DD273460A1 - Vielsystemige rundstrickmaschine, insbesondere r/l-jacquardgrossrundstrickmaschine - Google Patents
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Abstract
Die vielsystemige Rundstrickmaschine hat in den Nuten des Nadelzylinders verschiebliche Nadeln, die mit je einem axial und radial beweglichen Nadelstoesser gelenkig verbunden sind, der mit einem Austriebsfuss versehen ist, dessen In- oder Aussereingriffstellung mit einer Austriebsschlossbahn pro System in Hoehe der Rundlaufstellung und in Hoehe der Fangstellung der zugehoerigen Nadeln steuerbar ist durch eine am unteren Ende des Nadelstoessers angreifende und durch eine Mustervorrichtung lediglich radial bewegliche Schwenkplatine. Erfindungsgemaess ist - um die Sicherheit eim Auswahlvorgang zu erhoehen - der Nadelzylinder im Bereich der Austriebsschlossbahn fuer die Nadelstoesser an seinem aeusseren Umfang mit einer umlaufenden horizontalen Nut versehen, waehrend die Nadelstoesser mit einem zum zeitweiligen Eintauchen in diese Nut vorgesehenen, dem Austriebsfuss gegenueberliegenden Haltefuss versehen sind, der zum Zusammenwirken mit einem in Hoehe der Fangstellung in den Nadelzylinder eingesetzten, die Nut unterbrechenden, horizontalen Steg bestimmt ist. Fig. 1
Description
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Nadelzylinder im Bereich dor Austriebsschloßbahn für die Nadelstößer an seinem äußeren Umfang mit einer umlaufenden horizontalen Nut versehen und die Nadelstößer mit einem zum zeitweiligen Eintauchen In diese Nut vorgesehenen, dem Austriebsfuß gegenüberliegenden Haltefuß versehen sind, der zum Zusammenwirken mit einem in 'lohe der Fangstellung in den Nadelzylinder eingesetzten, die Nut unterbrechenden, schmalen horizontalen Steg bestimmt ist. Gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal Ist der Steg einstückig mit dem Nadelzylinder verbunden.
Ausführungsbeispiel
Die vorstehend beschriebene Erfindung soll im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1; einen teilweisen Querschnitt durch den Nadelzylinder der erfindungsgemäßen Rundstrickmaschine, Fig. 2: eine Abwicklung des Nadel- und des Nadelstößerschlosses mit Darstellung der zur Auswahl der Nadelstößer vorgesehenen Mustervorrichtung
Die Zungennadeln 1 der orfindungsgemäßen Rundstrickmaschine sind in den Nuten 2 des Nadelzylinders 3 längsverschieblich gelagert. Jede Zungennadel 1 ist über ein Drehgelenk 4 mit einem axial und radial in bezug auf den Nadelzylinder 3 bewegbaren Nadelstößer 5 verbunden und im vorliegenden Ausführungsbeispiel mit einem in ein Abdeckschloß 6 eingreifenden Fuß 7 versehen, wobei es jedoch auch denkbar wäre, die Nadel 1 fußlos vorzusehen. Jeder Nadelstößer 5 ist mit einem durch eine Austriebsschloßbahn 8 beeinflußbaren Fuß 9 ausgestattet, dessen In- oder Außereingriffstellung mit der Austriebsschloßbahn 8 steuerbar ist durch eine am unteren Ende des Nadelstößers 5 angreifende, lediglich radial bewegliche Schwenkplatine 10. Zu diesem Zweck ist das untere Ende des Nadelstößers 5 von der Gabel 11 der Schwenkplatine 10 aufgenommen, die auf einem am Nadelzylindersteg 21 befestigten Bolzen 12 gelagert ist. Die Schwenkplatinen 10 sind mit je zwei FüGen 13a; 13b versehen, die wahlweise durch je zwei Schieber 14a; 14b eines Stapels von mustergemäß in einer aktiven vorgeschobenen oder einer inaktiven zurückgezogenen Stellung arretierbaren Schiebern 14 beeinflußbar sind. Dabei sind die Füße 13a; 13b einander benachbarter Schwenkplatinen 10 in an sich bekannter Weise versetzt zueinander angeordnet. Zur zwangsweisen Rückführung der Schwenkplatinen 10 in die radial äußere Position ist eine radial wirkende Schloßkurve 15 vorgesehen, die auf einen Fortsatz 16 der Schwenkplatinen 10 wirkt.
Erfindungsgemäß ist der Nadelzylinder 3 im Bereich der Austriebsschloßbahn 8 für die Nadelstößer 5 an seinem äußeren Umfang mit einer umtaufenden horizontalen Nut 17 versehen, während die Nadelstößer 5 mit einem zum zeitweiligen Eintauchen an diese Nut 17 vorgesehenen, dem Austriebsfuß 9 gegenüberliegenden Haltefuß 18 versehen sind, der zum Zusammenwirken mit einem in Höhe der Fangstellung der gegenüberliegenden Nadelstößeraustriebsschloßbahn 8 in den Nadelzylinder 3 eingesetzten, die Nut 17 unterbrechenden, horizontalen Steg 19 bestimmt ist, wie in der nun folgenden Beschreibung der Arbeitsweise de: erfindungsgemäßen Rundstrickmaschine näher erläutert ist:
Vor Einlauf der Stricknadeln 1 in das in Fig. 2 dargestellte linke Stricksystem werden die Schwenkplatinen 10 vermittels der Schloßkurve 15 in die in Fig. 1 dargestellte radial äußere Stellung gebracht, in welcher der Fuß 9 des Nadelstöße's 5, der von der Schwenkplatine 10 gleichfalls radial nach außen geschwenkt wird, mit der Schloßbahn 8 in Eingriff steht. Folglich wird der Nadelstößer 5 durch die Schloßbahn 8 ausgetrieben. Befindet sich der Schieber 14a in seiner aktiven, in bezug auf den Nadelzylinder vorgeschobenen Position, so wird die betreffende Schwenkplatine 10 radial nach innen geschwenkt und der F.uß 9 des NadelstöRers wird mit beginnendem Austrieb des Nadelstößers 5 außer Eingriff mit der Schloßbahn 8 gebracht, so daß der Nadelstößer 5 nicht ausgetrieben wird und die zugehörige Stricknadel 1 im Rundlauf verharrt.
Dabei taucht der Haltefuß 18 des Nadelstößers 5 in den unteren Teil der Nut 17 des Nadelzylinders 3 ein, und der Steg 19 verhindert in Verbindung mit dem Haitefuß 18 mit Sicherheit, daß der Nadelstößer δ weiter an der durch die Schloßbahn 8 vermittelten Austriebsbewegung teilnimmt.
Befindet sich der Schieber 14a dagegen in seiner inaktiven, in bezug auf den Nadelzylinder 3 zurückgezogenen Position, so wird die betreffende Schwenkplatine 10 von dem Schieber 14 a nicht beeinflußt, und dem Fuß 9 des Nadelstößers 5 folgt weiter der Schloßbnhn 8, so daß der Nadelstößer 5 die Stricknadel 1 zunächst bis auf Fanghöhe FH austreibt. Befindet sich nun der Schieber 14b in seiner aktiven, in bezug auf den Nadelzylinder 3 vorgeschobenen Stellung, so trifft der Fuß 13a der Schwenkplatine 10 auf den Schieber 14 b, und die Schwenkplatine 10 wird radial nach innen geschwenkt, wodurch der Fuß 9 des Nadelstößers 5 außer Eingriff mit der Schloßbahn 8 gebracht wird.
Dabei taucht der Haltefuß 18 des Nadelstößers 5 in den oberen Teil der Nut 17 des Nadelzylinders 3 ein, und der Steg 19 sichert in Verbindung mit dem Haltefuß 18, daß der Nadelstößer 5 auf Fanghöhe F1, gehalten wird, bis die zugehörige Nadel 1 ihren Fanghenkel gebildet hat. Befindet sich der Schieber 14 b dagegen in seiner inaktiven, in bezug auf den Nadelzylinder 3 zurückgezogenen Position, so wird die betreffende Schwenkplatine 10 von dem Schieber 14 b nicht beeinflußt, und der Fuß S des Nadelstößers 5 folgt weiter der Schloßbahn 8, so daß der Nadelstößer 5 die zugehörige Stricknadel 1 bis in die Strickstellung austreibt.
Mit beginnendem Abzug der strickenden Nadel 1 durch das Abdeckschloß 6 bzw. der Nadelstößer 5 durch das Abzugsschloß 20 werden die Schwenkplatinen 10 der in der Rundlaufstelli'ng bzw. in der Fangstellung außer Eingriff mit der Austriebsschloßbahn 8 gebrachten Nadelstößer 5 vermittels der Schloßkurve 15 wieder in die m Fig. 1 dargestellte Ausgangsstellung gebracht und der Auswahlvorgang kann erneut beginnen.
Claims (2)
1. Vielsyc'.omige Rundstrickmaschine, insbesondere R/L-Jacquardgroßrundstrickmaschine, mit in den Nuten des Nadelzylinder verschieben angeordneten Nadeln, die mit je einem axial und radial in bezug auf den Nadelzylinder beweglichen Nadelstößer gelenkig verbunden sind, der mit einem Austriebsfuß ve c ,ien ist, dessen In- und Außeneingriffstellung mit einer Austriebsschloßbahn pro System in Höhe der Rundlaufstellung und in Höhe der Fangstellung der zugehörigen Nadeln steuerbar ist durch eine am unteren Ende dos Nadelstößers angreifende und durch eine Mustervorrichtung lediglich radial bewegliche Schwenkplatine, dadurch gekennzeichnet, daß der Nadelzylinder (3) im Bereich der Austriebsschloßbahn (8) für die Nadelstößer (5) an seinem äußeren Umfang mit oiner umlaufenden horizontalen Nut (17) versehen ist, und die Nadelstößer mit einem zum zweitweiligen Eintauchen in diese Nut (17) vorgesehenen, dem Austriebsfuß (9) gegenüberliegenden Haltefuß (18) versehen sind, der zum Zusammenwirken mit einem in Höhe dor Fangstellung (FH) in dtm Nadelzylinder (3) eingesetzten, die Nut (17) unterbrechenden, schmalen, horizontalen Steg (19) bestimmt ist.
2. Rundstrickmaschine, ijemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (19) mit dem Nadelzylinder (3) einstückig ist.
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erflnd'ing
Die vorliegende Erfindung betriflt eine vielsystemige Rundstrickmaschine, insbesondere ein R/L-
Jacquardgroßrundstrickmaschine, mit in den Nuten des Nadelzylinders verschieben angeordneten Nadeln, die mit je einem axial und radial in bezug auf den Nadelzylinder beweglichen Nadelstößer gelenkig verbunden sind, der mit einem Austriebsfuß versehen ist, dessen In- oder Außoreingriffstellung mit einer Austriebsschloßbahn pro System in Höhe der Rundlaufstellung und in Höhe der Fangstellung der zugehörigen Nadeln steuerbar ist durch eine am unteren Ende des Nadelstößers angreifende und durch eine Mustervorrichtung lediglich radial bewegliche Schwenkplatine.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bekannt ist eine nach der Dreiwegetechnik arbeitende, mehrsystemige Strickmaschine der vorstehend erwähnten Art, bei der die Nadelstößer mit ihrem Austriebsfuß mittels der an ihrem unteren Ende angreifenden Schwenkplatinen zu Beginn des Austria jsvorganges, d. h., in I lohe der Rundlaufstellung der zugehörigen Stricknadeln, oder in Höhe der Fangstellung aus ihrer Austriebsschloßbahn entfernt werden können und demzufolge am betreffenden Stricksystem im Rundlauf oder in der Fangstellung - einen Fanghenkel bildend - verbleiben. Diejenigen Nadeln, deren Nadelstößer von ihren Schwenkplatinen nicht beeinflußt werden, bilden dagegen eine Masche, da die zugehörigen Nadelstößer durch ihren Austriebsfuß bis in die Strickstellung ausgetrieben werden. (DE-OS 3.222.744; D04B; 15/68)
Nachteilig ist bei dieser Maschine, daß die zu Beginn des Austriebsvorgangs etwa in Höhe der Rundlaufstellung von der Schloßbahn weggedrückten Nadelstößer, deren Nadeln nicht ausgetrieben werden sollen, auf Grund ihres Beharrens im Austriebsvorgang ebenso zu Musterfehlern (ungewolltes Fangen oder Stricken der zugehörigen Nadeln) führen können, wie die Nadelstößer der zum Faderifangen vorgesehenen Nadeln vorzeitig von der Fanghöhe abfallen können, ohne daß die zugehr. !ge Nadel einen Faden gefangen hat. Zur Vermeidung dieser Auswahlfehler ist es in der Praxis üblich, die Nadelstößer vorzufedern, d. h., die Nadelstößer werden leicht verbogen und im gekrümmten Zustand zwischen die geraden Führungsstege des Nadelzylinders eingesetzt.
Damit läßt sich zwar die Sicherheit der Auswahl verbessern, da unkontrollieite Bewegungen der Nadelstößer beim Auswahlvorgang gebremst werden, gleichzeitig wird jedoch die Dei der Bewegung der Nadelstößer zwischen den Führungsstegen entstehende Reibung verstärkt, was zur Wärme jildung und einem erhöhten Verschleiß an den betreffenden Stanzteilen führt sowie eine höhere Antriebsleistung der Maschine erforderlich macht.
Ziel der Erfindung
Es ist deshalb das Ziel der vorliegenden Erfindung, die Herstellu!,g fehlerhaft gemusterter Waren zu vermeiden bzw. Reibungsverluste und Verschleiß an den betreffenden Teilen zu minimieren.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Rundstrickmaschine der eingangs erwähnten Art unter Verzicht auf ein Vorfedarn der Nadelstößer - mit einfachen konstruktiven Mittein - die Sicherheit beim Auswahlvorgang zu erhöhen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD31719088A DD273460A1 (de) | 1988-06-28 | 1988-06-28 | Vielsystemige rundstrickmaschine, insbesondere r/l-jacquardgrossrundstrickmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD31719088A DD273460A1 (de) | 1988-06-28 | 1988-06-28 | Vielsystemige rundstrickmaschine, insbesondere r/l-jacquardgrossrundstrickmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD273460A1 true DD273460A1 (de) | 1989-11-15 |
Family
ID=5600374
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD31719088A DD273460A1 (de) | 1988-06-28 | 1988-06-28 | Vielsystemige rundstrickmaschine, insbesondere r/l-jacquardgrossrundstrickmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD273460A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN105350168A (zh) * | 2015-10-29 | 2016-02-24 | 泉州恒毅机械有限公司 | 新型双反面提花机 |
-
1988
- 1988-06-28 DD DD31719088A patent/DD273460A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN105350168A (zh) * | 2015-10-29 | 2016-02-24 | 泉州恒毅机械有限公司 | 新型双反面提花机 |
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