DD274007A1 - Transportabler fluessigkeitsbehaelter - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen transportablen Fluessigkeitsbehaelter, insbesondere einen Kanister fuer brennbare Fluessigkeiten. Erfindungsgemaess ragt die Zarge des Einfuellstutzens mit ihrem besonders gestalteten unteren Ende in den Behaelter hinein und teilt dabei das Behaeltervolumen in zwei Teilvolumina, dem Fluessigkeitsvolumen und dem Ausdehnungsvolumen, auf. Die sich ergebende Trennebene zwischen den beiden Teilvolumina verlaeuft parallel zum Behaelterboden und durch den untersten Punkt der in der schraegen Wand befindlichen Behaelteroeffnung. Damit ist auch in einem aus zwei symmetrischen Haelften bestehenden transportablen Fluessigkeitsbehaelter ein sicherheitstechnisch erforderliches Ausdehnungsvolumen gewaehrleistet. Fig. 1
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft einen transportablen Flüssigkeitsbehälter, insLesondere einen Kanister für brennbare Flüssigkeiten.
Aus der einschlägigen Patent- und Fachliteratur sind die verschiedensten Formen und Konstruktionen von transportablen Flüssigkeitsbehältern mit dazugehörenden Einfüllstutzen bekannt.
In der Praxis hat sich jedoch der in der DE-PS 945314 beschriebene Kanister auf Grund der gebotenen Sicherheitstechnik durchgesetzt. Das für die Sicherheitstechnik unerläßliche, zwangsläufip ;u erhaltende Ausdehnungsvolumen wird bei den meisten Ausführungen von Flüssigkeitsbehältern durch einen Raum, der überwiegend über dem !Einfüllstutzen liegt, geschaffen. So ist dies gemäß DE-PS 945314 eine in die jeweilige Kanisterhälfte gezogene Ausbauchung, welche an der Oberseite des fertigen Kanisters einen Höcker als Ausdehnungsraum bildet. Diese Ausführung des Kanisters bringt den Nachteil mit sich, daß durch die Fertigung aus zwei spiegelbildlichen Hälften auch zwei verschiedene Werkzeugsätze benötigt werden. In der CS-PS 129980 wird ein Kanister beschrieben, welcher aus zwei symmetrischen Hälften gefertigt ist. Bei dieser Ausführung des Kanisters ist nur ein Werkzeugsatz für dessen Herstellung erforderlich. Die geforderte Sicherheitstechnik wird jedoch dim h ein viel zu kleines bzw. gar nicht vorhandenes Ausd 3hnungsvolumen nicht gewährleistet.
Der Einfüllstutzen ist bei den beschriebenen Ka.Mstern an einer schrägen Partie der Kanisteroberseite rechtwinklig zu dieser angeordnet. Entsprechende Griffgestaltung ermöglicht die allseitige Stapelfähigkeit der Kanister. Während der herkömmliche Kanister wesentliche Nachteile in der Fertigung, wie hohe Werkzeugkosten und Umrüstzeiten und damit hohe Fertigungskosten, mit sich bringt, ist der in der CS-PS 129980 vorgestellte Kanister durch die fehlende Sicherheitstechnik in der Praxis nicht einsetzbar.
Ziel der Erfindung ist die Senkung der Herstellungskosten von transportablen Flüssigkeitsbehältern durch fertigungsyünstige Gestaltung derselben bei unverändertem Gebrauchswert.
Der Erfindung liegt dio Aufgabe zugrunde, einen transportablen Flüssigkeitsbehälter mit einem bei waagerechten Stand desselben zwangsläufig gewährleistetem sicherheitstechnisch erforderlichen Ausdehnungsvolumen auch mit symmetrischer Außenform zu schaffen
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Zarge des Einfüllstutzens mit ihrem besonders gestalteten unteren
Ende in den Behälter hineinragt und dabei das Behältervolumen ir zwei Teilvolumina aufteilt. Die sich* ergebende Trennebene zwischen beiden Teilvolumina verläuft parallel zum Behälterboden und durch den untersten Punkt der in der schrägen Wand befindliche Behälteröffnung.
Es ist zweckmäßig, daß das untere Ende der Zarge des Einfüllstutzens in Höhe der Trennebene und parallel zu dieser schräg abgeschnitten ist.
Zur einfacheren Fertigung des Einfüllstutzens kann die Zarge unterhalb der Trennebene auch eine Öffnung in Form eines Durchbruchs oder einer Ausklinkung enthalten, deren obere Begrenzung am untersten Punkt der in d' schrägen Wand befindlichen öffnung end'
Im Einfüllstutzen sowie im Behälter ist ein an sich bekanntes Entlüftungsröhrchen angeordnet, dessen oberes Ende in der oberen
Öffnung des Einfüllstutzens und dessen unteres Ende in Höhe der Trennebene der beiden Teilvolumina in geringem Abstand vor der dem Einfüllstutzen gegenüberliegenden Behälterwand abschließen.
Erreicht der Flüssigkeitsspiegel beim Befüllen des Behälters im waagerechtem Stand die sich ergebende Trennebene, so taucht das besonders gestaltete Zarrjc.^nde des Einfüllstutzens in die Flüssigkeit ein. Damit wird das obere Teilvolumen nach außen abgeschlossen, und die darin eingeschlossene Luft kann nicht entweichen. Gegen dieses Luftpolster Ist ein weiteres Befüllen des oberen Teilvolumens ausgeschlossen.
Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist auch in einem aus zwei symmetrischen Hälften bestehenden transportablen Flüssigkeitsbehälter ein sicherheitstechnisch erforderliches Ausdehnungsvolumen gewährleistet. Durch die vereinfachte geometrische Gestalt des Behälters wird für die Fertigung der Behälterhälften nur ein Werkzeugsatz benötigt, und es ergibt sich zusätzlich eine Werkstoffeinsparung. Da ein sonst notwendiger Umrüstvorgang entfällt, erhöht sich durch Verringerung der Stillstandszeiten der Fertigungseinrichtungen auch ihre Produktivität.
Die Erfindung coil an einem Kanister mit verschieden ausgeführtem Einfüllstutzen in Verbindung mit drei Zeichnungen erläutert werden. Diese Zeichnungen zeigen im einzelnen:
Fig. 1: Erfindungsgemäßer Flüssigkeitsbehälter gemäß Anspruch 1,2 und 4
Fig. 2: Teil eines Schnittes durch den Flüssigkeitsbehälter mit Einfüllstutzen nach Anspruch 1 und 3 Fig. 3: Einfüllstutzen mit Ausklinkung nach Anspruch 3 im Schnitt
Der in Fig. 1 angegebene Kanister besteht aus zwei symmetrischen, durch Tiefziehen hergestellten Blechhalbschalen, die an ihrer Oberseito zwei schräge Wände 7 aufweisen. Im fertigen Kanister ist in eine der schrägen Wände 7 einer Kanisterhälfte der Einfüllstutzen 1 rechtwinklig zu dieser in eine vorher eingebrachte Behälteröffnung 8 gefügt. Durch den untersten Punkt 6 dot Behälteröffnung 8 ist parallel zum Behälterboden 5 eina Trennebene 4 definiert, die den Behälter 2 in zwei Räume mit den Volumina V1 und V2 teilt. Hierbei dienen das Volumen V1 zur Aufnahme der Flüssigkeit und das Volumen V2 als Ausdehnungsvolumen. Der Einfüllstutzen 1 ragt in den Behälter 2 hinein und schließt schräg abgeschnitten mit der Trennebene 4 ab. Durch die Gestaltung der Anordnung des Einfüllstutzens 1 ist bei waagerechtem Stand des Behälters 2 nur ein Befüllen des Volumens V1 möglich, während das Volumen V2 zwangsläufig als Ausdehnungsvolumen erhalten bleibt. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung befindet sich im Kanister ein Entlüftungsröhrchen 12. Es ist an der oberen Wandung des Einfüllstutzens 1 und an der diesem gegenüberliegenden Behälterwand 9 angeschweißt. Das obere Ende 13 schließt mit der Öffnung des Einfüllstutzens 1, das untere Ende 14 in Höhe der Trennebene 4 unmittelbar vor der Behälterwand 9 ab. In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die Zarge 3 des Einfüllstutzens 1 an seiner Unterseite rechtwinklig abgeschnitten und mit einer Ausklinkung 11 versehen. Beim Fügen des Einfüllstutzens 1 muß die Ausklinkung 11 zum Behälterboden 5 zeigen und deren obere Begrenzung mit dem untersten Punkt 6 der in der Schräge 7 befindlichen Behälteröffnung 8 zusammentreffen. Durch einen nach außen gezogenen Kragen 15 ist ein dichtes Verschweißen gewährleistet.
Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist es möglich, einen aus zwei symmetrischen Hälften oder auch aus einem Teil bestehenden transportablen Flüssigkeitsbehälter ohne zusätzlich angeformte Behälterelemente in zwei Räume so zu teilen, daß der eine Raum zur'Flüssigkeitsaufnahme, der andere aber bei waagerechtem Stand zwangsläufig nicht zu befüllen ist und als sicherheitstechnisch vorgeschriebenes Ausdehnungsvolumen dient. Ein vollständiges Entleeren des Behälters ist durch die Gestaltung der Einfüllstutzen 1 gewährleistet.
Gegenüber dem herkömmlichen Kanister gemäß DE-PS 945314 hat der erfindungsgemäße Behälter einen unveränderten Gebrauchswert und ist ohne Einschränkungen austauschbar.
Claims (4)
1. Transportabler Flüssigkeitsbehälter, insbesondere Kanister, bestehend aus dem eigentlichen Behälter mit an der Oberseite mindestens einer schrägen Wand, dem daran annähernd rechtwinklig angeordneten und an einer Öffnung angefügten verschließbaren Einfüllstutzen sowie dem an der Oberseite angeordneten Griff mit mindestens einem waagerechten Griffelement, dadurch gekennzeichnet, daß die Zarge (3) des Einfüllstutzens (1) mit ihrem besonders gestalteten unteren Ende in den Behälter (2) hineinragt, dabei das Behältervolumen in zwei Teilvolumina (V1; V2) aufteilt, wobei die sich ergebende Trennebene (4) zwischen beiden Teilvolumina (V1; V2) parallel zum Behälterboden (5) und durch den untersten Punkt (6) der in der schrägen Wand (7) befindlichen Öffnung (8) verläuft.
2. Transportabler Flüssigkeitsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende der Zarge (3) des Eirfüllstutzens (1) in Höhe der Trennebene (4) und parallel zu dieser schräg abgeschnitten ist.
3. Transportabler Flüssigkeitsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zarge (3) des E'nfüllstutzens (1) unterhalb der Trennebene (4) eine Öffnung in Form eines Durchbruchs (10) oder einer Ausklinkung (11) enthält, deren obere Begrenzung am untersten Punkt (6) der in der schrägen Wand (7) befindlichen Öffnung (8) endet.
4. Transportabler Flüssigkeitsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Einfüllstutzen (1) sowie im Behälter (2) ein an sich bekanntes Entlüftungsröhrchen (12) angeordnet ist, dessen oberes Ende (13) mit der oberen Öffnung des Einfüllstutzens (1) abschließt und dessen unteres Ende (14) sich in Höhe der Trennebene (4) der beiden Teilvolumina (V1 · V2) in geringem Abstand vor der dem Einfüllstutzen (1) gegenüberliegenden Behälterwand (9) befindet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DD31802788A DD274007A1 (de) | 1988-07-18 | 1988-07-18 | Transportabler fluessigkeitsbehaelter |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD31802788A DD274007A1 (de) | 1988-07-18 | 1988-07-18 | Transportabler fluessigkeitsbehaelter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD274007A1 true DD274007A1 (de) | 1989-12-06 |
Family
ID=5601023
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD31802788A DD274007A1 (de) | 1988-07-18 | 1988-07-18 | Transportabler fluessigkeitsbehaelter |
Country Status (1)
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|---|---|
| DD (1) | DD274007A1 (de) |
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1988
- 1988-07-18 DD DD31802788A patent/DD274007A1/de not_active IP Right Cessation
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