DD273974A5 - Verfahren zur herstellung von diaeterzeugnissen - Google Patents
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- DD273974A5 DD273974A5 DD88313813A DD31381388A DD273974A5 DD 273974 A5 DD273974 A5 DD 273974A5 DD 88313813 A DD88313813 A DD 88313813A DD 31381388 A DD31381388 A DD 31381388A DD 273974 A5 DD273974 A5 DD 273974A5
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Abstract
Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von Diaeterzeugnissen. Die erfindungsgemaessen Erzeugnisse enthalten 0,5 bis 50 Ma.-% selenhaltige Algen sowie 99,5 bis 50 Ma.-% mindestens zwei ungesaettigte Bindungen enthaltende Fettsaeuren mit 18-22 Kohlenstoffatomen zusammen mit in der Lebensmittelindustrie gebraeuchlichen Zusatzstoffen. Das erfindungsgemaesse Erzeugnis ist zur Verhinderung von apoplexen, thromboembolischen Zustaenden des Herz-Kreislauf-Systems, wie der Entstehung von Infarkt und Hirnbluten sowie zur Vorbeugung gegen atopisch zusammenhaengende oder atopische Stoerungen geeignet.
Description
Es ist bekannt i daß> die^ung'esättigten ^-3-Fett8äuren-;?!iKtt-;':';^^1 18 - 22 Kohien^toffatomehjvyörteilhafte biologische Eigen-' ^ schäften b'es.itzenv.Ünf^r^i'lineti sind die Eicosapentaensäurs (EPA) und die bokdsahe^ensäürs (DHA) von herausrägender Be-J deutühg. Auf die- Wichtigkeit und die vielschichtige biologische Wirkung dieser beiden Säuren verweisen Dyerbef0 und Mitarbeiter; i(Th£ Landet, 1&, 117/1978/). ' ', '[^ ,,;. '
Die mit der wichtigen Rolle der mehrfach 'ungesättigten Fettsäuren, unter ihnen insbesondere der!' EPA und DHA, bei Hyperlipidämie und ,thrombotiechen Erkrankungen zusammenhängenden Wirkungen beschreiben zusammenfassend Goodnight und Mitar- ' belter (Arteriosclerosis 2, 87 /1982/ Review).
Die aktiven Komponenten des Fischölsj die Eicosapentaensäure (EPA) und Dokoeahexaensäure (DHA), sind Vorstufen der Biq-T. synthese der PG-3-Reihe, gleichzeitig sind sie kömpetitive Hemmer der bei der von Arachidonsäurs ausgehenden Kette komplizierter biochemischer Vorgänge^ bei der sogenannten "Arachidonsäure-Kaskade", entstehenden schädlichen Metaboliten, wie zum Beispiel TXA2, TXB2 usw.
günstigen Eigenschaften den Nächteil, da,ß sie dem bei radikalischen Peroxydationsvorgängen entstehenden, sehr schädlichen ' Malond^albehyd (MOA) als potentielle Quelle dienen und so im Zentralnervensystem eine sogenannte "ceroide Lipofuscinose" verursachen können»
Die Verwendung von EPA zu1 Ernährungszwecken in Form eines Cyclodextrin-EinschlußkompleXös wird in der französischen." Patentschrift Nr. 2 550 445 beschrieben. Marschall und Mit arbeiter (Am. ü„ Clin. Nutr« 38,» 895 /i'Ö83/) .untersuchten die" ungesättigten A/-3-Fettsäuren im Zusammenhang mit der Synthese der *< -Linolensäure undVder Prostaglandine beziehungsweise der diätetischen Ernährung. >
Die Fischöle enthalten außer EPA und DHA in großer Menge gesättigte Fettsäuren beziehungsweise Fettsäuren mit niedrigem Sättigungsgrad sowie nicht verseifbare Komponenten. Die Entfernung dieser Bestandteile ist sehr wichtig, da eine Erhöhung der diätetischen Portion deri Triglyceridspiegel de3 Blutes beziehungsweise die Menge der aufgenommenen Kalorien empfindlich erhöht. Außerdem könnenvdie nicht verseifbaren Bestandteile in diätetischer Hinsicht;, schädliche Steroide, , beispielsweise Cholesterin, sowie die '.sich im menschlichen Organismus anhäufenden Vitamine D (dessen Provitamin) und A enthalten. \ ' ,
Zahlreiche weitere Publikationen beschäftigen sich mit d,er diätetischen Wirkung der mehrfach ungesättigten y-3-Fettsäurenv insbesondere von EPA und DHA^ auf di^i vielschichtigen
•v.
physiologischen Zusammenhänge hinweisend, ^o zum Beispiel die Artikel von Barcelli (Thromb. Res. 39,\307 /1985/ und üurkowski (ONCI, 74, 1145 /1985/), weiterhin von Lembke (Milchwissenschaft 40, 329 /1985/). | Es ist weiterhin bekannt, daß die Menschhelt|die Algen, seit Urzeiten zu Ernährungs- und Fütterungszweckeij nutzt. So verzehren in erster Linie die fernöstlichen Völler MeeralgenV in
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jüngster Zeit werden aie aber auch in getrockneter beziehungsweise in Tablettenform von breiten Schichten der entwickelten Länder konsumiert«
Die Algen sind Träger sehr wertvoller Nährstoffe, ihre getrockneten Formen enthalten in hoher Konzentration die zum gesunden Leben notwendigen Stoffe, wie zum Beispiel Vitamine, Proteine, Protein-:Mikroelement-Komplexe, Saccharide, mehrfach ungesättigte Fettsäuren usw.
Die Algen betreffende allgemeine und detaillierte Ausführungen sind im Buch von Zajic: "Properties and Products öf Algae" (Edition Planum, New York, 1970) zu finden.
In den letzten Dahrzehnten begann man* sich in der Forschung mit den Wirkungen der Mikroelemente und Spurenelemente zu befassen« Sc wurde bekannt, daß das Selen eine der wichtigsten, essentiellen Stoffe für das Leben ist« Die günstige Wirkung des Selens beruht vor allem darauf:, daß ee die Glutation-Peroxyds.ee', genauer die prosteVische Gruppe dieses Enzyms, die. der wichtigste Hemmer der schädlichen Peroxydationsvorgähge ist, aktiviert. Das Selen häuft sich nicht im Organismus an, somit muß dauernd für Nachschub gesorgt werden. Bisher wurde das Selen in Form anorganischer Verbindungen, so in erster Linie inVform von SeO2 und Na2SeO-, aufgenommen.
Das Selen ist an sich ein wirksamer blutdrucksenkender Stoff, es verbessert den ischämischen, hypoxischen und infarktiösen Zustand des Herzens und verhindert die ceroide Lipofuscinose. Auch bei Periodontitis ist es wirksam« Seine Wirkung gegen Krebs ist bedeutend* es verringert mit Sicherheit die Möglichkeit der Entstehung von Krebs« Selen ist ein mutagener Inhibi-
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tor· Sein Mangel kann Leberzirrhose, MuskeInekrose ι Destruktion der Erythrozytonmembran, Bindegewebelösion, als EKG-Veränderung S-T-Elevation, Kwashiorkor-Syndron und,Sclerosis multiplex zur Folge haben* <,
Einen zusammenfassenden Artikel über die biologiechen Wirkungen des Selens veröffentlichten Thressa und Mitarbeiter {Nutrition Review 3,5, 7 /1977/), Shanberger (0, of Env. Path«< and Tox. 4, 305 /1980/) sowie Masukawa und Mitarbeiter (Experientia 39,, 405 /1983/).
Mit der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von Diäterzeugniäsen zur Verfügung gestellt. Durch die Verwendung der erfindungsgeefi&en diätetischen Kompositionen werden die ungünstigen physiologischen Wirkungen des Konsuns ungesättigter Fettsäuren ausgeschlossen, die vorteilhaften Eigenschaften von EPA, OHA, Algen und Selen vereinigt, und somit werden infolge ihrer Zusaaaenset] ing durch ihre günstigen biologischen Eigenschaften die ungesunde Lebensweise und unvorteilhafte Eßgewohnheiten zumindestvzu· Teil koepeneiert,
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung diätetischer Erzeugnisse bereitzustellen, die selenhaltlge Algen zusammen Bit Mehrfach ungesättigten Fett· säuren enthalten.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung eines Diäterzeugnisses· Erfindungsgemäß geht Man derart vor, daß man 0,5 -
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- 50 Kasse* aelenhaltige Algen sowie 99,5 - 50 Massel sindestens zwei ungesättigte Bindungen enthaltende FettsSuren ait Id - 22 Kohlenstoffatomen oder deren Derivate it in der Lebensmittelindustrie gebräuchlichen Zusatzstoffen und gegebenenfalls mit Antioxydanten vermischt.
Die Herstellung der selenhaltigen Algen ist in unserer gleichseitig eingereichten Patentanmeldung Nr. (ungarische Patentanmeldung Nr. 385/88)
beschrieben. ,,
Als Grundstoff der ungesättigten ω-3-Fettsäuren" »it 18 - 22 Kohlenstoffatoaen, die eine Komponente der Komposition bilden, können aus verschiedenen See- oder Süßwasserfischen gewonnene öle, insbesondere Makrelen-, Dorsch-, Hering^-, Sardinec- und ^intenfischöl, weiterhindie aus der Leber dieser Fische gewinnbaren öle, zum Beispiel Dorschleberöl (Lebertran) und Haifischleberöl, verwendet werden.
Als Algen werden in erster Linie Chlorella- oder 3cenedesaus-StettBe verwendet, die nicht nur zum Verzehrdurch den Menschen geeignet sind, sondern auch an sich eine günstige physiologische Wirkung besitzen.
Das Erzeugnis ist empfindlich gegenüber Okydation, daher ist es zwectaaSssig, ein aktives Konserviermittel, zua.Beispiel cc-Tokopherol (Vitaein E), Glutathion oderherköitaliche Antioxydanten, *ua Beispiel Butylhydroxytoluol, zu verwenden.
Die homogenisierte Komposition kann in Lebensmittel produkte, Tabletten, Kapseln usw. eingebaut veA-den. Der Begriff Lebensoittelprodukt bezeichnet hier jedesPp.rs3teral oder peroral verabreichbares, verwendbares Produkt. Das peroral verabreichbare Produkt kann in Konditoreiprodukten und Süsswaren (Gebäck, Schokolade),
in Fleisch- und Wurstwaren, in Gewürzen, Margarine, Mllch- und Butterprodukten, Fettprodukten usW. enthalten sein.
Das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Erzeugnis hat folgende wichtige Vorteile:
a) Die einzelnen Komponenten des Erzeugnisses haben auch an sich eine sehr bedeutende physiologische und ernährende Wirkung und vereinen die vorteilhaften Eigenschaften von EPA, DHA, Selen und Algen. '' .
b) Die Komposition schließt die Möglichkeit der im Falle des Konsums von mehrfach ungesättigten Fettsäuren auftretenden "ceroiden Lipofusciriose" aus.
c) Der Konsum des erf ;Lndung6gemäßen Erzeugnisses erfordert keine dauernde Diät, da es die oben erwähnten nachteiligen Fiechölkomponenten nicht enthält (gesättigte Fettsäuren, Cholesterin, Vitamine A und D),
d) Die Komposition enthält das Selen in natürlicher Form als natürlichen Stoff, in Algen angereichert.,
e) Das erfindungsgeaäße Erzeugnis ist zur Verhinderung, von apoplexen, throaboe^boliechen Zuständen des Herz-Kreislauf-Systeoe, wie der Entstehung von Infarkt und Hirnbluten, sowie zur Vorbeugung^gegen atopisch zusaemenhängende oder atopieche Störungen geeignet. Die Anwendung der erflndungsgeaäßen Koepositlon erwies sich auch la Falle bereitevorhandener Zustände als günstig.
Das erf indungtegeaäBe Verfahren wird in den folgenden Beispielen näher erläutert,- ohne dee dabei der Schutzuefang auf diese Beispiele eingeschränkt wird.
In den Beispielen i, 2 und 3 iet die Herstellung nmr al« Aue- . ;: gangsstöf f dienenden Komponenten« in den weiteren Beiepielen Ι,ϊ die Herste lung der erflndung«geaä6en Koapoeition ;
beschrieben.
Beispiel 1 . -
2 kg Natriumhydroxyd werden in 70 Liter 95 #-igem Alkohol gelost, dann werden bei einer Temperatur von 59. - 60 0C 10 kg Sardinenöl zugegeben. Das Gemisch wird 2 Stunden lang in Stickstoffatmosphäre gekocht, dann unter Rühren auf 10 0C abgekühlt. Dabei sondert sich das Natriumsalz der gesättigten Fettsäuren ab. Die Kristalle werden herausfiltriert und mit wenig Alkohol gewaschen. Das alkoholische Filtrat wird eingedickt, und man gibt 20 Liter abgekochtes Wasser dazu. Die nicht verseifbaren Verbindungen,. wie zum Beispiel das Cholesterin, werden durch Extraktion mit 5 Liter Hexan völlig entfernt. Die extrahierte wässrige Phase wird mit verdünnter Schwefelsaures bis zum pH 2 angesäuert, dann mit 15 Liter Hexan erneut extrahiert. Die organische Phase wird mit Wasser gewaschen, mit festem Natriumsulfat getrocknet, dann eingedampft. Man erhält 3,2 kg konzentriertes öl. DHA-Gehalt: 36,8 #, EPA-Gehalt:
31,8 $. Das öl ist braun und riecht nach Fisch, deshalb wird ihm FuIlererde zugemischt, dann wird es in Stickstoffatmosphäre bei 105 0C 1° Minuten lang erhitzt und danach heiss filtriert. Geruchlos gemacht wird durch Vakuum- -wasserdampfdestillation 3 Stunden lang bei einem Druck von 1,3 bar und einer Temperatur von l?0 0C. So erhält man 1,6 kg hellgelbes, geschmackloses, geruchloses öl mit praktisch unveränderter Zusammensetzung.
21 kg Dorschleber^ 1 werden bei 60 0C in 16 Liter Methanol gelöst. Bei einer Temperatur von 50 - 60 0C werden unter Rühren 8,kg 40 £-ige Nati-lumhydroxydlösung zugetropft,
27h
dann wird das Gemisch bei einer Temperatur von 60 0C gehalten und weitere 45 Minuten lang gerührt. Bei etwa < 60 0G werden 20 kg 15 #-ige Salzsäure zu der Lösung gegeben. Die Phasen werden getrennt, dann wird d'ie organische Phase noch mit 10 kg 15 ^-iger^Salzsäure, danach mit etwa 180 Liter heissem Leitungswasser neutral gewaschen. Die so entstandenen Phasen werden getrennt, dann werden der öligen Phase 100 Liter Aceton zugegeben. Es wird auf etwa 45 0C erwärmt, dann werden 3»8 kg in 30 L,iter'Wasser gelöstes LiOH.H^O zugegossen. Nach einer halben Stunde Rühren lässt man das Gemisch über Nacht stehen, dann wird es filtriert, und das acetonische Filtrat wird eingedampft. Es wird mit etwa 8 kg 15 #-iger Salzsäure angesäuert, dann dreimal mit Hexan ausgeschüttelt und schiiesslich eingedampft. Während des Reinigungsvorgangs wird bis zum Schluss in Stickstoffatmosphäre gearbeitet. Auf diese"Weise erhält man 6,4 kg gereinigtes Fiochöl. Jodzahl: 258; Säurezahl: 160.
1.kg des so gereinigten Dorschleberöls wird bei 60 0C einer mit 9 Liter Methanol bereiteten Lösung von 3 kg Harnstoff zugetropft. Das Gemisch wird 2 Stunden lang bei dieser Temperatur gerührt. Nach Abkühlen lässt man es über Nacht bei -10 0C im Gefrierschrank stehen. Es wird
filtriert, und-das Filtrat'wird eingedampft. Der eingedampften Substanz werden'2,5 Liter 1 : 1 verdünnte Salzsäure zugegossen. Bs wird 15 Minuten lang gerührt, dann mit Hexan ausgeschüttelt. Die Hexan-Phase wird mit Wasser neutral gewaschen, mit Na2S0^ getrocknet, dann eingedampft. So erhält man 0,34 kg ω-3-Fettsäuren. Jodzahl: 315; EPA-Gehalt: 24 #; DHA-Gehalt: 42 #.
Beispiel 3 . '
In ein 10 Liter fassendes Algenkulturglas werden' 8 Liter Knop-Pringsheim-Nährlösung gegeben, die durch ^t-O mg Natriumselenit ergänzt werden. Das System wird bei 121 C und 1 bar Überdruck 30 Minuten lang sterilisiert. Die sterile Lösung wird mit der gegenüber Selen resistenten Algen-Reinkultur Scenedesmus obtisiusculus ' geimpft. Durch die Nährlösung wird bei 25 0C 5 Volumen^ Kohlendioxyd enthaltende sterile Luft bei Beleuchtung durch ein Leuchtstoffrohr (4000 lux, 440 - 520 und 640 - 700 /um) geleitet. Nach einem 14-tägigen Zuchtzyklus werden die Algen von der Nährlösung isoliert.. Die' erhaltene Algenmasse wird durch Ultraschall aufbereitet, dann bei einer Temperatur unter 65 0C vorsichtig getrocknet. Man erhält 6g Algenpulver mit einem Selengehalt von 1200 /Ug/g. . ,,. ;
I ' ii
150 g 65 ^-igem konzentriertem Dorschleberol (EPA-Gehalt: 22 #, DHA-Gehalt: 43 #) "werden 100'g selenhaltiges Algenpulver (Se-Konzentration: 260 /Ug/g) züge- ·
mischt. Das Geraisch wird homogenisiert, und das Homogenisat wird durch Zugabe von 0,2 % Vitamin E konserviert.
Herstellung eines diätetischen Margarineerzeugnisses
Zu 25O g weicher Margarine werden 8 g 65 ^-iges Dorschleberol (EPA-Gehalt: 22 #,. DHA-Gehalt: 43 $) und 3P 1 g Se,-Algenpulver (Se-Konzentration: 260 /Ug/g) gemischt, Das Gemisch wird homogenisiert. A
',' Beispiel' β , , '- Ρ> ! .V
"Τ- ·. /;/' . }·: , ' ... "' · ' _; :
Es wird in allem wie in Beispiel ^ verfahren, ., ; mit dem Unterschied, dass die Ausgangsstoffe in folgenden ' Mengen verwendet werden: 400 g 65 #-iges konzentriertes Dorschieberöl (EPATGehalt:
22 ^, DHA-Gehalt: Ί-3'g) ,·. 1I
70,6 g Algenpulver mit einem Selengehalt von 1200 /Ug/g ,0,4 mg Vitamin E. V1
; Das gewonnene Homogenisat wird in zur Aufnahme von " 500 mg geeignete^weiche Gelatiheperlenkapseln oder weiche Gelatinekapselri gefüllt, und die Kapseln werden in BIa-
< senfolien gepackt. .'.'-. " .
Beispiel 7 " , (V
Mit bekannten pharmazeutischen Mitteln und Ver-( :, « ' fahren werden Tabletten der folgenden Zusammensetzung ' hergestellt: .'..."
Mit EPA und DHA angereichertes ' Doi'schleberöl, welches als kohserviermittel:.0,1 ^ Vitamin E , enthält (DHA-Gehalt: 4-3 #,„ "
EPA-Gehalt: 22%) , /.· 200, mgr "
Se-Algen · : ^ 86vmg (öe-Konzenträtion: ..,.·· < '' 380 ^üg7g Algen-
κ " ' " pulver)
Lactose . 1. ; 140 mg
Stärke ν ~ 60 mg
Polyvinylpyrrolidon , 3»5 mg
Magnesiumstearat -v .. 3,5 mg
Gewünschtenfalls werden die Tabletten in einer ,Dragiermaschine mit Zucker überzogen.
- 11-
1« Verfahren zur Herstellung eines Diäterzeugnisses, dadurch gekennzeichnet, daß man 0,5 bis 50 Masse-% selenhaltige Algen ervvie 99,5 bis 50 Masse-% mindestens zwei ungesättigte Bindungen enthaltende Fettsäuren mit .18 - 22 Kohlenstoffatomen oder deren Derivate mit in der Lebensmittelindustrie gebräuchlichen Zusatzstoffen und gegebenenfalls mit Antioxydanten vermischt«
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Fettsäurederivate Ester, Alkalierdmetallsalze oder Aminsalze verwendet werden»
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als ungesättigte "Fettsäuren 5,8,11,14,17-Eicosapentaensäure und 4,7,10,13,16,19-Dokosahexaensäure verwendet werden,
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ala ungesättigte Fettsäuren Fettsäuren, die aus dem Öl von · Meeresfischen gewonnen wurden, verwendet«
zn 371
Verfahren zur Herstellung von Diäterzeugnissen Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von Diäterzeugnissen.
Es ist bekannt« daß die ungesättigten ic/-3-Fettsöuren mit 18 - 22 Kohlenstoffatomen vorteilhafte biologische Eigenschaften besitzen« Unter.ihnen sind die Eicosapentaensäure (EPA) und die Dokosahexaensäure (DHA) vt;.i .ierausragender Bedeutung* Auf die Wichtigkeit und die vielschichtige biologische Wirkung dieser beiden Säuren verweisen Dyerberg und Mitarbeiter (The Lancet, 15., 117/1<378/).
Die mit der wichtigen Rolle der mehrfach ungesättigten Fettsäuren, unter ihnen insbesondere dar EPA und DHA, bei Hyperlipidämie und thrombotischen Erkrankungen zusammenhängenden Wirkungen beschreiben zusammenfassend Goodnight und Mitarbeiter (Arteriosclerosis 2, 87 /1982/ Review).
Die aktiven Komponenten des Fischöls, die Eicosapentaensäure (EPA) und Dokosahexaensäure (DHA), sind Vorstufen der Biosynthese der PG-3-Reihe, gleichzeitig sind sie kompetitive Hemmer der bei der von Arachidonsäure ausgehenden Kette komplizierter biochemischer Vorgänge, bei der sogenannten "Arachidonsäure-Kaskade", entstehenden schädlichen Metaboliten, wie zum Beispiel TXA2, TXB2 usw.
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günstigen Eigenschaften den Nachteil, daß sie dem bei radikalischen Peroxydationsvorgängen entstehenden, sehr schädlichen Malondialdehyd (MOA) als potentielle Quelle dienen und so im Zentralnervensystem eins sogenannte "ceroide Lipofuscinose" verursachen können»
Die Verwendung von EPA zu Ernährungszweckün in Form eines Cyclodextrin-Einschlußkomplexes wird in der französischen Patentschrift Nr, 2 550 445 beschrieben. Marschall und Mitarbeiter (Am. O, ClIn9 Nutr. 3Ei, 895 /1983/) untersuchten die ungesättigten A/ ~3-Fettsäuren im Zusammenhang mit der Synthese der 0< -Linolensäure und der Prostaglandine beziehungsweise der diätetischen Ernährung.
Die Fischöle enthalten außer EPA und DHA in großer Menge gesättigte Fettsäuren beziehungsweise Fettsäuren mit niedriges Sättigungsgrad sowie nicht verseifbare Komponenten. Die Entfernung dieser Bestandteile ist sehr wichtig, da eine Erhöhung der diätetischen Portion den Triglyceridspiegel des Blutes beziehungsweise die Menge der aufgenommenen Kalorien empfindlich erhöht. Außerdem können die nicht verseifbaren Bestandteile in diätetischer Hinsicht schädliche Steroide, beispielsweise Cholesterin, sowie die sich im menschlichen Organismus anhäufonden Vitamine D (dessen Provitamin) und A enthalten.
Zahlreiche weitere Publikationen beschäftigen sich mit der diätetischen Wirkung der mehrfach ungesättigten A/-3-Fettsäuren, insbesondere von EPA und DHAv auf die vielschichtigen physiologischen Zusammenhänge hinweisend, so zum Beispiel die Artikel von Barcelli (Thromb. Res, 39_, 307 /1985/ und Ourkowski (ONCI, 74, 1145 /1985/), weiterhin von Lembke (Milchwissenschaft 40, 329 /1985/)·
Ee ist weiterhin bekannt, daß die Menschheit die Algen seit * Urzeiten zu Ernährungs- und Fütterungszwecken nutzt. So verzehren in erster Linie die fernöstlichen Völler Meeralgen, in
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jüngster Zeit werden aie aber auch in getrockneter beziehungsweise in Tablettenform von breiten Schichten der entwickelten Länder konsumiert.
Die Algen sind Träger sehr wertvoller Nähr-Voffβ, ihre getrockneten Formen enthalten in hoher Konzentration die zum gesunden Leben notwendigen Stoffe, wie zum Beispiel Vitamine, Proteine, Protein-Mikroelement-Komplexe, Saccharide, mehrfach ungesättigte Fettsäuren usw.
Die Algen betreffende allgemeine und detaillierte Ausführungen sind im Buch von Zajic: "Properties and Products of Algae" (Edition Planum, New York, 1970) zu finden.
In den letzten Oahrzehnten begann man, sich in der Forschung mit den Wirkungen der Mikrcelemente und Spurenelemente zu befassen. C-io wurde bekannt, daß das Selen eine der wichtigsten, essentiellen Stoffe für das Leben ist. Die günstige Wirkung des Selens beruht vor allem darauf, daß es die Glutation-Peroxydase, genauer die prostetische Gruppe dieses Enzyms, die der wichtigste Hemmer der schädlichen Peroxydationsvorgänge ist, aktiviert. Das Selen häuft sich nicht im Organismus an, somit muß dauernd für Nachschub gesorgt werden. Bisher wurde das Selen in Form anorganischer Verbindungen, so i*n erster Linie in Form von SeO2 and Na3SeO3, aufgenommen.
Das Selen ist an sich ein wirksamer blutdrucksenkender Stoff, es verbessert den ischämischen, hypoxiachen und infarktiösen Zustand des Herzens und verhindert die ceroide Lipofuscinose. Auch bei Periodontitis ist es wirksam. Seine Wirkung gegen Krebs ist bedeutend, es verringert mit Sicherheit die Möglichkeit der Entstehung von Krebs. Selen ist ein mutagener Inhibi-
tor. Sein Mangel kann Leberzirrhose, Muskeinekrose, Destruktion der Erythrozytenmembran, Bindegewebsläsion, als EKG*· Veränderung S-T-Elevation, Kwashiorkor-Syndrom und Sclerosis multiplex zur Folge haben.
Einen zusammenfassenden Artikel über die biologischen Wirkungen des Selens veröffentlichten Thressa und Mitarbeiter (Nutrition Review 3,5, 7 /1977/), Shamberger (CJ. of Env. Path, and Tox. 4, 305 /1980/) sowie Masukawa und Mitarbeiter (E;:perientia 39_, 405 /1983/).
Mit der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von Diäterzeugnissen zur Verfügung gestellt. Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen diätetischen Kompositionen werden die ungünstigen physiologischen Wirkungen des Konsums ungesättigter Fettsäuren ausgeschlossen, die vorteilhaften Eigenschaften von EPA, DHA, Algen und Selen vereinigt, und somit werden infolge ihrer Zusammensetzung durch ihre günstigen biologischen Eigenschaften die ungesunde Lebensweise und unvorteilhafte Eßgewohnheiten zumindest zum Teil kompensiert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe ζ gründe, ein Verfahren zur Herstellung diätetischer Erzeugnisse bereitzustellen, die selenhaltige Algen zusammen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthalten.
Gegenstand der Erfindung iet somit ein Verfahren zur Herstellung eines Diäterzeugnisses· Erfindungsgemäß geht man derart vor, daß man 0,5 -
- 50 Massed selenhaltige Algen sowie 99»5 - 50 Massel mindestens zwei ungesättigte Bindungen enthaltende Fettsäuren mit 18 - 22 Kohlenstoffatomen oder deren Derivate rait in der Lebensmittelindustrie gebräuchlichen Zusatzstoffen und gegebenenfalls mit Antioxydanten vermischt.
Die Herstellung der selenhaltigen Algen ist in unserer gleichzeitig eingereichten Patentanmeldung Nr. (ungarische Patentanmeldung Nr. 585/88)
beschrieben.
Als Grundstoff der ungesättigten ω-3-Fettsäuren mit 18 - 22 Kohlenstoffatomen, die eine Komponente der Komposition bilden, können aus verschiedenen See- oder Süsswasserfischen gewonnene öle, insbesondere Makrelen-, Dorsch-, Herings-, Sardinen- und Tintenfischöl, weiterhin die aus der Leber dieser Fische gewinnbaren öle, zum Beispiel Dorschleberöl (Lebertran) und Haifischleberöl, verwendet werden.
Als Algen werden in erster Linie Chlorella- oder Scenedesmus-Stämme verwendet, die nicht nur zum Verzehr durch den Menschen geeignet sind, sondern auch an sich eine günstige physiologische Wirkung besitzen.
Das Erzeugnis ist empfindlich gegenüber Oxydation, daher ist es zweckmässig, ein aktives Konserviermittel, zum.Beispiel oc-Tokopherol (Vitamin E), Glutathion oder herkömmliche Antioxydanten, zum Beispiel Butylhydroxytoluol, zu verwenden.
Die homogenisierte Komposition kann in Lebenamittelprodukte, Tabletten, Kapseln usw. eingebaut werden. Der Begriff Lebenspittelprodukt bezeichnet hier jedes Parenteral oder peroral verabreichbares, verwendbares Produkt. Das peroral verabreichbare Produkt kann in Konditoreiprodukten und Süsswaren (Gebäck, Schokolade),
in Fleisch- und Wurstwaren, in Gewürzen, Margarine, Milch- und Butterprodukten, Fettprodukten usw. enthalten sein.
Das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Erzeugnis hat folgende wichtige Vorteile:
a) Die einzelnen Komponenten des Epzeugnisses haben auch an sich eine sehr bedeutende physiologische und ernährende Wirkung und vereinen die vorteilhaften Eigenschaften von EPA, DHA, Selen und Algen.
b) Die Komposition schließt die Möglichkeit der im Falle des Konsums von mehrfach ungesättigten Fettsäuren auftretenden "ceroiden LipoPuscinose" aus.
c) Der Konsum des erfindungsgemäßen Erzeugnisses erfordert keine dauernde Diät, da es die oben erwähnten nachteiligen Fiechölkomponenten nicht enthält (gesättigte Fettsäuren, Cholesterin, Vitamine A und D),
d) Die Komposition enthält das Selen in natürlicher Form als natürlichen Stoff, in Algen angereichert.
e) Das erfindungsgemäße Erzeugnis ist zur Verhinderung von apoplexei thromboembolischen Zuständen des Herz-Kreislauf-Systems, wie der Entstehung von Infarkt und Hirnbluten, sowie zur Vorbeugung gegen atopisch zusammenhängende oder atopische Störungen geeignet. Die Anwendung der erfindungsgemäßan Komposition erwies sich auch im Falle bereitsvorhandener Zustände als günstig,
Das erfindungsgemäße Verfahren wird in den»folgenden Beispielen näher erläutert, ohne daß dabei der Schutzumfang auf die* se Beispiele eingeschränkt wird.
In den Beispielen 1, 2 und 3 ist die Herstellung der als Ausgangsstoff dienenden Komponenten, in den weiteren Beispielen die He rs te Iu ng der erf indungsgieinäßen Komposition
beschrieben.
2 kg Natriumhydroxyd werden in 70 Liter 95 #-igem Alkohol gelöst, dann werden bei einer Temperatur von 50 - 60 0C 10 kg Sardinenöl zugegeben. Das Gemisch wird 2 Stunden lang in Stickstoffatmosphäre gekocht, dann unter Rühren auf 10 0C abgekühlt. Dabei sondert sich das Natriumsalz der gesättigten Fettsäuren ab. Die Kristalle werden herausfiltriert und mit wenig Alkohol gewaschen. Das alkoholische Filtrat wird eingedickt, und man gibt 20 Liter abgekochtes Wasser dazu. Die nicht verseifbaren Verbindungen,. wie zum Beispiel das Cholesterin, werden durch Extraktion mit 5 Liter Hexan völlig entfernt. Die extrahierte wässrige Phase wird mit verdünnter Schwefelsäure bis zum pH 2 angesäuert, dann mit 15 Liter Hexan erneut extrahiert. Die organische Phase wird mit Wasser gewaschen, mit festem Natriumsulfat getrocknet, dann eingedampft. Man erhält 3,2 kg konzentriertes Öl. DHA-Gehalt: 36,8 #, EPA-Gehalt:
31,8 %. Das öl ist braun und riecht nach Fisch, deshalb wird ihm Fullererde zugemischt, denn wird es in Stickstoffatmosphäre bei 105 0C 10 Minuten lang erhitzt und danach heiss filtriert. Geruchlos gemacht wird durch Vakuum- -Wasserdampfdestillation 3 Stunden lang bei einem Druck von 1,3 bar und einer Temperatur von I70 0C. So erhält man 1,6 kg hellgelbes, geschmackloses, geruchloses öl mit praktisch unveränderter Zusammensetzung.
24 kg Dorschleberöl werden bei 60 0C in 16 Liter Methanol gelöst. Bei einer Temperatur von 50 - 60 0C werden unter Rühren 8 kg 40 #-ige Natriumhydroxydlösung zugetropft,
dann wird das Gemisch bei einer Temperatur von 60 C gehalten und weitere 45 Minuten lang gerührt. Bei etwa 60 0C werden 20 kg 15 #-ige Salzsäure zu der Lösung gegeben. Die Phasen werden getrennt, denn wird die organisehe Phase noch mit 10 kg 15 #-iger Salzsäure, danach mit etwa 180 Liter heissem Leitungswasser neutral gewaschen. Die so entstandenen Phasen werden getrennt, dann werden der öligen Phase 100 Liter Aceton zugegeben. Es wird auf etwa 45 0C erwärmt, dann werden 3>8 kg in 30 Liter Wasser gelöstes LiOH.i^O zugegossen. Nach einer halben Stunde Rühren lässt man das Gemisch über Nacht stehen, dann wird es filtriert, und das acetonische Filtrat wird eingedampft. Es wird mit etwa 8 kg 15 #-iger Salzsäure angesäuert, dann dreimal mit Hexan ausgeschüttelt und schliesslich eingedampft. Während des Reinigungsvorgangs wird bis zum Schluss in Stickstoffatmosphäre gearbeitet, Auf diese'Weise erhält man 6,4 kg gereinigtes FischÖl. Jodzahl: 258; Säurezahl: 160.
1 kg des so gereinigten Dorschleberols wird bei 60 0C einer mit 9 Liter Methanol bereiteten Lösung von 3 kg Harnstoff zugetropft. Das Gemisch wird 2 Stunden lang bei dieser Temperatur gerührt. Nach Abkühlen lässt man es über Nacht bei -10 0C im Gefrierschrank stehen. Es wird filtriert, und das Filtrat wird eingedampft. Der eingedampften Substanz werden 2,5 Liter 1 : 1 verdünnte Salzsäure zugegossen. Es wird 15 Minuten lang gerührt, dann mit Hexan ausgeschüttelt. Die Hexan-Phase wird mit Wasser neutral gewaschen, mit NagSO^ getrocknet, dann eingedampft. So erhält man 0,34 kg ω-3-Fettsäuren. Jodzahl:
315; SPA-Gehalt: 24 #; DHA-Gehalt: 42 #.
In ein 10 Liter fassendes Algenkulturglas werden 8 Liter Knop-Pringsheim-Nährlösung gegeben, die durch 4-0 mg Natriumselenit ergänzt werden. Das System wird bei 121 0C und 1 bar Überdruck 30 Minuten lang sterilisiert. Die sterile Lösung wird mit der gegenüber Selen resistenten Algen-Reinkultur Scenedesmus obtisiusculus geimpft. Durch die Nährlösung wird bei 25 0O 5 Volumen^ Kohlendioxyd enthaltende sterile Luft bei Beleuchtung durch ein Leuchtstoff rohr (4000 lux, 440 - 520 und 640 - 700 ,um) geleitet. Nach einem 14-tägigen Zuchtzyklus werden die Algen von der Nährlösung isoliert. Die' erhaltene Algenmasse wird durch Ultraschall aufbereitet, dann bei einer Temperatur unter 65 C vorsichtig getrocknet. Man erhält 6 g Algenpulver mit einem Selengehalt von 1200 /Ug/g.
150 g 65 #-igera konzentriertem Dorschleberöl (EPA-Gehalt: 22 #, DHA-Gehalt: 45 #) werden 100 g selenhaltiges Algenpulver (Se-Konzentration: 260 /Ug/g) züge- · mischt. Das Geraisch wird homogenisiert, und das Homogenisat wird durch Zugabe von 0,2 % Vitamin E konserviert.
Herstellung eines diätetischen Margarineerzeugnisses
Zu 250 g weicher Margarine werden 8 g 65 #~iges Dorschleberöl (EPA-Gehalt: 22 rJ>, DHA-Gehalt: 45 #) und Ig Se-Algenpulver (Se-Konzentration: 260 /Ug/g) gemischt, Das Gemisch wird homogenisiert.
- 10 -
Es wird in allem wie in Beispiel 4 verfahren, mit dem Unterschied, dass die Ausgangsstoffe in folgenden Mengen verwendet werden: 400 g 65 #-iges konzentriertes Dorschleberöl (EPA-Gehalt:
22 #, DHA-Gehalt: 43 #)
70,6 g Algenpulver mit einem Selengehalt von 1200 /Ug/g 0,4 mg Vitamin E.
Das gewonnene Homogenisat wird in zur Aufnahme von 5OO mg geeignete weiche Gela^'neperlenkapseln oder weiche Gelatinekapseln gefüllt, in . Le Kapseln werden in Blasenfolien gepackt.
Mit bekannten pharmazeutischen Mitteln und Verfahren v/erden Tabletten der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
Mit EPA und DHA angereichertes
Dorschleberöl, welches als Konserviermittel 0,1 % Vitamin E
enthält (DHA-Gehalt: 43 ^,
EPA-Gehalt: 22 $) 200 mg
Se-Algen 86 mg (Se-Konzentration:
380 /ug/g Algenpulver)
Lactose 140 mg
Stärke 60 mg
Polyvinylpyrrolidon 3»5 mg
Magnesiumstearat 3»5 mg
Gewünschtenfalls werden die Tabletten in einer Dragiermaschine mit Zucker überzogen.
Claims (4)
- ι'Ί·.- 11-Vv /'.' ι?<\. ' >,PatentansprücheY;V".1. Verfahren zur Herstellung eines DiäterzeugMeses, dadurch gekennzeichnet, daß man 0^5 bis 50 Masse*% selenhaltige Algen sowie 99,5 bis 50 Masse-% mindestens1 zwei ungesättigte Bindungen enthaltende Fettsäuren mit 18 - 22 Kohlenstoffatomen oder deren Derivate mit in der Lebensmittelindustrie gebräuchlichen Zusatzstoffen und gegebenenfalls mit Anfioxydanten vermischt« "
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Fettsäurederivate Ester, Alkalierdmet all salze/, oder Aminsalze verwendet werden. ^- : ' V . - — .." Ii" '
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzbichnet,daß als ungesättigte "Fettsäuren 5j8,ll,14il7-Eici#eapentaensäure und 4,7,10|13,16,19-Dokosahexaen8äure verwendet werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1γ dadurch gekennzeichnet,AHaB man als ungesättigte Fettsäuren Fettsäuren, die aus dem*Öl·, von · Meeresfischen gewonnen wurden, .verwendet.
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