrottungsfesten Textilien, Glasfasern, Plasofolien oder Plasteoder Gummifäden und besitzen eine entsprechende Loch-, Streifen- oder Netzstruktur. Erfindungswesentlich ist außerdem die verdrillbare Ausführung bzw. Anordnung der Rottebehältnisse Im Rottesilo, wodurch die für einen optimalen Rotteverlauf orforderlichogleichmäßige Verdichtung sowie Lockerung des Rottegutes und/odar die Auspressung von Überschußwasser aus dem Rottegut gegeben ist.
Das Rottobehältnis ist zumindest an einem Ende mit einem Zugkraft- und/oder torsionskraftübertragenden Anschlußelement gekoppelt. Die Betätigung des Anschlußelementos erfolgt vorzugsweise selbsttätig in Abhängigkeit dos Rottegutgewichtes. Dio Endsektionen der Rottebehältnisse sind mit Zuleitungselementen für die Feuchtluft und Ableitungselementen für das Rotteabgas versehen. Damit werden außerordentlich günstige Durch- und Umströmungsverhältnisse im Rottegut ermöglicht.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand einer Rottevorrichtung mit vertikal angeordneten Rottebehältnisson näher erläutert. Die Rüttelvorrichtung besteht aus einem Rottesilo 1, einem Verteilerkanal 2 für die Feuchtluft F und einer Sammelkammer 3 für das Rotteabgas. Das Rottesilo 1 wird nach oben durch eine Deckenplatte 4 und nach unten durch ehe begehbare Bodenplatte 5 begrenzt. Die sackförmigen flexiblen Rottebehältnisse 6 bestehen aus gas- und flüssigkeitsdurchlä ssigem Material, beispielsweise aus Textilien, Glasfasern oder Plaste- bzw. Elastewerk&'.offen, und sind gelocht, netzartig aufgebaut oder aus einzelnen Streifensegmenten zusammengefügt. Die Enden des Rottobehältnisses 6 sind mit einem unteren und oberen Befestigungsteil 7,8 für das gas- und flüssigkeitsdurchlässige Material versehen. Die Rottebehältnisse 6 werden an Anschlußelementen 10, welche an der Deckenplatte 4 angebracht sind, befestigt. Das Anschlußelement 10 enthält eine Steilgewindebuchse 13, bei der der Gowindesteigungswinkel größer als der Gewindereibungswinkel ist. In die Steilgewindebuchse 13 ist eint. Druckfeder 14 ingegriert und ein mit Steilgewindesektion ausgestattetes Ableitungselement 11 für das Rotteabgas R eingeschraubt. Das in das Rottesilo 1 hineinragende Ende des Ableitungselementes 11 besitzt eine Aufhängung 12 für die Rottebehältnisse 6. Die Abdichtungen 15 verhindern ein Eindringen von Rottegas R in den Innonraum der Steilgewindebuchse 13. Das Füllen der Rottebehältnisse 6 erfolgt vorzugsweise außerhalb des Rottesilos 1. Anschließend werden die Rottebehältnisse 6 in das Rottesilo 1 transportiert und mittels der oberen Befestigungsteile 8 an den Aufhängungen 12 der Ableitungselemente 11 angeschlagen. Unmittelbar danach vollzieht sich eine selbsttätige Abwärtsbewegung der Rottebehältnisse 6 entgegen der Kraft der Druckfeder 14. Jedes Rottebehältnis 6 und Ableitungselement 11 wird dabei soweit nach unten bewegt, bis das Produkt aus Federweg und Federkonstante eine Federdruckkraft aufweist, die dem Gewicht des Rottebehältnisses 6, reduziert um die aufzutretenden Reibungskräfte, entspricht. Dieser Momentanzustand ist in der Zeichnung durch die rechte bildliche Darstellung aufgezeigt. Das sich zunächst auf dem Bodenblech des Verteilerkanals 2 abstützende Zuleitungselement 9 für die Feuchtluft F ist als Vierkanthohlprofil ausgebildet und wird nach dem Stillstand des Rottebehältnisses 6 in das untere Befestigungsteil 7, welches einon zentrischen Vierkantdurchbruch besitzt, eingesteckt und mittels eines Hakenbolzens 16 in der skizzierten Lage gehalten. Das Zuleitungselement 9 wird außerdem in einem Vierkantdurchbruch der Bodenplatte 5 geführt. Im Verlauf des Rotteprozesses wird bei verschlossenem Rottesilo 1 speziell aufbereitete Feuchtluft F in den Verteilerkanal 2 eingeleitet. Der überwiegende Teil der Feuchtluft F strömt über die Zuleitungselemente 9 in das Rottegut 17. Ein Feuchtl'.iftteilstrom wird durch die Ringkanäle zwischen den Durchbrüchen der Bodenplatte 5 und dem Außenmantel der Zuleitungsolemente 9 geführt und gelangt daraufhin mit den in Nähe der Außenhaut der Rottebehältnisse 6 befindlichen Rottegutzonen in Kontakt. Der Feuchtluft F wird beim Kontakt mit dem Rottegut 17 durch Rottegas, beispielsweise mit Kohlendioxid und Ammoniak, angereichert. Das Austragen des entstandenen Rotteabgases R aus dem Rottesilo 1 erfolgt mittels der Ableitungselemente 11. Das beim Rotteprozeß anfallende Kondensat K kann durch die Ringkanäle zwischen den Durchbrüchon der Bodenplatte 5 und dem Außenmantel der Zuleitungselemente 9 aus dem Rottesilo 1 ungehindert austreten. Gemäß der Verringerung des Rottegutgewichtes während des Rotteprozesses entspannt sich die Druckfeder 14 und drückt das Ableitungselement 11 kontinuierlich nach oben, wodurch das mittels Steilgewindepaarung erzeugte Drehmoment auf das Rottobehältnis 6 übertragen wird. Daraus resultiert das in der linken bildlichen Darstellung der Zeichnung aufgezeigte Verdrillen des Rottebehältnisses 6. Die vertikale Längenänderung des Rottebehältnisses 6 beim Verdrillvorgang ermöglicht insbesondere eine schonende Behandlung des Behältermaterials und auch den Einsatz von Materialien mit relativ geringer Dehnungselastizität. Auf Grund der völlig selbsttätigen und kontinuierlichen Veränderung des Verdrehweges in Abhängigkeit vom Rottegutgewicht werden optimale Rottegutstrukturierungen bzw. -dichten in jedem Rottebehältnis 6 während des gesamten Rotteprozesses gewährleistet. Es besteht natürlich auch die grundsätzliche Möglichkeit einer Verdrillung der Rottebehältnisse 6 durch äußeren manuellen oder automatischen Krafteintrag. Die Strukturierung bzw. Entfeuchtung des Rottegutes ist in bestimmten Bedarfsfällen, z.B. auch durch wechselseitiges Verdrillen und Lockern der Verdrillung beeinflußbar.
Ist der Rotteprozeß beendet, werden die Rottebehältnisse 6 von den Aufhängungen 12 und den Zuleitungselementen 9 gelöst. Nach der Entnahme der Rottebehältnisse 6 aus dem Rottesilo 1 erfolgt das Entfernen des Abfalls, das Einfüllen frischen Rottegutes 17 und das erneute Einbringen in die Rottevorrichtung.

Claims (3)

1. Rottevorrichtung für organische Abprodukte, bestehend aus einem Rottesilo mit Feuchtluftumspülung des Rottegutes und Rottegasabfuhr, dadurch gekennzeichnet, daß das im Rottesilo (1) befindliche Rottegut (17) in einem oder mehreren sackförmigen flexiblen Rottebehältnissen (6) aus gas- und flüssigkeitsdurchlässigem Material, vorzugsweise Textilien, glasfaserartigen oder plaste- bzw. elasteartigen Loch-, Streifen- oder Netzbehältnissen, eingelagert ist und die Rottebehältnisse (6) im vertikalen oder horizontalen Befestigungszustand im Rottesilo (1) verdrillbar angeordnet sind.
2. Rottevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Ende des Rottebehälters (6) mit einem zugkraft- und/oder torsionskraftübertragenden Anschlußelement (10) gekoppelt ist und die Betätigung des Anschlußelementes (10) vorzugsweise selbsttätig in Abhängigkeit des Rottegutgewichtes erfolgt.
3. Rottevorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Endsektionen bzw. -bereiche der Rottebehältnisse (6) mit Zuleitungselementen (9) für die Feuchtluft F und Ableitungselemente (11) für das Rotteabjas R ausgestattet sind.
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rottovorrichtung für organische, vorzugsweise pflanzliche, Abprodukte und dient der optimalen Gestaltung von Rotteprozessen. Die Vorrichtung ist für nahezu alle Kompostierungsanlagen ohne oder mit gekoppelten Verfahren zur Rottegasgewinnung, insbesondere Kohlendioxid- und Ammoniakgewinnung, geeignet. Hauptanwender sind Betriebe der Landwirtschaft, Industrie und der Kommunalwirtschaft mit großem Anfall kompostierungsfähiger organischer Stoffe.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die aus dem Stand der Technik bekannten Rotteanlagen sind vornehmlich dadurch gekennzeichnet, daß das Rottegut in Behältern bzw. Silos verschiedenster Baugröße und -form speziell eingelagert, mechanisch behandelt sowie mit einem entsprechend temperierten und feuchteangeroicherten Luftstrom in Kontakt gebracht wird, um bestmögliche Rottebedingungen zu erhalten. So ist beispielsweise in der DE-OS 2411491 ein Rottesilo mit akzeptablen Rottebedingungen vorgeschlagen. Dieses Rottesilo enthält ein drehbares Rohrregister zur Lufteinspeisung sowie Durchmischung des Rottegutes und Austragung des Abfalls nach beendetem Rotteprozoß. Nachteilig hierbei sind der erhebliche zusätzliche Energiebedarf und die in bestimmten Zeitintervallen vorzunehmenden Reinigungsmaßnahmen zur Beseitigung zäher und außerordentlich adhäsiv wirkender Verkrustungen an den Vorrichtungsteilen, insbesondere an den Luftaustrittsöffnungen des Rohrregisters. Außerdem kommen auf Grund der Aggressivität des Rottegutes und der hohen dynamischen Kraftbeanspruchung des Rohrregisters, unter Berücksichtigung langer Lebensdauer, nur kostenintensive hochlegierte Stähle als Rohrmaterial in Frage. Die DE-OS 2628772 beinhaltet eine Lagerung von Kompostgut, welches einer vorheriyen Preßverformung unterzogen wurde, in einer Halle oder ähnlichen abgeschlossenen Räumen. Durch Schüttung dieses Kompostgutes in Mieten von vorzugsweise Dreiecks-, Trapez- oder Tafelform entstehen große Stücke mit grober Bruchstruktur und demzufolge Hohlräume für den Luftdurchsatz. Eine derartige Prinziplösung ist zwardurch relativ einfache Realisierungsanfordarungen charakterisiert, garantiert aber die für einen effektiven Rottoprozeß notweMige homogene Rottegutstrukturierung während des gesamten Rottezeitraurnes nicht. Die nur sehr grobe und im wesentlichen unveränderliche Bruchstruktur führt zu ungünstigen pneumatischen und hydraulischen Durchströmverhältnissen und damit zu örtlichen Überfeuchtungen und unterschiedlich temperierten Rottegutzonen, woraus u. a. eingeschränkte und unkontinuierliche Entwicklungs- bzw. Lebensbedingungen der Mikroorganismen resultieren.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine universell anwendbare Rottevorrichtung zu entwickeln, die mittels einfacher technischer Bauteile und technologischen Betriebsabläufen sowie redigierten Hilfsenergieaufwendungen sowohl wesentlich verbesserte Instandhaltungsbedingungen als auch eine inteosi 'ierto Gestaltung des Rotteprozesses ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rottevorrichtung zu entwickein, die neben der Berücksichtigung eines minimalen Reinigungsbedarfes der mit dem Rottegut in Berührung kommenden Bauelemente sowie des E: ratzes kostengünstiger Materialien eine optimale mikröbielle Strukturierung des Rottegutes während des gesamten Rotteprozeßverlaufes realisiert.
DD88317221A 1988-06-28 1988-06-28 Rottevorrichtung fuer organische abprodukte DD273433A1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5403740A (en) * 1992-04-14 1995-04-04 Menefee; Jay Biodegradable compost bins
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WO2013058667A1 (en) 2011-10-20 2013-04-25 Westhaven Marketing Ltd Shellfish preparation process

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