DD275164A3 - Vorrichtung zum fuehren und bewegen von stoffklemmen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Fuehren und Bewegen von Stoffklemmen, insbesondere beim Naehen von langen Naehten an integrierten Naeharbeitsplaetzen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass an der Stoffklemme vordere Rueckholduesen sowie hintere feste Richtduesen und hintere bewegliche Richtduesen, die mit einem Luftverteiler verbunden sind, hintereinander entgegengesetzt angeordnet sind, wobei die hinteren beweglichen Richtduesen mit einer Dreheinrichtung in Wirkverbindung stehen. Damit kann waehrend des Naehvorganges eine Korrektur des Nahtverlaufes vorgenommen werden, ohne hierbei zusaetzliche Einrichtungen zur Regelung der Stoffklemmenbewegung vorzusehen. In Fig. 1 ist die Draufsicht der erfindungsgemaessen Vorrichtung dargestellt. Fig. 1
Description
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Führen und Bewegen von Stoffklemmen, insbesondere beim Nähbn ve» langen Nähten an integrierten Näharbeitsplätzen.
einer fest angeordneten Schiene entlangbewegt. Zur Erzeugung einer Rückhol- bzw. Rückhaltekraft wird ein Gewicht in einem
ist. Das Kolben-Zylinder-System wird über eine Druckluftleitung mit stufenlos einstellbarem Druck beaufschlagt.
in die Ausgangsstellung zurückbewegt. Es besteht keine Möglichkeit, unabhängig von äußeren Belastungen und Einflüssen sich den Eigenschaften das Flächengebildes anzupassen, um in jedem Falle eine ordnungsgemäße Führung während des
Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Führen und Bewegen von Stoffklemmen zu schaffen, wobei das Führen und Bewegen der Stoffklemme universell einstellbar ist und der dazu erforderliche technische Aufwand minimal ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Führen und Bewegen von Stoffklemmen zu schaffen, die den Eigenschaften des Flächengebildes angepaßt werden kann, sowie eine Richtungsänderung während der Bewegung ermöglicht wird. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß an der Stoffklemme vordere Rückholdüsen sowie hintere feste Richtdüsen und hintere bewegliche Richtdüsen, die mit einem Luftverteiler verbunden sind, hintereinander entgegengesetzt angeordnet sind, wobei die hinteren beweglichen Richtdüsen mit einer Dreheinrichtung in Wirkverbindung stehen; und daß die vorderen Rückholdüsen mit einer Drosseleinrichtung sowie einem Wegeventil bzw. mit einer weiteren Drosseleinrichtung und einem weiteren Wegeventil wahlweise steuerbar verbunden angeordnet sind. Die Wirkung der Richtdüsen ist so angelegt, daß die im vorderen Bereich der Stoffklemme angebrachten Rückholdüsen des Nähvorganges eine Kraftwirkung entgegen der Nährichtung erzeugen und somit die Rückhaltekraft der Stoflklomme unterstützt wird. Zusätzlich hierzu kann, entsprechend den Eigenschaften des Flächengebildes, über einen Vakuumanschluß ein Unterdruck zwischen Stoffklemme und Auflagetisch erzeugt werden, was ebenfalls zu einer Erhöhung der Rückhaltekraft führt. Besonders günstig bei dieser Ausführung Ist, daß die bei den Richtdüsen austretende Luft entsprechend verringert und somit so gestaltet werden kann, daß der Nähvorgang nicht negativ beeinflußt wird. Zur Gewährleistung einer bestimmten Nahtkontur sind Richtdüsen im hinteren Bereich der Stoffklemme beweglich engeordnet. Damit kann während des Nähvorganges eine Korrektur des Nahtverlaufos vorgenommen werden, ohne hierbei zusätzliche Einrichtungen zur Regelung der Stoffklemmenbewegung vorzusehen.
Dor Luftaustritt weiterer hinten fest angeordneter Richtdüsen ist vorzugsweise so geregelt, daß in Wechselwirkung zwischen vorderen Rückholdüsen, hinteren festen Richtdüsen, Luftpolstor sowie Vakuum eine optimale Bewegung der Stoffklemme unabhängig von den Eigenschaften dos Flächengebildos möglich ist. So ist es möglich bei besonders empfindlichen
Materialien, die leicht zum Verzug neigen, die Bewegung der Stoffklemme über ein entsprechendes Luftpolster sowie die in Richtung Nähmaschine gehende Bewegung durch die hinteren festen Richtdüsen zu unterstützen. Damit wird es möglich, einen spannungslosen Zustand zu erreichen und ein Verziehen des Flächengebildes ausgeschlossen. Hierzu ist es jedoch günstig, wenn zusätzlich zu den beweglichen hinteren Richtdüsen entgegen der Nährichtung vorzugsweise auch im hinteren Bereich der Stoffklemme feste Richtdüsen angeordnet werden.
Zum Bewegen und Führen der Stoftklemme während des Nähvorganges ist es notwendig, die Drehbewegung wie auch die Intensität der beweglichen Richtdüsen getrennt auszubilden. Für die Drehbewegung der Richtdüsen ist es günstig, einen Drehwinkel bis maximal quer zur Transportrichtung zu ermöglichen um eventuell in der Kontur des zu vernähenden Teiles auftretende Absätze ausgleichen zu können.
Durch die steuerbare Gestaltung des Luftpolsters ist eine Regelbarkeit des Reibwertes zwischen Stoffklemme und Unterlage möglich. Nachdem die Stoffklemme im unmittelbaren Bereich des Nähfußes geöffnet und den Zuschnitt freigegeben hat, wird diese in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt. Hierzu ist es besonders vorteilhaft, das Luftpolster der Stoff klemme so zu wählen, daß uiese reibi ingsarm auf dem Auflegetisch bewegt werden kann. Durch Zuschalten der vorderen Richtdüsen, die vorzugsweise als Rückholdüsen dienen, ist es in diesem Zustand sehr leicht möglich, die Stoffklemme in die Ausgangsstellung zurückzubewegen. Das Zuschalten eines entsprechenden Luftpolsters sowie der vorderen Rückholdüsen kann steuerungstechnisch vorzugsweise über ein Zeitglied erfolgen, so daß über einen entsprechenden Impuls eine definierte Hückbewegung der Stoffklemme möglich ist. Gleichfalls kann die Rückbewegung über einen elastischen Anschlag begrenzt werden.
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. E3 zeigen:
Fig. 1: die Draufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung Rg. 2: die Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung Fig. 3: den steuerungstechnischen Anschluß der Richtdüsen.
Über eine Klemmeinrichtung 16, die auf einer Stoffklemme 2 angeordnet ist, werden die zu vernähenden Zuschnitteile 8 geklemmt. Hierbei wird die Stoffklemme 2 vorzugsweise als Luftkasten mit einem Luftverteiler 3 und vorderen und hinteren beweglichen und festen Rückhol- bzw. Richtdüsen 1,7,13 ausgebildet. Die vorde· an Rückholdüsen 1 und die hinteren beweglichen und festen Richtdüsen 7 und 13 werden vorzugsweise im Inneren der Stoffklemme 2 so angeordnet, daß diese einen definierten Betraft von der Kante Λβτ Stoffklemme 2 zurückgesetzt und somit während der Bewegung nicht auf dem Auflagetisch 15 aufliegen. Die vorde;e Rückholdüse 1 wird vorzugsweise fest in der Stoffklemme 2 und mit den Schlitzen B vorzugsweise in Richtung Nähmaschine weisend angeordnet (Fig. 1).
Damit wird ermöglicht, daß die vorderen Rückholdüsen 1 über die Schlitze 5 während dee Nähvorganges eine Kraftkomponente entgegen der Nährichtung erzeugen und somit in Abhängigkeit des Flächengobildes ein Zurückziehen der Stoffklemme 2 und somit ein Straffen des Flächengebildes bewirken. Für Flächengebilde, die eine entsprechend hohe Komponente entgegen der Nährichtung aufnehmen, kann über einen Luftanschluß 9 im Inneren der Stoffklemme 2 ein Vakuum aufgebaut werden. Damit ist es möglich, die Stoffklemme 2 definiert an den Auflagetisch 15 anzudrücken und in Wechselwirkung mit den vorderen Rückholdüsen 1 eine optimale Rückhaltekraft zur Anpassung des Flächengebildes an den Verarbeitungsvorgang zu erreichen. Die Luft>-.ustrittsmenge aus den Schlitzen 5 kann entsprechend der Größe des wirkenden Vakuums reguliert werden. Die hinteren beweglichen Richtdüsen 7 der Stoffklemme 2 sind über eine Dreheinrichtung 6 beweglich in der Stoffklemme 2 angeordnet. Damit ist es möglich, während des Nähvorganges eine Korrektur der Stoffklemme 2 so vorzunehmen, daß über die hinteren beweglichen Richtdüsen 7 sowie die Dreheinrichtung 6 eine bestimmte Kraftkomponente quer zur Nährichtung erzeugt werden kann und somit eine Bewegungskorrekti ir der Stoffklemme 2 während des Nähvorganges möglich ist. Gleichzeitig ist es möglich, über hintere fest angeordnete Richtdüsen 13, die in ihrer Wirkung entgegen den vorderen Rückholdüsen 1 angeordnet sind, bei sehr empfindlichen Materialien eine Unterstützung der Bewegung der Stoffklemine 2 in Nährichtung zu erzielen. (Fig.2) Gleichfalls ist es möglich, über ein entsprechendes Luftpolster, was über eine Luftverteilerplatte 3, die mit Bohrung 4 versehen ist, gleichmäßig in der Stoffklemme 2 aufgebaut wird, eine Verringerung des Reibwertes zwischen Stoffklemme 2 und der Unterlage zu erzielen.
Hat die Stoffklemme 2 oie Nähmaschine erreicht, wird die Klemmeinrichtung der Stoffklemme 2 geöffnet und der Zuschnitt freigegeben. Zum Zurückbewegen der Stoffklemmo 2 in die Ausgangsstellung wird vorzugsweise über die vorderen Rückholdüsen 1 und die Schlitze 5 die Rückbewegung bewirkt. Zur Unterstützung der Rückbewegung ist es günstig, zusätzlich zu den vorderen Rückholdüsen 1 ein Luftpolster aufzubringen, um dl& Gieiteigenschaften zu verbessern. Die Ansteuerung der vorderen Rückholdüsen 1 sowie der beweglichen und festen hinteren Richtdüsen 7,13 wird vorzugsweise so vorgenommen, daß über ein Wegeventil 11, welches mit den vorderen Rünkholdüsen 1 sowie den beweglichen und festen hinteren Richtdüsen 7 und 13 in Wirkung ι,ΐο'ιί, daß der Luftstrom der jeweiligen Richtdüsen über Drosseleinrichtungen 10 relativ zueinander anpaßbar ist. Dabei wird das We jovontll 11 vorzugsweise während des Nähvorgapges zugeschaltet. (Fi^. 3) Über ein Wegeventil 12 werden vorzugsweise die vorderen Rückholdüsen 1 zum Rückholen t'ar Stoffklemme 2 angesteuert, wobei über vorzugsweise einer Drossel 14 die Luftmenge und somit die Rückholgeschwindigkeit begrenzt wird. Es ist ebenfalls möglich, zum leichteren Zurückholen der Stoffklemme 2 durch die Luftvertellerplatte 3 sowie darin angeordneten Bohrungen 4 ein Luftpolster aufzubauen, was zu einer Minimierung der Reibverhältnisse führt.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Führen und Bewegen von Stoffklemmen, wobei das Nähgut auf der Stoffklemme durch eine Klemmeinrichtung fixiert und während des Nähvorganges geführt wird, gekennzeichnet dadurch, daß an der Stoffklemme (2) vordere Rückholdüsen (1) sowie hintere feste Richtdüsen (13) und hintere bewegliche Richtdüsen (7), die mit einem Luftverteiler (3) verbunden sind, hintereinander entgegengesetzt angeordnet sind, wobei die hinteren beweglichen Richtdüsen (7) mt einer Dreheinrichtung (6) in Wirkverbindung stehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die vorderen Rückholdüsen (1) mit einer Drosseleinrichtung (10) sowie einem Wegeventil (11) bzw. mit einer Drosseleinrichtung (14) und einem Wegeventil (12) wahlweise steuerbar verbunden angeordnet sind.
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1987
- 1987-12-21 DD DD31080787A patent/DD275164A3/de not_active IP Right Cessation
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