DD274338A7 - Verfahren zum versehen flexibler textilgegenstaende mit kodierungen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Versehen flexibler Textilgegenstaende, insbesondere von Bettwaesche, Handtuechern und dergleichen mit Kodierungen, insbesondere mit mehrstellige Zahlen und/oder Buchstaben darstellenden Strichcoden, wobei die Elemente des Codes und/oder Strichcodes von einem ins Gewebe des Textilstueckes eingewebten Kontrastfaden gebildet werden. Durch die Erfindung werden rationell und umweltfreundliche Kodierungen erzeugt, die trotz vieler Textilreinigungen, die ueber die Nutzlebensdauer der Textilgegenstaende kontinuierlich wiederholt werden, einwandfrei decodierbar sind. Der Kontrastfaden ist druck- und hitzebestaendig, flexibel sowie elektrooptisch oder magnetisch erfassbar. Die Kodierung des Textilstueckes weist somit einen stets gleichbleibenden Kontrast auf. Figur
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Versehen flexiblerTextilgegenstände, insbesondere von Bettwäsche, Handtüchern und dergleichen mit Kodierungen, insbesondere mit mehrstellige Zahlen und/oder Buchstaben darstellenden Strichcoden.
Es ist bekannt (DE-PS 3117231), mittels Strichcodetypen aus elastischem Material und eine Einfärbevorrichtung aufweisenden Druckwerken Strichcodes auf Selbstklebeetiketten aufzudrucken, wobei die aufgedruckten Strichcodes mit Hilfe elektrooptischer Lesegeräte abgelese:. /verden können. Derartige mit Strichcodes vorsehene Selbstklebeetiketten sind jedoch nicht sehr für Textilgegenstände geeignet, die !läufig Wasch-oder chemischen Reinigungsvorgängen ausgesetzt werden lüssen, da sich zum einen das Selbstklebeetikett dann vom Textilgegenstand löst und zürn anderen die aufgedruckten Strichcodes verblassen und nicht mehr einwandfrei lesbar sind.
Bekannt ist weiterhin, ein lösbar beschichtetes Papier wie ein mit einem Polyesterfilm beschichtetes Papier als einen vorläufigen Träger für die Erzeugung einer dauerhaften dekorativen oder informativen Kennzeichnung flexibler Textilerzeugnisse zu benutzen (GB- 'S 928347 in Verbindung mit DE-OS 2043692). Auf diesen vorläufigen Träger oder einer durchsichtigen Schicht, die auf diesem Träger angeordnet wird, ist die Information oder das Kennzeichen aufgedruckt, wozu Farben oder Lacke benutzt werden, die aus durch Wärme auszuhärtenden Harzen bestehen und unter dem Einfluß von Wärme und Druck in die Textile eingeschweißt werden und sich mit dieser unter dem Einfluß einer Säure zur Ausbildung einer dekorativen un J informativen Kennzeichnung der Textilie veroinden. Die erzielte Kennzeichnung ist zwar verhältnismäßig unempfindlich gegen Einflüsse von Wasch- und Reinigungsmitteln, mit denen die Textilien hin und wieder behandelt werden, welche die Kennzel· nnung trägt, jedoch ist die Verwendung einer Säure nicht umweltfreundlich. Außerdem zeigt die Praxis, daß nach maximal 50 Koch-, Wasch- und Mangelvorgängen bzv/. chemischen Vollreinigungen, wie sie z.B. für den Krankenhausbedarf ei forderlich sind, die Kontraste der Kennzeichnung nicht mehr den durch elektrooptische Lesegeräten bedingten hohen Anforderungen genügen.
Ziel dor Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindungen rationeller und umweltfreundlicher Weise Kodierungen auf flexible Toxtilgegenstände aufzubringen, wobei eine gleichbleibende Qualität gewährleistet ist.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Versehen flexibler Textilgegenstände, insbesondere von Bettwäsche, Handtüchern und dergleichen mit Kodierungen, insbesondere mit mehrstellige Zahlen und/oder Buchstaben darstellenden Strichcoden zu schaffen, mit dem flexible Textilgegenstände mit Kodierungen versehbar sind, die trotz vieler Textilreinigung^, wie chemischer Reinigungen und dergleichen Reinigungsvorgänge oder Koch-, Wasch- und Mangelvorgänge, die über die NutzlPbensdauer der Textilgegenstände kontinuierlich wiederholt werden, einwandfrei decodierbarsind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Elemente des Codes und/oder Strichcodas durch Einweben eines druck- und hitzebeständigen, flexiblen sowie elektrooptisch oder magnetisch erfaßbaren Kontrastfadens bei der Herstellung des Gewebes des Textilstückes in diese:· gebildet werden.
Zweckmäßigerweise erfolgt das Einweben des Kontrastfadens programmgesteuert.
In Weiterführung des Erfindungsgedankens wird das Textilstück als Etikett auf ein anderes Textilstück aufgebracht.
Vorteilhafterweise wird das als Etikett dienende Textilstück auf das andere Textilstück aufgenäht.
Nach der Erfindung wird als Kontrastfaden ein zur Farbe des Textilstückes derart gefärbter Faden gewählt, so daß ein gleichmäßiger, dauerhafter Farbkontrast gebildet wird.
Vorzugsweise wird als Kontrastfaden ein Faden gewählt, der aus dem gleichen Material wie das Gewebe des Textilstückes besteht.
Zweckmäßigerweise wird als Kontrastfaden ein magnetisch erfaßbai er Metallfaden in das Gewebe des Textilstückes eingewebt.
Vorteilhaft ist es, wenn als Kontrastfaden ein halb- oder vollsynthetischer Faden gewählt wird.
Im Sinne der Erfindung ist es, daß als Kontrastfaden ein Faden gewählt wird, dessen auf dem Seelenfaden zwirngedrehte Fasern nur zur Farbe des Textilstückes kontrastmäßig gefärbt sind.
Vorzugsweise wird als Kontrastfaden ein Faden gewählt, dessen Seelenfaden aus magnetisch erfaßbarem Material besteht.
In anderer Ausführung wird als Kontrastfaden ein Naturfaserfaden gewählt.
Das erfindungsgemäße Verfahren erweist sich insbesondere dadurch als vorteilhaft, daß ein ausgezeichneter, dauerhafter Kontrast und eine stete Gleichmäßigkeit der Elemente des Codes bzw. des Strichcodes gegeben sind, die während der Nutzlebensdauer des Textilstückes nicht durch vielfache chemische Reinigungsvorgänge oder Koch-, Wasch- oder Mangelvorgänge beeinträchtigt worden, so daß stets ein einwandfreies Decodieren des Codes bzw. Strichcodes auf dem Toxtilstück durch elektrooptische oder magnetische Lesegeräte möglich ist. Insbesondere bei Großwäschereien von Krankenhäusern, bei denen ein hoher Durchlauf an Wäschestücken der verschiedensten Art gegeben ist, ermöglicht das stets einwandfreie Identifizieren der Wäschestücke ein sehr rationelles Arbeiten, da Störfälle weitgehend ausgeschaltet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist weiterhin nuch umweltfreundlich, da ein Einsatz von irgendwelchen Druckfarben und/oder Säuren nicht erforderlich ist.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhar.'i eines Ausführunqsbsispieles des erfindungsgemäß hergestellten Textilstücks näher erläutert woren.
In der zugehörigen Zeichnungsfigur ist die Erfindung näher erläutert.
In der Zeichnung ist auf einTe.v*;'-'ück 1 ein als Etikett dienendes Textilstück 2 aufgenäht, in dessen Gewebe 3 die Elemente 4 eines eine mehrstellige Zahl darstellenden Strichcodes 5 sowie zugeordnete Ziffern einer entsprechenden Kodierung eingewebt sind. Der Kontrastfaden 6 besteht aus demselben Material wie das Gewebe 3 des Textilstückes 2 und ist hitzebeständig, flexibel sowie gegen den von einer Mangel ausgeübten Druck besonders widerstandsfähig. Bei Dehnung des Gewebes 3 des Toxtilstückes 2 dehnt sich der die Elemente 4 i!Qs Codes und des Strichcodes 5 bildende Kontrastfaden 6 in gleicher Weise mit.
Vorzugsweise ist das Gewebe 3 weiß und der Kontrastfaden 6 schwarz.
Claims (11)
1. Verfahren zum Versehen flexibler Textilgegenstände, insbesondere von Bettwäsche, Handtüchern und dergleichen mit Kodierungen, insbesondere mit mehrstellige Zahlen und/oder Buchstaben darstellenden Strichcoden, gekennzeichnet dadurch, daß die Elemente des Codes und/oder Strichcodes durch Einweben eines druck- und hitzebeständigen, flexiblen sowie elektrooptisch oder magnetisch erfaßbaren Kontrastladens bei der Herstellung des Gewebes des Textilstückes in dieses gebildet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Einweben des Kontrastfadens programmgesteuert erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Textilstück als Etikett auf ein anderes Textilstück aufgebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, daß das als Etikett dienende Textilstück auf das andere Textilstück aufgenäht wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein zur Farbe des Textilstückes derart gefärbter Fadon gewählt wird, daß ein gleichmäßiger, dauerhafter Farbkontrast gebildet wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein Faden gewählt wird, der aus dem gleichen Material wie das Gewebe des Textilstückes besteht.
7. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein magnetisch erfaßbarer Metallfaden in das Gewebe des Textilstückes eingewebt wird.
8. Ve= cahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein halb- oder vollsynthetischer Faden gewählt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und 8, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfadenein Faden gewählt wird, dessen auf dem Seelenfaden zwirngedrehte Fasern nur zur Farbe des Textilstückes kontrastmäßig gefärbt sind.
10. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein Faden gewählt
ird, dessen Seelenfaden aus magnetisch erfaßbarem Material besteht.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und 9, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein Naturfaserfaden gewählt wird.
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