DD274139A3 - Kettenklaue fuer schwere ankerstegketten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf den Schiffbau und betrifft eine leichte Kettenklaue fuer schwere Ankerstegketten zum Uebertragen grosser horizontaler Zugkraefte fuer die Handhabung auf dem Arbeitsdeck eines Schiffes abgelegter Kettenstraenge. Das niedrige Gewicht der Kettenklaue ermoeglicht ein schnelles und unkompliziertes Anschlagen derselben durch zwei Mann Deckspersonal ohne Kranhilfe. Erfindungsgemaess wird das dadurch erreicht, dass die beiden Haken einer Kettenklaue, die den halbkreisfoermigen Endabschnitt eines liegenden Kettengliedes formschluessig aufnehmen, durch einen ein stehendes Kettenglied ueberbrueckenden Buegel miteinander verbunden und auf den Hakenrueckseiten mit Seilrillen versehen sind, die aequidistant zu den Hakentragflaechen diese rueckseitig umfassen und zwei die Zugkraft einleitende gleichbelastete Seilaugen aufnehmen. Fig. 3
Description
Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung bezieht sich auf den Schiffbau und betrifft eine leichte Kettenklaue zum Übertragen großer horizontaler Zugkräfte für die Handhabung auf dem Arbeitsdeck eines Schiffes abgelegter schwerer Ankerstegketten.
Kettenklauen und Kettenklauhaken, die sich an beliebiger Stelle eines Kettenstranges einhaken lassen und beispielsweise zum Erfassen oder Anschlagen von Rundgliederketten dienen, sind in verschiedenartigsten Ausführungen bekannt. So wird in der EP-PS 0092135 eine Kettenklaue beschrieben, die als Verkürzungsklaue für Rundgliederketten anwendbar ist. Sie besteht aus zwei parallel nebeneinander angeordneten und miteinander verbundenen Haken, deren Abstand voneinander wenig größer als der Nenndurchmesser der Kette ist und die den Umrissen eines liegenden Kettengliedes angepaßte und mit Zinken versehene Ausnehmungen aufweisen. Sie ermöglicht die Herstellung formschlüssiger und lagesicherer Verbindungen.
Die bekannten Kettenklauen und Kettenklauhaken weisen auf Grund ihrer Gestaltung jeHoch Abmessungen auf, die die eines Gliedes der zu erfassenden Rundgliederketten übersteigen.
Ihre Anwendung für Ketten großen Nenndurchmessers hat deshalb den Nachteil, daß sie infolge des erheblichen Gewichtes nur mit Kranhilfe bewegt und angeschlagen werden können, wodurch ihre Handhabung erschwert oder ihre Einsatzmöglichkeit eingeschränkt wird.
Ziel der Erfindung ist es, auf dem Arbeitsdeck eines Schiffes abgelegte schwere Ankerstegketten schnell und sicher mit einer Zugvorrichtung verbinden zu können.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Kettenklaue zum Übertragen großer horizontaler Zugkräfte auf schwere Ankerstegketten zu schaffen, deren niedriges Gewicht ihr Anschlagen an einen an Deck abgelegten Kettenstrang durch zwei Mann Deckspersonal ohne Kranhilfe ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die parallel nebeneinander angeordneten Haken einer Kettenklaue durch einen mit geringstmöglichen Abstand über das an das erfaßte liegende Kettenglied anschließende stehende Kettenglied geführten Bügel miteinander verbunden und auf den Hakenrückseiten mit Seilrillen versehen sind, die äquidistant zu den Hakentragflächen diese rückseitig unfassen und zwei die Zugkraft einleitende gleichbelastete Seilaugen aufnehmen. Die Seilrillen sind auf den Hakenrückseit Jn offen und werden nur im Bereich des Bügels durch diesen abgedeckt, so daß sie in Seilöffpungen auslaufen.
Die Seilrillen sind mit ihren Symmeti ieebenen in jeweils gleichem Abstand parallel zur Symmetrieebene der Kettenklaue angeordnet. Ihr Abstand voneinander ist geringer als die Breite des erfaßten liegenden Kettengliedes.
Zum Verbinden einer auf dem Arbeitsdeck eines Schiffes abgelegten schweren Ankerstegkette mit einer Zugvorrichtung wird die an die Zugvorrichtung angeschlossene Kettenklaue manuell von oben zwischen zwei liegende Kettenglieder auf ein stehendes Kettenglied aufgesteckt. Vor dem Aufstecken werden die beiden Seilaugen von den Seilrillen abgehoben und um die durch die Seilöffr.ungen gebildeten Schwenkachsen seitlich ausgeschwenkt. Nach dem Aufstecken der Kettenklaue werden die Seilaugen wieder in die Seilrillen eingelegt. Dabei ist zu beachten, daß das in Zugrichtung anschließende liegende Kettenglied beiderseits von den Seilaugen umfaßt wird. Ein leichtes Anziehen der Seilaugen bewirkt das formschlüssige Erfassen des halbkreisförmigen Endabschnitts dieses Kettengliedes durch die Hakentragflächen. Damit ist ein sicherer Sitz und die Bereitschaft der Kettenklaue zum Übertragen großer horizontaler Zugkräfte auf den Kettenstrang gegeben. Das Abnehmen der Kettenklaue erfolgt bei entlasteten Seilaugen in umgekehrter Reihenfolge.
Ausiührungsbeisplel
D>e Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Psrspektivischo Ansicht der Kettenklaue von vorn mit ausgeschwenkten Seüaugen; Fig.2: Perspektivische Ansicht der KeUenklaue von hinten mit eingeschwenkten Seilaugdn; Fig. 3: Seitenansicht der auf eine Ankerstegkette aufgesteckten und belasteten Kettenklaue; Fig.4: Draufsicht der auf eine Ankerstegkette aufgesteckten und belasteten Kettenklaue.
Die erfindungsgemäße Kettenklaue ist in ihren Abmessungen den zu erfassenden Kettengliedern und zu übertragenden Zugkräften angepaßt. Sie besteht aus den Haken 1, die durch den Bügel 2 miteinander verbunden sind, und aus den über die Hakenrückseiten 4 in Seilrillen 5 geführten beiden Seilaugen 7. Die Hakentragflächen 5 sind annähernd komplementär zur Form des halbkreisförmigen Endabschnittes des erfaßten liegenden Kettengliedes 8 ausgebildet. Die Innenseiten der Haken 1 und des Bügsls 2 begrenzen den Schlitz zur Aufnahme des stehenden Kettengliedes 9. Die Seilaugen 7 sind mit dem Klauenkörper durch die Seilöffnungen 6 verschiebbar und ausschwenkbar verbunden. Der aufsteckbereite Zustand der Kettenklaue mit ausgeschwenkten Seilaugen 7 ist in Fig. 1 dargestellt. Die Länge der Seilaugen 7 ist so bemessen, daß das liegende Kettenglied 3 bei Einleitung der Zugkräfte nicht von den Seilaugon 7 beklemmt wird und im unbelasteten Zustand deren ungehindertes Abheben aus den Seilrillen 5 und seitliches Ausschwenken möglich ist. Der Anschluß der Kettenklaue an die Zugvorrichtung erfolgt über eine Dreieckplatte, die die beid jn mit Ka ;schen versehenen Enden der Seilaugen 7 aufnimmt. Damit wird die erforderliche gleichmäßige Zugkraftbeiast jng der Seilaugen 7 und die Zentrierung der Kettenklaue unter Last gesichert.
Die Gestaltung der Kettenklaue gewährleistet einen günstigen Kraftfluß von den Seilaugen 7 über die beiden Haken 1 auf das erfaßte liegende Kettenglied 8. Dadurch bleibt das Gewicht der Kettenklaue auch bei einer Bemessung für große Zugkräfte und schwere Ankerstegketten relativ niedrig. Das ermöglicht ihre schnelle und unkomplizierte Handhabung durch zwei Mann Deckspersonal ohne Kranhilfe. Die Kettenklaue ist darüber hinaus einfach und robust und gewährleistet einen sicheren Sitz auf dem Kettenstrang.
Claims (3)
1. Kettenklaue für schwere Ankerstegketten zum Übertragen großer Zugkräfte, bestehend aus zwei parallel nebeneinander angeordneten und starr miteinander verbundenen Haken, deren Abstand voneinander wenig größer als der Nenndurchmesser der Kette ist und die mit ihren Tragflächen den halbkreisförmigen Endabschnitt eines Kettengliedes formschlüssig aufnehmen, dadurch gekennzeichnet, daß die Haken (1) durch einen mit geringstmöglichem Abstand über das an das erfaßte liegende Kettenglied (8) anschließende stehende Kettenglied (9) geführten Bügel (2) miteinander verbunden sind und die Haken (1) auf den Hakenrückseiten (4) mit Seilrillen (5) versehen sind, die äquidistantzu den Hakentragflächen (3) diese rückseitig umfassen und zwei die Zugkraft einleitende gleichbelastete Seilaugen (7) aufnehmen.
2. Kettenklaue nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seilrillen (5) auf den Hakenrückseiten (4) offen und nur im Bereich des Bügels (2) durch diesen abgedeckt sind und in Seilöffnungen (6) auslaufen.
3. Kettenklaue nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seilrillen (5) mit ihren Symmetrieebenen in jeweils gleichem Abstand parallel zur Symmetrieebene der Kettenklaue angeordnet sind und der Abstand der Seilrillen (5) voneinander geringer als die Breite des erfaßten liegenden Kettengliedes (8) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD30831887A DD274139A3 (de) | 1987-10-28 | 1987-10-28 | Kettenklaue fuer schwere ankerstegketten |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DD30831887A DD274139A3 (de) | 1987-10-28 | 1987-10-28 | Kettenklaue fuer schwere ankerstegketten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD274139A3 true DD274139A3 (de) | 1989-12-13 |
Family
ID=5593355
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD30831887A DD274139A3 (de) | 1987-10-28 | 1987-10-28 | Kettenklaue fuer schwere ankerstegketten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD274139A3 (de) |
-
1987
- 1987-10-28 DD DD30831887A patent/DD274139A3/de not_active IP Right Cessation
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