DD275489A1 - Verfahren zum herstellen eines naehgewirkten textilen flaechengebildes mit polschichten auf beiden warenseiten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Naehgewirken, insbesondere zur Deckenherstellung. Erfindungsgemaess wird der Arbeitsstelle einer Polvlies-Naehwirkmaschine mit Schiebernadeln eine Warenbahn mit Polschicht von unten zugefuehrt und in Hoehe der Schiebernadeln um eine Fuehrungseinrichtung herum wieder nach unten abgefuehrt. Der Arbeitsstelle wird eine Faserschicht zugefuehrt, und die Schiebernadeln durchstechen nacheinander die Bahnen, ziehen aus der Faserschicht Faserschlingen und verbinden durch Maschenbildung die entstehende zweite Polschicht mit der Grundbahn. Das so hergestellte Flaechengebilde weist auf beiden Warenseiten Polschichten mit beidseitig geringer Faserausziehneigung und durch die Maschenbildung nicht beeintraechtigter Optik auf. Fig. 1
Description
1. Titel der Erfindung
Verfahren zum Herstellen eines nähgewirkten textilen Flächengebildes mit Polschichtarauf beiden Warenseiten
2. Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft d;Le Herstellung nähgewirkter textiler Flächengebilde, insbesondere zur Herstellung von Decken.
3. Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Pur die Herstellung von Decken ist die Anwendung des Voltex-Verfahrens bekannt. Dabei werden üblicherweise auf eine Grundbatn, z. B. iJlalivlies mit Schrumpffaseranteil, Polfasern in W-Bindung aufgebracht und durch einen Heißluftschrumpf in der Grundbahn verfestigt. Diese ¥are wird dann beidseitig gerauht, geschert und poliert. Die so hergestellte Decke besitzt zwei recht unterschiedliche Warenseiten. Die Maschenseite wirkt viel magerer. Der Warengrund ist meist deutlich sichtbar. Bedingt durch eine teilweise Zerstörung der Maschen beim Rauhen ist die Faserausziehneigung dieser Decken erheblich größer als bei gewebten.
Diese Mängel lassen sich bedingt durch das beidseitige Bearbeiten einer nur einseitigen Rohware nicht abstellen. Ein Ausweg wäre, wenn zwei Jeweils nur halb so schwere Warenbahnen rückseitig verbunden würden. Ss brauchten dann jeweils nur die Polseiten dieser Bahnen weiterbearbeitet zu v/erden. Die Herstellung solcher leichten Qualitäten auf entsprechender Grundware ist möglich - das Dublieren dieser Bahnen ist aber problematisch. Kaschieren, Laminieren oder Bondieren führen zu einem unvertretbar harten Griff der Ware.
Vernähen oder Vernadeln beeinträchtigen das Aussehen der Oberfläche. Auch das Zusammennähen nur am Warensaum scheidet aus.
In der DL-PS 72 095 ist ein textiles Flächengebilde mit beiderseitiger dichter Poldecke vorgeschlagen worden. Hierbei wird aber das Aussehen der einen Seite durch die aufliegenden Maschenstäbchen beeinträchtigt. Hinzu kommt, daß das Flächengebilde mit den zur Verfügung stehenden Maschinen nicht herstellbar ist.
4. Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen eines nähgewirkten textlien Flächengebildes mit PolschichWauf beiden Warenseiten zu entwickeln, das mit einfachen Mitteln mit bekannter Maschinentechnik die Herstellung eines Erzeugnisses mit gleicher guter Qualität auf beiden Warenseiten ermöglicht.
5. Wesen der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, das bekannte Voltex-Verfahren so zu gestalten, daß das Anbringen einer Polschicht auf der Rückseite einer herkömmlichen Polvlies-Warenbahn ohne Beeinträchtigung der Optik und des textilen Griffs erreicht wird.
Erfindungsgemäß wird der Arbeitsstelle einer Polvlies-ITähwirkmaschine mit Schiebernadeln eine in üblicher Weise hergestellte Warenbahn aus Grundbahn und Polschicht von unten zugeführt und in Höhe der Schiebernadeln um eine Führungseinrichtung herum wieder nach unten abgeführt. Dabei ist die Polschicht der führungseinrichtung zugewandt und die Bewegungsebene der Schiebernadeln befindet sich ungefähr in Höhe der Mitte der Pol schicht in deren Umlenkmmkt.
Der Arbeitsstelle wird eine weitere !Faserschicht zugeführt. Die Schiebernadeln durchstechen in ihrer Vorwärtsbewegung zuerst die Grundbahn, dann einen Teil der Polschicht, wieder die Grundbahn und zuletzt die Faserschicht und verbinden bei ihrer Rückwärtsbewegung durch aus der Faserschicht herausgezogene Paserschlingen die so gebildete zweite Polschicht mit der Grundbahn
Den Schiebernadeln können zusätzlich Fäden zugeführt werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, ein nähgewirktes textiles Flächengebilde zur Verwendung insbesondere für Decken, bei denen eine plüschähnliche Oberfläche in gleicher Qualität mit geringer Faserausziehneigung auf beiden Warenseiten von besonderer Bedeutung ist, herzustellen. Sieben der guten Erzeugnisqualität besteht der Hauptvorteil des Verfahrens darin, daß es mit nur geringfügigen maschinentechnischen Veränderungen auf den herkömmlichen Polvlies-Bahwirkmaschinen realisierbar ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren gewährleistet, daß auf beiden Seiten eine dichte Polschicht entsteht, ohne daß deren Aussehen durch Maschenstäbchen der anderen Warenseite gestört werden. Auf diese Weise ist es auch möglich, Warenseiten mit unterschiedlicher Farbe einzusetzen, ohne daß die Farbe der einen Seite auf der anderen Seite sichtbar wird.
Selbstverständlich kann das erfindungsgemäße Verfahren auch für die Herstellung anderer Erzeugnisse angewendet werden. Mit der zusätzlichen Zuführung von Fäden wird dabei eine weiter verbesserte Polfestigkeit erreicht. Dies ist für Erzeugnisse anwendbar, bei denen eine besondere Polfestigkeit von größerer Bedeutung ist als ein durch ein Maschenbild beeinträchtigtes Aussehen.
6. Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Dabei zeigen in den zugehörigen Zeichnungen
Fig. 1 die zur Durchführung des, erfindungsgemäßen Verfahrens modifizierte A Ъeitsstelle einer nähwirkmaschine
T*
Fig. 2 die modifizierte Arbeitsstelle mit zusätzlicher Fadenzuführung
Zur Herstellung einer Voltex-Decke mit zwei Polseiten wird der Arbeitsstelle der Voltex-Maschine als Warenbahn 1 eine übliche Voltex-Rohware, bestehend aus einer Grundbahn 2 aus Malivlies mit einer Flächenmasse von 150 g/m und einer Polschicht 3 aus in W-Bindung aufgebrachten Polfasern, zugeführt. Die Zufürhung erfolgt von unten über einen in der Höhe verstellbaren Führungstisch 5, wobei die Polschicht 3 dem Führungstisch 5 zugewandt ist. Im Bereich der Umlenkung der Warenbahn wird diese von den Schiebernadeln 4 durchstochen, die auf ihrer weiteren Vorwärtsbewegung auch die Faserschicht 6 durchdringen und auf ihrer Rückwärtsbewegung aus der Faserschicht 6 Faserschlingen herausziehen und durch Maschenbildung mit der Grundbahn 2 verbinden, wobei mit Hilfe von Polplatinen 10 eine zweite Polschicht 7 gebildet wird. Da die Polschicht 3 ungefähr in der Hälfte ihrer Dicke durchstochen wird, ist das Aussehen ihrer Oberfläche nicht beeinträchtigt durch das bei der Verbindung deipfeweiten Pol schicht 7 mit der Grundbahn 2 entstehende Maschenbild. Uach entsprechender weiterer Bearbeitung entsteht eine Decke mit gleicher Polqualität und geringer Faserausziehneigung auf beiden Warenseiten. Mit der in Fig. 2 dargestellten Ausgestaltung, bei der über Fadenführungsorgane 9 Fäden 8 den Schiebernadeln 4 zugeführt werden, erfolgt ein Übernähen entsprechend der Maliwatt-Technologie,
Claims (2)
- Pat entanspruch1. Verfahren zum Herstellen eines nähgewirkten textlien Flächengebildes mit PolschichWauf beiden Warenseiten, wobei die Polschicht durch das Verbinden einer Faserschicht mit einer Grundbahn mittels Maschenstäbchen, deren Maschen aus der Faserschicht herausgezogene Faserschlingen sind, gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsstelle einer Polvlies-Nähwirkmaschine mit Schiebernadeln (4) eine in üblicher Weise hergestellte 7/arenbahn (1) aus Grundbahn (2) und Polschicht (3) von unten zugeführt und in Höhe der Schiebernadeln (4) um eine Führungseinrichtung (5) herum wieder nach untern abgeführt wird, wobei die Polschicht (3) der Führungseinrichtung (5) zugewandt ist und sich die Bewegungsebene der Schiebernadeln (4) ungefähr in Höhe der Mitte der Polschicht (3) in deren Umlenkpunkt befindet, der Arbeitsstelle eine weitere Faserschicht (6) zugeführt wird, die Schiebernadeln (4) in ihrer Vorwärtsbewegung zuerst die Grundbahn (2), dann einen Teil der Polschicht (3), wieder die Grundbahn (2) und zuletzt die Faserschicht (6) durchstechen und bei ihrer Rückwärtsbewegung durch aus der Faserschicht (6) herausgezogene Faserschlingen die во gebildete zweite Polschicht (7) durch Maschenbildung mit der Grundbahn (2) verbinden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Schiebernadeln (4) zusätzlich Fäden (8) zugeführt werden.Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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| DE4403472A1 (de) * | 1994-02-04 | 1995-08-10 | Saechsisches Textilforsch Inst | Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Verbinden von voluminösen Flächengebilden |
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1988
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| DE4403472C2 (de) * | 1994-02-04 | 1999-01-14 | Saechsisches Textilforsch Inst | Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Verbinden von voluminösen Flächengebilden |
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